Überblick
IT-Sicherheit ist längst nicht mehr nur eine Aufgabe der IT-Abteilung. Jeder Mitarbeitende, der mit einem Computer, einem Smartphone oder dem Internet arbeitet, trägt Mitverantwortung für die Datensicherheit im Unternehmen. Phishing-Mails, Ransomware, unsichere Passwörter und unvorsichtiges Verhalten im Internet können erhebliche Schäden verursachen — für Einzelpersonen und für ganze Organisationen. Diese Weiterbildung vermittelt das notwendige Wissen und die praktischen Fähigkeiten, um sich und andere im digitalen Alltag zu schützen. Die Inhalte richten sich an berufliche Anwender ohne IT-Fachkenntnisse und bauen auf PC-Grundkenntnissen und einem grundlegenden Umgang mit Internet und E-Mail auf.
Kursinhalte & Lernziele
Sicherheitskonzepte und persönliche Datensicherheit IT-Sicherheit beginnt beim eigenen Verhalten am Arbeitsplatz. In diesem Einführungsmodul werden die grundlegenden Konzepte der Informationssicherheit und der persönlichen Datensicherheit vermittelt.
- Grundbegriffe der IT-Sicherheit: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit
- Die menschliche Schwachstelle: Warum Social Engineering so erfolgreich ist
- Sichere Passwörter und Passphrasen: Erstellung, Verwaltung und Passwort-Manager
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) im beruflichen und privaten Einsatz
- Betriebliche Sicherheitsrichtlinien verstehen und einhalten
- Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Überblick für Anwender
Malware — Definition, Arten und Schutzmaßnahmen Schadsoftware ist eine der häufigsten Ursachen für Datenverlust und Betriebsunterbrechungen. Dieses Modul vermittelt ein fundiertes Verständnis der verschiedenen Malware-Typen und der wirksamsten Schutzmaßnahmen.
- Überblick über Malware-Arten: Viren, Würmer, Trojaner, Ransomware, Spyware, Adware
- Wie Ransomware funktioniert und wie Unternehmen Opfer von Verschlüsselungsangriffen werden
- Erkennen von verdächtigen E-Mail-Anhängen und Links
- Antivirensoftware und Endpoint-Schutz: Funktionsweise und richtige Konfiguration
- Verhaltensregeln nach einem Malware-Verdacht: Meldewege und erste Schritte
- Aktuelle Bedrohungslandschaft und typische Angriffsvektoren im Jahr 2024 und 2025
Netzwerksicherheit — Netzwerke, Absicherung und Zugangskontrolle Netzwerke bilden die Grundlage moderner Unternehmens-IT. Wer die Grundlagen der Netzwerksicherheit versteht, kann sicher im Firmennetz und von unterwegs arbeiten.
- Grundbegriffe der Netzwerktechnik für Anwender: LAN, WLAN, VPN
- Sichere WLAN-Nutzung: Unterschied zwischen offenen und verschlüsselten Netzwerken
- VPN (Virtual Private Network): Wofür es eingesetzt wird und wie man es nutzt
- Zugangskontrolle: Nutzerrechte, Rollen und Prinzip der minimalen Rechtevergabe
- Firewall-Grundlagen: Was eine Firewall macht und was sie nicht leisten kann
- Mobile Geräte im Unternehmen: sichere Nutzung von Smartphones und Laptops unterwegs
Sicheres Verhalten im Internet und in sozialen Netzwerken Das Internet ist aus dem Berufsalltag nicht wegzudenken, birgt aber zahlreiche Risiken. Dieses Modul behandelt den verantwortungsvollen Umgang mit Webbrowsern, Online-Diensten und sozialen Medien.
- Sichere Websites erkennen: HTTPS, Zertifikate und verdächtige URLs
- Phishing-Angriffe: Merkmale erkennen und richtig reagieren
- Social Networking im beruflichen Kontext: Datenschutz und Informationsweitergabe
- Cloud-Dienste sicher nutzen: Unterschied zwischen seriösen und unsicheren Anbietern
- Browser-Sicherheit: Plugins, Cookies und sichere Browser-Einstellungen
- Umgang mit unbekannten Downloads und verdächtigen Anhängen
Kommunikation, Datensicherung und Datenlöschung Der sichere Umgang mit E-Mails, Nachrichten und gespeicherten Daten ist ein zentraler Bestandteil der IT-Sicherheit für berufliche Anwender.
- Sichere E-Mail-Kommunikation: Verschlüsselung, digitale Signaturen und Spam-Filter
- Erkennen von Phishing- und Spear-Phishing-Mails mit realen Beispielen
- Sichere SMS- und Messenger-Nutzung im beruflichen Umfeld
- Datensicherung: Backup-Strategien und die 3-2-1-Regel für zuverlässige Datensicherung
- Sichere Datenlöschung: Warum einfaches Löschen nicht ausreicht und welche Methoden sicher sind
- Datenschutzkonforme Entsorgung von Datenträgern und Geräten
- Rechtliche Aspekte der Datenspeicherung und Aufbewahrungspflichten
- Notfallplan: Was tun bei Datenverlust oder Sicherheitsvorfällen im Unternehmen
- Interne Meldepflichten und Kommunikation mit der IT-Abteilung bei Sicherheitsvorfällen
- Regelmäßige Sicherheitsupdates: Warum Patch Management für alle Anwender relevant ist
- Überblick über weiterführende IT-Sicherheitsthemen für Interessierte
- Abschlussdiskussion: Fallbeispiele aus dem beruflichen Alltag und Erfahrungsaustausch
Die Inhalte werden anhand konkreter Praxisbeispiele und realistischer Szenarien vermittelt, die den Teilnehmenden aus dem eigenen Berufsalltag bekannt sind.
Lernziele:
Nach Abschluss dieser Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über folgende Kenntnisse und Kompetenzen.
- Verständnis der wichtigsten Risiken und Bedrohungen im digitalen Arbeitsumfeld
- Kenntnis der persönlichen Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe und Datenverlust
- Fähigkeit, Malware-Arten zu erkennen und angemessen zu reagieren
- Grundlagen der Netzwerksicherheit und der sicheren Nutzung von WLAN und VPN
- Sicheres Verhalten im Internet: sichere Websites erkennen, Phishing vermeiden
- Verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Netzwerken im beruflichen Kontext
- Sicherheitsbewusstes Versenden und Empfangen von E-Mails und Nachrichten
- Grundlagen der Datensicherung und der sicheren Datenlöschung
- Kenntnis einschlägiger Datenschutzvorschriften und betrieblicher Sicherheitsrichtlinien
- Umgang mit Passwörtern: starke Passwörter erstellen und Passwort-Manager nutzen
- Erkennung von Social-Engineering-Angriffen im beruflichen Alltag
- Grundlegendes Verständnis für Sicherheitskonzepte wie Verschlüsselung und Zugangskontrolle
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an berufliche Anwender aus allen Branchen und Berufsfeldern, die ihre Kenntnisse zur IT-Sicherheit und zu digitalen Kompetenzen gezielt ausbauen möchten.
- Sachbearbeiter und Bürokaufleute, die täglich am Computer arbeiten
- Mitarbeiter im Vertrieb, in der Verwaltung und im Kundenservice
- Führungskräfte und Manager, die die Sicherheitskultur in ihren Teams stärken möchten
- Quereinsteiger in digitale Arbeitsbereiche mit Nachholbedarf in IT-Sicherheit
- Arbeitssuchende, die ihre digitalen Kompetenzen für den Wiedereinstieg aktualisieren möchten
PC- und Microsoft Windows-Kenntnisse sowie Grundkenntnisse im Umgang mit Internet und E-Mail sind Voraussetzung für die Teilnahme. Darüber hinaus sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 erforderlich. Spezifische IT-Fachkenntnisse werden ausdrücklich nicht vorausgesetzt — der Kurs richtet sich an Anwender, nicht an IT-Spezialisten.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined Learning angeboten, das angeleitete Unterrichtseinheiten mit selbstgesteuerten Lernphasen verbindet. Die Inhalte werden anhand von Praxisbeispielen, anschaulichen Demonstrationen und konkreten Szenarien aus dem Berufsalltag vermittelt. Diskussionen und Erfahrungsaustausch im Kurs ergänzen die strukturierten Lerneinheiten. Lernmaterialien in verständlicher Sprache ohne IT-Fachjargon stehen für das Selbststudium zur Verfügung.
Der Kurs wird in der Regel in Vollzeit durchgeführt. Die genaue Dauer richtet sich nach der Kursform des jeweiligen Anbieters; da der Kurs als Modul eines größeren Kompetenzaufbaus konzipiert ist, kann er auch in kompakterer Form oder als Teil einer längeren Qualifizierungsmaßnahme absolviert werden. Details zur Dauer werden im Beratungsgespräch geklärt.
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat oder eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Anbieters. Dieses Dokument bestätigt die erworbenen Kenntnisse in IT-Sicherheit und digitalen Kompetenzen und kann in Bewerbungsunterlagen und im beruflichen Profil dokumentiert werden.
Nutzen & Perspektiven
IT-Sicherheitsvorfälle kosten Unternehmen jedes Jahr Milliarden Euro — und ein großer Teil dieser Schäden lässt sich durch informiertes Verhalten der Mitarbeitenden verhindern. Wer nach diesem Kurs weiß, wie Phishing-Mails aussehen, wie man sichere Passwörter wählt und warum Daten regelmäßig gesichert werden müssen, macht sich und seine Organisation widerstandsfähiger gegen die häufigsten Angriffsvektoren. Das ist kein abstraktes IT-Wissen, sondern unmittelbar anwendbares Alltagswissen für den digitalen Arbeitsplatz. Arbeitgeber schätzen Mitarbeitende, die ein grundlegendes Sicherheitsbewusstsein mitbringen. In Bewerbungsgesprächen ist die Qualifizierung in IT-Sicherheit und digitalen Kompetenzen ein konkretes Plus, das zeigt, dass man die Risiken der digitalen Welt kennt und verantwortungsvoll damit umgeht. Für den Wiedereinstieg in den Beruf oder für einen beruflichen Wechsel in digitale Tätigkeitsfelder ist dieser Kurs ein wertvoller Baustein. Dieser Kurs ist bei AZAV-zertifizierten Trägern in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Ergänzend kommen das Qualifizierungschancengesetz für Beschäftigte, die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD), Leistungen zur beruflichen Rehabilitation sowie Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Die konkret möglichen Förderoptionen werden im Beratungsgespräch besprochen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich IT-Fachkenntnisse für diesen Kurs?
Nein. Der Kurs richtet sich ausdrücklich an berufliche Anwender ohne IT-Hintergrund. Voraussetzung sind lediglich grundlegende PC-Kenntnisse und der Umgang mit Internet und E-Mail. Die Inhalte werden verständlich ohne Fachjargon erklärt.
Was lerne ich konkret in diesem Kurs?
Die Teilnehmenden lernen, wie sie Phishing-Mails erkennen, sichere Passwörter erstellen, Malware-Typen unterscheiden, sicher im WLAN surfen und Daten korrekt sichern und löschen. Der Fokus liegt auf anwendbarem Alltagswissen für den beruflichen Kontext.
Kann dieser Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Ja. Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz, die Bundeswehr-Berufsförderung und die Deutsche Rentenversicherung kommen als Förderquellen in Betracht.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat oder eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Dieses Dokument kann in Bewerbungsunterlagen als Nachweis der IT-Sicherheitskompetenz eingesetzt werden.
Ist der Kurs auch für Führungskräfte geeignet?
Ja. Führungskräfte und Manager profitieren besonders, weil sie die Verantwortung für ihre Teams tragen und Sicherheitskultur vorleben. Das Wissen über aktuelle Bedrohungen, Social Engineering und betriebliche Sicherheitsrichtlinien ist auf Führungsebene direkt anwendbar.
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