Überblick
Diese Weiterbildung vermittelt umfassende Kenntnisse und praktische Fähigkeiten für eine Karriere als IT Support Engineer. Der Kurs deckt alle relevanten Bereiche der Netzwerktechnik und des IT-Supports ab — von den Grundlagen der Telematik und Netzwerk-Topologien über TCP/IP-Protokolle und Netzwerksicherheit bis hin zu Fernzugriff, Netzwerkmanagement und professioneller Fehlerdiagnose. Ein zentrales Ziel der Weiterbildung ist die Vorbereitung auf die international anerkannten CompTIA-Zertifizierungen A+ und Network+, die den beruflichen Einstieg in die IT-Branche erheblich erleichtern. Der Kurs ist auf Vollzeitteilnahme über mehr als drei bis zu sechs Monate ausgelegt und wird im Combined-Learning-Format angeboten, das Selbststudium mit betreuten Online-Seminaren verbindet.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Themen. Die Teilnehmenden erarbeiten, wie Netzwerke aufgebaut sind, welche Topologien in der Praxis relevant sind und welche Hardware-Komponenten in lokalen Netzwerken eine Rolle spielen. Grundbegriffe der Telematik bilden die Brücke zwischen theoretischen Konzepten und praxisnaher Anwendung.
- Einführung in Netzwerke: Grundkonzepte, Schichtenmodelle (OSI, TCP/IP)
- Grundbegriffe der Telematik: Signale, Übertragungsmedien, Bandbreite
- Netzwerk-Topologien: Bus, Stern, Ring, Mesh — Vor- und Nachteile
- Hardware im lokalen Netzwerk: Switches, Router, Hubs, Kabel, NICs
- IEEE-Standards: 802.3 Ethernet, 802.11 WLAN und weitere
- Netzwerksegmentierung: VLANs und Subnetting-Grundlagen
Das zweite Modul behandelt drahtlose und weiträumige Netzwerktechnologien. WLAN ist in modernen Unternehmensumgebungen allgegenwärtig; die Teilnehmenden lernen, wie WLAN-Infrastrukturen professionell geplant, eingerichtet und gesichert werden. WAN-Technologien verbinden Standorte und sind für IT-Supporter essenziell, da viele Support-Anfragen mit Konnektivitätsproblemen auf WAN-Ebene zusammenhängen.
- Drahtlose Netzwerktechnologien: WLAN-Standards, Frequenzbänder, Kanalbelegung
- WLAN-Sicherheit: WPA2/WPA3, 802.1X, RADIUS-Authentifizierung
- WAN-Technologien: DSL, FTTH, MPLS, SD-WAN
- Überblick über ISP-Dienste und SLA-Konzepte im WAN-Umfeld
- Fernzugriff: VPN-Typen, RDP, SSH und deren Einsatzbereiche
- Troubleshooting von Konnektivitätsproblemen auf WAN-Ebene
Das dritte Modul vermittelt tiefes Wissen über TCP/IP-Protokolle und Netzwerkdienste — das Herzstück jedes IT-Support-Berufs. Wer Netzwerkprobleme lösen will, muss DNS, DHCP, HTTP und E-Mail-Protokolle nicht nur kennen, sondern auch systematisch debuggen können. Netzwerksicherheit ist in diesem Modul kein Anhängsel, sondern integraler Bestandteil jedes behandelten Dienstes.
- TCP/IP: IPv4 und IPv6, Adressierung, Subnetting, Routing-Grundlagen
- Netzwerkdienste: DNS, DHCP, NTP, FTP, HTTP/HTTPS, SMTP/IMAP/POP3
- Netzwerksicherheit: Firewalls, IDS/IPS, DMZ-Konzepte, Port-Sicherheit
- Authentifizierung und Zugriffskontrolle: LDAP, Active Directory, Gruppenrichtlinien
- Netzwerkmanagement: SNMP, Syslog, Monitoring-Tools
- Dokumentation von Netzwerkkonfigurationen und Änderungsprozessen
Das vierte Modul bereitet die Teilnehmenden direkt auf den Prüfungsalltag und die berufliche Praxis vor. Systematische Fehlerdiagnose ist die Kernkompetenz eines IT Support Engineers; hier werden Methoden vermittelt, die sowohl für die CompTIA-Prüfungen als auch für reale Support-Situationen maßgeblich sind. Prüfungsvorbereitung rundet das Modul ab.
- Fehlerdiagnose: systematische Vorgehensweise nach CompTIA-Framework
- Netzwerkeinrichtung: Schritt-für-Schritt-Prozesse für typische Szenarien
- Praxisübungen zu Fehlerbehebung in simulierten Netzwerkumgebungen
- Prüfungsvorbereitung CompTIA A+: Prüfungsaufbau, Themenbereiche, Übungsaufgaben
- Prüfungsvorbereitung CompTIA Network+: Prüfungsaufbau, Themenbereiche, Übungsaufgaben
- Zeitmanagement und Prüfungsstrategien für Multiple-Choice-Prüfungen
Praxisorientierter Abschlussblock Der Praxisblock verbindet alle Kursinhalte in praxisnahen Szenarien, wie sie im IT-Support-Alltag auftreten. Simulierte Support-Tickets, Netzwerk-Labs und Prüfungssimulationen bereiten gezielt auf den Berufsalltag und die Zertifizierungsprüfungen vor.
- Einrichtung eines vollständigen SOHO-Netzwerks in einer simulierten Umgebung
- Troubleshooting-Szenario: Internetausfall in einem Büronetzwerk
- Konfiguration von WLAN mit WPA3-Sicherheit und VLAN-Segmentierung
- Einrichtung eines VPN-Remotezugriffs für Heimarbeitsplätze
- Analyse von Netzwerk-Captures mit Wireshark
- DNS- und DHCP-Server-Konfiguration und Fehlerbehebung
- Simulation eines Active-Directory-Szenarios mit Nutzer- und Gruppenmanagement
- Bewertung von Netzwerkmonitoring-Daten und Ableitung von Maßnahmen
- Bearbeitung von CompTIA A+-Übungsklausuren mit Besprechung
- Bearbeitung von CompTIA Network+-Übungsklausuren mit Besprechung
- Peer-Review von Netzwerkdokumentationen
- Abschlusspräsentation eines selbst konzipierten Netzwerkdesigns
Der Praxisblock ist so konzipiert, dass die Teilnehmenden nach Abschluss konkrete Handlungskompetenz für typische IT-Support-Situationen besitzen. Die Kombination aus technischer Übung und Prüfungsvorbereitung stellt sicher, dass die Weiterbildung sowohl den unmittelbaren Berufseinstieg als auch die erfolgreiche Zertifizierungsprüfung ermöglicht.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses verstehen die Teilnehmenden die grundlegenden Konzepte und Architekturen moderner Netzwerke und können diese sicher einrichten und administrieren.
- Sie kennen die Grundbegriffe der Telematik und beherrschen die wichtigsten Netzwerk-Topologien (Bus, Stern, Mesh, Ring).
- Sie können Hardware-Komponenten in lokalen Netzwerken identifizieren, konfigurieren und warten.
- Sie beherrschen den Umgang mit IEEE-Standards und verstehen deren Bedeutung für die Netzwerkkommunikation.
- Sie können drahtlose Netzwerke (WLAN) einrichten, konfigurieren und absichern.
- Sie haben fundiertes Wissen über WAN-Technologien und ihre Einsatzgebiete.
- Sie verstehen das TCP/IP-Protokollstack und können Netzwerkdienste konfigurieren und troubleshooten.
- Sie sind in der Lage, Netzwerksicherheitsmaßnahmen zu planen und umzusetzen.
- Sie können Fernzugrifflösungen einrichten und betreiben.
- Sie beherrschen Werkzeuge und Methoden des Netzwerkmanagements.
- Sie können systematisch Fehler in Netzwerken diagnostizieren und beheben.
- Sie sind gezielt auf die CompTIA A+- und Network+-Prüfungen vorbereitet und kennen die Prüfungsformate und Anforderungen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich sowohl an Berufseinsteiger als auch an Personen, die sich beruflich in Richtung IT-Support und Netzwerkadministration neu orientieren möchten. Auch IT-Fachkräfte, die ihre Kenntnisse durch eine anerkannte internationale Zertifizierung bestätigen wollen, profitieren von dieser Weiterbildung.
- Berufseinsteiger mit Interesse an einer IT-Karriere im Support- und Netzwerkbereich
- Quereinsteiger, die sich beruflich in Richtung IT neu orientieren möchten
- IT-Fachkräfte, die Grundlagen auffrischen und durch CompTIA-Zertifikate belegen wollen
- Personen, die sich zur Netzwerk- oder Systemadministration weiterqualifizieren möchten
- Fachkräfte aus artverwandten technischen Berufen mit Interesse an IT-Netzwerken
Vorausgesetzt werden grundlegende PC-Kenntnisse, insbesondere erweiterte Kenntnisse im Umgang mit Windows-Betriebssystemen, sowie ein grundlegendes Verständnis von Internetnutzung und Browser-Bedienung. Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sind erforderlich, Englischkenntnisse mindestens auf B2-Niveau sind hilfreich, da CompTIA-Lernmaterialien und Prüfungsfragen auf Englisch vorliegen. Analytisches Denkvermögen und technisches Interesse erleichtern den Lernfortschritt erheblich. IT-Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich — der Kurs ist so aufgebaut, dass auch Teilnehmende ohne spezifischen IT-Hintergrund erfolgreich einsteigen können.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten: Selbstlernphasen mit strukturierten Kursmaterialien, Erklärvideos und Online-Labs wechseln sich mit betreuten Seminarphasen ab, in denen Fragen geklärt, Szenarien gemeinsam bearbeitet und Prüfungssimulationen besprochen werden. Die Kombination ermöglicht individuelles Lerntempo bei gleichzeitiger Einbindung in eine Lerngruppe. Praktische Übungen in simulierten Netzwerkumgebungen stellen sicher, dass theoretisches Wissen direkt angewendet wird. Regelmäßige Wissensüberprüfungen und Übungsklausuren bereiten gezielt auf die CompTIA-Prüfungsformate vor.
Die Weiterbildung ist für Vollzeitteilnahme ausgelegt und dauert mehr als drei bis zu sechs Monate. Dieser Zeitrahmen ist notwendig, um sowohl die technischen Inhalte in ausreichender Tiefe zu behandeln als auch die gezielte Prüfungsvorbereitung für zwei international anerkannte Zertifizierungen (CompTIA A+ und Network+) durchzuführen. Die genaue Kursdauer und die Stundenplanung variieren je nach Anbieter; Interessierte sollten aktuelle Termindetails direkt beim Bildungsträger erfragen.
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsträgers. Darüber hinaus bereitet der Kurs gezielt auf die externen CompTIA-Prüfungen vor: Wer die CompTIA A+- und die CompTIA Network+-Prüfung besteht, erhält die international anerkannten CompTIA-Zertifikate. Diese Zertifikate sind herstellerunabhängig und weltweit anerkannt; sie gelten als Standardnachweis für IT-Support- und Netzwerkkompetenzen. Die Prüfungsgebühren für die CompTIA-Zertifizierungen sind separat zu entrichten und nicht im Kurspreis enthalten.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus technischer Tiefe und gezielter Zertifizierungsvorbereitung macht diesen Kurs zu einer besonders wertvollen Investition in die IT-Karriere. CompTIA A+ und Network+ sind herstellerunabhängige, international anerkannte Zertifikate, die von Arbeitgebern weltweit als Qualitätsnachweis geschätzt werden. Wer beide Zertifikate nach diesem Kurs ablegt, verfügt über einen Wettbewerbsvorteil im IT-Jobmarkt — insbesondere für Positionen im IT-Support, in der Systemadministration und in der Netzwerkverwaltung. Für Quereinsteiger ist der Kurs ein strukturierter und verlässlicher Einstiegspfad in ein Berufsfeld mit hoher Nachfrage und attraktivem Gehaltsgefüge. Der IT-Sektor in Deutschland sucht kontinuierlich nach qualifizierten Fachkräften, und ein anerkanntes Zertifikat wie CompTIA Network+ signalisiert Arbeitgebern, dass der Bewerber über überprüfte und standardisierte Kenntnisse verfügt. Die Dauer von drei bis sechs Monaten stellt sicher, dass dieser Einstieg auf einem soliden Fundament stattfindet. Die Weiterbildung kann bei AZAV-zertifizierten Trägern in der Regel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters finanziert werden. Zusätzlich kommen — je nach individueller Situation — das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung (BFD) der Bundeswehr, Rehabilitationsleistungen oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung als Finanzierungswege in Betracht. Eine frühzeitige Beratung beim zuständigen Träger ist empfehlenswert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind die CompTIA-Prüfungsgebühren im Kurspreis enthalten?
Die Kursgebühr deckt die Ausbildung und die Prüfungsvorbereitung ab. Die Prüfungsgebühren für die CompTIA A+- und Network+-Zertifizierungen werden separat erhoben und sind nicht Bestandteil der Kurskosten. Genaue Informationen dazu erteilt der jeweilige Bildungsträger.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Erweiterte Windows-Kenntnisse und grundlegendes Internetverständnis sind Pflicht. Englischkenntnisse auf B2-Niveau sind hilfreich, da CompTIA-Originalunterlagen auf Englisch vorliegen. Spezifische IT- oder Netzwerk-Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
Wie anerkannt sind die CompTIA-Zertifikate auf dem deutschen Arbeitsmarkt?
CompTIA A+ und Network+ sind international etablierte, herstellerunabhängige Zertifizierungen, die von deutschen und internationalen IT-Arbeitgebern als Qualitätsstandard akzeptiert werden. Sie gelten als Einstiegsnachweis für IT-Support und Netzwerkadministration und erhöhen die Einstellungschancen deutlich.
Kann ich den Kurs über den Bildungsgutschein finanzieren?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über den Bildungsgutschein förderbar. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Frage. Individuelle Förderberatung beim Anbieter empfiehlt sich.
Für welche IT-Berufe qualifiziert dieser Kurs?
Der Kurs bereitet auf Positionen als IT Support Engineer, Netzwerkadministrator, Systemadministrator oder Help-Desk-Techniker vor. Die Kombination aus A+- und Network+-Zertifizierung macht die Absolventen besonders für Stellen interessant, die sowohl Hardware-Support als auch Netzwerkadministration umfassen.
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