Überblick
Im IT-Support läuft täglich alles durch eine Hand: Anwenderprobleme lösen, Systeme stabilisieren, Netzwerkstörungen diagnostizieren und Sicherheitsvorfälle abwehren. Diese Weiterbildung vermittelt das praxisnahe Wissen, das im First- und Second-Level-Support unmittelbar gebraucht wird — von den Grundlagen der IT-Infrastruktur über Betriebssystem-Architektur bis hin zu Datensicherung und Schutz vor Cyberangriffen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung für die international anerkannte CompTIA A+-Zertifizierung, die zu den gefragtesten Einsteigerzertifikaten im IT-Bereich gehört. Wer diesen Kurs abschließt, ist auf die praktischen Anforderungen des IT-Support-Berufsalltags gut vorbereitet.
Kursinhalte & Lernziele
IT-Systeme und Netzwerktechnologien Der Einstieg in den Kurs vermittelt ein grundlegendes Verständnis dafür, wie IT-Infrastrukturen aufgebaut sind und wie verschiedene Systeme miteinander kommunizieren. Teilnehmende lernen die zentralen Komponenten kennen, die in Unternehmensumgebungen zum Einsatz kommen, und verstehen, wie der IT-Support im Gesamtsystem verortet ist.
- Aufbau und Bestandteile typischer IT-Infrastrukturen in Unternehmen
- Kommunikationstechnologien: kabelgebundene und kabellose Netzwerke
- Client-Server-Modell und Peer-to-Peer-Netzwerke im Vergleich
- Einführung in Virtualisierung und cloudbasierte Dienste
- Rolle und Aufgaben des IT-Supports im Unternehmenskontext
- Grundlegende Dokumentation und Ticketing im Support-Alltag
Betriebssysteme und deren Architektur Dieser Modul behandelt Betriebssysteme aus der Perspektive des IT-Supports: Wie sind sie aufgebaut, wie werden sie konfiguriert, und welche typischen Probleme treten auf? Der Schwerpunkt liegt auf Windows-Systemen, ergänzt durch Linux-Grundlagen für gemischte Serverumgebungen.
- Architektur von Betriebssystemen: Kernel, Treiber, Benutzeroberflächenschicht
- Windows-Systemverwaltung: Benutzerverwaltung, Registrierung, Systemsteuerung
- Datei- und Verzeichnissysteme: NTFS, FAT32, ext4
- Linux-Grundlagen: Navigation, Benutzerverwaltung und Dienste in der Shell
- Netzwerkkonfiguration im Betriebssystem: IP-Adressen, Netzwerkadapter, DNS-Einstellungen
- Systemaktualisierungen, Patch-Management und Treiber-Updates
IT-Service-Modelle und Support-Prozesse Guter IT-Support folgt klaren Strukturen. Dieses Modul führt in die Welt des IT-Service-Managements ein — mit Fokus auf praxisrelevante Konzepte aus ITIL 4, die Fehlerbearbeitung effizienter und Kommunikation mit Anwenderinnen und Anwendern strukturierter machen.
- Grundkonzepte des IT-Service-Managements und ITIL 4: Service Value System und Leitprinzipien
- Incident-Management: Klassifizierung, Priorisierung und Eskalation
- Problem-Management: Wurzelursachen erkennen und dauerhaft beheben
- Change-Management: kontrollierte Änderungen in IT-Systemen durchführen
- SLA-Grundlagen: Service-Level-Agreements verstehen und einhalten
- Kommunikation im Support: Anwenderprobleme aufnehmen und professionell rückmelden
Hardware-Komponenten und Peripheriegeräte Im vierten Modul lernen die Teilnehmenden die physikalischen Bestandteile eines IT-Systems kennen — von der Systemeinheit über Eingabegeräte bis hin zu Drucker- und Scannersystemen. Das Wissen ist essenziell für die Fehlerdiagnose bei Hardware-Problemen.
- Mainboard, CPU, RAM, Netzteil: Funktion und typische Fehlerbilder
- Festplatten und SSDs: Typen, Anschlüsse und Austausch
- Grafikkarten, Monitore und Anzeigesysteme
- Drucker und Multifunktionsgeräte: Typen, Treiber und Fehlerbehebung
- Eingabegeräte, USB-Standards und externe Peripherie
- Diagnose und systematischer Austausch defekter Hardwarekomponenten
Netzwerkgrundlagen und Protokolle Dieser Block vermittelt die technischen Grundlagen, die für Netzwerk-Troubleshooting im Support-Alltag unverzichtbar sind. Teilnehmende verstehen, wie Daten durch Netzwerke transportiert werden und wie typische Netzwerkstörungen lokalisiert und behoben werden.
- TCP/IP-Protokollfamilie und das Schichtenmodell (OSI)
- IP-Adressierung: IPv4, IPv6, Subnetting und CIDR
- DNS, DHCP und ihre Rolle bei der Netzwerkkommunikation
- Netzwerkbefehle: ping, ipconfig/ifconfig, tracert, nslookup
- WLAN-Standards und drahtlose Verbindungsprobleme lösen
- Switches, Router und Firewalls: Grundfunktionen aus Support-Perspektive
IT-Sicherheit für Support-Spezialisten Sicherheit ist im IT-Support keine abstrakte Disziplin, sondern tägliche Praxis: Phishing erkennen, Systeme patchen, Zugriffsrechte verwalten. Dieses Modul vermittelt die wichtigsten Sicherheitskonzepte mit direktem Bezug zum Support-Alltag.
- Bedrohungstypen: Malware, Phishing, Social Engineering, Ransomware
- Grundlegende Schutzmaßnahmen: Firewalls, Antivirussoftware, Updates
- Benutzerzugriffsrechte und Prinzip der geringsten Berechtigung
- Passwortsicherheit und Multifaktor-Authentifizierung
- Physische Sicherheit: Geräteschutz, Diebstahlprävention
- Reaktion auf Sicherheitsvorfälle im Support-Kontext
Praxisblock: Fehlersuche, Datensicherung und Troubleshooting Der Praxisblock bündelt das methodische Handwerkszeug, das im IT-Support täglich gebraucht wird. Durch strukturierte Übungsszenarien trainieren die Teilnehmenden, Fehler effizient zu diagnostizieren, Daten zu sichern und im Notfall wiederherzustellen.
- Systematisches Troubleshooting: Problem eingrenzen, Hypothesen bilden, testen
- Windows-Fehlerbehebung: Ereignisanzeige, Systemwiederherstellung, Bluescreen-Analyse
- Linux-Diagnose: Logs, Prozesse, Dienste über die Kommandozeile prüfen
- Netzwerkstörungen lokalisieren und beheben (IP-Konflikte, DNS-Fehler, WLAN-Ausfall)
- Datensicherungsstrategien: inkrementell, differenziell, vollständig
- Datensicherung unter Windows und Linux praktisch durchführen
- Datenwiederherstellung bei Systemausfall
- Datenschutz und DSGVO-Grundlagen im Support-Kontext
- Umgang mit sensiblen Daten und vertraulichen Nutzerinformationen
- Dokumentation von Lösungswegen und Fehlerdatenbank-Pflege
- Simulation typischer Support-Szenarien aus dem Unternehmensalltag
- Vorbereitung auf die CompTIA A+-Prüfungsdomänen
Das methodische Troubleshooting-Vorgehen zieht sich durch alle Übungseinheiten: Symptom beschreiben, Ursache eingrenzen, Lösung testen und dokumentieren. Dieser Ansatz stellt sicher, dass Teilnehmende auch unbekannte Problemsituationen im Berufsalltag eigenständig bewältigen können.
Lernziele:
- IT-Systeme, Infrastrukturen und Kommunikationstechnologien im Überblick verstehen
- Betriebssysteme — insbesondere Windows und Linux — in Aufbau und Architektur einordnen
- Support-Prozesse nach etablierten IT-Service-Modellen strukturieren und anwenden
- Hardware-Komponenten identifizieren, benennen und deren Funktion im System einordnen
- Netzwerkprotokolle wie TCP/IP, DNS und DHCP in der Praxis anwenden
- Sicherheitsmaßnahmen für Systeme und Daten vor Angriffen und Ausfällen planen
- Fehler methodisch diagnostizieren und mit strukturierten Troubleshooting-Schritten beheben
- Datensicherungen planen, durchführen und Daten bei Ausfall wiederherstellen
- Datenschutzanforderungen im Support-Kontext kennen und umsetzen
- Kommunikation mit Anwenderinnen und Anwendern im Support-Alltag professionell gestalten
- CompTIA A+-Prüfungsinhalte kennen und auf die Zertifizierungsprüfung vorbereitet sein
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Personen, die in den IT-Support einsteigen oder ihre bestehenden Kenntnisse systematisch vertiefen möchten. Er spricht insbesondere folgende Gruppen an —
- Berufseinsteiger mit allgemeiner IT-Affinität und Kenntnissen im PC-Bereich
- Fachfremde Quereinsteiger mit abgeschlossener Ausbildung oder Berufserfahrung
- Personen, die sich gezielt auf die CompTIA A+-Zertifizierung vorbereiten
- IT-Anwenderinnen und -Anwender, die in eine Support-Rolle wechseln möchten
- Fachkräfte aus technischen Bereichen, die den Schritt in die IT anstreben
Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium — auch in fachfremden Bereichen — oder nachgewiesene relevante Berufserfahrung werden vorausgesetzt. Darüber hinaus sind gute PC-Kenntnisse und sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich. Vorkenntnisse in IT-Systemen oder Netzwerken sind willkommen, aber keine zwingende Bedingung für die Teilnahme.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird in Vollzeit im Combined-Learning-Format durchgeführt. Angeleitete Unterrichtseinheiten wechseln sich mit praktischen Übungsphasen ab, in denen reale Support-Szenarien simuliert werden. Hardware-Übungen, Betriebssystem-Konfiguration und Netzwerkdiagnose sind keine rein theoretischen Einheiten, sondern werden am Rechner praktisch nachvollzogen. Das Format erlaubt flexible Durchführung sowohl als Präsenz- als auch als Online-Variante — wichtig für Teilnehmende ohne direkten Zugang zu einem lokalen Kursstandort.
Der Kurs findet in Vollzeit statt. Die Gesamtdauer orientiert sich am Umfang der Inhalte und richtet sich nach dem jeweiligen Durchführungsplan. Das Vollzeit-Format ermöglicht eine intensive, zusammenhängende Lernerfahrung mit täglichem Aufbau auf dem Vorgelernten.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat für die Weiterbildung. Zusätzlich werden sie gezielt auf die CompTIA A+-Zertifizierungsprüfung vorbereitet, die aus zwei separaten Prüfungen besteht (Core 1: 220-1101 und Core 2: 220-1102) und bei einem akkreditierten Pearson VUE Testcenter abgelegt wird. Das CompTIA A+-Zertifikat ist eines der bekanntesten Einstiegszertifikate im IT-Bereich und wird weltweit von Arbeitgebern anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
First- und Second-Level-Support ist in nahezu jeder Organisation die erste Anlaufstelle bei IT-Problemen — und damit ein Berufsfeld mit dauerhaft hohem Bedarf. Wer die Inhalte dieses Kurses beherrscht, ist in der Lage, Anwenderinnen und Anwender schnell und kompetent zu unterstützen, Probleme eigenständig zu lösen und eskalationswürdige Fälle frühzeitig zu erkennen. Das ist kein kleines Nischenfeld, sondern eine Kernfunktion moderner IT-Abteilungen. Die CompTIA A+-Zertifizierung verleiht dieser Qualifizierung einen messbaren Mehrwert auf dem Arbeitsmarkt. Das Zertifikat ist herstellerneutral, international anerkannt und gilt als Nachweis für solide Grundkenntnisse, der in Stellenausschreibungen weltweit explizit als Anforderung oder „Nice to have" erscheint. Für Berufseinsteiger ohne langjährige Praxiserfahrung ist dies ein konkreter Beleg, der im Bewerbungsprozess den Unterschied machen kann. Schließlich bietet die Breite der Kursinhalte — von Hardware über Betriebssysteme bis hin zu Netzwerken und Sicherheit — eine Grundlage für weiterführende Spezialisierungen. Wer nach dem Kurs mehr über Cybersicherheit, Netzwerkverwaltung oder Systemadministration lernen möchte, hat in diesem Kurs das solide Fundament dafür gelegt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist CompTIA A+ und warum ist dieses Zertifikat wichtig?
CompTIA A+ ist eines der bekanntesten herstellerneutralen Einstiegszertifikate für IT-Support-Fachleute. Es deckt Hardware, Betriebssysteme, Netzwerke und Sicherheit ab und wird weltweit von Arbeitgebern anerkannt. Für Berufseinsteiger ist es ein konkreter Kompetenznachweis ohne jahrelange Berufserfahrung.
Muss ich schon IT-Kenntnisse mitbringen?
Gute PC-Kenntnisse werden vorausgesetzt. Tiefere IT-Fachkenntnisse sind hilfreich, aber keine Pflicht. Der Kurs vermittelt systematisch alle wesentlichen Inhalte von den Grundlagen bis zur Praxisanwendung — auch für Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern.
Was ist der Unterschied zwischen First- und Second-Level-Support?
First-Level-Support ist der erste Ansprechpartner bei Anwenderanfragen — hier werden häufige, bekannte Probleme nach klaren Lösungsvorlagen bearbeitet. Second-Level-Support übernimmt komplexere oder unbekannte Fälle, die tieferes technisches Wissen erfordern. Dieser Kurs bereitet auf beide Ebenen vor.
Wie läuft die CompTIA A+-Prüfung ab?
Die CompTIA A+-Zertifizierung besteht aus zwei Prüfungen (Core 1: 220-1101 und Core 2: 220-1102), die separat bei akkreditierten Pearson VUE Testzentren abgelegt werden. Die Prüfungsgebühren sind nicht im Kurspreis enthalten. Der Kurs bereitet gezielt auf die Prüfungsdomänen beider Prüfungen vor.
Welche Berufsfelder kann ich nach dem Kurs anstreben?
Direkt nach dem Kurs qualifizieren Sie sich für Stellen im IT-Help-Desk, First-Level-Support und Second-Level-Support. Mit der CompTIA A+-Zertifizierung und erster Berufserfahrung öffnen sich weiterführende Wege in Systemadministration, Netzwerkbetrieb oder IT-Sicherheit.
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