Überblick
Docker ist aus modernen Softwareentwicklungs- und Betriebsprozessen nicht mehr wegzudenken. Container-Technologie ermöglicht es, Anwendungen portabel, isoliert und reproduzierbar zu betreiben — von der lokalen Entwicklungsumgebung bis zur produktiven Cloud-Infrastruktur. Dieses LearningKit richtet sich ausdrücklich an Personen, die Docker bereits kennen und erste oder intermediäre Erfahrungen mit dem Aufbau und Betrieb von Container-Lösungen gesammelt haben. Es geht nicht um den Einstieg, sondern um die systematische Vertiefung: Docker Compose für Multi-Service-Architekturen, Multi-Container-Deployments innerhalb und außerhalb der Cloud, fortgeschrittene Sicherheits- und Administrationskonzepte, Performance-Optimierung und professionelle Debugging-Techniken. Das Programm schließt mit einem international anerkannten Herstellerzertifikat sowie einem Lehrgangszertifikat von New Horizons ab.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Fortgeschrittene Docker-Prinzipien und Architektur: Dieser erste Block vertieft das konzeptionelle Verständnis für Docker-Architekturen jenseits einfacher Einzelcontainer. Teilnehmende lernen, wie Docker intern funktioniert, welche Schichtenmodelle dem Image-Build zugrunde liegen und wie sich Container-Laufzeitverhalten gezielt beeinflussen lässt.
- Docker-Interna: Namespaces, Cgroups und der Container-Lebenszyklus im Detail
- Mehrstufige Dockerfiles (Multi-Stage Builds) für optimierte Images
- Layer-Caching-Strategien für schnellere Build-Prozesse
- Docker-Networking im Detail: Bridge, Host, Overlay und Macvlan
- Volume-Management und persistente Speicherlösungen in Docker
- Docker-Registries: private Registries betreiben und absichern
Modul 2 — Docker Compose und Multi-Container-Deployments: Docker Compose ist das Standardwerkzeug für die Definition und das Management von Multi-Service-Anwendungen. Dieser Block behandelt alle relevanten Aspekte von der Compose-Dateistruktur bis zu orchestrierten Deployments in Cloud-Umgebungen.
- Docker Compose v3: Syntax, Services, Netzwerke und Volumes
- Umgebungsvariablen und Secrets in Compose-Projekten verwalten
- Abhängigkeiten zwischen Services korrekt definieren und kontrollieren
- Skalierung einzelner Services in Compose-Projekten
- Docker Swarm als einfache Orchestrierungsplattform für Multi-Node-Deployments
- Integration von Docker-Deployments in Cloud-Umgebungen (AWS, Azure, GCP)
Modul 3 — Sicherheit, Administration und Image-Hardening: Sicherheit ist in Produktionsumgebungen keine optionale Ergänzung. Dieser Abschnitt behandelt alle sicherheitsrelevanten Aspekte moderner Docker-Infrastrukturen — von der Image-Erstellung über die Laufzeit bis zur Netzwerkisolation.
- Image-Scanning und Schwachstellenanalyse mit Tools wie Trivy oder Snyk
- Rootless Docker und minimale Berechtigungen für Container
- Seccomp-Profile und AppArmor-Richtlinien für Container-Isolation
- Content Trust und Image-Signierung in Docker-Registries
- Netzwerk-Policies und Firewall-Regeln für Container-Infrastrukturen
- Compliance-Anforderungen für Container-Umgebungen in Unternehmen
Modul 4 — Performance-Optimierung, Debugging und Monitoring: Dieser abschließende Vertiefungsblock behandelt die operative Exzellenz: wie Container-Infrastrukturen beobachtbar gemacht, Performance-Probleme systematisch lokalisiert und Fehler effizient behoben werden.
- Ressourcenlimits: CPU, Memory und Disk I/O für Container setzen
- Container-Metriken erfassen und mit Prometheus und Grafana visualisieren
- Logging-Strategien: zentrales Logging mit Fluentd, ELK oder Cloud-Diensten
- Fortgeschrittene Debugging-Techniken: Exec, Inspect, Events, Stats
- Netzwerk-Debugging: Container-Konnektivitätsprobleme systematisch diagnostizieren
- Performance-Tests für containerisierte Anwendungen durchführen
Praxis-Block — Anwendungsszenarien und Produktionserfahrungen
- Multi-Service-Anwendung mit Docker Compose von Grund auf aufbauen und deployen
- Sicherheitsaudit einer bestehenden Docker-Infrastruktur durchführen
- Image-Größe eines realen Dockerfiles durch Multi-Stage Builds und Layer-Optimierung reduzieren
- Automatisiertes Scanning-Pipeline für Docker-Images in CI/CD integrieren
- Container-Crashanalyse: Log-Auswertung und Root-Cause-Analysis
- Overlay-Netzwerk für Multi-Host-Deployment in Docker Swarm konfigurieren
- Secrets-Management für containerisierte Anwendungen ohne hartcodierte Zugangsdaten umsetzen
- Performance-Bottleneck in einer containerisierten Web-App identifizieren und beheben
- Monitoring-Stack (Prometheus, Grafana) für eine Docker-Compose-Anwendung einrichten
- Rolling Updates in Docker Swarm ohne Downtime durchführen
- Docker-Registry mit Zugangssteuerung und automatischem Image-Scanning betreiben
- Abschlussprojekt: Produktionsreife Multi-Container-Architektur entwerfen, deployen und dokumentieren
Der Kurs schließt mit einem praxisnahen Abschlussprojekt, in dem Teilnehmende eine vollständige Multi-Container-Architektur für ein reales Szenario entwerfen und umsetzen. Das Ergebnis dokumentiert die erworbenen Kompetenzen und eignet sich als Portfoliobestandteil.
Lernziele:
- Fortgeschrittene Docker-Konzepte und -Architekturen selbstständig beurteilen und anwenden
- Docker Compose für komplexe Multi-Service-Anwendungen konfigurieren und betreiben
- Multi-Container-Deployments in und außerhalb von Cloud-Umgebungen planen und umsetzen
- Sicherheitsrisiken in Docker-Umgebungen systematisch identifizieren und mitigieren
- Container-Netzwerke, Volumes und Speicherlösungen für Produktionsumgebungen optimieren
- Performance-Engpässe in Container-Infrastrukturen diagnostizieren und beheben
- Fortgeschrittene Debugging-Techniken für Container-Anwendungen einsetzen
- Docker-Administrationsaufgaben in größeren Umgebungen strukturiert bewältigen
- Sicherheitsrichtlinien und Image-Hardening-Maßnahmen für Unternehmensumgebungen umsetzen
- Ressourcenlimits und Scheduling für Container effizient konfigurieren
- Container-Logging und -Monitoring in produktiven Deployments einrichten
- Projektteams bei Container-Architekturentscheidungen fachkundig beraten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Das LearningKit richtet sich ausdrücklich an Personen mit vorhandener Docker-Erfahrung, die ihre Kenntnisse auf das nächste Level heben möchten. Geeignet sind sowohl Entwickler als auch DevOps-Fachleute und IT-Administratoren, die Container-Infrastrukturen professionell betreiben.
- Softwareentwickler mit Docker-Grundkenntnissen, die Multi-Container-Architekturen beherrschen möchten
- DevOps Engineers, die Docker-Infrastrukturen sicher und performant betreiben wollen
- IT-Administratoren, die Container-Umgebungen administrieren und absichern
- Full-Stack-Entwickler, die containerisierte Anwendungen produktionsreif deployen
- Technische Projektmanager, die Docker-basierte Projekte fachkundig steuern und beurteilen
Vorausgesetzt werden Kenntnisse in Docker-Grundlagen sowie praktische Erfahrung mit dem Aufbau und Betrieb von Container-Lösungen. Erfahrung mit dem Schreiben von Dockerfiles, dem Ausführen von Containern und der grundlegenden Netzwerk- und Volume-Konfiguration sollte vorhanden sein. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse ermittelt und ein individueller Lernplan erstellt wird. Grundkenntnisse in Linux-Kommandozeile und Shell-Scripting sind für den praktischen Teil von Vorteil. Englischkenntnisse auf B1-Niveau werden empfohlen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend im Format Combined Learning durchgeführt, das strukturierte Unterrichtseinheiten mit intensiven praktischen Laborphasen verbindet. Alle Konzepte werden direkt in Docker-Laborumgebungen angewendet, die realistische Produktionsszenarien simulieren. Online-Seminare ermöglichen flexible Teilnahme von unterschiedlichen Standorten. Erfahrene Trainer unterstützen bei komplexen Architektur- und Sicherheitsfragen. Peer-Learning in kleinen Gruppen fördert den Austausch von praktischen Erfahrungen.
Die Weiterbildung dauert in der Regel zwischen mehreren Tagen und bis zu drei Monaten. Vollzeitvarianten ermöglichen einen kompakten Abschluss, Teilzeitformate lassen sich an bestehende Berufszeiten anpassen. Der individuelle Zeitplan wird im Beratungsgespräch festgelegt.
Absolventen erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Beide Nachweise belegen vertiefte Docker-Kompetenzen in Compose, Sicherheit und Performance und sind bei Arbeitgebern in der Cloud- und DevOps-Branche anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
Container-Expertise ist eine der zentralen Qualifikationen für den modernen IT-Arbeitsmarkt. Während viele Entwickler Docker auf Grundlagenniveau beherrschen, sind Fachleute, die komplexe Multi-Container-Architekturen sicher, performant und produktionsreif betreiben können, deutlich seltener und entsprechend gefragt. Dieses LearningKit schließt genau diese Lücke und hebt Docker-Kompetenz auf ein professionelles Niveau, das direkt in anspruchsvollen Projekten eingesetzt werden kann. Die Kombination aus Sicherheitskenntnissen, Performance-Optimierung und praktischer Debugging-Erfahrung macht Absolventen zu wertvollen Mitgliedern in DevOps-Teams und Cloud-Projekten. Wer nach dem Kurs eine produktionsreife Multi-Container-Architektur dokumentiert vorweisen kann, überzeugt in technischen Bewerbungsgesprächen. Das international anerkannte Zertifikat stärkt das Profil zusätzlich. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach individueller Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Das Beratungsgespräch vor Seminarbeginn klärt die geeignete Förderart und unterstützt bei Bewerbungsoptimierung und Jobsuche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen ist dieses LearningKit geeignet?
Das LearningKit richtet sich ausdrücklich an Personen mit vorhandener Docker-Erfahrung. Wer Docker-Grundlagen kennt und erste praktische Erfahrungen mit Containern gesammelt hat, findet hier den optimalen Aufbaukurs. Absolute Docker-Einsteiger sollten zunächst einen Grundlagenkurs absolvieren.
Was unterscheidet diesen Kurs von einem Docker-Einsteigerkurs?
Der Fokus liegt auf fortgeschrittenen Themen: Docker Compose für komplexe Multi-Service-Architekturen, Sicherheitskonzepte wie Image-Hardening und Rootless Docker, Performance-Optimierung und professionelles Debugging. Grundlagen werden nicht wiederholt, sondern vorausgesetzt und direkt vertieft.
Welche Tools werden im Kurs eingesetzt?
Neben Docker und Docker Compose werden Tools wie Trivy für Schwachstellenscans, Prometheus und Grafana für Monitoring sowie Fluentd für zentrales Logging eingesetzt. Alle Werkzeuge sind Open Source und in der Industrie weit verbreitet.
Kann ich den Kurs fördern lassen?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz kann je nach Situation greifen. Das Beratungsgespräch klärt die passende Förderalternative.
Erhalte ich ein Zertifikat nach Abschluss?
Ja. Absolventen erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Diese Nachweise belegen vertiefte Docker-Kompetenzen und sind bei Arbeitgebern im Cloud- und DevOps-Bereich anerkannt.
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