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Linux Specialist LPIC-2 + Examen – Zertifikatskurs

Umfassende Vorbereitung auf die LPIC-2-Zertifizierungsprüfungen 201 und 202: Linux-Systemadministration auf Enterprise-Niveau mit Kernel, Netzwerkdiensten, Sicherheit und LDAP.

Auf einen Blick

Dauer12 WochenØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

LPIC-2 ist die zweite Stufe der Linux-Professional-Institute-Zertifizierung und richtet sich an erfahrene Linux-Administratorinnen und -Administratoren, die komplexe Enterprise-Umgebungen betreuen. Wer LPIC-2 besteht, kann Linux-Systeme auf Kernel-Ebene konfigurieren, hochverfügbare Speicherlösungen mit LVM und RAID betreiben, Netzwerkdienste wie DNS, DHCP und E-Mail-Server administrieren, Verzeichnisdienste mit LDAP und Samba integrieren und Firewalls sowie Sicherheitsrichtlinien umsetzen. Dieser Kurs bereitet systematisch auf die beiden LPIC-2-Examen 201-450 und 202-450 vor und verbindet Prüfungsvorbereitung mit tiefem technischem Verständnis, das in der täglichen Serveradministration direkt angewendet werden kann.

Software- & PraxistrainingInhaltsstand 25.06.2026

Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining

Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.

Anbieter

2

an 4 Standorten

Angebote

40

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

extern_zertifikat

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Vermittelte Kompetenzen

  • Linux-Systemadministration
  • Kernel-Konfiguration
  • Netzwerkdienste (DNS/DHCP)
  • Firewall und Sicherheit
  • Shell-Scripting
  • LVM und RAID
  • LDAP und Samba
  • LPIC-2

Zugeordnete Zielberufe

  • Informatik (grundständig)43.854 Stellen/12 Mon.
  • Verwaltungsinformatik (grundständig)211 Stellen/12 Mon.
  • IT-Lizenzmanager/IT-Lizenzmanagerin50 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Kernel und Systemverwaltung (LPIC-2 Examen 201, Teil 1) Der erste Themenblock legt die Grundlage für das Verständnis des Linux-Betriebssystems auf tiefem Systemlevel. Teilnehmende lernen, wie der Kernel kompiliert und konfiguriert wird, wie Module geladen und verwaltet werden und wie der Boot-Prozess von GRUB bis zum Login analysiert und angepasst wird. Dieser Block entspricht direkt den prüfungsrelevanten Themen des Examens 201.

  • Kernel-Quellcode beziehen, konfigurieren und kompilieren
  • Kernel-Module laden, entladen, persistieren und überprüfen
  • Boot-Loader GRUB2 konfigurieren und Fehlerbehebung durchführen
  • systemd: Units, Targets, Services und Journal im Detail
  • Prozessverwaltung: Prioritäten, Signale und Systemressourcen überwachen

Speicherverwaltung: LVM, RAID und Dateisysteme (LPIC-2 Examen 201, Teil 2) Enterprise-Linux-Umgebungen stellen hohe Anforderungen an Speicherflexibilität und Ausfallsicherheit. Dieser Block behandelt LVM-Konfigurationen für dynamisches Speichermanagement sowie Software-RAID für Redundanz. Ergänzend werden erweiterte Dateisystem-Konzepte behandelt, die in modernen Linux-Umgebungen relevant sind.

  • LVM: Physical Volumes, Volume Groups, Logical Volumes erstellen und verwalten
  • LVM-Snapshots, Online-Resize und Migration von Volumes
  • Software-RAID mit mdadm: RAID-0, RAID-1, RAID-5, RAID-6 konfigurieren
  • RAID-Wartung: Fehlerbehandlung, Austausch defekter Laufwerke, Monitoring
  • Erweiterte Dateisystemoptionen: Quotas, Attribute und Journaling

Netzwerkdienste: DNS, DHCP und E-Mail (LPIC-2 Examen 201, Teil 3 / Examen 202) Netzwerkdienste sind das Rückgrat jeder Serverinfrastruktur. Dieser Block deckt die Administration der wichtigsten Linux-Netzwerkdienste ab – von der DNS-Konfiguration mit BIND über DHCP bis zu vollständigen E-Mail-Serverlösungen mit Postfix und Dovecot. Teilnehmende konfigurieren alle Dienste hands-on in einer realistischen Netzwerkumgebung.

  • BIND als autoritativer DNS-Server konfigurieren, Zonendateien erstellen
  • DNS-Replikation (Master/Slave) und DNSSEC-Grundlagen
  • ISC DHCP-Server konfigurieren und mit PXE-Boot kombinieren
  • Postfix als MTA konfigurieren: Routing, Relay und TLS-Absicherung
  • Dovecot als IMAP/POP3-Server einrichten und mit Postfix integrieren
  • SpamAssassin und Greylisting für E-Mail-Sicherheit konfigurieren

Verzeichnisdienste und Integration: LDAP und Samba (LPIC-2 Examen 202) LDAP und Samba sind zentrale Bausteine für die Integration von Linux-Servern in gemischte IT-Umgebungen. Dieser Block zeigt, wie OpenLDAP aufgesetzt, konfiguriert und abgesichert wird, wie Samba als Datei- und Druckserver für Windows-Clients funktioniert und wie LDAP als Authentifizierungsquelle für andere Dienste genutzt wird.

  • OpenLDAP installieren, konfigurieren und mit Schemata befüllen
  • LDAP-Replikation (SyncRepl) und Hochverfügbarkeit
  • Samba als SMB/CIFS-Dateiserver für Windows und Linux konfigurieren
  • Samba als Domänencontroller oder Mitglied einer Active-Directory-Domäne
  • PAM und NSS für LDAP-Authentifizierung konfigurieren

Praxisblock: Sicherheit, Firewall und Shell-Scripting Im Praxisblock werden alle erlernten Dienste in eine gesicherte Gesamtinfrastruktur integriert. Schwerpunkte sind Firewall-Konfiguration, Netzwerksicherheit und das Schreiben von Shell-Skripten für Administrationsautomation.

  • iptables und nftables: Regelketten, NAT und Port-Forwarding konfigurieren
  • Firewall-Konzepte: Stateful Inspection und Paketfilterung
  • SSH-Härtung: Key-Only-Auth, Port-Änderung, Fail2ban
  • OpenVPN und SSH-Tunnel für sichere Verbindungen
  • SELinux und AppArmor: Grundlagen und praktische Anwendung
  • Shell-Scripting: Kontrollstrukturen, Funktionen, Fehlerbehandlung
  • Monitoring: SNMP, Nagios-Grundlagen und Systemmetriken
  • Log-Analyse mit rsyslog, journald und logrotate
  • Sicherheits-Audit: Systemhärtung nach CIS-Benchmarks
  • Netzwerk-Troubleshooting: tcpdump, netstat, ss, traceroute
  • Backup-Strategien: rsync, tar und externe Backup-Lösungen
  • Abschlussübung: vollständige Linux-Serverinfrastruktur aufsetzen und absichern

Der Kurs verbindet die direkte Vorbereitung auf beide LPIC-2-Examen mit praxisnahem Lernen an realen Linux-Systemen. Alle Übungen werden in einer Laborumgebung durchgeführt, die produktionsnahe Bedingungen abbildet.

Lernziele:

  • Linux-Kernel konfigurieren, kompilieren und rekonstruieren sowie Kernel-Module verwalten
  • LVM (Logical Volume Manager) und RAID-Konfigurationen für hochverfügbare Speicherlösungen einrichten
  • DNS-Server mit BIND konfigurieren, Zonendateien anlegen und Replikation einrichten
  • DHCP-Dienste administrieren und mit PXE-Boot für Netzwerk-Installationen kombinieren
  • Samba für Windows/Linux-Integration konfigurieren und als Datei- und Druckserver betreiben
  • OpenLDAP-Verzeichnisdienste aufsetzen, konfigurieren und mit anderen Diensten integrieren
  • E-Mail-Systeme mit Postfix und Dovecot administrieren und absichern
  • Firewall-Regeln mit iptables und nftables umsetzen und Netzwerksicherheitskonzepte implementieren
  • Shell-Skripte für Administrationsaufgaben schreiben, testen und produktiv einsetzen
  • Systemdienste mit systemd verwalten und Logging-Infrastruktur mit rsyslog und journald konfigurieren
  • Netzwerkprotokolle auf Layer 2 und Layer 3 für die Linux-Administration verstehen und einsetzen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich ausschließlich an Linux-Administratorinnen und -Administratoren, die bereits auf LPIC-1-Niveau arbeiten und ihre Kenntnisse auf Enterprise-Systemebene erweitern wollen.

  • Systemadministratorinnen und -administratoren, die Linux-Server in Unternehmen betreuen
  • Netzwerkadministratorinnen und -administratoren, die Netzwerkdienste auf Linux-Basis verwalten
  • DevOps-Engineers, die tiefes Linux-Systemwissen für ihre Infrastrukturarbeit benötigen
  • IT-Systembetreuer und IT-Systembetreunerinnen, die auf Enterprise-Administrationsniveau aufsteigen wollen
  • Personen, die bereits die LPIC-1-Prüfung bestanden haben und die nächste Zertifizierungsstufe anstreben
Voraussetzungen:

Fundierte Linux-Kenntnisse auf LPIC-1-Niveau oder vergleichbare praktische Erfahrung in der Linux-Systemadministration sind zwingend erforderlich. Sicher in der Kommandozeile zu arbeiten, Shell-Skripte zu lesen und zu schreiben sowie grundlegende Netzwerkkonzepte zu kennen, sind Voraussetzungen ohne die ein Einstieg nicht sinnvoll ist. Der Kurs bietet keine Einführung in Linux-Grundlagen.

Ablauf & Abschluss

Der Unterricht findet im kombinierten Lernformat statt, das strukturierte Lehreinheiten mit ausgedehnten Laborphasen verbindet. In den Lehreinheiten werden Konzepte erläutert und mit konkreten Konfigurationsbeispielen illustriert; in den Laborphasen setzen Teilnehmende die behandelten Dienste und Konfigurationen selbst auf realen oder virtuellen Linux-Systemen um. Vollzeit- und Teilzeitvarianten werden angeboten: im Vollzeitformat werktags von 09:00 bis 16:30 oder 17:00 Uhr, im Teilzeitformat als halbtägige Blöcke von 09:00 bis 12:30 oder 13:00 bis 16:30 Uhr.

Der Kurs erstreckt sich über mehrere Wochen. Die genaue Kursdauer richtet sich nach dem gewählten Lernformat und Anbieter. Vollzeit- und Teilzeitoptionen stehen zur Auswahl.

Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Der eigentliche Abschluss ist die internationale LPIC-2-Zertifizierung des Linux Professional Institute, die durch das Bestehen der Examen 201-450 und 202-450 bei einem akkreditierten Prüfungszentrum erworben wird. Die LPIC-2-Zertifizierung ist weltweit anerkannt, herstellerneutral und gilt fünf Jahre.

Nutzen & Perspektiven

LPIC-2 ist eine der international angesehensten Zertifizierungen im Linux-Bereich und signalisiert Arbeitgebern verlässlich, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin komplexe Linux-Infrastruktur eigenständig betreiben kann. Wer LPIC-2 besteht, beherrscht nicht nur einzelne Werkzeuge, sondern versteht Linux-Systeme als Ganzes – vom Kernel über Netzwerkdienste bis zu Sicherheitskonzepten. Das ist in Unternehmen gefragt, die kritische IT-Infrastruktur auf Linux-Basis betreiben. Die Verbindung von Zertifizierungsvorbereitung und echter Laborpraxis macht diesen Kurs besonders wertvoll: Teilnehmende lernen nicht für die Prüfung und vergessen danach, sondern bauen Kompetenzen auf, die direkt in der täglichen Arbeit eingesetzt werden können. Wer nach diesem Kurs einen DNS-Server aufsetzt, ein RAID konfiguriert oder eine Firewall-Regelkette schreibt, tut dies auf Basis echten Verständnisses – nicht auswendig gelernter Prüfungsantworten. Für den weiteren Karriereweg öffnet LPIC-2 den Weg zur LPIC-3-Zertifizierung in Spezialgebieten wie Security, Virtualization und High Availability – für alle, die weiterhin in der Linux-Administration wachsen wollen.

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Arbeitsmarkt-Report

IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.

Einstieg (0-2 J.):38.000–48.000 €
Mittel (3-7 J.):52.000–68.000 €
Senior (8+ J.):70.000–95.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Informatik (grundständig)
    43.854 Stellen
  • Verwaltungsinformatik (grundständig)
    211 Stellen
  • IT-Lizenzmanager/IT-Lizenzmanagerin
    50 Stellen

Unverbindliche Anfrage

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche LPIC-2-Prüfungen werden durch diesen Kurs abgedeckt?

Der Kurs bereitet auf die beiden LPIC-2-Examen 201-450 und 202-450 vor, die zusammen die LPIC-2-Zertifizierung ergeben. Beide Prüfungen werden von LPI (Linux Professional Institute) abgenommen und sind international anerkannt.

Welche Vorkenntnisse werden zwingend vorausgesetzt?

LPIC-1-Kenntnisse oder vergleichbare praktische Erfahrung in der Linux-Administration sind Pflicht. Der Kurs beginnt ohne Linux-Basiseinführung – wer noch nicht sicher mit der Kommandozeile, Shell-Scripting und grundlegender Netzwerkkonfiguration ist, sollte zunächst ein LPIC-1-Kursangebot absolvieren.

Ist die LPIC-2-Zertifizierung international anerkannt?

Ja. LPIC-2 ist eine weltweit anerkannte Herstellerneutrale Linux-Zertifizierung des Linux Professional Institute. Sie gilt als eines der etabliertesten Nachweise für Linux-Kompetenz auf Enterprise-Niveau und wird von Arbeitgebern in vielen Ländern geschätzt.

Welche Lernform wird angeboten?

Der Kurs wird im kombinierten Lernformat angeboten, das Präsenz- oder Onlineunterricht mit praktischen Übungsphasen am Linux-System verbindet. Vollzeit- und Teilzeitvarianten stehen zur Wahl; die genauen Zeiten richten sich nach dem jeweiligen Anbieter.

Ist nach der LPIC-2-Zertifizierung eine Rezertifizierung notwendig?

LPIC-2-Zertifizierungen haben eine Gültigkeit von fünf Jahren. Eine Rezertifizierung ist danach erforderlich, entweder durch erneute Prüfung oder durch das Erreichen einer höherwertigen LPI-Zertifizierung innerhalb des Gültigkeitszeitraums.