Linux Specialist LPIC-2 + Examen – Zertifikatskurs
Umfassende Vorbereitung auf die LPIC-2-Zertifizierungsprüfungen 201 und 202: Linux-Systemadministration auf Enterprise-Niveau mit Kernel, Netzwerkdiensten, Sicherheit und LDAP.
Auf einen Blick
Überblick
LPIC-2 ist die zweite Stufe der Linux-Professional-Institute-Zertifizierung und richtet sich an erfahrene Linux-Administratorinnen und -Administratoren, die komplexe Enterprise-Umgebungen betreuen. Wer LPIC-2 besteht, kann Linux-Systeme auf Kernel-Ebene konfigurieren, hochverfügbare Speicherlösungen mit LVM und RAID betreiben, Netzwerkdienste wie DNS, DHCP und E-Mail-Server administrieren, Verzeichnisdienste mit LDAP und Samba integrieren und Firewalls sowie Sicherheitsrichtlinien umsetzen. Dieser Kurs bereitet systematisch auf die beiden LPIC-2-Examen 201-450 und 202-450 vor und verbindet Prüfungsvorbereitung mit tiefem technischem Verständnis, das in der täglichen Serveradministration direkt angewendet werden kann.
Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
2
an 4 Standorten
40
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
extern_zertifikat
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Vermittelte Kompetenzen
- Linux-Systemadministration
- Kernel-Konfiguration
- Netzwerkdienste (DNS/DHCP)
- Firewall und Sicherheit
- Shell-Scripting
- LVM und RAID
- LDAP und Samba
- LPIC-2
Zugeordnete Zielberufe
- Informatik (grundständig)43.854 Stellen/12 Mon.
- Verwaltungsinformatik (grundständig)211 Stellen/12 Mon.
- IT-Lizenzmanager/IT-Lizenzmanagerin50 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Kernel und Systemverwaltung (LPIC-2 Examen 201, Teil 1) Der erste Themenblock legt die Grundlage für das Verständnis des Linux-Betriebssystems auf tiefem Systemlevel. Teilnehmende lernen, wie der Kernel kompiliert und konfiguriert wird, wie Module geladen und verwaltet werden und wie der Boot-Prozess von GRUB bis zum Login analysiert und angepasst wird. Dieser Block entspricht direkt den prüfungsrelevanten Themen des Examens 201.
- Kernel-Quellcode beziehen, konfigurieren und kompilieren
- Kernel-Module laden, entladen, persistieren und überprüfen
- Boot-Loader GRUB2 konfigurieren und Fehlerbehebung durchführen
- systemd: Units, Targets, Services und Journal im Detail
- Prozessverwaltung: Prioritäten, Signale und Systemressourcen überwachen
Speicherverwaltung: LVM, RAID und Dateisysteme (LPIC-2 Examen 201, Teil 2) Enterprise-Linux-Umgebungen stellen hohe Anforderungen an Speicherflexibilität und Ausfallsicherheit. Dieser Block behandelt LVM-Konfigurationen für dynamisches Speichermanagement sowie Software-RAID für Redundanz. Ergänzend werden erweiterte Dateisystem-Konzepte behandelt, die in modernen Linux-Umgebungen relevant sind.
- LVM: Physical Volumes, Volume Groups, Logical Volumes erstellen und verwalten
- LVM-Snapshots, Online-Resize und Migration von Volumes
- Software-RAID mit mdadm: RAID-0, RAID-1, RAID-5, RAID-6 konfigurieren
- RAID-Wartung: Fehlerbehandlung, Austausch defekter Laufwerke, Monitoring
- Erweiterte Dateisystemoptionen: Quotas, Attribute und Journaling
Netzwerkdienste: DNS, DHCP und E-Mail (LPIC-2 Examen 201, Teil 3 / Examen 202) Netzwerkdienste sind das Rückgrat jeder Serverinfrastruktur. Dieser Block deckt die Administration der wichtigsten Linux-Netzwerkdienste ab – von der DNS-Konfiguration mit BIND über DHCP bis zu vollständigen E-Mail-Serverlösungen mit Postfix und Dovecot. Teilnehmende konfigurieren alle Dienste hands-on in einer realistischen Netzwerkumgebung.
- BIND als autoritativer DNS-Server konfigurieren, Zonendateien erstellen
- DNS-Replikation (Master/Slave) und DNSSEC-Grundlagen
- ISC DHCP-Server konfigurieren und mit PXE-Boot kombinieren
- Postfix als MTA konfigurieren: Routing, Relay und TLS-Absicherung
- Dovecot als IMAP/POP3-Server einrichten und mit Postfix integrieren
- SpamAssassin und Greylisting für E-Mail-Sicherheit konfigurieren
Verzeichnisdienste und Integration: LDAP und Samba (LPIC-2 Examen 202) LDAP und Samba sind zentrale Bausteine für die Integration von Linux-Servern in gemischte IT-Umgebungen. Dieser Block zeigt, wie OpenLDAP aufgesetzt, konfiguriert und abgesichert wird, wie Samba als Datei- und Druckserver für Windows-Clients funktioniert und wie LDAP als Authentifizierungsquelle für andere Dienste genutzt wird.
- OpenLDAP installieren, konfigurieren und mit Schemata befüllen
- LDAP-Replikation (SyncRepl) und Hochverfügbarkeit
- Samba als SMB/CIFS-Dateiserver für Windows und Linux konfigurieren
- Samba als Domänencontroller oder Mitglied einer Active-Directory-Domäne
- PAM und NSS für LDAP-Authentifizierung konfigurieren
Praxisblock: Sicherheit, Firewall und Shell-Scripting Im Praxisblock werden alle erlernten Dienste in eine gesicherte Gesamtinfrastruktur integriert. Schwerpunkte sind Firewall-Konfiguration, Netzwerksicherheit und das Schreiben von Shell-Skripten für Administrationsautomation.
- iptables und nftables: Regelketten, NAT und Port-Forwarding konfigurieren
- Firewall-Konzepte: Stateful Inspection und Paketfilterung
- SSH-Härtung: Key-Only-Auth, Port-Änderung, Fail2ban
- OpenVPN und SSH-Tunnel für sichere Verbindungen
- SELinux und AppArmor: Grundlagen und praktische Anwendung
- Shell-Scripting: Kontrollstrukturen, Funktionen, Fehlerbehandlung
- Monitoring: SNMP, Nagios-Grundlagen und Systemmetriken
- Log-Analyse mit rsyslog, journald und logrotate
- Sicherheits-Audit: Systemhärtung nach CIS-Benchmarks
- Netzwerk-Troubleshooting: tcpdump, netstat, ss, traceroute
- Backup-Strategien: rsync, tar und externe Backup-Lösungen
- Abschlussübung: vollständige Linux-Serverinfrastruktur aufsetzen und absichern
Der Kurs verbindet die direkte Vorbereitung auf beide LPIC-2-Examen mit praxisnahem Lernen an realen Linux-Systemen. Alle Übungen werden in einer Laborumgebung durchgeführt, die produktionsnahe Bedingungen abbildet.
Lernziele:
- Linux-Kernel konfigurieren, kompilieren und rekonstruieren sowie Kernel-Module verwalten
- LVM (Logical Volume Manager) und RAID-Konfigurationen für hochverfügbare Speicherlösungen einrichten
- DNS-Server mit BIND konfigurieren, Zonendateien anlegen und Replikation einrichten
- DHCP-Dienste administrieren und mit PXE-Boot für Netzwerk-Installationen kombinieren
- Samba für Windows/Linux-Integration konfigurieren und als Datei- und Druckserver betreiben
- OpenLDAP-Verzeichnisdienste aufsetzen, konfigurieren und mit anderen Diensten integrieren
- E-Mail-Systeme mit Postfix und Dovecot administrieren und absichern
- Firewall-Regeln mit iptables und nftables umsetzen und Netzwerksicherheitskonzepte implementieren
- Shell-Skripte für Administrationsaufgaben schreiben, testen und produktiv einsetzen
- Systemdienste mit systemd verwalten und Logging-Infrastruktur mit rsyslog und journald konfigurieren
- Netzwerkprotokolle auf Layer 2 und Layer 3 für die Linux-Administration verstehen und einsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich ausschließlich an Linux-Administratorinnen und -Administratoren, die bereits auf LPIC-1-Niveau arbeiten und ihre Kenntnisse auf Enterprise-Systemebene erweitern wollen.
- Systemadministratorinnen und -administratoren, die Linux-Server in Unternehmen betreuen
- Netzwerkadministratorinnen und -administratoren, die Netzwerkdienste auf Linux-Basis verwalten
- DevOps-Engineers, die tiefes Linux-Systemwissen für ihre Infrastrukturarbeit benötigen
- IT-Systembetreuer und IT-Systembetreunerinnen, die auf Enterprise-Administrationsniveau aufsteigen wollen
- Personen, die bereits die LPIC-1-Prüfung bestanden haben und die nächste Zertifizierungsstufe anstreben
Fundierte Linux-Kenntnisse auf LPIC-1-Niveau oder vergleichbare praktische Erfahrung in der Linux-Systemadministration sind zwingend erforderlich. Sicher in der Kommandozeile zu arbeiten, Shell-Skripte zu lesen und zu schreiben sowie grundlegende Netzwerkkonzepte zu kennen, sind Voraussetzungen ohne die ein Einstieg nicht sinnvoll ist. Der Kurs bietet keine Einführung in Linux-Grundlagen.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im kombinierten Lernformat statt, das strukturierte Lehreinheiten mit ausgedehnten Laborphasen verbindet. In den Lehreinheiten werden Konzepte erläutert und mit konkreten Konfigurationsbeispielen illustriert; in den Laborphasen setzen Teilnehmende die behandelten Dienste und Konfigurationen selbst auf realen oder virtuellen Linux-Systemen um. Vollzeit- und Teilzeitvarianten werden angeboten: im Vollzeitformat werktags von 09:00 bis 16:30 oder 17:00 Uhr, im Teilzeitformat als halbtägige Blöcke von 09:00 bis 12:30 oder 13:00 bis 16:30 Uhr.
Der Kurs erstreckt sich über mehrere Wochen. Die genaue Kursdauer richtet sich nach dem gewählten Lernformat und Anbieter. Vollzeit- und Teilzeitoptionen stehen zur Auswahl.
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Der eigentliche Abschluss ist die internationale LPIC-2-Zertifizierung des Linux Professional Institute, die durch das Bestehen der Examen 201-450 und 202-450 bei einem akkreditierten Prüfungszentrum erworben wird. Die LPIC-2-Zertifizierung ist weltweit anerkannt, herstellerneutral und gilt fünf Jahre.
Nutzen & Perspektiven
LPIC-2 ist eine der international angesehensten Zertifizierungen im Linux-Bereich und signalisiert Arbeitgebern verlässlich, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin komplexe Linux-Infrastruktur eigenständig betreiben kann. Wer LPIC-2 besteht, beherrscht nicht nur einzelne Werkzeuge, sondern versteht Linux-Systeme als Ganzes – vom Kernel über Netzwerkdienste bis zu Sicherheitskonzepten. Das ist in Unternehmen gefragt, die kritische IT-Infrastruktur auf Linux-Basis betreiben. Die Verbindung von Zertifizierungsvorbereitung und echter Laborpraxis macht diesen Kurs besonders wertvoll: Teilnehmende lernen nicht für die Prüfung und vergessen danach, sondern bauen Kompetenzen auf, die direkt in der täglichen Arbeit eingesetzt werden können. Wer nach diesem Kurs einen DNS-Server aufsetzt, ein RAID konfiguriert oder eine Firewall-Regelkette schreibt, tut dies auf Basis echten Verständnisses – nicht auswendig gelernter Prüfungsantworten. Für den weiteren Karriereweg öffnet LPIC-2 den Weg zur LPIC-3-Zertifizierung in Spezialgebieten wie Security, Virtualization und High Availability – für alle, die weiterhin in der Linux-Administration wachsen wollen.
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Informatik (grundständig)43.854 Stellen
- Verwaltungsinformatik (grundständig)211 Stellen
- IT-Lizenzmanager/IT-Lizenzmanagerin50 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche LPIC-2-Prüfungen werden durch diesen Kurs abgedeckt?
Der Kurs bereitet auf die beiden LPIC-2-Examen 201-450 und 202-450 vor, die zusammen die LPIC-2-Zertifizierung ergeben. Beide Prüfungen werden von LPI (Linux Professional Institute) abgenommen und sind international anerkannt.
Welche Vorkenntnisse werden zwingend vorausgesetzt?
LPIC-1-Kenntnisse oder vergleichbare praktische Erfahrung in der Linux-Administration sind Pflicht. Der Kurs beginnt ohne Linux-Basiseinführung – wer noch nicht sicher mit der Kommandozeile, Shell-Scripting und grundlegender Netzwerkkonfiguration ist, sollte zunächst ein LPIC-1-Kursangebot absolvieren.
Ist die LPIC-2-Zertifizierung international anerkannt?
Ja. LPIC-2 ist eine weltweit anerkannte Herstellerneutrale Linux-Zertifizierung des Linux Professional Institute. Sie gilt als eines der etabliertesten Nachweise für Linux-Kompetenz auf Enterprise-Niveau und wird von Arbeitgebern in vielen Ländern geschätzt.
Welche Lernform wird angeboten?
Der Kurs wird im kombinierten Lernformat angeboten, das Präsenz- oder Onlineunterricht mit praktischen Übungsphasen am Linux-System verbindet. Vollzeit- und Teilzeitvarianten stehen zur Wahl; die genauen Zeiten richten sich nach dem jeweiligen Anbieter.
Ist nach der LPIC-2-Zertifizierung eine Rezertifizierung notwendig?
LPIC-2-Zertifizierungen haben eine Gültigkeit von fünf Jahren. Eine Rezertifizierung ist danach erforderlich, entweder durch erneute Prüfung oder durch das Erreichen einer höherwertigen LPI-Zertifizierung innerhalb des Gültigkeitszeitraums.