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LPIC-2 Kurs + Prüfungsvorbereitung Exam 201 und 202

LPIC-2 Prüfungsvorbereitung für die Examen 201 und 202: fortgeschrittene Linux-Administration, Netzwerkdienste und Enterprise-Systemmanagement.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Software- & Praxistraining

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs dauert in der Vollzeitvariante in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Da beide Prüfungsmodule 201 und 202 abgedeckt werden, ist der Lernumfang erheblich, und Teilzeitteilnehmende rechnen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten. Der individuelle Zeitplan wird im… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Bestehen beider Prüfungsmodule erhalten Teilnehmende die LPIC-2-Zertifizierung des Linux Professional Institute, eine der weltweit angesehensten Linux-Zertifizierungen. Zusätzlich wird ein Lehrgangszertifikat des Anbieters ausgestellt. Das LPIC-2-Zertifikat ist international… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Eine gültige LPIC-1-Zertifizierung oder gleichwertige praktische Kenntnisse in der Linux-Grundverwaltung sind Voraussetzung. Teilnehmende sollten mit der Kommandozeile vertraut sein, grundlegende Netzwerkkonzepte verstehen und Erfahrungen in der Verwaltung von Linux-Servern mitbringen. Vor… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Linux ist das Betriebssystem, auf dem das Internet, die Cloud und eine wachsende Zahl von Unternehmensinfrastrukturen weltweit laufen. Wer als Linux-Administrator auf Enterprise-Niveau arbeiten möchte, kommt an der LPIC-2-Zertifizierung des Linux Professional Institute (LPI) nicht vorbei. Der Kurs LPIC-2 Prüfungsvorbereitung und Exam 201 und 202 richtet sich an Fachleute, die ihre Linux-Kenntnisse bereits auf LPIC-1-Niveau aufgebaut haben und nun den nächsten Schritt machen wollen: vom Systemverwalter zum fortgeschrittenen Linux-Engineer, der komplexe Netzwerke, Hochverfügbarkeitslösungen und unternehmensweite Dienste sicher administriert. Der Kurs deckt beide Prüfungsmodule 201 und 202 vollständig ab und schließt mit der Abnahme der offiziellen LPIC-2-Prüfungen ab.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der Kurs gliedert sich in die Themenbereiche der offiziellen LPIC-2-Lehrpläne für Exam 201 und Exam 202 und bereitet systematisch auf beide Prüfungsmodule vor. Linux-Kernel, Boot-Prozess und Dateisysteme (Exam 201 Kern): Dieser Block behandelt die tiefgreifende Administration des Linux-Betriebssystems jenseits der Oberfläche. Teilnehmende verstehen, wie der Kernel geladen wird, wie er konfiguriert und neu kompiliert wird und wie Dateisysteme auf Enterprise-Niveau verwaltet werden.

  • Kernel-Kompilierung: Konfigurationsoptionen, Build-Prozess und Modul-Management
  • GRUB2: Konfiguration, Passwortschutz und Recovery
  • Systemd: Units, Targets, Journal und Troubleshooting
  • LVM: Volume Groups, Logical Volumes, Snapshots und Online-Erweiterung
  • Software-RAID mit mdadm: RAID 0, 1, 5 und 6 einrichten und verwalten
  • Dateisystem-Reparatur: fsck, Journaling und Recovery-Prozeduren

Netzwerkkonfiguration und -dienste (Exam 201 und 202): Netzwerkseitig gehen LPIC-2-Kandidaten weit über einfache IP-Konfiguration hinaus. Dieser Block behandelt fortgeschrittene Netzwerkkonfiguration, Routing und die wichtigsten Netzwerkdienste.

  • Netzwerkkonfiguration mit ip, NetworkManager und statischen Routen
  • DNS mit BIND9: primäre und sekundäre Zonen, Forwarding und DNSSEC
  • DHCP-Server mit ISC DHCP oder Kea konfigurieren
  • NFS und CIFS: Dateisystemfreigaben unter Linux und für Windows-Clients
  • PAM und NSS: Authentifizierungsmechanismen und Verzeichnisdienste

Web-, Mail- und Fileservices (Exam 202 Kern): Unternehmensinfrastrukturen basieren auf zuverlässigen Diensten. Dieser Block behandelt die Konfiguration und Absicherung von Web-, Mail- und Dateiservern.

  • Apache HTTP Server: VirtualHosts, SSL/TLS, Module und Zugriffskontrolle
  • Nginx als Webserver und Reverse Proxy konfigurieren
  • Postfix: Mail Transport Agent, Relay-Konfiguration und SPAM-Abwehr
  • Dovecot: IMAP/POP3-Server für lokale Postfächer
  • Samba: Freigaben, Druckerfreigaben und Active Directory-Integration

Linux-Sicherheit und Hochverfügbarkeit (Exam 202): Sicherheit und Ausfallsicherheit sind in Enterprise-Umgebungen unverhandelbar. Dieser Block behandelt Firewall-Konfiguration, Zugangskontrolle und grundlegende Hochverfügbarkeitslösungen.

  • iptables und nftables: Filterregeln, NAT und Port-Forwarding
  • OpenSSH: Schlüsselmanagement, Härtung und SSH-Tunnel
  • OpenVPN auf Linux: Server- und Client-Konfiguration
  • SELinux und AppArmor: Mandatory Access Control in der Praxis
  • Pacemaker und Corosync als Grundlagen für Linux-Hochverfügbarkeit

Praktische Übungen und Prüfungsvorbereitung

  • Kernel kompilieren und als startfähiges System testen
  • LVM-Konfiguration: Logical Volumes erstellen, erweitern und Snapshots anlegen
  • Software-RAID mit mdadm einrichten und Fehlerszenarien simulieren
  • BIND9-DNS-Server aufsetzen und Zonenfiles konfigurieren
  • Postfix und Dovecot für einen Mailserver konfigurieren und Relay einrichten
  • Apache VirtualHost-Konfiguration mit SSL/TLS-Zertifikat
  • Samba-Freigaben für gemischte Windows-Linux-Umgebungen einrichten
  • iptables-Regelwerk für einen Linux-Grenzrouter erstellen
  • OpenVPN-Tunnel zwischen zwei virtuellen Maschinen aufbauen
  • SELinux-Policies analysieren und anpassen
  • Systemd-Units debuggen und Services automatisch starten
  • Musterklausuren für Exam 201 und Exam 202 unter Prüfungsbedingungen bearbeiten

Die praktischen Übungen werden in einer virtuellen Laborumgebung durchgeführt, in der Teilnehmende reale Szenarien nachstellen können, ohne Produktionssysteme zu gefährden. Die Prüfungsvorbereitung berücksichtigt das Multiple-Choice-Format der LPIC-2-Examen sowie typische Formulierungen und Fallen in den offiziellen Prüfungsfragen.

Lernziele:

Nach Abschluss des Kurses sind Teilnehmende in der Lage, komplexe Linux-Systeme und -Netzwerke eigenverantwortlich zu administrieren und beide LPIC-2-Examen erfolgreich zu bestehen.

  • Linux-Kernel zu kompilieren, zu konfigurieren und anzupassen
  • Bootloader wie GRUB zu konfigurieren und Bootprobleme systematisch zu diagnostizieren
  • Dateisystem-Verwaltung auf Enterprise-Niveau: LVM, RAID, Quotas und Dateisystemreparatur
  • Netzwerkkonfiguration und -diagnose auf fortgeschrittenem Niveau durchzuführen
  • Netzwerkdienste wie DNS (BIND), DHCP und NFS einzurichten und zu administrieren
  • Mailserver (Postfix, Dovecot) und Webserver (Apache, Nginx) zu konfigurieren und abzusichern
  • Samba für Windows-Linux-Integration einzurichten und Active Directory-Verbindungen herzustellen
  • Sicherheitskonzepte für Linux-Server: Firewall mit iptables und nftables, OpenSSH und SELinux
  • Hochverfügbarkeitslösungen und Load Balancing für Enterprise-Umgebungen zu implementieren
  • Netzwerktunnel und VPN mit OpenVPN auf Linux aufzubauen
  • Systemüberwachung, Logging und Troubleshooting auf Enterprise-Niveau zu beherrschen
  • Die Prüfungsanforderungen der LPIC-2-Examen 201 und 202 zu beherrschen und Prüfungsstrategien anzuwenden

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an erfahrene Linux-Administratoren, die ihre Kenntnisse auf das LPIC-2-Niveau heben und dies mit einem international anerkannten Zertifikat belegen möchten.

  • Linux-Systemadministratoren mit LPIC-1-Zertifizierung oder gleichwertigen Kenntnissen
  • Netzwerkadministratoren, die Linux-basierte Infrastrukturen betreuen
  • IT-Fachkräfte in Rechenzentrumsumgebungen und Cloud-basierten Linux-Deployments
  • Serveradministratoren, die Hochverfügbarkeitslösungen und Enterprise-Dienste betreuen
  • Personen, die sich auf die LPIC-3-Zertifizierungen vorbereiten möchten
Voraussetzungen:

Eine gültige LPIC-1-Zertifizierung oder gleichwertige praktische Kenntnisse in der Linux-Grundverwaltung sind Voraussetzung. Teilnehmende sollten mit der Kommandozeile vertraut sein, grundlegende Netzwerkkonzepte verstehen und Erfahrungen in der Verwaltung von Linux-Servern mitbringen. Vor Kursbeginn findet ein Vorgespräch statt, um den individuellen Lernplan festzulegen.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs wird als Combined Learning angeboten und verbindet interaktive Online-Lehrstunden mit umfangreichen praktischen Übungen in einer virtuellen Laborumgebung. Lehrende demonstrieren Konfigurationsschritte live und begleiten Teilnehmende durch komplexe Szenarien. Für die Prüfungsvorbereitung stehen Musterklausuren und Übungsaufgaben zu allen Prüfungsdomänen bereit. Teilzeitvarianten ermöglichen die berufsbegleitende Vorbereitung.

Der Kurs dauert in der Vollzeitvariante in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Da beide Prüfungsmodule 201 und 202 abgedeckt werden, ist der Lernumfang erheblich, und Teilzeitteilnehmende rechnen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten. Der individuelle Zeitplan wird im Vorgespräch vor Kursbeginn festgelegt.

Nach erfolgreichem Bestehen beider Prüfungsmodule erhalten Teilnehmende die LPIC-2-Zertifizierung des Linux Professional Institute, eine der weltweit angesehensten Linux-Zertifizierungen. Zusätzlich wird ein Lehrgangszertifikat des Anbieters ausgestellt. Das LPIC-2-Zertifikat ist international anerkannt und gilt in der Branche als klarer Nachweis für fortgeschrittene Linux-Administrationskompetenz.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Linux-Administratoren mit LPIC-2-Zertifizierung sind auf dem deutschen und internationalen Arbeitsmarkt sehr gefragt. Rechenzentren, Cloud-Anbieter, Softwareunternehmen und Behörden suchen kontinuierlich nach Fachleuten, die komplexe Linux-Infrastrukturen eigenständig und zuverlässig betreiben können. Das LPIC-2-Zertifikat unterscheidet fortgeschrittene Administratoren von Einsteigern mit LPIC-1 und signalisiert Arbeitgebern, dass der Inhaber auch komplexe Dienste, Hochverfügbarkeitslösungen und Sicherheitskonzepte beherrscht. Darüber hinaus öffnet LPIC-2 den Weg zur LPIC-3-Spezialisierung, die tief in Bereiche wie Linux Security, Mixed Environments oder High Availability & Storage einsteigt. Wer die LPIC-Leiter konsequent aufsteigt, positioniert sich als einer der anerkannten Linux-Experten in Deutschland und kann anspruchsvolle Projekte in Rechenzentren, DevOps-Umgebungen und IT-Security-Funktionen übernehmen. Eine individuelle Beratung klärt, welche Unterstützung infrage kommt.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Linux-Administrator/in
  • Systemadministrator/in
  • Netzwerkadministrator/in
  • IT-Fachkraft
  • DevOps-Ingenieur/in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Voraussetzungen brauche ich für den LPIC-2-Kurs?

Eine LPIC-1-Zertifizierung oder gleichwertige praktische Kenntnisse in der Linux-Grundverwaltung sind Pflichtvoraussetzung. Teilnehmende sollten mit der Kommandozeile vertraut sein, grundlegende Netzwerkkonzepte verstehen und Erfahrungen in der Server-Administration mitbringen. Ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt die individuellen Voraussetzungen.

Warum gibt es zwei separate Prüfungen (201 und 202)?

Das LPIC-2-Zertifikat setzt sich aus zwei eigenständigen Prüfungsmodulen zusammen: Exam 201 behandelt Systemverwaltung auf tiefem Niveau, einschließlich Kernel, Dateisysteme und Netzwerkkonfiguration; Exam 202 fokussiert auf Netzwerkdienste, Mail, Web, Sicherheit und Enterprise-Infrastruktur. Erst nach Bestehen beider Examen wird das LPIC-2-Zertifikat vergeben.

Ist der Kurs über einen Bildungsgutschein förderbar?

Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach Situation in Betracht.

Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet das LPIC-2-Zertifikat?

Mit LPIC-2 qualifizieren sich Inhaber für Positionen als Senior Linux-Administrator, Systemarchitekt und Infrastrukturexperte in Rechenzentren und Cloud-Umgebungen. Das Zertifikat ist der Vorgänger für LPIC-3-Spezialisierungen in Security, Virtualisierung oder High Availability und gilt international als anerkannter Qualitätsnachweis.