Überblick
Der Einstieg in die IT-Sicherheit beginnt nicht mit Hacking-Tools, sondern mit einem stabilen Fundament: Wer Systeme schützen will, muss verstehen, wie sie funktionieren. Diese Masterclass führt Einsteigerinnen und Einsteiger in einem strukturierten Curriculum durch sechs Themenbereiche: IT-Grundlagen, Netzwerke, Cybersecurity-Basiswissen, Betriebssystemsicherheit unter Linux, Cloud-Fundamentals und Grundlagen der künstlichen Intelligenz. Alle sechs Bereiche sind auf CompTIA- und Microsoft-Zertifizierungsprüfungen ausgerichtet und werden durch CertNexus-Kurse zur KI ergänzt. Das Ergebnis ist eine breite, praxisnahe Qualifikation, die klassische IT-Sicherheit mit modernen Cloud- und KI-Ansätzen verbindet.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: IT-Grundlagen mit CompTIA ITF+ und A+ Bevor Systeme abgesichert werden können, müssen sie verstanden sein. Dieser erste Block legt das technische Fundament: Hardware-Komponenten, Software-Architekturen, Betriebssysteme und die Grundprinzipien des IT-Supports. CompTIA ITF+ richtet sich an absolute Berufseinsteiger, CompTIA A+ vertieft die Kenntnisse und bereitet auf den technischen Alltag im IT-Support vor. Praxisnah wird gezeigt, wie Arbeitsplatz-PCs eingerichtet, Fehler diagnostiziert und erste Sicherheitskonfigurationen vorgenommen werden.
- CompTIA ITF+ Fundamentals: Computerkonzepte, Netzwerk-Basics, Sicherheitsgrundlagen
- CompTIA A+: Hardware-Komponenten, Speichersysteme, Peripheriegeräte und Treiber
- Betriebssysteminstallation und -konfiguration unter Windows und macOS
- Troubleshooting-Methoden und Fehlerdiagnose im IT-Support
- Grundlegende Sicherheitskonfigurationen an Endgeräten
- IT-Support-Prozesse und Ticket-Management als Berufseinstieg
Modul 2: Netzwerke als Fundament der Cybersecurity mit CompTIA Network+ Netzwerkkenntnisse sind in der IT-Sicherheit unverzichtbar: Angriffsvektoren verlaufen über Netzwerke, Schutzmaßnahmen setzen an Netzwerkgrenzen an, und die Fehlersuche bei Sicherheitsvorfällen beginnt oft mit der Netzwerkanalyse. Dieses Modul vermittelt das gesamte Netzwerk-Grundlagenwissen, das für eine Karriere in der Cybersecurity benötigt wird, anhand von CompTIA Network+.
- Netzwerktopologien: LAN, WAN, WLAN, Mesh und deren Sicherheitsimplikationen
- Protokolle und Ports: TCP/IP, DNS, DHCP, HTTP/S, SMTP und deren Rolle in der Security
- Netzwerkhardware: Router, Switches, Firewalls, VPNs und ihre Konfiguration
- Netzwerkanalyse und Troubleshooting mit praktischen Tools
- Erkennung von Netzwerkanomalien und Bedrohungsfrüherkennung
- Sicherer Betrieb von Firmennetzwerken: Segmentierung, Zugangskontrolle, Monitoring
Modul 3: Security-Grundlagen mit CompTIA Security+ Security+ ist die weltweit am häufigsten verwendete Einstiegszertifizierung in der Cybersecurity. Dieses Modul vermittelt das gesamte Spektrum an Sicherheitswissen, das für Einstiegspositionen in der IT-Sicherheit relevant ist: von der Bedrohungslandschaft über Schutzmaßnahmen und kryptografische Konzepte bis hin zur sicheren Netzwerk- und Systemarchitektur.
- Bedrohungslandschaft: Malware-Typen, Phishing, Social Engineering, Ransomware
- Sicherheitsrichtlinien entwickeln und in Unternehmensumgebungen einführen
- Kryptografie: symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung, PKI, Zertifikate
- Netzwerkschutz: Firewall-Regeln, IDS/IPS, Netzwerksegmentierung
- Authentifizierung und Zugangsmanagement: MFA, Single Sign-On, Passwortrichtlinien
- Incident Response: Reaktion auf Sicherheitsvorfälle, Forensik-Grundlagen
Modul 4: Betriebssystemsicherheit unter Linux mit CompTIA Linux+ Linux ist das meistgenutzte Betriebssystem in Server-, Cloud- und Sicherheitsumgebungen. Wer in der IT-Security arbeiten will, kommt an Linux kaum vorbei. Dieses Modul vermittelt die grundlegenden Administrations- und Sicherheitsfähigkeiten anhand von CompTIA Linux+ (aktueller Prüfungsstand XK0-005). Es zeigt, wie Linux-Systeme gehärtet, Benutzer verwaltet und Sicherheitsupdates sauber implementiert werden.
- Grundlegende Linux-Administration: Dateisystem, Benutzer, Gruppen, Berechtigungen
- Systemhärtung: unnötige Dienste deaktivieren, Firewall konfigurieren, Logs auswerten
- Benutzer- und Rechteverwaltung: sudo, SSH-Absicherung, Dateizugriffsrechte
- Paketverwaltung und Sicherheitsupdates unter Debian-basierten und Red-Hat-Systemen
- Linux in hybriden und Cloud-nativen Umgebungen: Container-Grundlagen, DevOps-Kontext
- Praxisbeispiel: Konfiguration und Absicherung eines Linux-Servers
Modul 5: Cloud-Sicherheit und Compliance mit AZ-900 und SC-900 Cloud-Infrastrukturen sind aus modernen Unternehmen nicht wegzudenken. Dieses Modul führt in die Grundkonzepte der Cloud ein und legt besonderes Gewicht auf Sicherheit und Compliance. Mit AZ-900 werden die Architektur von Cloud-Diensten und die grundlegenden Azure-Services verständlich. SC-900 ergänzt um Identitätsmanagement, Compliance-Frameworks und Zero-Trust-Prinzipien.
- Azure-Grundkonzepte: IaaS, PaaS, SaaS, Availability Zones, Resource Groups
- Cloud-Sicherheitsmodell: geteilte Verantwortung zwischen Anbieter und Nutzer
- Identitäts- und Zugangsmanagement: Azure Active Directory, Conditional Access, RBAC
- Zero-Trust-Architektur: Prinzipien und erste Implementierungsansätze
- Compliance-Standards in der Cloud: DSGVO, ISO 27001, NIST
- Multi-Faktor-Authentifizierung im Azure-Umfeld konfigurieren und verwalten
Modul 6: KI-Grundlagen und ihre Schnittstelle zur Cybersecurity Künstliche Intelligenz verändert sowohl die Angriffs- als auch die Verteidigungsseite in der Cybersecurity. Dieses Modul vermittelt mit AI-900 (Azure AI Fundamentals) sowie den CertNexus-Programmen AIBIZ und CAIP die Grundlagen, um KI-Anwendungen zu verstehen, zu beurteilen und im Security-Kontext einzuordnen. Der Fokus liegt auf dem Verstehen von KI-Konzepten, nicht auf dem Programmieren von Modellen.
- AI-900: Grundlagen des maschinellen Lernens, kognitive Dienste, KI-Verantwortung
- CertNexus AIBIZ: KI im Geschäftskontext, Anwendungsfelder, Risiken und Chancen
- CertNexus CAIP: KI-Praktiker-Grundlagen, Datenmodelle, Modellevaluation
- KI in der Cybersecurity: anomaliebasierte Erkennung, automatisierte Reaktion, KI-gestützte Bedrohungsanalyse
- Risiken durch KI: Deepfakes, adversarielle Angriffe, automatisiertes Social Engineering
- Praxisbeispiel: Einordnung einer KI-gestützten Security-Analyse in bestehende Security-Prozesse
Lernziele:
- Grundlagen von Hardware, Software und Betriebssystemen anhand von CompTIA ITF+ und A+ erarbeiten
- IT-Support-Prozesse verstehen und grundlegende Sicherheitskonfigurationen vornehmen
- Netzwerke mit CompTIA Network+ planen, konfigurieren und auf Sicherheitslücken analysieren
- Protokolle, Dienste und Netzwerkarchitekturen für sichere Unternehmensumgebungen einordnen
- Bedrohungserkennungs- und Schutzmaßnahmen anhand von CompTIA Security+ implementieren
- Sicherheitsrichtlinien entwickeln und Security-Kultur im Unternehmenskontext etablieren
- Linux-Systeme mit CompTIA Linux+ verwalten, härten und Benutzerrechte korrekt vergeben
- Den Einsatz von Linux in hybriden und Cloud-nativen Umgebungen verstehen
- Cloud-Grundlagen mit AZ-900 erlernen und Sicherheits- sowie Compliance-Konzepte mit SC-900 anwenden
- Zero-Trust-Modelle und identitätsbasierte Zugangskontrolle in der Praxis einordnen
- KI-Grundlagen mit AI-900 sowie AIBIZ und CAIP (CertNexus) erwerben
- Das Zusammenspiel von KI und Cybersecurity erkennen und erste KI-gestützte Security-Anwendungen einordnen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Das Programm richtet sich an Personen ohne IT-Vorkenntnisse, die eine strukturierte Einführung in IT und Cybersecurity suchen. Angesprochen sind Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern, Schulabgängerinnen und Schulabgänger sowie IT-Interessierte, die sich breite, zertifizierbare Grundkenntnisse aufbauen wollen.
- Absolventinnen und Absolventen ohne formale IT-Ausbildung, die eine Karriere in der IT-Sicherheit anstreben
- Berufswechslerinnen und Berufswechsler aus nicht-technischen Berufsfeldern
- IT-Supportkräfte, die sich in Richtung Cybersecurity weiterentwickeln möchten
- Personen, die konkrete CompTIA- und Microsoft-Zertifikate als Karriereeinstieg anstreben
- Technisch interessierte Personen ohne abgeschlossene IT-Ausbildung
Formale IT-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Programm ist für Einsteigerinnen und Einsteiger konzipiert, die noch keine IT-Ausbildung abgeschlossen haben. Technisches Grundverständnis und die Bereitschaft, sich in abstrakte Konzepte einzuarbeiten, erleichtern den Einstieg. Deutschkenntnisse auf gutem Niveau sind für die Teilnahme an deutschen Kursdurchläufen notwendig; Kurse sind teilweise auch auf Englisch verfügbar.
Ablauf & Abschluss
Das Programm wird überwiegend in Vollzeit im Combined-Learning-Format durchgeführt, teils auch in Teilzeitvarianten. Instruktor-geführte Onlinesitzungen bilden das Rückgrat; ergänzt werden sie durch praktische Übungen in simulierten IT- und Netzwerkumgebungen sowie Cloud-Übungskonten in Azure. Jedes Modul ist auf eine oder mehrere CompTIA- bzw. Microsoft-Zertifizierungsprüfungen ausgerichtet, ohne dass die Prüfungsvorbereitung den Lernfluss dominiert. Kurse sind auf Deutsch und auf Englisch verfügbar.
Das Programm umfasst sechs thematische Module, die aufeinander aufbauen. Jedes Modul kann einzeln oder im Rahmen des Gesamtprogramms belegt werden. Die Gesamtdauer hängt vom Format ab; im Vollzeitrahmen ist das Curriculum in mehreren Monaten absolvierbar. Einzelne Zertifizierungsprüfungen können fortlaufend während des Programms abgelegt werden.
Das Programm bereitet auf insgesamt neun Zertifizierungsprüfungen vor: CompTIA ITF+, CompTIA A+, CompTIA Network+, CompTIA Security+, CompTIA Linux+ (XK0-005), Microsoft AZ-900, Microsoft SC-900, Microsoft AI-900, CertNexus AIBIZ und CertNexus CAIP. Jede dieser Prüfungen wird bei einem akkreditierten Testcenter abgelegt. Zusätzlich wird nach Abschluss ein trägerinternes Programmzertifikat ausgestellt. Die Herstellerzertifikate stammen von CompTIA, Microsoft und CertNexus.
Nutzen & Perspektiven
Cybersecurity-Fachkräfte zählen zu den meistgesuchten IT-Profilen auf dem deutschen und europäischen Arbeitsmarkt. Der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist strukturell und wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Dieses Programm ist so konzipiert, dass der Einstieg gelingt, ohne dass vorab umfangreiches IT-Wissen vorhanden sein muss: Von der Hardware bis zur KI wird alles systematisch aufgebaut. Besonders wertvoll ist die Kombination aus klassischer IT-Sicherheit und modernen Themen wie Cloud-Security und KI. Wer beide Perspektiven kennt, kann in Unternehmen sowohl operative Sicherheitsaufgaben übernehmen als auch an der Planung neuer, zukunftsfähiger Sicherheitsarchitekturen mitwirken. Die CompTIA-Zertifizierungen sind international anerkannt und werden von Arbeitgebern in aller Welt als Qualitätsmerkmal akzeptiert. Das breite Themenspektrum bedeutet zudem Flexibilität: Absolventinnen und Absolventen können direkt in IT-Support-Rollen einsteigen, sich auf Security-Operations spezialisieren oder in Richtung Cloud-Sicherheit weiterentwickeln. Das Programm legt dabei nicht nur Technologiekenntnisse an, sondern schult auch die Fähigkeit, Sicherheitsrisiken einzuschätzen, zu kommunizieren und strukturiert zu lösen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Auf welche Zertifizierungsprüfungen bereitet das Programm vor?
Das Programm bereitet auf CompTIA ITF+, A+, Network+, Security+ und Linux+ (XK0-005) vor, ergänzt durch Microsoft AZ-900, SC-900, AI-900 sowie die CertNexus-Programme AIBIZ und CAIP. Alle Prüfungen werden bei akkreditierten Testcentern abgelegt.
Sind Vorkenntnisse in der IT notwendig?
Nein. Das Programm startet mit den absoluten Grundlagen (CompTIA ITF+) und baut Wissen Schritt für Schritt auf. Technisches Grundverständnis ist hilfreich, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Warum enthält ein Cybersecurity-Kurs auch KI-Inhalte?
KI verändert sowohl Angriffs- als auch Abwehrstrategien in der IT-Sicherheit erheblich. Wer versteht, wie KI-Systeme funktionieren und wie sie im Security-Kontext eingesetzt werden – etwa für anomaliebasierte Erkennung oder automatisierte Reaktion – ist für aktuelle und zukünftige Security-Rollen besser gewappnet.
In welchem Format findet das Programm statt?
Das Programm wird überwiegend in Vollzeit im Combined-Learning-Format durchgeführt. Instruktor-geführte Onlinesitzungen werden durch praktische Übungen in simulierten IT-Umgebungen und Azure-Übungskonten ergänzt. Teilzeitvarianten sind je nach Anbietertermin verfügbar.
Welche Berufsfelder lassen sich nach dem Programm anstreben?
Typische Einstiegspositionen sind IT-Support-Techniker/in, Security-Analyst/in, Netzwerkadministrator/in und IT-Sicherheitsbeauftragte/r. Mit zunehmender Erfahrung bieten sich Spezialisierungen in Cloud-Security, Penetration Testing oder KI-gestützter Sicherheitsanalyse an.
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