Überblick
Diese Masterclass bietet eine umfassende Qualifizierung im Bereich Cloud Native, DevOps und AWS Cloud Services. Die Weiterbildung führt Teilnehmende durch den gesamten Entwicklungszyklus cloud-nativer Anwendungen: von grundlegenden Cloud-Konzepten und agilen Arbeitsmethoden über Continuous Integration und Continuous Delivery (CI/CD) bis hin zu Containerisierung, NoSQL-Datenbanken und AWS-spezifischen Tools. Kursinhalte wurden von IBM entwickelt und werden in Kooperation mit Coursera angeboten. Der Kursabschluss umfasst ein Abschlussprojekt sowie die Vorbereitung auf die externe AWS-Zertifizierungsprüfung (DevOps Engineer – Associate oder vergleichbar).
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Lerneinheiten. Cloud Native wird als Paradigma definiert: Microservices, Containerisierung, deklarative APIs und dynamische Orchestrierung bilden den konzeptionellen Kern. Ergänzend werden die wichtigsten AWS-Dienste kartiert, sodass Teilnehmende einen Überblick über das relevante Ökosystem erhalten, bevor sie in die Tiefe gehen.
- Cloud Native Applications und CNCF-Ökosystem
- Überblick über AWS Cloud Services und deren Kategorien
- Grundlegende Cloud-Modelle: IaaS, PaaS, SaaS
- Microservices-Architektur vs. monolithische Anwendungen
- Einführung in Infrastructure as Code (IaC) mit Terraform oder AWS CloudFormation
- Sicherheitsgrundlagen in der Cloud: IAM, Least-Privilege-Prinzip
Das zweite Modul widmet sich DevOps und agilen Arbeitsmethoden. Teilnehmende erfahren, wie DevOps-Kulturen in Unternehmen entstehen, welche Rollen und Verantwortlichkeiten existieren und wie die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs- und Betriebsteams durch gemeinsame Toolchains und Feedback-Loops verbessert wird. Scrum und Kanban werden als konkrete Rahmenwerke eingeführt und geübt.
- DevOps-Prinzipien: CALMS-Modell und Three Ways
- Agile Methoden: Scrum-Zeremonien, Rollen, Artefakte
- Kanban und Workflow-Visualisierung
- Testgetriebene Entwicklung (TDD) in Python
- Verhaltensgetriebene Entwicklung (BDD) mit Gherkin
- Team-Topologien und Conway's Law
Das dritte Modul behandelt CI/CD und Automatisierung als Herzstück moderner DevOps-Pipelines. Teilnehmende bauen eine vollständige Pipeline auf — vom Code-Commit über automatische Tests bis zum Deployment in der AWS-Cloud. Dabei werden Tools wie GitHub Actions oder Jenkins eingesetzt, und Container-Images werden mit Docker erstellt und in AWS ECR veröffentlicht.
- Continuous Integration: Build- und Test-Automatisierung
- Continuous Delivery und Deployment-Strategien (Blue/Green, Canary)
- GitHub Actions oder Jenkins als Pipeline-Tool
- Docker: Images bauen, Container starten, Multi-Stage Builds
- Kubernetes: Deployments, Services, ConfigMaps, Secrets
- AWS ECR, ECS und EKS im Überblick
Der Praxis-Block umfasst praktische Laborübungen und das Abschlussprojekt, das alle Kurskomponenten verbindet.
- Lab: AWS-Konto einrichten, IAM-Rollen und Policies konfigurieren
- Lab: Erste Python-Anwendung in einem Docker-Container bauen und testen
- Lab: CI/CD-Pipeline mit GitHub Actions aufsetzen — von Push bis Deploy
- Lab: Kubernetes-Cluster auf AWS EKS erstellen und Anwendung deployen
- Lab: MongoDB-Datenbank anlegen und CRUD-Operationen über Python ausführen
- Lab: IBM Cloudant als Backend-Service einbinden und Architektur analysieren
- Lab: Monitoring mit AWS CloudWatch und Alerting einrichten
- Lab: Infrastructure as Code: AWS-Ressourcen mit CloudFormation deklarieren
- Lab: Scrum-Sprint simulieren: User Stories schreiben, Sprint planen, Review durchführen
- Abschlussprojekt: Cloud-Anwendung modernisieren — User Stories, Funktionen verbessern, CI/CD-Pipeline konfigurieren, Deployment auf AWS
- Abschlussprojekt-Review: Portfolio-Präsentation und Peer-Feedback
- Prüfungsvorbereitung: Mock-Fragen für die AWS-Zertifizierungsprüfung DevOps Associate
Das Modul zu NoSQL-Datenbanken erschließt MongoDB-Prinzipien: Dokumentenstruktur, Indexierung, Aggregations-Pipelines und Replikation. IBM Cloudant wird als verteilte, cloudbasierte Datenbank eingeführt, deren Architektur und Anwendungsfälle vertieft werden.
Lernziele:
Nach Abschluss der Masterclass verstehen Teilnehmende die Grundprinzipien von Cloud Native Applications und der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) sowie deren Bedeutung für moderne Softwareentwicklung. Sie können DevOps als kulturelles und technisches Prinzip beschreiben und in Unternehmensumgebungen einführen. Sie kennen Verfahren der testgetriebenen (TDD) und verhaltensgetriebenen (BDD) Entwicklung und wenden sie an. Sie richten CI/CD-Pipelines ein und automatisieren Bau-, Test- und Deployment-Prozesse. Sie arbeiten mit agilen Methoden und Scrum: Sprint-Planung, Retrospektiven und User-Story-Erstellung. Sie verstehen Containerisierung mit Docker und Orchestrierung mit Kubernetes. Sie konfigurieren und nutzen zentrale AWS Cloud Services und Infrastruktur-as-Code-Werkzeuge. Sie richten Monitoring- und Logging-Lösungen ein und interpretieren Metriken. Sie kennen die Grundprinzipien von MongoDB und IBM Cloudant und entwerfen NoSQL-Datenmodelle. Sie entwickeln eine vollständige Cloud-Anwendung im Rahmen des Abschlussprojekts. Sie sind auf die AWS-Zertifizierungsprüfung (DevOps Associate) vorbereitet.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Masterclass richtet sich an IT-Fachkräfte, die in modernen Cloud- und DevOps-Umgebungen tätig werden oder ihre bestehenden Kenntnisse gezielt auf das AWS-Ökosystem und Cloud-native Entwicklung ausweiten möchten.
- Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler, die ihre Cloud-Kompetenz aufbauen
- Systemadministratorinnen und -administratoren, die in DevOps-Rollen wechseln möchten
- IT-Beraterinnen und -Berater, die Cloud-Transformationsprojekte begleiten
- Fachkräfte aus Management, Operations und Software QA, die technische DevOps-Aufgaben übernehmen wollen
- Bachelorstudierende oder Absolventinnen und Absolventen mit IT-Hintergrund
Grundlegende IT-Kenntnisse und IT-Terminologien werden vorausgesetzt; tiefe Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich, aber eine hohe IT-Affinität ist unbedingt notwendig. Gute Deutschkenntnisse (B2) sind für die Kursbegleitung erforderlich; gute Englischkenntnisse sind ebenfalls notwendig, da Tools, Dokumentationen und Coursera-Inhalte überwiegend auf Englisch vorliegen. Grundkenntnisse in Python sind ein Vorteil, aber nicht Pflicht.
Ablauf & Abschluss
Die Masterclass wird im kombinierten Format (Combined Learning) in Vollzeit durchgeführt. Präsenz- oder Videokonferenz-Phasen werden mit umfangreichen Labor-Einheiten auf cloudbasierten Plattformen kombiniert. Kursunterlagen und Video-Lektionen werden über Coursera bereitgestellt; Betreuer begleiten Teilnehmende bei Fragen und Vertiefungsübungen. Das Abschlussprojekt wird individuell betreut und in einer Portfolio-Präsentation vorgestellt.
Die Masterclass umfasst einen Zeitraum von mehr als drei Monaten bis zu sechs Monaten in Vollzeit. Dies entspricht einem intensiven Vollzeit-Lernpensum, das ausreichend Raum für Laborübungen, Selbststudium der Coursera-Inhalte und das Abschlussprojekt lässt. Die genaue Wochenstundenzahl variiert je nach Bildungsträger.
Teilnehmende erhalten nach Abschluss ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsträgers. Zusätzlich kann ein externes Zertifikat von Coursera erworben werden. Darüber hinaus bereitet der Kurs auf die externe Zertifizierungsprüfung von AWS (z. B. AWS Certified DevOps Engineer – Professional oder Associate-Level) vor; das AWS-Zertifikat wird nach bestandener eigenständiger Prüfung bei einem autorisierten Prüfungszentrum ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Cloud Native und DevOps gehören zu den am stärksten nachgefragten Qualifikationsprofilen in der IT-Branche. Unternehmen aller Branchen migrieren ihre Systeme in die Cloud und suchen Fachkräfte, die hybride Umgebungen, CI/CD-Prozesse und skalierbare Microservices-Architekturen beherrschen. Die Kombination aus IBM-entwickelten Inhalten, Coursera-Plattform und AWS-Zertifizierungsvorbereitung gibt dieser Masterclass eine internationale Relevanz, die weit über den deutschen Arbeitsmarkt hinausgeht. Das Abschlussprojekt liefert einen konkreten Portfolio-Beitrag: Eine modernisierte Cloud-Anwendung, eine vollständige CI/CD-Pipeline und ein dokumentiertes AWS-Deployment sind Belege, die in Vorstellungsgesprächen und bei Kundenakquise eingesetzt werden können. In Verbindung mit einem externen AWS-Zertifikat entsteht ein Profil, das auf Gehaltsverhandlungen und Karrierewechsel signifikanten Einfluss hat — DevOps Engineers und Cloud Architects gehören zu den bestbezahlten IT-Berufen. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Weitere mögliche Förderwege umfassen das Qualifizierungschancengesetz, Rehabilitationsleistungen der Deutschen Rentenversicherung sowie die Berufsförderung (BFD) der Bundeswehr, sodass die Masterclass je nach persönlicher Situation ohne oder mit stark reduzierten Eigenkosten absolviert werden kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches AWS-Zertifikat wird in dieser Masterclass vorbereitet?
Die Masterclass bereitet auf die externe Prüfung zum AWS Certified DevOps Engineer vor — je nach aktuellem AWS-Prüfungsportfolio auf Associate- oder Professional-Ebene. Das Zertifikat wird nach bestandener Prüfung bei einem von AWS autorisierten Prüfungszentrum ausgestellt und ist weltweit anerkannt. Die Prüfungsgebühren werden nicht vom Bildungsträger übernommen.
Welche Rolle spielt Coursera in diesem Kurs?
Die Kursinhalte wurden von IBM erstellt und werden über die Lernplattform Coursera bereitgestellt. Teilnehmende erhalten Zugang zu Video-Lektionen, Übungen und Labors auf Coursera und können nach Abschluss ein zusätzliches Coursera-Zertifikat erwerben. Der Bildungsträger betreut Teilnehmende parallel und stellt das trägerinterne Abschlusszertifikat aus.
Welche Programmierkenntnisse werden vorausgesetzt?
Grundlegende IT-Affinität ist Pflicht; tiefe Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Python-Grundkenntnisse sind hilfreich, da Labs und Abschlussprojekt Python einsetzen. Fehlende Python-Kenntnisse können zu Beginn durch Zusatzmaterial aufgeholt werden, sofern die IT-Affinität hoch genug ist.
Wie lange dauert die Masterclass?
Die Weiterbildung dauert mehr als drei Monate bis zu sechs Monaten in Vollzeit. Die genaue Dauer hängt vom gewählten Bildungsträger ab. Das intensive Vollzeit-Format umfasst Präsenz- oder Videokonferenz-Phasen, Labor-Einheiten auf Coursera und die selbstständige Arbeit am Abschlussprojekt.
Ist die Masterclass über einen Bildungsgutschein förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Weitere Förderwege sind das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr sowie Rehabilitationsleistungen der Deutschen Rentenversicherung. Der individuelle Anspruch sollte frühzeitig mit dem Träger und der zuständigen Behörde abgeklärt werden.
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Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Softwareentwickler/in14.177 Stellen
- DevOps Engineer6.109 Stellen
- Cloud Architect1.130 Stellen
- Cloud-Architect595 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (allgemeine Informatik)74 Stellen