Überblick
Diese Weiterbildung verbindet zwei hochrelevante Qualifikationen der modernen IT-Welt: die Microsoft-Zertifizierung zum Azure DevOps Engineer Expert (Prüfung AZ-400) und das international anerkannte PRINCE2 Foundation-Zertifikat. Wer DevOps-Prozesse technisch beherrscht und gleichzeitig strukturierte Projektmanagementmethoden versteht, ist in Unternehmen jeder Größe und Branche besonders gefragt. Der Kurs richtet sich an erfahrene IT-Fachkräfte, die auf Expert-Niveau aufsteigen und ihre Kompetenz in beiden Bereichen durch anerkannte Abschlüsse belegen möchten. Die Teilnahme erfolgt im Combined-Learning-Format, also einer Kombination aus angeleiteten Präsenz- oder Online-Phasen und selbstgesteuertem Lernen, sodass berufstätige Fachkräfte den Kurs auch neben ihrer Arbeit absolvieren können.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Azure DevOps Grundlagen und Architektur Das erste Modul legt die konzeptionelle Basis für die Arbeit mit Azure DevOps. Die Teilnehmenden verstehen, wie DevOps als Organisationsphilosophie Entwicklung, Betrieb und Qualitätssicherung zusammenführt und wie die Azure-Plattform diesen Ansatz technisch unterstützt. Es wird vermittelt, wie vorhandene Ressourcen wie Personal, Prozesse und Technologien zur Erreichung von Unternehmenszielen kombiniert werden.
- Überblick über das Azure DevOps-Ökosystem (Azure Boards, Repos, Pipelines, Test Plans, Artifacts)
- Migrationsstrategien von bestehenden On-Premises-Umgebungen in die Azure-Cloud
- Konsolidierung verteilter Entwicklungsinfrastrukturen auf eine gemeinsame Plattform
- Versionskontrolle mit Git in Azure Repos inklusive Branching-Strategien
- Verwaltung von Backlog, Sprints und Work Items in Azure Boards
- Einbindung externer Tools und Drittanbieter-Dienste über die Azure DevOps REST API
Modul 2 — Kontinuierliche Integration und Bereitstellung Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf dem Aufbau und der Pflege automatisierter Build- und Deployment-Pipelines. Die Teilnehmenden lernen, wie Codeänderungen systematisch getestet, zusammengeführt und ausgerollt werden, ohne manuelle Eingriffe. Dabei werden sowohl klassische YAML-basierte Pipelines als auch grafische Designer-Pipelines behandelt.
- Build-Pipelines mit Azure Pipelines konfigurieren und optimieren
- Release-Pipelines für Multi-Stage-Deployments in verschiedene Umgebungen einrichten
- Genehmigungsworkflows und Gates in CD-Pipelines integrieren
- Containerisierung mit Docker und Deployment-Orchestrierung mit Kubernetes (AKS)
- Blue-Green-Deployments und Canary-Releases zur Risikominimierung umsetzen
- Testautomatisierung (Unit-Tests, Integrationstests) in die Pipeline einbetten
Modul 3 — Infrastruktur als Code und Konfigurationsmanagement Moderne Cloud-Architekturen werden nicht mehr manuell konfiguriert, sondern als versionierter Code beschrieben und automatisiert bereitgestellt. Dieses Modul vermittelt die gängigsten IaC-Werkzeuge und deren Einsatz auf der Azure-Plattform. Die Teilnehmenden üben, Infrastruktur reproduzierbar, testbar und skalierbar zu definieren.
- Azure Resource Manager (ARM) Templates und Bicep für deklarative Infrastrukturprovisionierung
- Terraform als plattformübergreifendes IaC-Tool auf Azure einsetzen
- Konfigurationsmanagement mit Azure Automation und Desired State Configuration (DSC)
- Secrets-Management mit Azure Key Vault in automatisierte Workflows integrieren
- Compliance-Richtlinien und Policy-as-Code mit Azure Policy durchsetzen
- Monitoring und Logging mit Azure Monitor, Log Analytics und Application Insights aufbauen
Modul 4 — PRINCE2 Foundation: Methode, Prinzipien und Prüfung PRINCE2 (Projects IN Controlled Environments) ist eine prozessorientierte und weltweit verbreitete Projektmanagementmethode. In diesem Modul erarbeiten die Teilnehmenden das vollständige PRINCE2-Framework: seine sieben Prinzipien, sieben Themen und sieben Prozesse sowie die spezifischen Rollen und Verantwortlichkeiten im Projektmanagementteam.
- Die sieben PRINCE2-Prinzipien und ihre Bedeutung für jedes Projektstadium
- Business Case als zentrales Steuerungselement über den gesamten Projektlebenszyklus
- PRINCE2-Organisationsstruktur: Projektbeirat, Projektleitung, Projektmanager und Teams
- Produktorientierte Planung und produktbasierte Planungstechnik
- Phasengliederung, Toleranzmanagement und Abnahmen
- Vorbereitung und Strategien für die PRINCE2 Foundation-Zertifizierungsprüfung (Axelos)
Praxisblock — Übungen, Fallstudien und Prüfungssimulationen Die erlernten Konzepte aus beiden Themenbereichen werden in praxisnahen Übungen verankert. Azure DevOps-Pipelines werden von Grund auf aufgebaut, PRINCE2-Szenarien in Fallstudien durchgearbeitet und Prüfungsfragen in Simulationsumgebungen geübt.
- Einrichten einer vollständigen CI/CD-Pipeline für eine Beispielanwendung
- Konfiguration von Azure Artifacts für internes Paketmanagement
- Durchführung eines vollständigen IaC-Deployments mit Terraform auf Azure
- Analyse von Compliance-Verstößen und deren Behebung in einer Testumgebung
- Rollenspiel: PRINCE2-Projektteam aufstellen und erste Projektphasendokumente erstellen
- Prüfungssimulation AZ-400: Übungsaufgaben zu allen Prüfungsdomänen
- Prüfungssimulation PRINCE2 Foundation: Multiple-Choice-Fragen nach Axelos-Muster
- Auswertung und Besprechung der Simulationsergebnisse mit gezieltem Feedback
- Erarbeitung eines persönlichen Lernplans für verbleibende Wissenslücken
- Vorbereitung auf das Beratungsgespräch und individuelle Karriereplanung
- Überarbeitung von Bewerbungsunterlagen mit Blick auf neue Qualifikationen
- Abschlussgespräch zur Reflexion des Lernfortschritts und nächster Schritte
Mit dem Abschluss beider Module sind die Teilnehmenden bereit, unmittelbar in Projekten als Azure DevOps Engineers und als PRINCE2-qualifizierte Projektbeteiligte tätig zu werden. Die Praxisaufgaben sind so gestaltet, dass typische Aufgabenstellungen aus dem Berufsalltag von IT-Fachkräften realistisch abgebildet werden.
Lernziele:
- Azure DevOps-Lösungen konzipieren, implementieren und kontinuierlich verbessern
- Strategien für kontinuierliche Integration (CI), kontinuierliche Bereitstellung (CD) und kontinuierliche Tests entwickeln
- Abhängigkeitsmanagement in modernen Softwareprojekten einrichten und steuern
- Versionskontrollsysteme auf Basis von Azure-Technologien implementieren und administrieren
- Infrastruktur als Code (IaC) mit gängigen Azure-Tools umsetzen
- Konfigurationsmanagement und Automatisierung in Cloud-Umgebungen gestalten
- Compliance-Anforderungen in DevOps-Pipelines verankern und überwachen
- Feedback- und Monitoring-Prozesse für laufende Anwendungen einrichten
- Die PRINCE2-Methode und ihr vollständiges Vokabular korrekt anwenden
- Projekte nach PRINCE2 mit Business Case, Phasenplanung und Organisationsstruktur aufsetzen
- PRINCE2 an unterschiedliche Projektarten und Unternehmensumgebungen skalieren und anpassen
- Beide Zertifizierungsprüfungen (AZ-400 und PRINCE2 Foundation by Axelos) erfolgreich bestehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an IT-Fachkräfte mit soliden Azure-Kenntnissen, die eine anerkannte Expert-Zertifizierung anstreben und gleichzeitig ihre Projektmanagementkompetenz international zertifizieren möchten.
- Erfahrene Cloud-Administratoren mit mindestens Associate-Zertifizierung (z. B. AZ-104 oder AZ-204)
- Softwareentwickler und Platform Engineers, die in DevOps-Rollen wechseln oder aufsteigen wollen
- IT-Projektleiter und technische Führungskräfte, die methodische Projektmanagementqualifikationen ergänzen wollen
- Fachkräfte in Digitalisierungs- und Transformationsprojekten, die interdisziplinäre Kompetenzen benötigen
- Personen, die eine umfassende Umschulung oder Weiterqualifizierung mit international anerkannten Abschlüssen anstreben
Die Zielprüfung AZ-400 setzt laut Microsoft voraus, dass Kandidatinnen und Kandidaten entweder die Prüfung AZ-104 (Azure Administrator Associate) oder AZ-204 (Azure Developer Associate) bestanden haben. Wer keine dieser Vorzertifizierungen mitbringt, sollte über gleichwertige praktische Berufserfahrung mit der Azure-Plattform verfügen. Grundlegende Kenntnisse agiler Entwicklungsansätze und der Einsatz von Versionskontrollsystemen werden vorausgesetzt. Vor Beginn der Weiterbildung findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem ein auf den Kenntnisstand abgestimmter Lernplan erstellt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das angeleitete Lernphasen mit Online-Seminaren oder Präsenzterminen sowie selbstgesteuerte Selbstlernphasen kombiniert. Für die AZ-400-Vorbereitung werden Hands-on-Labs auf realen Azure-Sandboxumgebungen eingesetzt. PRINCE2-Inhalte werden durch Szenarien, Rollenspiele und Prüfungssimulationen vermittelt. Der Kurs ist überwiegend als Vollzeitkurs angelegt, einzelne Anbieter ermöglichen auch Teilzeitvarianten. Vor dem Start erstellt die Bildungseinrichtung einen individuellen Lernplan, der die Vorkenntnisse und beruflichen Ziele der Teilnehmenden berücksichtigt.
Die Gesamtdauer liegt typischerweise zwischen einer Woche und einem Monat, abhängig von der jeweiligen Durchführungsvariante und den Vorkenntnissen der Teilnehmenden. Vollzeit-Varianten sind intensiver und kürzer; für Berufstätige, die den Kurs parallel zum Arbeitsleben absolvieren, sind Teilzeitvarianten mit entsprechend längerer Gesamtlaufzeit verfügbar.
Mit Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein Lehrgangszertifikat. Darüber hinaus werden sie auf die beiden externen Zertifizierungsprüfungen vorbereitet: die Microsoft-Zertifizierungsprüfung AZ-400 (Microsoft Certified: Azure DevOps Engineer Expert) und die PRINCE2 Foundation-Prüfung des Herausgebers Axelos. Beide Prüfungen werden von unabhängigen Stellen abgenommen. Nach bestandenen Prüfungen halten die Teilnehmenden international anerkannte Herstellerzertifikate in den Händen, die am Arbeitsmarkt hohes Ansehen genießen.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus Azure DevOps und PRINCE2 deckt zwei komplementäre Kompetenzbereiche ab, die am Markt häufig gemeinsam gesucht werden. Wer technische Pipelines aufbauen und gleichzeitig Projekte methodisch steuern kann, besetzt eine Schnittstellenrolle, die in digitalisierten Unternehmen zunehmend strategisch wichtig ist. Die beiden international anerkannten Zertifikate bieten klare Nachweise dieser Doppelkompetenz — gegenüber Arbeitgebern ebenso wie bei der eigenständigen Positionierung auf dem Arbeitsmarkt. Eine AZAV-Zertifizierung des Bildungsträgers ermöglicht in vielen Fällen die Förderung durch einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter. Darüber hinaus können je nach individueller Situation weitere Fördermöglichkeiten in Frage kommen: das Qualifizierungschancengesetz (für Beschäftigte, auch in Kurzarbeit oder Transfergesellschaften), die Berufsförderung (BFD) der Bundeswehr, Leistungen zur beruflichen Rehabilitation sowie Förderangebote der Deutschen Rentenversicherung. Der Abschluss öffnet Türen zu Positionen wie Azure DevOps Engineer Expert, Platform Engineer oder DevOps Lead. Gleichzeitig qualifizieren die PRINCE2-Kenntnisse für Aufgaben in Projektmanagement-Offices, als Junior oder Senior Project Manager oder als technischer Projektleiter. Wer diese Weiterbildung erfolgreich absolviert, ist sowohl für technisch geprägte Stellen als auch für koordinierende Rollen in der Schnittstelle zwischen Entwicklung und Unternehmensführung gerüstet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Für die AZ-400-Zertifizierung empfiehlt Microsoft eine vorhandene Associate-Zertifizierung (AZ-104 oder AZ-204) oder gleichwertige Azure-Berufserfahrung. Kenntnisse agiler Entwicklungsansätze und Versionskontrolle sind ebenfalls wichtig. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, in dem ein individueller Lernplan erstellt wird.
Welche Zertifikate erhalte ich nach dem Kurs?
Sie erhalten ein trägerinternes Lehrgangszertifikat sowie die Vorbereitung auf zwei externe Prüfungen: die Microsoft-Zertifizierungsprüfung AZ-400 (Azure DevOps Engineer Expert) und die PRINCE2 Foundation-Prüfung von Axelos. Nach Bestehen dieser Prüfungen halten Sie international anerkannte Herstellerzertifikate.
Kann dieser Kurs mit einem Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist die Förderung über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder eines Jobcenters in der Regel möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung können je nach Situation greifen.
Ist der Kurs in Vollzeit oder Teilzeit durchführbar?
Die meisten Anbieter führen diesen Kurs in Vollzeit durch, bieten aber auf Anfrage auch Teilzeitvarianten an. Die Gesamtdauer liegt je nach Format zwischen einer Woche und einem Monat. Ein individueller Lernplan wird vor Kursbeginn gemeinsam abgestimmt.
Für welche Berufsbilder qualifiziert mich dieser Kurs?
Der Kurs qualifiziert für Positionen wie Azure DevOps Engineer Expert, Platform Engineer und DevOps Lead sowie für koordinierende Rollen wie IT-Projektleiter oder Engineering Manager Cloud. Die Kombination aus technischer und methodischer Qualifikation ist am Markt besonders gefragt.
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