Überblick
Der Kurs MOC 20487 Developing Microsoft Azure and Web Services vermittelt Softwareentwicklern die Fähigkeiten, moderne webbasierte Dienste und datenzentrierte Anwendungen auf der Microsoft-Azure-Plattform zu entwerfen, zu implementieren und zu betreiben. Im Mittelpunkt stehen das Entwerfen von HTTP-Diensten mit ASP.NET Core, der Datenzugriff über Entity Framework Core sowie die Bereitstellung und Verwaltung von Diensten sowohl in lokalen Rechenzentren als auch in der Microsoft-Azure-Cloud. Der Kurs deckt außerdem Authentifizierungs- und Autorisierungskonzepte mit Azure Active Directory ab und bereitet die Teilnehmenden darauf vor, skalierbare, sichere und überwachbare Cloud-Anwendungen zu entwickeln. Der Kurs schließt mit einem international anerkannten Herstellerzertifikat sowie dem Lehrgangszertifikat von New Horizons.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt die konzeptionellen Grundlagen für die serviceorientierte Entwicklung unter .NET. Teilnehmer erarbeiten ein Verständnis für verschiedene Dienstarchitekturen, Datenmodelle und das Zusammenspiel von Frontend- und Backend-Schichten in modernen Unternehmensanwendungen.
- Überblick über die .NET-Plattform und relevante Bibliotheken
- Grundkonzepte von REST und HTTP-basierter Dienstentwicklung
- Datenzugriffsstrategien: ORM, direkte Abfragen und hybride Ansätze
- Einführung in Entity Framework Core und Code-First-Migrationen
- Datenmodellierung und Beziehungen in relationalen Datenbanken
Das zweite Modul behandelt den Aufbau von Web-APIs mit ASP.NET Core als zentrales Entwicklungshandwerk. Vom Entwurf der Controller-Struktur über Routing und Middleware bis hin zur Erweiterung durch Filter und benutzerdefinierte Middleware-Komponenten lernen die Teilnehmenden, vollständige und wartbare APIs zu erstellen.
- Erstellen von Web-APIs mit ASP.NET Core MVC
- Routing, Controller und Action-Methoden
- Dependency Injection und Middleware-Pipeline
- Validierung von Eingabedaten und Fehlerbehandlung
- Erweiterung von APIs mit Filtern, Caching und Formatierungsoptionen
Das dritte Modul widmet sich der Datenspeicherung in der Cloud sowie der sicheren Authentifizierung und Autorisierung. Azure bietet verschiedene Datendienste für unterschiedliche Anforderungen; deren richtige Auswahl und Konfiguration ist entscheidend für Leistung und Zuverlässigkeit von Cloud-Anwendungen.
- Azure Storage, Azure SQL Database und Cosmos DB im Vergleich
- Implementierung von Caching-Strategien mit Redis Cache
- Anspruchsbasierte Authentifizierung und Token-Modelle
- Azure Active Directory und OAuth 2.0 / OpenID Connect
- Verwaltung von Identitäten und Zugriffsberechtigungen in Azure
Das vierte Modul behandelt die Bereitstellung, Überwachung und Skalierung von Diensten. Cloud-native Anwendungen erfordern automatisierte Deployment-Pipelines, lückenlose Protokollierung und Mechanismen für horizontale und vertikale Skalierung.
- Deployment-Optionen: Azure App Service, Azure Functions und Container
- Konfiguration von CI/CD-Pipelines mit Azure DevOps (Grundriss)
- Anwendungsüberwachung mit Azure Monitor und Application Insights
- Protokollierung und Fehlerdiagnose in verteilten Systemen
- Skalierungsstrategien für HTTP-Dienste und Worker-Prozesse
Praktische Übungen und Laborumgebungen Die praktischen Übungen umfassen realistische Szenarien aus dem Entwickleralltag und werden in einer vollständig konfigurierten Laborumgebung mit Visual Studio 2017 und Azure-Zugang durchgeführt.
- Aufbau einer vollständigen Web-API mit Entity Framework Core
- Datenbankmigrationen und Seed-Daten in Code-First-Projekten
- Integration einer Azure SQL Database in eine ASP.NET-Core-Anwendung
- Aufbau eines rollenbasierten Autorisierungssystems mit Azure AD
- Implementierung von Caching für eine datenintensive API
- Deployment einer Web-API in Azure App Service
- Konfiguration von Application-Insights-Telemetrie
- Fehlersuche und Remote-Debugging in Azure-Anwendungen
- Aufbau einer einfachen Azure Function als serverlosen Dienst
- Testen und Dokumentieren von APIs mit Swagger/OpenAPI
- Implementierung von Rate Limiting und API-Management-Grundlagen
- Analyse von Skalierungsengpässen in simulierten Lastszenarien
Alle Übungen erfolgen in strukturierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen, deren Musterlösungen im Anschluss gemeinsam besprochen werden. Die Trainingsumgebung entspricht Industriestandards, sodass die erworbenen Kenntnisse direkt in produktiven Projekten eingesetzt werden können.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses beherrschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Entwicklungsaufgaben selbstständig.
- die Grundkonzepte der Dienstentwicklung und Datenzugriffsstrategien unter der .NET-Plattform zu erklären
- die Cloud-Plattform Microsoft Azure und ihre Rechen-, Daten- und Anwendungshosting-Angebote zu beschreiben
- datenzentrierte Anwendungen mit Visual Studio 2017 und Entity Framework Core zu entwerfen und zu entwickeln
- HTTP-Dienste mit ASP.NET Core zu entwerfen, zu implementieren und zu konsumieren
- HTTP-Dienste mit fortgeschrittenen ASP.NET-Core-Funktionen zu erweitern
- Dienste sowohl lokal als auch in Microsoft Azure bereitzustellen und zu hosten
- Dienste in lokalen und Cloud-Umgebungen bereitzustellen und ihre Schnittstellen und Richtlinien zu verwalten
- geeignete Datenspeicherlösungen auszuwählen sowie Daten zu cachen, zu verteilen und zu synchronisieren
- Dienste zu überwachen, Protokolle auszuwerten und Fehler zu beheben
- anspruchsbasierte Identitätskonzepte zu beschreiben und Authentifizierung sowie Autorisierung mit Azure Active Directory zu implementieren
- skalierbare Dienstanwendungen zu erstellen und deren Performance zu optimieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an erfahrene Softwareentwickler und Entwicklerinnen, die ihre Backend-Entwicklungskompetenzen auf die Azure-Cloud und moderne .NET-Dienste ausweiten möchten.
- .NET-Entwickler, die ASP.NET Core und Azure-Dienste in der Tiefe erlernen möchten
- Softwareentwickler in Unternehmen, die bestehende Anwendungen in die Cloud migrieren
- Webentwickler mit Fokus auf Backend-Services und API-Design
- Cloud-Architekten, die praktische Entwicklungskompetenzen aufbauen möchten
- Azure-Entwickler, die das offizielle MOC-20487-Curriculum durchlaufen wollen
Teilnehmende sollten praktische Kenntnisse der C#-Programmierung und der objektorientierten Programmierung mitbringen. Grundkenntnisse in HTML und HTTP sowie Erfahrung mit Visual Studio sind hilfreich. Ein Verständnis von relationalen Datenbanken und SQL wird vorausgesetzt. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, um den Wissensstand zu erfassen und den Lernplan entsprechend anzupassen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined Learning Format angeboten, das instrukteurgeführte Einheiten mit umfangreichen Laborphasen verbindet. Online-Seminar-Varianten ermöglichen die ortsunabhängige Teilnahme. Die Methodik setzt auf häufigen Wechsel zwischen Theorievermittlung, Live-Demonstrationen durch den Trainer und eigenständig durchgeführten Codierungsübungen. Fragen aus der Praxis der Teilnehmenden werden aktiv in die Diskussion eingebunden.
Die Vollzeitvariante dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat; in Teilzeit kann sich der Kurs auf bis zu drei Monate erstrecken. Die genaue Dauer wird im Beratungsgespräch auf Basis der Lernziele und Verfügbarkeit festgelegt. Der Kurs umfasst sowohl Theorieblöcke als auch umfangreiche Praxisanteile in der Laborumgebung.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie das Lehrgangszertifikat von New Horizons. Das Herstellerzertifikat dokumentiert die erworbenen Kompetenzen in der Entwicklung von Azure- und Web-Diensten mit dem Microsoft-Technologie-Stack und ist ein anerkannter Nachweis im Bewerbungsprozess und für weiterführende Azure-Zertifizierungen.
Nutzen & Perspektiven
Die Nachfrage nach Entwicklerinnen und Entwicklern, die Cloud-native Dienste mit dem Microsoft-Ökosystem bauen können, ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Wer ASP.NET Core, Entity Framework Core und Azure-Dienste professionell einsetzen kann, ist in der Lage, moderne, skalierbare Backend-Systeme vom Entwurf bis zur Produktion zu verantworten — eine Kompetenz, die in DevOps-Teams, Softwareagenturen und Unternehmen jeder Größe gefragt ist. Die Kombination aus methodisch fundierter Kursstruktur und praxisorientierten Laborübungen stellt sicher, dass die Teilnehmenden das Erlernte unmittelbar in eigene Projekte übertragen können. Das Zertifikat von New Horizons und das Herstellerzertifikat belegen die erworbenen Kompetenzen gegenüber Arbeitgebern und erleichtern die Positionierung als qualifizierter .NET-Cloud-Entwickler auf dem Arbeitsmarkt. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann diese Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung können je nach persönlicher Situation zutreffen. Ein individuelles Beratungsgespräch hilft, die geeignete Förderoption zu identifizieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Programmiersprachen werden in diesem Kurs verwendet?
Der Kurs nutzt primär C# und das .NET-Ökosystem, insbesondere ASP.NET Core und Entity Framework Core. Alle Übungen werden in Visual Studio 2017 durchgeführt. Grundkenntnisse in C# sind Voraussetzung; HTML- und HTTP-Kenntnisse sind hilfreich.
Benötige ich einen eigenen Azure-Account?
Für die Laborübungen wird eine vorkonfigurierte Azure-Testumgebung bereitgestellt. Ein eigener Azure-Account ist nicht zwingend erforderlich, aber es empfiehlt sich, nach dem Kurs eigene Versuche in einem kostengünstigen Azure-Testaccount weiterzuführen.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Absolventen erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie das Lehrgangszertifikat von New Horizons. Das Zertifikat bestätigt die Kompetenzen in der Entwicklung von Azure- und Web-Diensten mit dem Microsoft-Technologie-Stack.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Rehabilitationsleistungen können zutreffen. Ein Beratungsgespräch klärt die passende Option.
Für welche Azure-Zertifizierungen ist dieser Kurs eine gute Vorbereitung?
Der Kurs deckt Inhalte ab, die für die Zertifizierung als Azure Developer Associate (AZ-204) relevant sind. Er bietet eine solide praktische Basis, die durch gezielte Prüfungsvorbereitung für weiterführende Microsoft-Zertifizierungen ergänzt werden kann.
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