Überblick
Der Kurs MOC 20741 Networking with Windows Server 2016 vermittelt die grundlegenden und fortgeschrittenen Netzwerkkompetenzen, die Administratoren benötigen, um Windows-Server-2016-Umgebungen professionell bereitzustellen, zu betreiben und abzusichern. Von der Planung eines IPv4- und IPv6-Netzwerks über die Konfiguration von DHCP und DNS bis hin zum Aufbau sicherer Remotezugriffslösungen mit DirectAccess und VPN deckt die Weiterbildung das gesamte Spektrum moderner Windows-Netzwerkinfrastrukturen ab. Abgerundet wird das Programm durch Einführungen in IP-Adressmanagement (IPAM) und Software Defined Networking (SDN), die den Übergang in softwaredefinierte Rechenzentrumsarchitekturen vorbereiten. Der Kurs wird von erfahrenen Microsoft-Trainern durchgeführt und schließt mit einem international anerkannten Herstellerzertifikat sowie einem Lehrgangszertifikat von New Horizons ab.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Themenfeld deckt die Grundlagen der IP-Netzwerke unter Windows Server 2016 ab. Hier erarbeiten die Teilnehmer ein solides Verständnis der IPv4-Adressierung, Subnetting-Methoden und der Routinggrundlagen, die im Windows-Server-Umfeld relevant sind. Auf dieser Basis werden Planungsszenarien für mittelständische und große Unternehmensnetze durchgespielt.
- Planung und Implementierung eines IPv4-Netzwerks
- Subnetzkalkulation und VLSM-Verfahren
- Statisches und dynamisches Routing unter Windows Server 2016
- Konfiguration von Routing und Remote Access Service (RRAS)
- Paketanalyse mit Windows-Bordmitteln
Das zweite Modul behandelt die dynamische Adressvergabe und Namensauflösung als Kerndienste jeder Windows-Infrastruktur. DHCP-Hochverfügbarkeit mit Failover-Partnerschaften und die mehrstufige DNS-Zonenplanung stehen im Mittelpunkt praktischer Übungsszenarien.
- Installation und Konfiguration des DHCP-Servers
- Verwalten von DHCP-Bereichen, Reservierungen und Optionen
- DHCP-Failover und -Filterregeln
- Primäre, sekundäre und Stub-Zonen in DNS
- Conditional Forwarding und DNS-Richtlinien
Das dritte Modul widmet sich IPv6 und dem IP-Adressmanagement. Die Teilnehmer lernen, IPv6-Adressen korrekt zu vergeben, Transitionsmechanismen wie ISATAP und Teredo zu konfigurieren und IPAM für eine zentrale Sicht auf alle Netzwerkdienste zu nutzen.
- Stateless und stateful IPv6-Autokonfiguration
- IPv6-Transitionstechnologien im Überblick
- Einführung in Windows Server IPAM
- IPAM-Verwaltungsaufgaben und Berichterstattung
- Integration von IPAM mit DHCP und DNS
Das vierte Modul umfasst Remotezugriff, Zweigstellenvernetzung und Software Defined Networking. DirectAccess ermöglicht transparente, immer verfügbare Verbindungen für Domänenmitglieder, während VPN-Lösungen für heterogene Geräteumgebungen behandelt werden.
- Planung und Implementierung von DirectAccess
- VPN-Protokolle: SSTP, IKEv2, L2TP/IPsec und PPTP
- Implementierung von Netzwerken für Zweigstellen mit BranchCache
- Hyper-V-Netzwerkvirtualisierung und SDN-Grundlagen
- Network Controller und virtuelle Netzwerke in Windows Server 2016
Praktische Übungen und Szenarien Begleitend zu den theoretischen Einheiten durchlaufen die Teilnehmer realitätsnahe Laborübungen, die typische Aufgaben aus dem Administrators-Alltag abbilden.
- Einrichten eines zweistufigen DHCP-Failover-Szenarios
- Aufbau einer DNS-Hierarchie mit delegierten Zonen
- Konfiguration eines DirectAccess-Servers und Testanbindung eines Remote-Clients
- Aufbau einer VPN-Verbindung mit IKEv2 und Zertifikatsauthentifizierung
- Aktivierung und Konfiguration von BranchCache im Hosted-Cache-Modus
- NIC-Teaming für erhöhte Bandbreite und Ausfallsicherheit
- Implementierung von QoS-Richtlinien für priorisierte Datenübertragung
- IPAM-Konfiguration und zentrale Adressverwaltung
- Einrichtung eines Network Controller-Clusters in einer Testumgebung
- Diagnose von DNS-Auflösungsfehlern mit Nslookup und Resolve-DnsName
- Analyse von DHCP-Lease-Daten und Identifikation von Adresskonflikten
- Erstellung von IPAM-Berichten und Nutzungsauswertungen
Die Übungen werden in einer virtuellen Lab-Umgebung durchgeführt, sodass Fehlerszenarien risikofrei simuliert und behoben werden können. Alle Konfigurationsschritte werden sowohl über die grafische Benutzeroberfläche als auch über PowerShell umgesetzt, um ein fundiertes Verständnis beider Verwaltungswege zu gewährleisten.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Kompetenzen selbstständig einsetzen.
- ein vollständiges IPv4-Netzwerk zu planen, zu implementieren und zu dokumentieren
- einen DHCP-Server unter Windows Server 2016 bereitzustellen und zu verwalten
- IPv6-Adressierung zu konfigurieren und IPv6-Transitszenarien zu beherrschen
- einen DNS-Server zu installieren, Zonen einzurichten und Namensauflösungsprobleme zu beheben
- IPAM-Lösungen für die zentrale Verwaltung von IP-Adressen und DNS/DHCP-Daten einzusetzen
- Remotezugriffslösungen zu planen und zu implementieren, einschließlich VPN und DirectAccess
- Netzwerke für Zweigstellen mit BranchCache und anderen Technologien zu optimieren
- erweiterte Netzwerkfunktionen wie NIC-Teaming und Quality of Service zu konfigurieren
- Software Defined Networking-Konzepte und die Hyper-V-Netzwerkvirtualisierung zu erläutern
- Netzwerkprobleme methodisch zu diagnostizieren und zu beheben
- die Netzwerksicherheit durch geeignete Filterregeln und Zugriffsrichtlinien zu erhöhen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Profis, die in Windows-Server-2016-Umgebungen tätig sind oder diese Umgebungen planen und erweitern möchten.
- Netzwerkadministratoren und Systemadministratoren mit Netzwerkverantwortung
- Windows Server Administratoren, die ihre Netzwerkkompetenz vertiefen möchten
- IT-Consultants, die Kundenprojekte mit Windows-Server-2016-Infrastruktur betreuen
- Infrastrukturingenieure in Migrationsprojekten von älteren Server-Versionen
- IT-Fachkräfte, die sich auf die Microsoft-MCSA-Zertifizierung vorbereiten möchten
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten über praktische Erfahrung mit Windows Server in einer Unternehmensumgebung verfügen und grundlegende Netzwerkkenntnisse besitzen, also Kenntnisse von TCP/IP, dem OSI-Schichtenmodell und gängigen Netzwerkdiensten. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem ein auf die persönlichen Vorkenntnisse und Ziele zugeschnittener Lernplan erstellt wird. Kenntnisse entsprechend dem MOC 20740 oder vergleichbare Praxiserfahrung werden empfohlen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend im Combined Learning Format angeboten, das Präsenz- und Online-Elemente kombiniert, ergänzt durch reine Online-Seminar-Varianten. Vollzeitveranstaltungen bieten eine intensive und kompakte Vermittlung aller Themen, während Teilzeitvarianten die Vereinbarkeit mit einer bestehenden Berufstätigkeit sicherstellen. Die Trainingseinheiten wechseln zwischen Instrukteur-geführten Vorträgen, Demonstrationen und eigenständig durchgeführten Laborübungen in virtuellen Windows-Server-2016-Umgebungen. Zu jeder Übungsaufgabe erhalten die Teilnehmer detaillierte Anleitungen sowie Musterlösungen, um den Lernerfolg nachhaltig zu sichern.
Die Standardvariante des Kurses erstreckt sich über mehr als eine Woche bis zu einem Monat, je nach gewählter Durchführungsform und Lernintensität. In Teilzeitvarianten kann die Kursphase auf bis zu drei Monate ausgedehnt werden, um Berufstätigen eine komfortable Lerngeschwindigkeit zu ermöglichen. Der genaue Stundenumfang hängt vom individuellen Lernplan und der gewählten Variante ab; ein Beratungsgespräch klärt alle Optionen vor Anmeldung.
Alle Teilnehmenden erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie das Lehrgangszertifikat von New Horizons. Das Herstellerzertifikat bestätigt die erworbenen Kompetenzen im Bereich Windows-Server-2016-Networking und kann als Nachweis gegenüber Arbeitgebern und bei weiteren Microsoft-Zertifizierungsprogrammen (MCSA: Windows Server 2016) eingesetzt werden. Das Zertifikat wird auf der Grundlage aktiver Kursteilnahme und absolvierter Laborübungen ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Die Beherrschung von Windows-Server-2016-Netzwerkdiensten ist eine zentrale Anforderung in modernen IT-Abteilungen. Wer DHCP, DNS, IPAM, DirectAccess und VPN professionell konfigurieren und warten kann, sichert nicht nur die Verfügbarkeit kritischer Infrastruktur, sondern schafft auch die Voraussetzung für hybride Cloud-Architekturen. Die Kenntnisse aus diesem Kurs sind direkt in produktiven Umgebungen einsetzbar und ermöglichen es, komplexe Netzwerkprobleme eigenständig zu diagnostizieren und zu lösen. Das erworbene Zertifikat stärkt das Qualifikationsprofil und erleichtert den Einstieg in anspruchsvollere Positionen in der Netzwerk- und Systemadministration. In einem Arbeitsmarkt, der qualifizierte Windows-Administratoren mit Netzwerkexpertise nachfragt, ist eine dokumentierte Herstellerzertifizierung ein bedeutsamer Wettbewerbsvorteil. Zudem bildet der Kursabschluss eine solide Basis für weiterführende Microsoft-Zertifizierungen im Bereich Cloud und Sicherheit. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann diese Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Darüber hinaus kommen je nach persönlicher Situation das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Rehabilitation), die Berufsförderung der Bundeswehr oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung als Finanzierungswege in Betracht. Ein Beratungsgespräch mit dem Bildungsträger klärt die jeweils passende Option.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse sind für diesen Kurs erforderlich?
Grundlegende Kenntnisse von Windows Server-Umgebungen und TCP/IP-Netzwerken werden erwartet. Kenntnisse entsprechend dem MOC 20740 oder vergleichbare Berufserfahrung sind hilfreich. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, um den individuellen Kenntnisstand zu besprechen.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Absolventen erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie das Lehrgangszertifikat von New Horizons. Das Herstellerzertifikat kann als Nachweis für Arbeitgeber und bei weiterführenden Microsoft-Zertifizierungsprogrammen genutzt werden.
Kann dieser Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Rehabilitationsleistungen können in Frage kommen. Ein Beratungsgespräch klärt die individuell passende Option.
In welchem Format wird der Kurs angeboten?
Der Kurs ist als Combined Learning (Präsenz- und Online-Anteile kombiniert) sowie als reines Online-Seminar verfügbar. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitvarianten stehen zur Auswahl, um unterschiedlichen Lebens- und Berufssituationen gerecht zu werden.
Wie lange dauert der Kurs?
In der Vollzeitvariante erstreckt sich der Kurs über mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Teilzeitmodelle können auf bis zu drei Monate ausgedehnt werden. Der individuelle Lernplan wird im Beratungsgespräch festgelegt.
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