Überblick
Der Kurs MOC 20745 „Implementing a Software-Defined DataCenter" vermittelt das Wissen und die praktischen Fertigkeiten, die benötigt werden, um eine vollständige Virtualisierungsinfrastruktur in einem softwaredefinierten Rechenzentrum (SDDC) aufzubauen und zu betreiben. Im Mittelpunkt steht Microsoft System Center 2016 Virtual Machine Manager (VMM) als zentrales Verwaltungswerkzeug. Ergänzend werden Microsoft System Center Operations Manager für die Überwachung und Microsoft System Center Data Protection Manager für den Datenschutz behandelt. Der Kurs ist als Legacy-Kurs eingestuft und richtet sich an Fachkräfte, die in Umgebungen mit System Center 2016 und Windows Server 2016 arbeiten. Er deckt alle wesentlichen Aspekte ab — von der Hyper-V-Installation über die Verwaltung von Speicher- und Netzwerkfabrics bis hin zur Hochverfügbarkeit und Katastrophenwiederherstellung mit Hyper-V Replica und Azure Site Recovery.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen der Virtualisierung und Hyper-V-Installation Das erste Modul schafft das konzeptuelle Fundament für softwaredefiniierte Rechenzentren. Die Teilnehmenden verstehen die Grundprinzipien der Virtualisierung, lernen die Microsoft-Virtualisierungsarchitektur kennen und installieren sowie konfigurieren Hyper-V auf Windows Server 2016. Dabei werden sowohl Basis-Features als auch erweiterte Optionen wie Livemigration und Hyper-V-Cluster behandelt.
- Grundkonzepte und Vorteile des softwaredefinierten Rechenzentrums
- Hyper-V-Architektur: Partitionen, Hypervisor, VMs
- Installation und Konfiguration von Hyper-V auf Windows Server 2016
- Erstellen und Verwalten virtueller Maschinen in Hyper-V
- Livemigration und Hochverfügbarkeit mit Failover Clustering
- Hyper-V-Replikation als lokale Notfalllösung
Modul 2 — System Center 2016 Virtual Machine Manager Virtual Machine Manager ist das Herzstück des SDDC-Managements. Dieses Modul deckt die vollständige Installation und Konfiguration von VMM ab und zeigt, wie Hosts, Cluster und Workloads zentral verwaltet werden. Besonderes Gewicht liegt auf dem Fabric-Management für Compute, Storage und Netzwerk.
- Installation und Konfiguration von System Center 2016 VMM
- Hinzufügen und Verwalten von Hyper-V-Hosts und -Clustern
- VMM-Bibliothek und Bibliotheksobjekte (Templates, Profiles, ISOs)
- Fabric-Management für Compute-Ressourcen
- Clouds in VMM anlegen und Self-Service-Portale konfigurieren
- Service-Templates und Dienste in VMM bereitstellen
Modul 3 — Speicher- und Netzwerkfabric-Management Softwaredefinierten Rechenzentren liegt eine flexible Abstraktion physischer Infrastruktur zugrunde. Dieses Modul zeigt, wie Speicher-Fabrics (SAN, SMB, lokale Speicher) in VMM integriert werden und wie Software-Defined-Networking-Konzepte mit virtuellen Switches und Netzwerkcontrollern umgesetzt werden.
- Speicher-Fabrics in VMM integrieren (SAN, iSCSI, SMB 3.0)
- Logische Netzwerke und VM-Netzwerke in VMM konfigurieren
- Virtuelle Switches und Netzwerk-QoS verwalten
- Software-Defined-Networking mit Netzwerkcontroller
- Fabric-Updates planen und durchführen
- Hochverfügbarkeits-Szenarien für Speicher und Netzwerk
Modul 4 — Überwachung, Schutz und Disaster Recovery Der produktive Betrieb eines Rechenzentrums erfordert kontinuierliche Überwachung und robuste Sicherungsstrategien. Dieses Modul behandelt System Center Operations Manager für das Monitoring, Hyper-V Replica und Azure Site Recovery für Hochverfügbarkeit sowie Data Protection Manager für Backup und Wiederherstellung.
- System Center Operations Manager installieren und konfigurieren
- Virtualisierungsinfrastruktur mit SCOM überwachen und Alerts definieren
- Microsoft Hyper-V Replica einrichten und verwalten
- Azure Site Recovery für hybride Disaster-Recovery-Szenarien
- Data Protection Manager — Backup-Strategien und Recovery-Szenarien
- Testwiederherstellungen durchführen und validieren
Hands-on-Übungen im Überblick Alle theoretischen Inhalte werden durch ausgedehnte Hands-on-Labs gefestigt, in denen die Teilnehmenden mit realen Microsoft-Produkten arbeiten.
- Hyper-V auf Windows Server 2016 installieren und eine erste VM anlegen
- System Center 2016 VMM auf einem dedizierten Server installieren
- Hyper-V-Hosts und -Cluster in VMM integrieren
- Eine VMM-Bibliothek aufbauen und VM-Templates erstellen
- Ein logisches Netzwerk und VM-Netzwerke in VMM konfigurieren
- Einen Speicher-Fabric (SMB oder iSCSI) in VMM integrieren
- Eine Private Cloud in VMM definieren und Self-Service-Rollen vergeben
- Service-Templates erstellen und einen Dienst bereitstellen
- System Center Operations Manager mit VMM verknüpfen
- Monitoring-Regeln und Alerts für Hyper-V-Hosts konfigurieren
- Hyper-V Replica zwischen zwei Hosts einrichten und testen
- Data Protection Manager für Backup einer VM konfigurieren und eine Wiederherstellung durchführen
Die Hands-on-Erfahrung in realen Microsoft-Produkten ist entscheidend für den beruflichen Einsatz. Teilnehmende verlassen den Kurs mit nachgewiesenem, praxiserprobtem Know-how, das direkt in Unternehmensprojekte eingebracht werden kann.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- die verschiedenen Virtualisierungsmöglichkeiten in einer Microsoft-Umgebung zu erklären und zu vergleichen
- Hyper-V auf Windows Server 2016 zu installieren, zu konfigurieren und zu verwalten
- System Center 2016 Virtual Machine Manager zu installieren und vollständig zu konfigurieren
- Speicher-Fabrics in VMM zu verwalten und Fabric-Updates durchzuführen
- die Virtual Machine Manager-Bibliothek und Bibliotheksobjekte zu konfigurieren und zu verwalten
- die Netzwerkstruktur in VMM zu verwalten und Software-Defined-Networking-Konzepte anzuwenden
- virtuelle Maschinen mit Virtual Machine Manager zu erstellen und im Betrieb zu verwalten
- Clouds im Virtual Machine Manager einzurichten und zu verwalten
- Dienste und Service-Templates im Virtual Machine Manager zu definieren und bereitzustellen
- eine Virtualisierungsinfrastruktur mithilfe von System Center Operations Manager zu überwachen
- Microsoft Hyper-V Replica und Microsoft Azure Site Recovery zu implementieren und zu verwalten
- die Virtualisierungsinfrastruktur mit Data Protection Manager zu schützen und Backups durchzuführen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an erfahrene IT-Fachkräfte, die in Windows-Server-Umgebungen tätig sind und ihre Kenntnisse in der Virtualisierung und im Rechenzentrumsmanagement ausbauen möchten.
- Systemadministratoren mit Windows-Server- und Active-Directory-Kenntnissen
- Datacenter-Administratoren, die System Center einsetzen oder einführen möchten
- IT-Infrastruktur-Verantwortliche in mittelständischen und großen Unternehmen
- Virtualisierungsexperten, die von VMware oder anderen Plattformen zu Hyper-V wechseln
- Fachkräfte, die Microsoft-Zertifizierungen im Bereich Server-Virtualisierung anstreben
Solide Kenntnisse in der Windows-Server-Administration sind Voraussetzung. Erfahrung mit Active Directory, Netzwerkdiensten und grundlegenden Speicherkonzepten ist erforderlich. Erste Berührungspunkte mit Virtualisierung (Hyper-V oder andere Plattformen) sind hilfreich. Ein individuelles Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt, ob Vorkenntnisse ausreichend sind und ob vorbereitende Kurse empfehlenswert sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten, das Präsenzseminare mit Online-Elementen verbindet. Instruktionsphasen wechseln sich mit umfangreichen Hands-on-Labs ab, in denen die Teilnehmenden Schritt für Schritt reale Microsoft-Produkte konfigurieren. Die Laborumgebungen sind so eingerichtet, dass alle Lernziele praktisch erarbeitet werden können. Teilzeit-Optionen für Berufstätige stehen zur Verfügung.
Die typische Kursdauer liegt zwischen einer und vier Wochen. In der Vollzeit-Variante werden die Inhalte intensiv in einer Woche bis zu einem Monat vermittelt; Teilzeit-Varianten erstrecken sich über einen längeren Zeitraum. Das individuelle Beratungsgespräch klärt das passende Format.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Kursanbieters. Das Zertifikat bescheinigt Fachkenntnisse in der Implementierung softwaredefinierter Rechenzentren mit Microsoft System Center 2016 und ist bei Arbeitgebern ein anerkannter Qualifikationsnachweis.
Nutzen & Perspektiven
Softwaredefinierte Rechenzentren sind heute der Standard in unternehmensweiter IT-Infrastruktur. Die Fähigkeit, Hyper-V-Infrastrukturen mit System Center zu verwalten und abzusichern, ist in IT-Abteilungen mittlerer und großer Unternehmen stark nachgefragt. Teilnehmende positionieren sich nach dem Kurs als Experten für Microsoft-basierte Virtualisierungsumgebungen und können sofort Verantwortung in laufenden Projekten übernehmen. Die Kombination aus VMM, Operations Manager und Data Protection Manager bietet ein vollständiges Bild des Microsoft-SDDC-Ökosystems. Wer alle drei Werkzeuge beherrscht, kann Rechenzentren nicht nur aufbauen, sondern auch dauerhaft stabil betreiben und bei Ausfällen schnell reagieren. Diese Kompetenz ist in Unternehmen, die auf Microsoft-Stack setzen, ein erheblicher Mehrwert. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung können je nach persönlicher Situation infrage kommen. Das Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt die passenden Förderoptionen und erstellt einen individuellen Lernplan.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Solide Windows-Server-Administrationskenntnisse (Active Directory, Netzwerk, Speicher) sind Voraussetzung. Erste Erfahrungen mit Virtualisierung sind hilfreich. Das Beratungsgespräch klärt, ob die Vorkenntnisse ausreichend sind.
Ist der Kurs noch aktuell?
Der Kurs basiert auf System Center 2016 und Windows Server 2016 und ist als Legacy-Kurs eingestuft. Er richtet sich an Fachkräfte, die in bestehenden System-Center-2016-Umgebungen tätig sind oder diese Umgebungen verwalten müssen.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein international anerkanntes Herstellerzertifikat und ein Lehrgangszertifikat. Das Zertifikat bescheinigt Fachkenntnisse in der Microsoft-SDDC-Implementierung.
Kann ich den Kurs fördern lassen?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung können infrage kommen. Das Beratungsgespräch klärt die passenden Optionen.
Gibt es eine Teilzeit-Option?
Ja. Neben Vollzeit-Durchführungen sind Teilzeit-Varianten verfügbar, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Das individuelle Beratungsgespräch klärt das passende Format und den Starttermin.
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Arbeitsmarkt-Report
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