Überblick
Diese Weiterbildung vermittelt systematisch die Grundlagen der modernen Netzwerktechnologie. Von der Frage, was ein Netzwerk ausmacht, über physische Übertragungsmedien und Verbindungselemente bis hin zu Protokollen, dem OSI-Referenzmodell und der Koppelung von Netzwerken werden alle wesentlichen Themengebiete behandelt. Der Kurs schafft eine solide Wissensgrundlage für alle, die sich anschließend in der Systemadministration, im IT-Support oder in der Netzwerkverwaltung spezialisieren möchten. Er wird als Combined Learning in Vollzeit durchgeführt und dauert mehr als einen Monat bis zu drei Monaten.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament. Teilnehmende lernen, was ein Netzwerk grundsätzlich ist, warum Vernetzung in modernen IT-Infrastrukturen unverzichtbar ist und welche grundlegenden Bausteinen ein Netzwerk ausmachen.
- Definition und Grundbegriffe von Computernetzwerken
- Gründe für die Vernetzung: Ressourcenteilung, Kommunikation, Zentralisierung
- Überblick über Netzwerkkategorien: LAN, WAN, MAN und ihre Abgrenzungen
- Knoten und Verbindung als grundlegende Netzwerkkomponenten
- Dokumentation von Netzwerken: Pläne, Adressvergabe und Komponentenlisten
- Grundlegende Netzwerkadministrations-Konzepte im Überblick
Das zweite Modul behandelt physische Infrastruktur und Topologien. Es geht darum, über welche Medien Daten transportiert werden und wie Netzwerke strukturell aufgebaut sind.
- Übertragungsmedien: Kupferkabel (Twisted Pair, Koaxialkabel), Glasfaser und Funk
- Eigenschaften der Medien: Bandbreite, Dämpfung, Störanfälligkeit und Reichweite
- Verbindungselemente: Hubs, Switches, Router, Bridges und deren Aufgaben im Netzwerk
- Topologien: Bus-, Ring-, Stern- und Maschen-Topologie im Vergleich
- Zugriffsverfahren: CSMA/CD und CSMA/CA im Ethernet und WLAN
- Physische Verkabelung und strukturierte Gebäudeverkabelung nach Standards
Das dritte Modul widmet sich Protokollen, Normen und dem OSI-Modell. Das OSI-Referenzmodell ist das theoretische Fundament des Netzwerkverständnisses und bildet die Basis für alle weiterführenden Netzwerkkenntnisse.
- Das OSI-Referenzmodell: alle sieben Schichten und ihre Funktionen
- Schicht-1 (Bitübertragung) bis Schicht-7 (Anwendungsschicht) im Detail
- Gängige Netzwerkprotokolle: TCP/IP, UDP, ICMP, ARP und HTTP im Überblick
- IP-Adressierung: IPv4, IPv6, Subnetzmasken und CIDR-Notation
- DNS, DHCP und weitere Netzwerkdienste für den LAN-Betrieb
- Normen und Standards: IEEE 802.x-Familie, Ethernet und Wi-Fi
Das vierte Modul behandelt Datensicherheit, Datenschutz und die Erweiterung von Netzwerken. Netzwerke müssen nicht nur funktionieren, sondern auch sicher und erweiterbar sein.
- Datensicherung in Netzwerken: Backup-Konzepte und Redundanzmaßnahmen
- Datenschutz und Grundlagen der Netzwerksicherheit
- Firewalls, VPN-Grundlagen und Sicherheitszonen
- Koppelung und Erweiterung von Netzwerken durch Router und Switches
- Internet und Intranet: Unterschiede, Zugangstechnologien und Anwendungen im LAN
- Anwendungsszenarien: Dateiserver, Druckserver und zentrale Dienste im Unternehmensnetz
Praxisanteile und Vertiefungsaufgaben bilden einen wesentlichen Teil der Lernarbeit.
- Analyse und Dokumentation eines vorgegebenen LAN-Aufbaus
- Zuordnung von Netzwerkkomponenten zu den OSI-Schichten
- Planung einer einfachen Netzwerktopologie für ein kleines Unternehmen
- IP-Adressierungsübungen mit Subnetzberechnungen
- Recherche und Gegenüberstellung von Übertragungsmedien anhand realer Anforderungen
- Analyse eines Netzwerkdiagramms auf Sicherheitslücken und Redundanzmängel
- Konfigurationssimulation von DHCP und DNS in einer virtuellen Umgebung
- Planung einer Netzwerkerweiterung für ein wachsendes Unternehmen
- Auswertung und Besprechung realer Netzwerkfälle aus der Praxis
- Erstellen eines vollständigen Netzwerkplans als Abschlussübung
- Analyse typischer Netzwerkfehler und Erarbeitung von Diagnoseschritten
- Testfragen und Übungsaufgaben zur Prüfungsvorbereitung auf weiterführende Zertifizierungen
Am Ende der Weiterbildung sind Teilnehmende in der Lage, einfache Netzwerkumgebungen zu verstehen, zu dokumentieren und grundlegende Diagnosen durchzuführen. Das erworbene Wissen bildet das Fundament für weiterführende Qualifikationen in der Systemadministration und im IT-Betrieb.
Lernziele:
Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Weiterbildung beherrschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Kompetenzen.
- Sie erklären, was ein Computernetzwerk ist und welche Gründe für die Vernetzung sprechen
- Sie kennen die Grundstrukturen von Local Area Networks (LAN) und können deren Dokumentation erstellen
- Sie beschreiben die wichtigsten Übertragungsmedien und deren Eigenschaften
- Sie kennen die gängigen Netzwerktopologien und Zugriffsverfahren
- Sie erläutern das OSI-Referenzmodell mit seinen sieben Schichten und deren Funktionen
- Sie verstehen grundlegende Netzwerkprotokolle und Normen
- Sie beschreiben, wie Daten in einem Netzwerk übermittelt werden
- Sie kennen die wichtigsten Verbindungselemente wie Switches, Router und Hubs
- Sie erklären Koppelung und Erweiterungsmöglichkeiten von Netzwerken
- Sie verstehen die Grundlagen von Internet und Intranet
- Sie beschreiben Maßnahmen zur Datensicherung und zum Datenschutz in Netzwerken
- Sie sind auf weiterführende Themen der Systemadministration und Netzwerkverwaltung vorbereitet
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die eine fundierte theoretische und praktische Grundlage in der Netzwerktechnologie aufbauen möchten, um sich anschließend in der Systemadministration oder verwandten IT-Bereichen weiterzuspezialisieren.
- Personen mit allgemeinen PC-Kenntnissen, die in die IT-Administration einsteigen möchten
- IT-Einsteiger, die ihr Grundlagenwissen strukturiert und systematisch aufbauen wollen
- Quereinsteiger aus technischen Berufen, die sich auf IT-Netzwerke spezialisieren
- IT-Support-Mitarbeiter, die ihr Netzwerkverständnis vertiefen möchten
- Personen, die sich auf weiterführende IT-Qualifikationen wie Cisco CCNA oder Microsoft-Zertifizierungen vorbereiten
Für die Teilnahme werden grundlegende PC-Kenntnisse vorausgesetzt. Teilnehmende sollten bereits mit modernen Betriebssystemen vertraut sein und den grundlegenden Umgang mit einem Computer beherrschen. Spezielle Vorkenntnisse in der Netzwerktechnik sind nicht erforderlich, da der Kurs an der Basis ansetzt und alle Inhalte von Grund auf aufbaut.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung findet als Combined Learning statt: Theorievermittlung durch Lernmaterialien, Videos und Online-Ressourcen wird mit betreuten Übungseinheiten und Diskussionen kombiniert. Praktische Übungsaufgaben sichern die Übertragung des Gelernten auf realistische Szenarien. Der Kurs findet in Vollzeit statt und ermöglicht so ein intensives und kontinuierliches Vorankommen durch die Themenblöcke.
Die Weiterbildung dauert mehr als einen Monat bis zu drei Monaten und wird in Vollzeit durchgeführt. Dieser Zeitraum reicht aus, um die Grundlagen der Netzwerktechnologie gründlich zu erarbeiten und durch Übungseinheiten zu festigen. Der Umfang ist für einen Einstiegskurs bewusst kompakt gehalten, um schnell praxistaugliches Wissen zu vermitteln.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsträgers. Das Zertifikat bestätigt die Teilnahme und den Erwerb der Grundlagenkenntnisse in der Netzwerktechnologie. Es handelt sich um kein staatlich anerkanntes Examen, bildet aber eine gute Basis für weiterführende Zertifizierungen im Netzwerkbereich.
Nutzen & Perspektiven
Netzwerke sind das Rückgrat jeder modernen IT-Infrastruktur. Ohne fundiertes Netzwerkverständnis ist eine professionelle Tätigkeit in der Systemadministration kaum möglich. Wer die Grundlagen beherrscht, kann Fehler effizienter diagnostizieren, Systeme sicherer betreiben und bei der Planung neuer Infrastrukturen fundiert mitwirken. Dieses Grundlagenwissen ist eine unverzichtbare Voraussetzung für alle weiterführenden IT-Qualifikationen. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Darüber hinaus kommen je nach persönlicher Situation das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung (BFD) der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation und Förderungen der Deutschen Rentenversicherung als finanzielle Unterstützung in Betracht. Berufliche Anschlussmöglichkeiten nach diesem Kurs umfassen Tätigkeiten im IT-Support, als Systemadministrator oder als Netzwerktechniker. Der Kurs bietet außerdem eine solide Basis für die Vorbereitung auf externe Zertifizierungsprüfungen wie Cisco CCNA, CompTIA Network+ oder Microsoft-Netzwerkzertifizierungen. Wer diese Grundlagen beherrscht, hat damit den ersten wichtigen Schritt in eine IT-Karriere getan.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen eignet sich diese Netzwerktechnologie-Weiterbildung?
Der Kurs eignet sich für IT-Einsteiger und Quereinsteiger, die systematische Grundlagenkenntnisse in der Netzwerktechnik aufbauen möchten. Auch IT-Support-Mitarbeiter, die ihr Netzwerkverständnis vertiefen wollen, profitieren von dieser Weiterbildung.
Welche Vorkenntnisse werden benötigt?
Vorausgesetzt werden grundlegende PC-Kenntnisse und Vertrautheit mit modernen Betriebssystemen. Spezielle Netzwerkkenntnisse sind nicht erforderlich, da der Kurs an der Basis ansetzt.
Kann die Weiterbildung gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz und weitere Förderungen der Bundeswehr oder Deutschen Rentenversicherung kommen in Betracht.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet dieser Kurs?
Der Kurs bereitet auf Tätigkeiten im IT-Support und in der Systemadministration vor und legt die Basis für weiterführende Zertifizierungen wie Cisco CCNA oder CompTIA Network+. Damit ist er ein wichtiger erster Schritt in eine IT-Karriere.
Wie lange dauert die Weiterbildung?
Der Kurs dauert mehr als einen Monat bis zu drei Monaten in Vollzeit. Die kompakte Struktur ermöglicht einen schnellen und systematischen Aufbau von Netzwerkgrundlagenwissen.
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