Überblick
Dieses Programm verbindet drei eigenständige Bausteine zu einem Gesamtpaket: die vertiefte Projektmanagement-Methode PRINCE2 auf Practitioner-Niveau, den professionellen Einsatz von Microsoft Word für Projektdokumentation sowie eine Einführung in DevOps als Aufbauprogramm. Wer alle drei Bereiche durchläuft, erhält ein breites Fundament für Projektarbeit im IT-nahen Umfeld, von der Methodik über die Dokumentation bis zu modernen Entwicklungs- und Betriebspraktiken.
Kursinhalte & Lernziele
Das Modul PRINCE2 Practitioner vertieft die aus der Foundation bekannten Grundlagen zu einer anwendungsbereiten Methodik.
- Die sieben Prinzipien von PRINCE2 im Detail und ihre praktische Anwendung
- Die sieben Themen von PRINCE2, etwa Geschäftsrechtfertigung und Risiko
- Die Prozesse von PRINCE2 von der Vorbereitung bis zum Projektabschluss
- Rollen und Verantwortlichkeiten im PRINCE2-Projektmodell
- Anpassung von PRINCE2 an die Größe und Art eines konkreten Projekts
- Vorbereitung auf die Practitioner-Prüfung anhand von Fallbeispielen
Das Modul Microsoft Word für Projektdokumentation vermittelt die Fähigkeiten, umfangreiche Projektunterlagen professionell zu erstellen.
- Aufbau langer, strukturierter Dokumente mit Formatvorlagen
- Automatische Inhaltsverzeichnisse und Querverweise
- Einsatz von Kopf- und Fußzeilen für mehrteilige Projektberichte
- Erstellung wiederverwendbarer Vorlagen für Projektinitiierungsdokumente
- Zusammenarbeit an gemeinsamen Word-Dokumenten mit Kommentaren und Änderungsverfolgung
- Layout und Formatierung für offizielle, nach außen gerichtete Projektberichte
Das Modul DevOps-Grundlagen führt als Aufbaubaustein in die Zusammenarbeit von Entwicklung und Betrieb ein.
- Grundidee von DevOps als Kultur- und Prozessansatz
- Zusammenspiel von Entwicklungsteams und Betriebsteams im Projektalltag
- Grundprinzipien von Continuous Integration und Continuous Delivery
- Automatisierung wiederkehrender Arbeitsschritte im Entwicklungsprozess
- Rolle von Monitoring und Feedback-Schleifen in DevOps-Umgebungen
- Einordnung, wie DevOps-Praktiken klassische Projektsteuerung ergänzen
Im verbindenden Praxis-Modul werden alle drei Bausteine an einem gemeinsamen IT-nahen Beispielprojekt zusammengeführt.
- Aufsetzen eines Beispielprojekts nach PRINCE2-Struktur
- Erstellung einer Projektinitiierungsdokumentation für das Beispielprojekt
- Formatierung der Dokumentation nach professionellen Word-Standards
- Einbau eines Inhaltsverzeichnisses und strukturierter Kopf-/Fußzeilen
- Einordnung, an welcher Stelle DevOps-Praktiken in das Beispielprojekt passen
- Formulierung eines Qualitätsmanagement-Plans für das Beispielprojekt
- Erstellung eines Risikoregisters nach PRINCE2-Vorgaben
- Aufbau eines Statusberichts in Word mit einheitlicher Formatvorlage
- Abstimmung der Stakeholder-Kommunikation für das Beispielprojekt
- Zusammenfassung der Lessons Learned am Ende des Beispielprojekts
- Übertragung der PRINCE2-Prozessschritte in die Word-Dokumentation
- Abschließende Durchsicht der gesamten Projektdokumentation auf Konsistenz
Die drei Bausteine sind bewusst so angeordnet, dass sie sich gegenseitig verstärken: PRINCE2 liefert die Methodik, Word das Werkzeug für deren Dokumentation, und die DevOps-Einführung öffnet den Blick für moderne Arbeitsweisen im IT-Umfeld, in dem viele PRINCE2-Projekte heute stattfinden. Wichtig für die Einordnung: Das DevOps-Modul ist ein einführendes Aufbauprogramm und keine eigenständige, extern zertifizierte DevOps-Prüfung – es vermittelt die Grundlagen, auf denen weiterführende, spezialisierte DevOps-Qualifikationen aufbauen können. Ein durchgehendes Beispiel macht den Zusammenhang der drei Bausteine greifbar: Für das Beispielprojekt wird zunächst nach PRINCE2 eine Projektinitiierungsdokumentation entworfen, die anschließend im Word-Modul in eine sauber formatierte, mit Inhaltsverzeichnis und Kopfzeilen versehene Vorlage überführt wird. Erst danach wird eingeordnet, an welcher Stelle im Projekt DevOps-Praktiken wie automatisierte Testläufe oder regelmäßige Rückmeldeschleifen sinnvoll ergänzt werden könnten – so bleibt die Reihenfolge Methodik, Dokumentation, technische Einordnung durchgehend nachvollziehbar.
Lernziele:
- Die sieben Prinzipien von PRINCE2 verstehen und auf Projekte anwenden
- Prozesse und Themen von PRINCE2 auf Practitioner-Niveau einordnen
- Ein PRINCE2-Projekt in seinen Phasen von Initiierung bis Abschluss steuern
- Steuerungsdokumente wie Projektinitiierungsdokumentation erstellen
- Umfangreiche Projektberichte und Dokumentationen in Word professionell aufbauen
- Vorlagen und Formatvorlagen in Word für wiederkehrende Projektdokumente nutzen
- Inhaltsverzeichnisse, Verweise und Kopf-/Fußzeilen in umfangreichen Word-Dokumenten verwalten
- Grundidee und Ziele von DevOps als Zusammenspiel von Entwicklung und Betrieb verstehen
- Grundprinzipien von Continuous Integration und Continuous Delivery einordnen
- Zusammenhänge zwischen Projektmanagement-Methodik und DevOps-Praktiken erkennen
- Stakeholder-Kommunikation in PRINCE2-Projekten strukturieren
- Qualitätsmanagement innerhalb eines PRINCE2-Projekts anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Das Programm richtet sich an Personen, die Projektmanagement-Methodik auf vertieftem Niveau mit sicherer Projektdokumentation und einem Einblick in DevOps verbinden möchten.
- Projektmanager/innen, die von PRINCE2 Foundation auf Practitioner-Niveau aufbauen möchten
- IT-Projektleitungen, die Projekte im Entwicklungs- und Betriebsumfeld steuern
- Personen, die künftig umfangreiche Projektdokumentationen selbst erstellen
- Projektkoordinator/innen mit Berührungspunkten zu DevOps-Teams
- Alle, die eine Kombination aus Methodik, Dokumentation und IT-Grundverständnis suchen
Gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie grundlegende Computerkenntnisse werden vorausgesetzt. Da es sich um ein Practitioner-Niveau handelt, sind Grundkenntnisse in PRINCE2 oder klassischem Projektmanagement hilfreich, damit die vertiefenden Inhalte gut eingeordnet werden können.
Ablauf & Abschluss
Die drei Bausteine werden inhaltlich nacheinander behandelt und im abschließenden Praxis-Modul an einem gemeinsamen Beispielprojekt verzahnt. PRINCE2-Inhalte werden anhand von Fallbeispielen erarbeitet, der Word-Teil erfolgt praktisch am Dokument, und die DevOps-Einführung verbindet konzeptionelle Erklärungen mit Einordnungen in den Projektkontext.
Der Umfang ist so bemessen, dass alle drei Bausteine mit ausreichender Tiefe behandelt werden können, inklusive eines verbindenden Praxisteils, in dem PRINCE2-Methodik, Word-Dokumentation und DevOps-Grundlagen an einem durchgehenden Beispielprojekt zusammengeführt werden.
Zur genauen Abschlussbezeichnung liegen keine gesonderten Angaben vor. Der PRINCE2-Practitioner-Teil bereitet auf die entsprechende Prüfung bei Axelos vor; diese ist unbefristet gültig, verlangt aber eine Rezertifizierung nach drei Jahren. Word- und DevOps-Teil schließen in der Regel mit einer Teilnahmebescheinigung ab.
Nutzen & Perspektiven
Der Wert dieses Programms liegt in der Kombination selten gemeinsam unterrichteter Bereiche: Wer PRINCE2 auf Practitioner-Niveau beherrscht, kann Projekte methodisch steuern – doch ohne saubere Dokumentation bleibt diese Steuerung im Berufsalltag oft unsichtbar. Der Word-Baustein schließt genau diese Lücke. Der DevOps-Teil wiederum öffnet den Blick über klassische Projektsteuerung hinaus: Viele IT-Projekte, die nach PRINCE2 geführt werden, laufen heute in Umgebungen, in denen Entwicklung und Betrieb eng zusammenarbeiten. Ein Grundverständnis dieser Arbeitsweise erleichtert die Kommunikation mit technischen Teams erheblich. In Summe entsteht ein Profil, das drei Anforderungen gleichzeitig bedient, die im Projektalltag selten getrennt auftreten: methodische Steuerung, professionelle Dokumentation und ein Verständnis moderner IT-Arbeitsweisen. Das macht das Programm besonders für alle interessant, die Projektverantwortung im technischen Umfeld übernehmen oder ausbauen möchten. Wer bereits mit PRINCE2 Foundation vertraut ist, profitiert zusätzlich davon, dass die Practitioner-Inhalte nicht isoliert, sondern eingebettet in die zwei anderen Bausteine vertieft werden: Statt Theorie über Theorie zu häufen, wird jedes PRINCE2-Konzept am Beispielprojekt direkt in ein Dokument überführt und im Anschluss technisch eingeordnet. Diese Verzahnung unterscheidet das Programm von einer reinen Prüfungsvorbereitung, die Methodik und praktische Anwendung getrennt behandelt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet PRINCE2 Practitioner von Foundation?
Practitioner baut auf den Grundbegriffen der Foundation auf und vermittelt, wie die sieben Prinzipien, Themen und Prozesse von PRINCE2 in echten Projekten flexibel angewendet werden.
Wofür wird Microsoft Word in diesem Programm gebraucht?
Der Word-Baustein vermittelt, wie umfangreiche Projektdokumente wie Projektinitiierungsdokumentationen oder Statusberichte professionell strukturiert, formatiert und mit Formatvorlagen wiederverwendbar gemacht werden.
Ist der DevOps-Teil eine offizielle Zertifizierung?
Nein, es handelt sich um ein einführendes Aufbauprogramm zu den Grundlagen von DevOps, keine eigenständige, extern zertifizierte Prüfung.
Wie lange gilt die PRINCE2-Practitioner-Qualifikation?
Die Practitioner-Prüfung ist grundsätzlich zeitlich begrenzt und erfordert eine Rezertifizierung nach drei Jahren, während die Foundation-Stufe unbefristet gültig bleibt.
Für wen eignet sich das Programm besonders?
Für Projektmanager/innen und IT-Projektleitungen, die eine vertiefte Methodik mit professioneller Dokumentation und einem Grundverständnis moderner IT-Arbeitsweisen kombinieren möchten.
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