Überblick
Die Zertifizierung Microsoft Azure Administrator Associate (Prüfungscode AZ-104) ist eine der meistgefragten Cloud-Qualifikationen in Deutschland und Europa. Sie belegt, dass eine Fachkraft in der Lage ist, Microsoft-Azure-Cloud-Ressourcen zu implementieren, zu überwachen und zu verwalten. Dieser Kurs bereitet Teilnehmende gezielt und prüfungsrelevant auf die AZ-104-Prüfung vor. Er kombiniert theoretisches Fachwissen zu Azure-Kernfunktionen mit praktischen Labs, Übungsszenarien und strukturiertem Prüfungstraining. Der Abschluss umfasst die eigentliche Zertifizierungsprüfung, sodass Teilnehmende direkt mit einem von Microsoft offiziell anerkannten Zertifikat abschließen. In einem Arbeitsmarkt, der dringend Cloud-kompetente Fachleute sucht, öffnet die AZ-104-Zertifizierung konkrete Karrieretüren — von der Gehaltserhöhung bis zum Wechsel in eine Cloud-Administratorenrolle.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Azure-Identitäten und Governance Dieser Einführungsblock legt das Fundament für alle weiteren Themen. Die Teilnehmenden verstehen, wie Microsoft Azure als Cloud-Plattform grundlegend funktioniert, wie Abonnements strukturiert sind und wie Zugriffsrechte systematisch vergeben werden. Governance-Konzepte wie Azure Policy, Blueprints und Management Groups werden erarbeitet und direkt in der Prüfungsumgebung geübt.
- Azure Active Directory (Entra ID) — Benutzer, Gruppen und Rollen verwalten
- Abonnements und Ressourcengruppen sinnvoll strukturieren
- Rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC): integrierte und benutzerdefinierte Rollen
- Azure Policy und Compliance-Initiativen anlegen und zuweisen
- Kosten überwachen: Azure Cost Management, Budgets und Alerts
- Multi-Tenant-Szenarien und B2B-/B2C-Gastbenutzer verstehen
Modul 2 — Azure-Compute-Ressourcen Im zweiten Modul steht der Betrieb virtueller Maschinen und containerisierter Workloads im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden provisionieren VMs über Portal, CLI und ARM-Templates, konfigurieren Verfügbarkeitssets und Scale Sets und lernen, Container-Workloads auf Azure Container Instances und Azure Kubernetes Service zu betreiben.
- Virtuelle Maschinen anlegen, konfigurieren und skalieren (Scale Sets)
- Azure VM Image Gallery und benutzerdefinierte Images nutzen
- Azure App Service: Web-Apps und API-Apps deployen und verwalten
- Azure Container Instances (ACI) für einfache Container-Deployments
- Azure Kubernetes Service (AKS) — Grundlagen und typische Admin-Aufgaben
- Deployment-Automatisierung mit ARM-Templates und Bicep
Modul 3 — Azure-Storage und Netzwerk Das dritte Modul vertieft zwei der prüfungsstärksten Themengebiete: Storage-Konfiguration und Netzwerkarchitektur. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Speicherlösungen nach Anforderungen auswählen, Lifecycle-Management-Regeln definieren und sichere Netzwerkverbindungen innerhalb Azure und zu On-Premises-Umgebungen aufbauen.
- Storage Accounts erstellen: Replikationsoptionen, Zugriffsebenen, Lifecycle-Management
- Blob-, File-, Queue- und Table-Storage konfigurieren und absichern
- Shared Access Signatures (SAS) und Storage-Firewalls richtig einsetzen
- Virtuelle Netzwerke, Subnetze und NSGs konfigurieren
- VNet Peering, VPN Gateway und ExpressRoute-Konzepte verstehen
- Azure Load Balancer, Application Gateway und Traffic Manager vergleichen
Modul 4 — Monitoring, Backup und Prüfungssimulation Der abschließende Block bereitet die Teilnehmenden direkt auf die Prüfungssituation vor. Azure-Monitoring-Tools werden intensiv geübt, Backup- und Wiederherstellungsszenarien durchgespielt und realitätsnahe Prüfungsfragen in Timed-Mock-Exams trainiert.
- Azure Monitor, Metrics, Log Analytics und Diagnostic Settings konfigurieren
- Azure Alerts und Action Groups für proaktives Monitoring einrichten
- Azure Backup: Recovery Services Vault, Backup-Policies, Wiederherstellung
- Azure Site Recovery für Business-Continuity-Szenarien
- Prüfungsstrategien: Fragentypen, Time Management und Vorgehen bei Labs
- Mock-Exam-Simulation mit anschließender Fehleranalyse
Praxisübungen Praxisorientierte Labs sind integraler Bestandteil der Prüfungsvorbereitung, da die AZ-104-Prüfung selbst Hands-on-Lab-Aufgaben enthält. Alle Übungen finden in einer echten Azure-Sandboxumgebung statt.
- Anlegen und Konfigurieren einer Azure VM mit Windows Server und öffentlicher IP
- Einrichten einer VM-Scale-Set mit automatischem Scale-out anhand von CPU-Metriken
- Erstellen eines Storage Accounts mit GRS-Replikation und Lifecycle-Regel für Blob-Ebenen
- Konfigurieren eines Virtual Network mit zwei Subnetzen und einer NSG-Regel
- Aufbauen eines VNet Peerings zwischen zwei Regionen
- Anlegen eines Azure Load Balancers mit Backend-Pool und Health Probe
- Einrichten von Azure Monitor Alerts für VM-CPU-Auslastung
- Erstellen eines Recovery Services Vault und Konfigurieren einer Backup-Policy
- Vergabe benutzerdefinierter RBAC-Rollen auf Ressourcengruppenebene
- Deployment einer Web-App auf Azure App Service per ZIP-Deploy und Deployment-Slots
- Erstellen einer Azure Policy zur Durchsetzung von Tagging-Standards
- Vollständige Mock-Exam-Simulation unter Prüfungsbedingungen mit Auswertung
Im Anschluss an die Trainingsphase wird die offizielle AZ-104-Prüfung bei einem autorisierten Microsoft-Prüfungszentrum (Pearson VUE) abgelegt. Die Vorbereitung auf diese Prüfung ist fester Bestandteil des Kursangebots und ermöglicht einen direkten Übergang vom Training zur Zertifizierung ohne zusätzliche Unterbrechung.
Lernziele:
- Wichtige Azure-Ressourcentypen (VMs, Storage Accounts, Virtual Networks, App Services) korrekt provisionieren und konfigurieren
- Azure Active Directory (Entra ID) und rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC) verwalten
- Azure-Abonnements, Ressourcengruppen und Verwaltungsgruppen strukturieren und überwachen
- Virtuelle Netzwerke, Subnetze, Peering und DNS korrekt implementieren
- Azure Monitor, Log Analytics und Azure Alerts für Monitoring und Troubleshooting nutzen
- Azure-Backup- und -Wiederherstellungsstrategien planen und umsetzen
- Azure-Speicheroptionen — Blob, File, Queue, Table — konfigurieren und absichern
- Container-Dienste (ACI, AKS) und Web-Apps auf Azure deployen und verwalten
- Identitätslösungen, Conditional Access und Multi-Factor Authentication einrichten
- Azure Cost Management und Tagging-Strategien zur Kostenkontrolle einsetzen
- Sichere Konnektivität zwischen On-Premises und Azure über VPN- und ExpressRoute-Lösungen verstehen
- Prüfungsformat der AZ-104 kennen und typische Aufgabenstellungen sicher bearbeiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die in der Cloud-Administration tätig sind oder es werden möchten, und sich durch eine offizielle Microsoft-Zertifizierung qualifizieren wollen.
- Systemadministratoren und IT-Fachleute mit ersten Azure-Erfahrungen, die sich zertifizieren lassen wollen
- Cloud-Administratoren aus anderen Cloud-Plattformen (AWS, GCP), die in Azure einsteigen
- IT-Verantwortliche in Unternehmen, die auf Microsoft Azure setzen oder migrieren
- Berufseinsteiger mit IT-Ausbildung und grundlegenden Netzwerkkenntnissen, die sich auf Cloud spezialisieren möchten
- Beschäftigte in Branchen, die zunehmend Cloud-Expertise einfordern (Finanzwesen, Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor)
Für eine erfolgreiche Prüfungsvorbereitung werden mindestens sechs Monate praktische Erfahrung in der Verwaltung von Azure-Ressourcen empfohlen. Grundkenntnisse in Netzwerkkonzepten (TCP/IP, DNS, Subnetting), Betriebssystemen (Windows Server und/oder Linux) sowie grundlegendes Verständnis von Cloud-Konzepten (IaaS, PaaS, SaaS) sind Voraussetzung. Kenntnisse aus einem Azure-Grundlagenkurs (entsprechend dem Zertifizierungslevel AZ-900) sind hilfreich. Ein Microsoft-Azure-Account für die Übungen wird für den Zugang zur Lab-Umgebung benötigt. Ein initiales Beratungsgespräch hilft dabei, den Einstiegspunkt individuell zu bestimmen.
Ablauf & Abschluss
Die Prüfungsvorbereitung kombiniert Instructor-Led-Training mit selbstgesteuerten Lernphasen (Combined Learning). Erfahrene Microsoft-zertifizierte Trainer vermitteln die Themen anhand offizieller Microsoft Learn-Kursmaterialien und zusätzlicher Praxislabs in einer Azure-Sandbox. Theoriephasen werden durch sofortige praktische Anwendung ergänzt. Mock-Exams unter realistischen Prüfungsbedingungen schließen die Vorbereitung ab und helfen, verbleibende Wissenslücken zu identifizieren. Kursmaterialien sind auf Deutsch und Englisch verfügbar, da die Prüfung selbst auf Englisch abgelegt wird.
Die Trainingsphase erstreckt sich in der Regel über eine bis zwei Wochen Intensivtraining im Vollzeitformat. Teilzeit-Varianten, die über mehrere Wochen oder Monate laufen, sind ebenfalls verfügbar. Der Gesamtaufwand für eine vollständige Prüfungsvorbereitung beträgt typischerweise 40–60 Stunden. Die Prüfungsdauer bei Pearson VUE beträgt 120 Minuten; die Prüfung umfasst 40–60 Fragen sowie praktische Lab-Aufgaben.
Nach bestandener AZ-104-Prüfung erhalten die Teilnehmenden das offiziell von Microsoft ausgestellte Zertifikat Microsoft Azure Administrator Associate. Dieses Herstellerzertifikat ist international anerkannt, wird im Microsoft-Zertifizierungsportfolio geführt und ist zwei Jahre gültig. Eine Erneuerungsprüfung (Renewal Assessment) über Microsoft Learn verlängert die Zertifizierung kostenfrei. Zusätzlich stellt der Kursanbieter (New Horizons) ein Lehrgangszertifikat über die absolvierte Trainingsphase aus.
Nutzen & Perspektiven
Die AZ-104-Zertifizierung ist auf dem deutschsprachigen IT-Arbeitsmarkt eine der am häufigsten in Stellenanzeigen für Cloud-Administratoren genannten Qualifikationen. Unternehmen jeder Größe migrieren ihre IT-Infrastrukturen zu Microsoft Azure und suchen dringend Fachleute, die diese Umgebungen sicher und effizient verwalten können. Das Zertifikat signalisiert geprüfte, handlungsorientierte Kompetenz — nicht nur theoretisches Grundlagenwissen. Für Beschäftigte in bestehenden IT-Jobs bietet die Zertifizierung eine nachweisliche Spezialisierung, die Gehaltsverhandlungen und Beförderungen unterstützt. Wer auf eine neue Stelle im Cloud-Bereich wechseln möchte, erhält durch das Herstellerzertifikat eine objektiv vergleichbare Qualifikation, die HR-Abteilungen und technische Entscheider gleichermaßen verstehen. Die Kombination aus Kurs und eingebetteter Prüfung im vorliegenden Angebot vermeidet zudem organisatorische Hürden bei der separaten Prüfungsanmeldung. Der Kurs ist bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation (z. B. der Deutschen Rentenversicherung) oder die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD) können je nach individueller Situation als Finanzierungsweg in Betracht kommen. Eine frühzeitige Förderberatung sichert die bestmögliche Unterstützung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist die AZ-104-Prüfung im Kurspreis enthalten?
Ja, die eigentliche Zertifizierungsprüfung bei Pearson VUE ist im Kursangebot eingeschlossen. Teilnehmende legen die Prüfung direkt im Anschluss an die Trainingsphase ab, sodass keine separate Anmeldung oder zusätzliche Gebühr anfällt.
Wie lange ist das Azure-Administrator-Zertifikat gültig?
Das Microsoft-Zertifikat Azure Administrator Associate ist zwei Jahre gültig. Die Erneuerung erfolgt kostenfrei über eine Online-Renewal-Assessment auf der Microsoft-Learn-Plattform, die ab sechs Monate vor Ablauf freigeschaltet wird.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Mindestens sechs Monate praktische Azure-Erfahrung sowie Grundkenntnisse in Netzwerkkonzepten und Betriebssystemen sind empfohlen. Reine Einsteiger ohne Azure-Erfahrung sollten zuerst einen Grundlagenkurs (z. B. AZ-900) absolvieren, bevor sie mit diesem Prüfungsvorbereitungskurs beginnen.
In welcher Sprache wird die Prüfung abgelegt?
Die AZ-104-Prüfung bei Pearson VUE ist auf Englisch verfügbar; eine deutschsprachige Prüfungsoption wird derzeit von Microsoft nicht angeboten. Die Kursmaterialien und die Trainingsdurchführung können auf Deutsch erfolgen. Englische Fachterminologie wird im Kurs gezielt eingeübt.
Kann ich den Kurs über einen Bildungsgutschein finanzieren?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung kommen in Frage. Eine Beratung vorab klärt die konkrete Fördermöglichkeit.
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