Überblick
Funktionale Netzwerke bilden das Rückgrat jeder IT-Infrastruktur – ob in kleinen Büros, Rechenzentren oder verteilten Cloud-Umgebungen. Wer in der IT-Administration, im Support oder in der Systemintegration tätig ist oder werden möchte, benötigt ein solides Verständnis davon, wie Daten von Punkt A nach Punkt B gelangen, wie Netzwerke strukturiert werden und warum bestimmte Protokolle und Architekturen bestimmte Probleme lösen. Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen der Netzwerktechnik in der Tiefe, die für den Einstieg in professionelle IT-Rollen erforderlich ist, und schließt mit der Vorbereitung auf eine international anerkannte Zertifizierungsprüfung im Bereich Netzwerk Fundamentals ab.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Modulblock legt die konzeptionellen Grundlagen des Netzwerkens. Teilnehmende lernen, wie Datenübertragung im Schichtenmodell organisiert ist, welche Schichten welche Aufgaben übernehmen und wie TCP/IP als de-facto-Standard in modernen Netzwerken funktioniert. Das OSI-Referenzmodell wird nicht nur theoretisch durchgearbeitet, sondern anhand konkreter Protokolle und Anwendungsfälle veranschaulicht.
- Das OSI-Sieben-Schichten-Modell im Detail
- TCP/IP-Protokollstack und seine Beziehung zum OSI-Modell
- Unterschied zwischen verbindungsorientierten (TCP) und verbindungslosen (UDP) Protokollen
- Einführung in gängige Anwendungsprotokolle auf Schicht 7
- Kapseln und Entkapseln von Datenpaketen durch die Schichten
Der zweite Modulblock widmet sich der IP-Adressierung und der Netzwerksegmentierung. Diese Themen sind für den praktischen Netzwerkbetrieb zentral und gleichzeitig eine häufige Hürde für Einsteiger. Subnetting, CIDR und die Unterschiede zwischen IPv4 und IPv6 werden Schritt für Schritt erarbeitet.
- IPv4-Adressstruktur, Klassen und private Adressbereiche
- Subnetting und CIDR-Notation in der Praxis
- NAT (Network Address Translation) und seine Funktion in Heimnetzwerken und Unternehmen
- Einführung in IPv6 und Gründe für den Migrationsdruck
- DHCP: automatische Adressvergabe und Konfiguration
Der dritte Modulblock behandelt die physische und logische Netzwerktopologie sowie die eingesetzten Geräte. Teilnehmende verstehen, wie physische Infrastruktur und logische Strukturen zusammenhängen und welche Geräte in welchen Szenarien eingesetzt werden.
- LAN, WAN, MAN und ihre typischen Einsatzbereiche
- Router, Layer-2- und Layer-3-Switches, Firewalls und ihre Aufgaben
- WLAN-Standards und Sicherheitsprotokolle (WPA2, WPA3)
- Verkabelungstechnologien: Twisted Pair, Glasfaser, Koaxial
- Netzwerktopologien: Stern, Bus, Ring, Mesh
Der vierte Modulblock führt in Netzwerksicherheitsgrundlagen und Diagnose ein. Sicherheit ist kein Add-on, sondern ein integraler Bestandteil jedes Netzwerkdesigns. Ebenso gehört das systematische Einkreisen und Beheben von Störungen zu den Kernkompetenzen im Netzwerkbetrieb.
- Grundkonzepte von Firewalls (stateless, stateful)
- VPN-Typen: Site-to-Site, Remote-Access
- DMZ-Konzepte und deren Einsatz
- Netzwerküberwachung mit Ping, Traceroute, nslookup und weiteren Werkzeugen
- Grundlagen des Troubleshootings nach dem Bottom-up-Ansatz
Praxisblock: Im praxisorientierten Teil des Kurses wenden Teilnehmende das Gelernte anhand von Konfigurationsaufgaben und Diagnoseszenarien an.
- Subnettingaufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad lösen
- IPv4- und IPv6-Adresspläne für kleine Netzwerke erstellen
- DHCP- und DNS-Konfiguration in Laborumgebungen
- WLAN-Konfiguration und Sicherheitseinstellungen prüfen
- Netzwerkdiagnose anhand typischer Fehlermuster (kein Gateway, DNS-Fehler, Loop)
- Paketanalyse mit Wireshark: Protokoll-Header interpretieren
- Konfiguration einfacher statischer Routen auf einem Simulationsrouter
- Analyse von Netzwerktopologien und Identifikation von Single Points of Failure
- Vergleich von Netzwerkdesigns hinsichtlich Redundanz und Skalierbarkeit
- Durcharbeiten von Musterszenarien aus dem Prüfungsumfeld
- Selbsttest anhand von Aufgabenformaten, die den Prüfungsanforderungen entsprechen
- Auswertung und Besprechung der Ergebnisse im Kursplenum
Der Kurs bereitet auf eine international anerkannte Prüfung im Bereich Netzwerk Fundamentals vor. Die Zertifizierungsprüfung wird gesondert im Rahmen der Weiterbildung abgelegt.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Inhalte und Fähigkeiten.
- grundlegende Netzwerkkonzepte wie OSI-Modell und TCP/IP-Stack erklären
- die Aufgaben der einzelnen Schichten im Netzwerkmodell beschreiben
- IP-Adressen, Subnetting und CIDR-Notation sicher anwenden
- die Funktionsweise gängiger Protokolle wie DNS, DHCP, HTTP, HTTPS und FTP erläutern
- LAN-, WAN- und WLAN-Architekturen voneinander abgrenzen
- Netzwerkgeräte wie Router, Switches, Hubs und Access Points in ihrer Funktion einordnen
- grundlegende Netzwerksicherheitskonzepte wie Firewalls und VPN beschreiben
- typische Netzwerkprobleme anhand von Diagnosewerkzeugen analysieren
- physische Übertragungsmedien (Kupfer, Glasfaser, Funk) und ihre Eigenschaften vergleichen
- Routing-Grundlagen und die Unterschiede zwischen statischem und dynamischem Routing verstehen
- die Anforderungen der Zertifizierungsprüfung im Bereich Netzwerk Fundamentals kennen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die in die IT-Administration, in den IT-Support oder in technische Beratungsrollen einsteigen möchten und dafür eine solide Netzwerkgrundlage benötigen.
- IT-Einsteiger ohne oder mit geringen Netzwerkkenntnissen
- Systemadministratoren, die ihr Netzwerkwissen formalisieren möchten
- Helpdesk- und Support-Mitarbeitende, die tiefer in Netzwerkthemen einsteigen wollen
- Quereinsteiger in die IT mit technischer Grundaffinität
- Personen, die eine weiterführende Netzwerk-Zertifizierung anstreben und die Grundlagen fundieren möchten
Grundlegende Computerkenntnisse und Sicherheit im Umgang mit Windows- oder Linux-Betriebssystemen werden vorausgesetzt. Spezifische Netzwerkvorkenntnisse sind nicht notwendig; der Kurs startet bei den Grundlagen. Deutschkenntnisse auf B2-Niveau oder besser ermöglichen eine erfolgreiche Kursteilnahme.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das angeleitete Lernphasen mit selbstständigen Übungsabschnitten verbindet. Technische Zusammenhänge werden zunächst in Präsentation und Diskussion erarbeitet, bevor sie in Laborumgebungen oder Simulationstools praktisch angewendet werden. Paketanalyse, Subnetting-Übungen und Troubleshooting-Szenarien wechseln sich mit theoretischen Lerneinheiten ab, um ein ausgewogenes Verhältnis von Konzept und Anwendung zu gewährleisten. Der Kurs kann in Teilzeit oder Vollzeit absolviert werden.
Die Kursdauer richtet sich nach dem gewählten Anbieter und dem Lernformat. Teilnehmende erhalten Zugang zu Lernmaterialien, Übungsszenarien und Musteraufgaben für die Prüfungsvorbereitung. Die Prüfung ist in die Weiterbildung integriert.
Der Kurs schließt mit einem international anerkannten Herstellerzertifikat im Bereich Netzwerk Fundamentals ab, das nach Bestehen der integrierten Prüfung ausgestellt wird. Zusätzlich erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung des durchführenden Bildungsanbieters.
Nutzen & Perspektiven
Netzwerkgrundlagen sind eine der gefragtesten Einstiegskompetenzen in der IT. Wer die grundlegenden Mechanismen verstanden hat – Adressierung, Routing, Protokolle, Diagnose – kann in nahezu jedem IT-Umfeld produktiv mitwirken, Probleme einordnen und mit Spezialisten kommunizieren. Das Zertifikat im Bereich Netzwerk Fundamentals ist ein verbreiteter Nachweis für dieses Grundlagenwissen und wird von vielen Arbeitgebern beim Einstieg in IT-Berufe erwartet oder geschätzt. Der Kurs hat außerdem eine strategische Funktion als Sprungbrett: Wer die Fundamentals beherrscht, kann sich anschließend in spezialisiertere Bereiche vorarbeiten – etwa Netzwerksicherheit, Cloud-Netzwerke oder Netzwerkautomatisierung. Das Fundament, das dieser Kurs legt, bleibt auch dann relevant, wenn man später in abstraktere Technologieschichten aufsteigt, weil die grundlegenden Mechanismen unverändert bleiben. Für Personen, die aus anderen Berufsfeldern in die IT wechseln, bietet dieser Kurs zudem die strukturierte Möglichkeit, Wissenslücken zu schließen, die beim selbstständigen Lernen oft unbemerkt bleiben. Die Prüfung am Ende gibt dem erworbenen Wissen eine überprüfbare und bescheinigungsfähige Form.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Grundlegende Computerkenntnisse reichen als Einstiegsvoraussetzung aus. Der Kurs beginnt bei den Netzwerkfundamentals und setzt keine bestehenden Netzwerkkenntnisse voraus. Wer im Alltag sicher mit einem Computer umgeht, kann direkt einsteigen.
Welches Zertifikat wird am Ende erworben?
Nach Bestehen der Prüfung erhalten Teilnehmende ein international anerkanntes Herstellerzertifikat im Bereich Netzwerk Fundamentals sowie eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung.
Ist der Kurs auch für Quereinsteiger geeignet?
Ja. Der Kurs wurde explizit so konzipiert, dass Personen ohne IT-Ausbildung einsteigen können. Das Zertifikat kann den Einstieg in IT-Administration oder Support deutlich erleichtern.
Welche Themen sind besonders prüfungsrelevant?
IP-Adressierung, Subnetting, das OSI-Modell, gängige Protokolle und grundlegende Sicherheitskonzepte sind in nahezu allen Netzwerk-Fundamentals-Prüfungen zentral. Der Kurs bereitet gezielt auf diese Bereiche vor.
Kann man den Kurs in Teilzeit absolvieren?
Ja. Der Kurs wird sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten, je nach Anbieter und verfügbaren Terminen.
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