Überblick
Dieser Kurs ist ein vollständiger Quereinstiegspfad in die Cloud-Welt: Er führt Teilnehmende ohne Cloud-Vorerfahrung Schritt für Schritt durch fünf aufeinander aufbauende Zertifizierungsebenen – von den Grundlagen beider führenden Cloud-Plattformen bis hin zu fortgeschrittener Sicherheits- und Architekturkompetenz auf Azure. Das Spektrum reicht von AWS Cloud Practitioner (CLF-C02) und Azure Fundamentals (AZ-900) über den Azure Administrator Associate (AZ-104) und den Azure Security Engineer Associate (AZ-500) bis zur anspruchsvollen Azure Solutions Architect Expert-Zertifizierung (AZ-305). Wer diesen Pfad abschließt, hat damit nicht einen einzelnen Kurs belegt, sondern eine vollständige Cloud-Karriere grundgelegt.
Kursinhalte & Lernziele
Block 1 – AWS Cloud Practitioner (CLF-C02) und Azure Fundamentals (AZ-900): Der Einstieg in diesen Lernpfad legt das konzeptionelle Fundament für beide Cloud-Plattformen. Auf AWS-Seite werden Cloud-Konzepte, Kernservices (EC2, S3, RDS, VPC, IAM), Abrechnungsmodelle und das Shared-Responsibility-Modell behandelt. Auf Azure-Seite stehen die grundlegenden Konzepte (Ressourcengruppen, Regionen, Verfügbarkeitszonen, Azure Resource Manager) sowie erste Azure-Dienste für Compute, Netzwerk, Speicher und Datenbanken im Mittelpunkt.
- AWS Cloud Concepts: IaaS, PaaS, SaaS, Vorteile der Cloud
- AWS Kernservices: EC2-Instanztypen, S3-Speicherklassen, VPC, IAM-Grundlagen
- AWS Billing und Pricing: Pay-as-you-go, Reserved Instances, Cost Explorer
- Azure-Kernkonzepte: Abonnements, Ressourcengruppen, Verwaltungsgruppen
- Azure-Regionen und Verfügbarkeitszonen – Unterschied zu AWS-Availability-Zones
- Erste Azure-Dienste: Azure Compute, Azure Storage, Azure Networking Grundlagen
Block 2 – Azure Administrator Associate (AZ-104): Aufbauend auf den Fundamentals-Kenntnissen vermittelt dieser Block die vollständige operative Verwaltung von Azure-Umgebungen. Identitätsverwaltung in Azure Active Directory, RBAC, virtuelle Netzwerke, standortübergreifende Konnektivität, Speicherlösungen, virtuelle Maschinen und Azure Monitor werden umfassend behandelt.
- Azure Active Directory: Benutzer, Gruppen, externe Identitäten, RBAC
- Azure Policy und Governance: Compliance automatisiert durchsetzen
- Virtuelle Netzwerke, Subnetting, NSGs und Application Security Groups
- VPN-Gateway, ExpressRoute und Virtual Network Peering
- Azure Storage: Blob, Files, Queues – Zugriffsebenen und Sicherheit
- Virtuelle Maschinen, Scale Sets, Azure Backup und Azure Monitor
Block 3 – Azure Security Engineer Associate (AZ-500): Sicherheit ist in Cloud-Umgebungen keine optionale Ergänzung, sondern eine Kernaufgabe. Dieser Block behandelt Azure-Sicherheit in der Tiefe: Identitäts- und Zugriffsschutz, Bedrohungserkennung, Schwachstellenmanagement und die Absicherung von Datenspeicherlösungen. Microsoft Defender for Cloud steht dabei im Mittelpunkt als zentrales Sicherheits-Dashboard.
- Verwaltung der Ressourcensicherheit: Azure Security Center und Policies
- Identitätsdienste und Sicherheit: Privileged Identity Management, Conditional Access
- Implementierung des Bedrohungsschutzes: Microsoft Defender for Cloud, Sentinel-Grundlagen
- Identifizierung und Behebung von Schwachstellen: Vulnerability Assessment, Secure Score
- Datenspeichersicherheit: Verschlüsselung, Key Vault, Managed Identities
- Netzwerksicherheit: Azure Firewall, DDoS Protection, Private Endpoints
Block 4 – Azure Solutions Architect Expert (AZ-305): Als Krönung des Lernpfads steht die anspruchsvollste Zertifizierung im Azure-Ökosystem. Der AZ-305-Block lehrt, wie komplexe, skalierbare und resiliente Azure-Architekturen ganzheitlich entworfen werden. Anforderungen aus Datenspeicherung, Rechenkapazität, Netzwerk, Sicherheit und Governance werden zu kohärenten Gesamtarchitekturen zusammengeführt.
- Entwerfen von Identitäts- und Governancelösungen für Enterprise-Umgebungen
- Datenspeicherarchitekturen: relationale und nicht-relationale Dienste, Caching, CDN
- Entwerfen von Infrastrukturlösungen: VM, Kubernetes, App Service, Landing Zones
- Netzwerkarchitektur: Hub-Spoke-Topologien, Azure Virtual WAN, ExpressRoute-Design
- Business Continuity und Disaster Recovery: Backup-Strategien, Site Recovery, RTO/RPO
- Kostenoptimierung und Nachhaltigkeitserwägungen in Azure-Architekturen
Praxisübungen
- AWS-Grunddienste in der AWS-Konsole erkunden und erste EC2-Instanz starten
- Azure-Ressourcengruppe anlegen und erste Ressourcen über das Azure-Portal erstellen
- Azure Active Directory konfigurieren: Benutzer, Gruppen, RBAC-Zuweisung
- Virtuelles Netzwerk mit Subnetzen und NSG-Regeln erstellen
- Azure Storage Account mit verschiedenen Zugriffsebenen konfigurieren
- Virtuelle Maschine deployen, Backup einrichten und Monitoring aktivieren
- Azure Key Vault erstellen und Managed Identity für Anwendungszugriff konfigurieren
- Microsoft Defender for Cloud – Security Score auswerten und Empfehlungen umsetzen
- Schwachstellen-Assessment für eine VM durchführen und Ergebnisse interpretieren
- Azure Firewall und NSG-Regeln kombinieren und Netzwerkdatenverkehr analysieren
- Architektur-Workshop: Anforderungen in ein Azure-Lösungsdesign übersetzen
- Disaster-Recovery-Szenario: Azure Site Recovery konfigurieren und Failover-Test durchführen
Alle Übungsumgebungen sind für reale Azure- und AWS-Konsolen konfiguriert. Die Szenarien orientieren sich an den jeweiligen Prüfungsdomänen, sodass Lerninhalt und Prüfungsvorbereitung organisch zusammenwachsen.
Lernziele:
Nach Abschluss aller Kursabschnitte können die Teilnehmenden
- grundlegende Cloud-Konzepte (IaaS, PaaS, SaaS, Shared Responsibility Model) auf AWS und Azure anwenden
- AWS-Basisdienste für Compute, Storage, Netzwerk und Datenbanken benennen und einordnen
- Azure-Kernkonzepte (Ressourcengruppen, Abonnements, Verwaltungsgruppen) strukturiert erklären
- Azure-Ressourcen administrieren: Identitäten, Netzwerke, Speicher, virtuelle Maschinen und Monitoring
- Sicherheitskonzepte in Azure implementieren: Identitätsschutz, Bedrohungsschutz, Schwachstellenmanagement
- Azure-Sicherheitsarchitektur entwerfen: Zero Trust, Defense in Depth, Microsoft Defender-Lösungen
- komplexe Azure-Infrastrukturlösungen architektonisch konzipieren und dokumentieren
- Anforderungen an Datenspeicherung, Netzwerke und Rechenkapazität in skalierbare Architekturen übersetzen
- Multi-Cloud-Überlegungen zwischen AWS und Azure abwägen und erklären
- alle fünf Zertifizierungsprüfungen (CLF-C02, AZ-900, AZ-104, AZ-500, AZ-305) inhaltlich vorbereitet angehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs ist explizit als Quereinstiegs-Intensivpfad konzipiert und richtet sich an Personen mit solider IT-Vorbildung, die Cloud-Computing als neues Karrierefeld erschließen wollen.
- Fachinformatiker:innen oder Netzwerktechniker:innen, die in Cloud-Rollen wechseln
- IT-Generalist:innen mit Netzwerk- und Systemhintergrund, die sich auf Cloud spezialisieren
- Personen mit IT-Studium oder gleichwertiger Berufserfahrung, die alle führenden Cloud-Zertifizierungen auf einen Pfad zusammenzuführen suchen
- Erfahrene IT-Fachleute, die fehlende Cloud-Sicherheits- und Architekturqualifikationen ergänzen wollen
Zwingend erforderlich sind Expertenkenntnisse im Umgang mit PC-Systemen und fundierte Kenntnisse in der Netzwerktechnik. Eine abgeschlossene IT-Ausbildung (z. B. als Fachinformatiker:in Systemintegration) oder ein IT-Studium sind nicht zwingend notwendig, aber von klarem Vorteil. Englischkenntnisse auf B2-Niveau sind erforderlich, da Dokumentationen, Übungsumgebungen und alle fünf Prüfungen auf Englisch gehalten sind. Deutschkenntnisse werden auf mindestens A2-Niveau vorausgesetzt, wobei B2 für aktive Teilnahme am Unterricht empfohlen wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs folgt dem Combined-Learning-Format mit synchronen Unterrichtsphasen und begleitenden Selbststudiumsanteilen im Vollzeitmodus. Jeder Zertifizierungsblock wird als in sich geschlossenes Modul unterrichtet, das auf dem vorherigen aufbaut. Instruktionsphasen werden durch Laborarbeit in echten AWS- und Azure-Konsolen ergänzt. Die Vollzeitstruktur ermöglicht intensives, konzentriertes Lernen und ist darauf ausgelegt, den Übergang in eine Cloud-Berufsrolle in möglichst kurzer Zeit zu ermöglichen.
Als Quereinstiegspfad mit fünf aufeinander aufbauenden Zertifizierungsebenen ist dieser Kurs wesentlich umfangreicher als einzelne Zertifizierungsvorbereitungen. Der genaue Zeitraum richtet sich nach Kursformat und Anbieter; angesichts des Inhaltsumfangs (CLF-C02 + AZ-900 + AZ-104 + AZ-500 + AZ-305) sind mehrere Wochen im Vollzeitformat realistisch.
Nach Kursabschluss erhalten die Teilnehmenden eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung. Die fünf externen Zertifizierungen werden separat abgelegt: AWS Certified Cloud Practitioner (CLF-C02) bei AWS-akkreditierten Prüfungszentren sowie die vier Microsoft-Zertifizierungen (AZ-900, AZ-104, AZ-500, AZ-305) bei Pearson VUE. Bei Bestehen aller Prüfungen erwerben die Teilnehmenden je ein offizielles AWS- bzw. Microsoft-Zertifikat, die weltweit als branchenstandard anerkannt sind.
Nutzen & Perspektiven
Wer diesen Lernpfad vollständig absolviert, verfügt über eine der breitesten Cloud-Qualifikationsprofile auf dem deutschen Arbeitsmarkt: die Kombination aus AWS-Grundkenntnissen und dem vollständigen Azure-Administrator-Security-Architect-Stapel ist selten und entsprechend begehrt. Gerade Unternehmen in Cloud-Transformationsphasen – also derzeit nahezu alle mittelgroßen und großen Organisationen – suchen Fachleute, die sowohl eine Cloud-Plattform administrieren als auch Sicherheitsanforderungen einschätzen und Architekturen entwerfen können. Der Multi-Zertifizierungs-Ansatz dieses Kurses ist strategisch durchdacht: Die fünf Zertifikate bauen so aufeinander auf, dass keine Wiederholung entsteht, sondern jede Stufe das Vorwissen voraussetzt und erweitert. Wer mit Cloud Practitioner und Azure Fundamentals startet, versteht beim AZ-104-Block bereits, warum bestimmte Netzwerkkonzepte so gestaltet sind. Wer beim AZ-500-Block Sicherheitsarchitektur lernt, kann beim AZ-305-Block sofort auf diesem Wissen aufbauen. Diese kumulative Lernstruktur ist effizienter als das separate Belegen einzelner Kurse. Mit fünf anerkannten Cloud-Zertifizierungen in der Hand ist der Einstieg in Rollen wie Cloud Administrator, Cloud Security Engineer oder Cloud Solutions Architect realistisch – und das nach einer einzigen, fokussierten Weiterbildungsphase. Das macht diesen Kurs zu einer der wirkungsvollsten Karriere-Investitionen für IT-Fachleute, die den Schritt in die Cloud-Welt noch vor sich haben oder systematisch vervollständigen wollen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche fünf Zertifizierungen bereitet dieser Kurs vor?
Der Kurs bereitet auf AWS Certified Cloud Practitioner (CLF-C02), Microsoft Azure Fundamentals (AZ-900), Azure Administrator Associate (AZ-104), Azure Security Engineer Associate (AZ-500) und Azure Solutions Architect Expert (AZ-305) vor. Die Prüfungen werden separat bei den jeweiligen Anbietern abgelegt.
Welche Vorkenntnisse sind für diesen Kurs zwingend erforderlich?
Expertenkenntnisse in der PC-Systemverwaltung und fundierte Netzwerkkenntnisse sind Pflicht. Englisch auf B2-Niveau ist zwingend, da Dokumentationen, Übungsumgebungen und alle Prüfungen auf Englisch sind. Eine abgeschlossene IT-Ausbildung ist von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.
Warum kombiniert dieser Kurs AWS und Azure?
Die Kombination aus AWS-Grundlagenzertifizierung und dem vollständigen Azure-Qualifikationspfad schafft ein breites, marktrelevantes Cloud-Profil. Viele Unternehmen nutzen beide Plattformen oder sind dabei, von einer zur anderen zu wechseln. Wer beide Ökosysteme kennt, ist flexibler einsetzbar.
Wie lange dauert der Kurs und wie ist er strukturiert?
Angesichts des Umfangs von fünf Zertifizierungsblöcken (AWS + vier Azure-Stufen) sind mehrere Wochen im Vollzeitformat realistisch. Der Kurs folgt dem Combined-Learning-Ansatz: Instruktionsphasen wechseln sich mit Laborarbeit in echten AWS- und Azure-Konsolen ab.
Erhalte ich direkt die fünf Zertifikate nach dem Kurs?
Nein – die offiziellen Zertifikate werden durch das Bestehen der externen Prüfungen erworben: AWS CLF-C02 bei einem AWS-akkreditierten Prüfungszentrum, die vier Microsoft-Zertifizierungen bei Pearson VUE. Vom Kursanbieter erhalten Sie nach Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.
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