Überblick
Der Kurs SC-5006 "Get Started with Microsoft Copilot for Security" vermittelt einen strukturierten Einstieg in Microsofts KI-gestützten Sicherheitsassistenten. Im Mittelpunkt stehen die Grundprinzipien, die Einrichtung und die praxisnahe Anwendung von Microsoft Copilot im Kontext der Unternehmens-IT-Sicherheit. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie die KI-Plattform nahtlos in vorhandene Sicherheitswerkzeuge integriert wird, wie sie zur Automatisierung von Routineaufgaben genutzt werden kann und wie Sicherheitsbedrohungen mit KI-Unterstützung schneller erkannt und behoben werden. Das kombinierte Lernformat aus Präsenz- und Online-Einheiten sorgt für maximale Flexibilität ohne Einbußen bei der Lernqualität.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul gibt einen Überblick über die Plattform und ihren Platz im Microsoft-Security-Stack. Teilnehmerinnen und Teilnehmer verstehen, warum generative KI speziell im Security Operations Center einen Paradigmenwechsel darstellt und welche konkreten Alltagsprobleme Copilot for Security löst.
- Einführung in generative KI für Sicherheitsoperationen
- Produktarchitektur: wie Copilot for Security auf Microsoft Azure aufgebaut ist
- Abgrenzung zu Microsoft Defender, Microsoft Sentinel und anderen Security-Produkten
- Lizenzmodell und Kapazitätsverwaltung (Security Compute Units)
- Überblick über Plugins und Erweiterungen
- Erste Anmeldung und Navigation in der Copilot-for-Security-Oberfläche
Das zweite Modul deckt Einrichtung und Konfiguration ab. Hier wird der praktische Setup-Prozess Schritt für Schritt durchgearbeitet, damit Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Lösung ohne externe Unterstützung in einer eigenen Umgebung aufsetzen können.
- Voraussetzungen und Rollenanforderungen für die Einrichtung
- Aktivierung im Microsoft Admin Center und Lizenzierung
- Plugin-Konfiguration für Microsoft Defender XDR, Sentinel und externe Quellen
- Berechtigungskonzept: Global Administrator vs. Security Administrator vs. Security Analyst
- Datenschutzeinstellungen und Einwilligungsmanagement
- Erste Testabfragen mit vorhandenen Sicherheitsdaten
Das dritte Modul widmet sich Bedrohungserkennung und Incident-Response mit KI-Unterstützung. Praxisnahe Szenarien vermitteln, wie Analysten mit Copilot for Security Zeit gewinnen und Fehler reduzieren.
- Automatische Vorfallzusammenfassung und priorisierte Handlungsempfehlung
- KI-gestützte Kill-Chain-Analyse und Taktiken/Techniken-Mapping (MITRE ATT&CK)
- Threat Intelligence mit Copilot for Security abfragen und auswerten
- Integration mit Microsoft Sentinel: Playbooks und Workbooks ergänzen
- Erstellung und Nutzung von Promptbooks für wiederkehrende SOC-Workflows
Praxis-Block — Hands-on-Übungen und Laboraufgaben Die praktischen Einheiten stellen sicher, dass Teilnehmende nicht nur die Oberfläche kennen, sondern typische SOC-Szenarien eigenständig mit Copilot for Security bearbeiten können.
- Labor 1: Copilot for Security in einer Lab-Umgebung aktivieren und konfigurieren
- Labor 2: Einen simulierten Sicherheitsvorfall mithilfe von Copilot analysieren
- Labor 3: Eigenes Promptbook für eine häufige Abfragesequenz erstellen
- Labor 4: Berechtigungsmodell anpassen und Rollenverifizierung testen
- Labor 5: Integration mit Microsoft Defender XDR testen
- Labor 6: Threat-Intelligence-Bericht mit Copilot for Security generieren
- Fallstudie: Phishing-Kampagne mit KI-Unterstützung end-to-end untersuchen
- Übung: MITRE-ATT&CK-Techniken zu einem simulierten Angriff zuordnen
- Reflexionsaufgabe: Automatisierungspotenzial im eigenen SOC einschätzen
- Gruppenaufgabe: Promptbook-Bibliothek für ein fiktives SOC-Team strukturieren
- Präsentation: Ergebnisse eines simulierten Vorfalls mit Copilot-Unterstützung vorstellen
- Abschlussdiskussion: Best Practices und Grenzen von KI im SOC-Betrieb
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses verfügen Teilnehmende über ein fundiertes Verständnis der Architektur und der Einsatzmöglichkeiten von Microsoft Copilot for Security. Sie können die Lösung eigenständig konfigurieren und in bestehende Sicherheitsprozesse integrieren. Im Einzelnen werden folgende Kompetenzen erworben.
- Architektur und Funktionsweise von Microsoft Copilot for Security erläutern
- Den Unterschied zu generischen Copilot-Angeboten und anderen Microsoft-Sicherheitsprodukten benennen
- Microsoft Copilot for Security in einer Testumgebung einrichten und aktivieren
- Integration mit Microsoft Sentinel, Microsoft Defender und weiteren Security-Tools konfigurieren
- Sicherheitsvorfälle mithilfe von KI-generierten Zusammenfassungen und Handlungsempfehlungen priorisieren
- KI-gestützte Bedrohungsanalysen durchführen und Ergebnisse interpretieren
- Angriffsketten (Kill Chains) mit Copilot for Security rekonstruieren und dokumentieren
- Automatisierungsworkflows für wiederkehrende SOC-Aufgaben anlegen
- Promptbooks entwickeln, um häufige Sicherheitsabfragen zu standardisieren
- Datenschutz- und Compliance-Anforderungen beim Einsatz von Copilot for Security einhalten
- Berechtigungskonzepte und Rollen innerhalb der Copilot-for-Security-Plattform verwalten
- Leistungsgrenzen und Best Practices für den produktiven Einsatz beschreiben
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs ist für IT-Sicherheitsfachleute konzipiert, die bereits im Bereich Security Operations, Incident Response oder Sicherheitsadministration tätig sind und ihre Arbeitsprozesse durch KI-Unterstützung effizienter gestalten wollen.
- Security Analysts und SOC-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter
- Microsoft Defender- und Microsoft Sentinel-Administratoren
- Incident-Response-Spezialisten und Threat-Hunter
- IT-Sicherheitsverantwortliche, die die Einführung von Copilot for Security planen
- Cloud-Security-Architects mit Microsoft-Azure-Fokus
Empfohlen werden Grundkenntnisse in der Microsoft-Sicherheitslandschaft, insbesondere im Umgang mit Microsoft Defender oder Microsoft Sentinel. Kenntnisse in grundlegenden Konzepten der Bedrohungserkennung und des Incident Managements erleichtern den Einstieg erheblich. Ein persönliches Beratungsgespräch erstellt einen individuellen Lernplan. Teilnehmende ohne Microsoft-Security-Hintergrund profitieren von einem vorgelagerten Überblickskurs zu Microsoft 365 Defender oder Microsoft Sentinel.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet theoretische Grundlagen mit direkten Laborübungen in praxisnahen Umgebungen. Hands-on-Labs simulieren reale SOC-Szenarien, damit Gelerntes sofort angewendet und verinnerlicht werden kann. Das Format wechselt zwischen Instruktions-Einheiten und eigenständig bearbeiteten Laboraufgaben, wobei Trainerinnen und Trainer jederzeit für Rückfragen bereitstehen. Sowohl Präsenz- als auch Online-Durchführungen sind möglich, Combined-Learning-Varianten kombinieren beide Formate.
Die Weiterbildung dauert in der Regel mehrere Tage bis zu einer Woche bei Vollzeitteilnahme. Einige Anbieter bieten erweiterte Varianten mit mehr Labortiefe an, die bis zu einem Monat dauern können. In Teilzeit verlängert sich der Umfang entsprechend. Ein vorab vereinbarter Lernplan stellt sicher, dass Umfang und Tempo zur individuellen Situation passen.
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Teilnehmende ein international anerkanntes Microsoft-Herstellerzertifikat für den Kurs SC-5006 sowie eine Lehrgangsbescheinigung des Trägers. Das Zertifikat dokumentiert die erworbenen Kenntnisse rund um Microsoft Copilot for Security und kann als Nachweis für interne Qualifizierungsprogramme und externe Bewerbungen genutzt werden.
Nutzen & Perspektiven
Der Fachkräftemangel im Bereich Cybersicherheit ist eines der drängendsten Probleme moderner Unternehmen. KI-gestützte Werkzeuge wie Microsoft Copilot for Security können diesen Engpass mildern, indem sie erfahrene Analysten bei zeitaufwändigen Routineaufgaben entlasten und ihnen erlauben, sich auf komplexe Entscheidungen zu konzentrieren. Wer Copilot for Security produktiv einsetzen kann, ist in SOC-Teams ein gefragtes Profil — sowohl als interner Fachmann als auch als externer Dienstleister. Die frühzeitige Qualifizierung auf dieser Plattform bietet einen klaren Wettbewerbsvorteil: Microsoft Copilot for Security ist ein schnell wachsendes Produkt, das in Unternehmen weltweit eingeführt wird. Wer schon heute die Einrichtungs- und Konfigurationsexpertise mitbringt, ist bei internen Rollout-Projekten erste Ansprechperson und kann maßgeblich die Qualität und Geschwindigkeit der Implementierung beeinflussen. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Ergänzend kommen das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht. Ein individuelles Beratungsgespräch klärt, welche Förderform jeweils sinnvoll ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet Microsoft Copilot for Security von anderen Copilot-Produkten?
Microsoft Copilot for Security ist speziell für Sicherheitsoperationen entwickelt und arbeitet direkt mit Microsofts Sicherheitsdaten aus Defender, Sentinel und anderen Quellen zusammen. Es ist kein generischer KI-Assistent, sondern ein auf Bedrohungsanalyse und Incident-Response spezialisiertes Werkzeug.
Welche Vorkenntnisse sind für SC-5006 empfohlen?
Grundkenntnisse im Microsoft-Sicherheitsbereich, etwa im Umgang mit Microsoft Defender oder Sentinel, sind empfohlen. Ein persönliches Beratungsgespräch hilft dabei, einen passenden Lernplan für die eigene Ausgangssituation zu erstellen.
Wie lange dauert der Kurs?
Das Grundformat dauert mehrere Tage bis zu einer Woche in Vollzeit. Erweiterte Varianten mit mehr Labortiefe können bis zu einem Monat in Anspruch nehmen. Teilzeitoptionen stehen auf Anfrage zur Verfügung.
Kann der Kurs über Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über Bildungsgutschein grundsätzlich möglich. Ein individuelles Beratungsgespräch klärt die genaue Förderoption sowie mögliche Alternativen wie das Qualifizierungschancengesetz.
Führt SC-5006 zu einer Microsoft-Zertifizierungsprüfung?
SC-5006 ist ein offizieller Microsoft-Kurs mit Herstellerzertifikat. Es handelt sich um einen Einführungskurs; für ein formales Examen (wie SC-200) sind weiterführende Kurse und eine separate Prüfungsanmeldung erforderlich.
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