Überblick
Diese umfassende Weiterbildung führt erfahrene IT-Fachleute zur vollen Spezialisierung auf Windows Server 2016, VMware-Virtualisierung und ITIL-basiertes IT-Service-Management. Die Teilnehmenden erarbeiten alle Inhalte der offiziellen Microsoft-Trainings MOC 20740, 20741 und 20742 sowie der fortgeschrittenen Infrastruktur-Module MOC 20413 und MOC 20414, ergänzt durch VMware-vSphere-Administration und das ITIL-Foundation-Zertifizierungsprogramm. Hinzu kommen die Exchange-Server-Module MOC 20341 und MOC 20342 für Messaging-Infrastruktur. Das Ergebnis ist eine breit aufgestellte Server-Expertise, die vom Betrieb hochverfügbarer Datenzentren über Virtualisierung bis zur strukturierten IT-Serviceerbringung reicht.
Kursinhalte & Lernziele
Windows Server 2016 – Installation, Storage und Compute (MOC 20740) Der erste Block legt die Grundlage für alle weiteren Server-Themen. Die Teilnehmenden installieren und konfigurieren Windows Server 2016 in verschiedenen Bereitstellungsszenarien, richten Speicher- und Rechenkapazitäten ein und lernen die Grundarchitektur des modernen Microsoft-Rechenzentrumsbetriebs kennen. Besonderer Fokus liegt auf Hyper-V als Virtualisierungsplattform.
- Nano Server, Server Core und vollständige Server-Installation konfigurieren
- Speichertechnologien: iSCSI, Fibre Channel, Storage Spaces und Storage Spaces Direct
- Hyper-V unter Windows Server 2016: virtuelle Maschinen, Switches und Ressourcensteuerung
- Cluster-Shared-Volumes und Scale-Out File Server für hochverfügbaren Speicher einrichten
- Windows Server Container und Nano Server als moderne Bereitstellungsoptionen
- Performance-Monitoring und Kapazitätsplanung für Compute- und Storage-Ressourcen
Windows Server 2016 – Networking (MOC 20741) Netzwerkdienste sind das Rückgrat jeder Serverinfrastruktur. Dieser Block behandelt alle relevanten Netzwerkkomponenten unter Windows Server 2016, von klassischen DNS- und DHCP-Diensten bis hin zu modernen Software-Defined-Networking-Konzepten.
- DNS-Server konfigurieren: Zonen, Einträge, Weiterleitung und DNSSEC
- DHCP-Dienste einrichten und hochverfügbar betreiben
- IP-Adressverwaltung mit IPAM zentral steuern
- VPN-Lösungen und Direct Access für Remote-Zugriff implementieren
- Software Defined Networking (SDN) und Network Virtualization
- Network Load Balancing und Failover Clustering für Netzwerkdienste
Windows Server 2016 – Identität (MOC 20742) und Infrastrukturdesign (MOC 20413 + MOC 20414) Identitätsmanagement und übergreifendes Infrastrukturdesign werden in diesem kombinierten Block behandelt. Active Directory ist das Herzstück unternehmensweiter Windows-Infrastrukturen, und seine korrekte Planung und Implementierung ist entscheidend für Sicherheit und Verwaltbarkeit. Die fortgeschrittenen Design-Module erweitern die Perspektive auf vollständige Rechenzentrumsarchitekturen.
- Active Directory Domain Services in verteilten und komplexen Umgebungen verwalten
- AD FS für Federated Identity und Single Sign-On konfigurieren
- AD RMS für Rechteverwaltung und Informationsschutz einsetzen
- Windows Server Infrastructure entwerfen: Sites, Replikation, Namensräume
- Hochverfügbarkeit planen: Failover Clustering, Network Load Balancing und Site Recovery
- Advanced Server Infrastructure implementieren: Branch Office, Cloud-Integration, Sicherheitszone
VMware vSphere – Install, Configure, Manage VMware vSphere ist in vielen Unternehmen die primäre Virtualisierungsplattform. Dieser Block vermittelt alle Fähigkeiten, die für Installation, Konfiguration und täglichen Betrieb einer vSphere-Infrastruktur erforderlich sind, und ergänzt damit die Windows-Server-Virtualisierungskenntnisse um eine marktführende Alternative.
- ESXi-Hosts und vCenter Server installieren und konfigurieren
- Virtuelle Maschinen erstellen, klonen, migrieren und verwalten
- vSphere Networking: Standard Virtual Switches und Distributed Virtual Switches
- vSphere Storage: VMFS, NFS, vSAN und Storage vMotion
- Resource Pools, DRS und High Availability für optimale Ressourcennutzung
- vSphere Updates und Patch Management mit vSphere Update Manager
Microsoft Exchange Server (MOC 20341 + MOC 20342) und ITIL Foundation Der abschließende Block kombiniert Exchange-Server-Administration und IT-Service-Management nach ITIL. Exchange-Kenntnisse ergänzen die Infrastrukturexpertise um eine der meistgenutzten Business-Anwendungen, während ITIL die Brücke zur strukturierten Serviceerbringung schlägt.
- Exchange Server 2013: Empfänger, Compliance und Datensicherung
- Exchange-Hochverfügbarkeit: Database Availability Groups konfigurieren
- Fortschrittliche Exchange-Lösungen: Unified Messaging, Archivierung und DLP
- ITIL-Foundation-Konzepte: Servicelebenszyklus und fünf Kernprozesse
- Incident Management, Problem Management und Change Management nach ITIL
- Kontinuierliche Serviceverbesserung und Service Level Agreements
Praxisblock: Labs und Szenarien Die virtuellen Laborumgebungen decken alle Kursbereiche ab und ermöglichen den Aufbau einer kompletten Testinfrastruktur aus Windows Servern, VMware-Hosts und Exchange-Servern. Die Praxisarbeit macht den größten Teil des Kurses aus.
- Windows Server 2016 Core in einer Domäne installieren und konfigurieren
- Hyper-V-Cluster mit Shared Storage und Live Migration aufbauen
- VMware-ESXi-Host installieren, in vCenter aufnehmen und VMs migrieren
- DNS-, DHCP- und IPAM-Lösung für ein fiktives Unternehmensnetzwerk einrichten
- Active Directory mit mehreren Standorten, Replikation und Sites-and-Services konfigurieren
- AD FS für Single Sign-On zwischen zwei Domänen einrichten
- Exchange-Server-Umgebung installieren und Database Availability Group konfigurieren
- VMware-Storage-Konfiguration: VMFS-Datastores und vSAN-Grundkonfiguration
- ITIL-Fallstudie: Incident- und Change-Management-Prozess für ein IT-Team entwerfen
- Disaster-Recovery-Test: Failover Clustering und Site Recovery simulieren
- Security-Audit: Schwachstellen in der konfigurierten Infrastruktur identifizieren
- Abschluss-Lab: vollständige Unternehmensinfrastruktur aus Server, VMware, Exchange und ITIL-Governance aufbauen und dokumentieren
Die Unterlagen zu allen Trainingsmodulen werden mitgeliefert und dienen nach dem Kurs als Nachschlagewerk im beruflichen Alltag. Die Labs werden von Trainern mit langjähriger Rechenzentrumsexpertise begleitet, die realitätsnahe Einblicke in typische Betriebsszenarien geben.
Lernziele:
- Windows Server 2016 installieren, konfigurieren und administrieren – von Storage bis Compute
- Netzwerkdienste unter Windows Server 2016 einrichten: DNS, DHCP, IP-Adressverwaltung und Software-Defined Networking
- Identitätslösungen mit Active Directory Domain Services, AD FS und AD RMS planen und implementieren
- Komplexe Windows-Server-Infrastrukturen entwerfen und auf Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit auslegen
- Hyper-V-Virtualisierung unter Windows Server 2016 konfigurieren und betreiben
- VMware vSphere installieren, konfigurieren und verwalten – Hosts, vCenter und virtuelle Maschinen
- VMware-Netzwerke (Standard und Distributed Virtual Switches) und Storage-Konfigurationen umsetzen
- Exchange-Server-Kernlösungen und fortgeschrittene Messagingfunktionen administrieren
- ITIL-Foundation-Konzepte auf reale IT-Service-Szenarien anwenden
- Servicestrategie, Servicedesign, Serviceüberführung und Servicebetrieb nach ITIL strukturieren
- Sicherheitsarchitektur für heterogene Infrastrukturen aus Windows Server, VMware und Exchange konzipieren
- Disaster-Recovery- und Business-Continuity-Konzepte für Rechenzentrumsumgebungen entwerfen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese intensive Weiterbildung richtet sich an IT-Fachleute mit solider Windows-Server-Grundlage, die zur umfassenden Infrastrukturspezialisierung aufsteigen möchten.
- Systemadministratoren mit Windows-Server-Erfahrung (2008/2012), die auf 2016 upgraden
- IT-Fachleute, die VMware-Kenntnisse systematisch aufbauen oder vertiefen möchten
- Administratoren, die MCSE Server Infrastructure oder MCSE Messaging anstreben
- IT-Service-Manager, die ITIL Foundation offiziell zertifizieren lassen möchten
- Senior-Administratoren, die ihr Kompetenzprofil für Führungsverantwortung erweitern
Fundierte Kenntnisse in Windows Server Administration (2008 oder 2012) sowie Grundkenntnisse in Netzwerktechnik und Active Directory sind Voraussetzung. Erfahrungen mit Virtualisierungstechnologien erleichtern den Einstieg in die VMware-Module. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, das Vorkenntnisse prüft und einen optimalen Lernplan erstellt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das Präsenzphasen für intensive Laborarbeit mit Online-Phasen für Theorievertiefung und Prüfungsvorbereitung verbindet. Virtuelle Laborumgebungen mit vorinstallierten Windows-Server-, VMware- und Exchange-Komponenten ermöglichen sofortiges praktisches Arbeiten ohne zeitaufwendige Eigeninstallation. Trainer mit Praxiserfahrung aus Rechenzentrumsumgebungen kommentieren typische Szenarien und geben Tipps für den realen Betrieb.
Aufgrund des umfangreichen Curriculums – sieben Microsoft-Trainingsmodule, VMware vSphere und ITIL Foundation – erstreckt sich die Weiterbildung typischerweise über mehr als sechs Monate bis zu einem Jahr, in manchen Varianten auch über drei bis sechs Monate. Vollzeit- und Teilzeitmodelle sind verfügbar, individuelle Starttermine können auf Anfrage vereinbart werden.
Nach Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Lehrgangszertifikat. Der Kurs bereitet auf mehrere anerkannte Zertifizierungen vor: die MCSE Server Infrastructure und MCSE Messaging von Microsoft sowie die ITIL-Foundation-Zertifizierung und das VMware-Zertifikat nach bestandener VCP-Prüfung. Diese Zertifikate dokumentieren die Expertise gegenüber Arbeitgebern und sind international anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
Wer diese Weiterbildung abschließt, verfügt über eine Infrastruktur-Expertise, die auf dem Arbeitsmarkt ausgesprochen gefragt ist. Windows-Server-2016-Spezialisten mit VMware-Kenntnissen und ITIL-Zertifizierung sind Generalisten mit echter Tiefe – sie können sowohl an der Technik schrauben als auch IT-Services strukturiert managen und gegenüber dem Business vertreten. Diese Kombination ist selten und entsprechend gut bezahlt. Die Breite des Curriculums – von Storage über Networking und Identity bis zu Messaging, Virtualisierung und Service Management – ist kein Zufall, sondern spiegelt die Anforderungen moderner Rechenzentren wider. Unternehmen suchen keine engen Spezialisten mehr, sondern T-shaped Professionals, die ein breites Fundament mit tiefer Expertise in Schlüsselbereichen verbinden. Diese Weiterbildung ist exakt darauf ausgerichtet. Bei AZAV-zertifizierten Trägern kann die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Je nach individueller Situation sind auch Förderungen nach dem Qualifizierungschancengesetz, der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD), Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung möglich. Die Vielfalt der Fördermöglichkeiten macht diese Weiterbildung für viele Berufstätige finanziell erreichbar.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse sind für diesen Kurs erforderlich?
Fundierte Kenntnisse in Windows Server Administration (2008 oder 2012) sowie Grundkenntnisse in Netzwerktechnik und Active Directory sind Pflicht. VMware-Vorkenntnisse erleichtern den Einstieg in die vSphere-Module, sind aber kein absolutes Muss. Das Beratungsgespräch vor dem Start ermöglicht eine individuelle Einschätzung.
Welche Zertifizierungen kann ich nach dem Kurs ablegen?
Der Kurs bereitet auf die MCSE Server Infrastructure und MCSE Messaging von Microsoft, die ITIL-Foundation-Zertifizierung und das VMware Certified Professional (VCP)-Zertifikat vor. Welche Prüfungen im Einzelnen abgelegt werden, wird im Beratungsgespräch nach individuellem Karriereziel abgestimmt.
Warum dauert der Kurs so lange?
Das Curriculum umfasst sieben Microsoft-Trainingsmodule (MOC 20740 bis 20742, 20413, 20414, 20341 und 20342), VMware vSphere Install/Configure/Manage und ITIL Foundation. Diese Breite und Tiefe erfordert ausreichend Zeit für echtes Verständnis – reine Prüfungspaukerei wäre auf diesem Niveau weder sinnvoll noch nachhaltig.
Werden die Laborumgebungen vom Kursanbieter gestellt?
Ja. Virtuelle Laborumgebungen mit vorinstallierten Windows-Server-, VMware-ESXi-, vCenter- und Exchange-Komponenten werden bereitgestellt. Die Teilnehmenden müssen keine eigene Hardware beschaffen. Alle Laborübungen finden in diesen gesicherten Umgebungen statt, sodass keine produktiven Systeme gefährdet werden.
Ist eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein grundsätzlich möglich. Zusätzlich kommen je nach Situation das Qualifizierungschancengesetz, der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Eine frühzeitige Beratung sichert die passende Förderung.
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- IT-Administrator2.683 Stellen
- Netzwerk-Servicetechniker/Netzwerk-Servicetechnikerin97 Stellen
- Windows Server Administrator17 Stellen