Überblick
Der Adobe Photoshop Aufbaukurs richtet sich an Anwenderinnen und Anwender, die die Grundlagen von Photoshop bereits beherrschen und ihre Kenntnisse nun auf das professionelle Niveau heben möchten. In Werbeagenturen, Druckereien, Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit und in der professionellen Fotografie gibt es zu Adobe Photoshop keine vergleichbare Alternative — insbesondere wenn es um die Vorbereitung von Daten für die Produktion geht. Der Kurs zeigt, wie Photoshop in seiner vollen Tiefe eingesetzt wird: von der technischen Farbkorrektur über das professionelle Freistellen bis hin zur Druckvorbereitung, Portraitretusche und der Arbeit mit Pfaden. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden den effizienten Einsatz von Adobe Bridge zur Asset-Verwaltung, die Automatisierung von Arbeitsschritten über Aktionen sowie den gezielten Einsatz moderner KI-Funktionen in Photoshop, die Gestaltungsprozesse erheblich beschleunigen. Das Ziel ist eine direkt in der kreativen Praxis einsetzbare Profi-Handlungskompetenz.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs baut auf Photoshop-Grundkenntnissen auf und erweitert diese gezielt um Profi-Techniken, die im Arbeitsalltag von Mediengestalterinnen, Fotografen und Grafikdesignerinnen entscheidend sind. Die Inhalte orientieren sich an den konkreten Anforderungen professioneller Produktionsumgebungen. Ein erster zentraler Themenblock ist die professionelle Arbeit mit Bildern und Workflows. Photoshop ist mehr als ein Bildbearbeitungsprogramm — es ist eine Produktionsplattform, die mit dem gesamten Adobe-Ökosystem verzahnt ist. Adobe Bridge als Asset-Management-Werkzeug steht dabei am Anfang eines professionellen Workflows.
- Adobe Bridge: Navigation, Bildvorschau, Batch-Umbenennung und Stapelverarbeitung
- Verwaltung und Pflege von Metadaten und Keywords in Bridge
- Camera Raw als Filter und Entwicklungsumgebung für RAW- und JPEG-Dateien
- Nicht-destruktive Bearbeitung: Smart Objects, Smart Filter und deren Einsatzmöglichkeiten
- Farbraum- und Profilmanagement: sRGB, AdobeRGB, ProPhoto und deren Konvertierung
Im zweiten Themenblock liegt der Fokus auf fortgeschrittenem Freistellen und dem professionellen Einsatz von Ebenen und Masken. Diese Kernkompetenz entscheidet über die Qualität von Compositing-Ergebnissen und Montagearbeiten.
- Auswahlwerkzeuge im Vergleich: Magnetisches Lasso, Schnellauswahl, Objektauswahl, Farbbereich
- Auswahlkante verfeinern: Kantenglättung, Kontrastverstärkung, Haareflächen präzise freistellen
- Pixelmasken: Erstellung, Bearbeitung und Kombination mit Ebenenstapeln
- Vektormasken aus Pfaden: Verwendung im Layout und für scharfkantige Freisteller
- Einstellungsebenen und Schnittmasken: nicht-destruktive Korrekturen auf bestimmte Ebenen begrenzen
Im dritten Bereich geht es um technische Farbkorrektur und Druckvorbereitung, die für alle medienproduzierenden Berufe unverzichtbar ist. Hier lernen die Teilnehmenden, wie Farbe physikalisch und drucktechnisch korrekt behandelt wird.
- Tonwert- und Gradationskurven: systematische Helligkeits- und Kontrastkorrektur
- Lab-Farbraum für selektive Farbkorrekturen und Sättigungsanpassungen
- CMYK-Umwandlung: Profilwahl, Farbraumkomprimierung und Druckprüfung
- Bilder für den Offset- und Digitaldruck aufbereiten: Auflösung, Farbprofil, Beschnittrand
- PDF/X-Export und Druckformate: Anforderungen von Druckereien korrekt umsetzen
Ein vierter Block umfasst Pfade, Formen, Perspektive und Filter als kreative und technische Gestaltungsmittel.
- Pfade mit dem Zeichenstift-Werkzeug erstellen, bearbeiten und in Auswahlbereiche konvertieren
- Vektorformen und benutzerdefinierte Formen im kreativen und technischen Kontext
- Perspektivisches Transformieren und die Perspektivkorrektur-Funktion in der Praxis
- Weichzeichnerfilter: Gaußscher Weichzeichner, Feldweichzeichner und Objektivweichzeichner
- Schärfungsfilter: Unschärfemaske, Selektive Schärfe, Hochpass-Schärfung
Im abschließenden Praxismodul werden alle erlernten Fähigkeiten in umfassenden Produktionsübungen zusammengeführt. Realistische Projektaufgaben aus dem Berufsalltag ersetzen künstliche Lernszenarien.
- Portraitretusche: Hautretusche mit Frequenztrennung, Abwedeln und Nachbelichten
- Compositing: mehrere Bildebenen zu einem stimmigen Motiv zusammenführen
- Aktionen aufzeichnen, bearbeiten und als Batch-Verarbeitung auf Bildserien anwenden
- KI-Werkzeuge in Photoshop: Generative Fill für Bildergänzung und Hintergrundersatz
- Neural Filters: Portrait-Verbesserungen, Altersanpassung und Stilübertragung
- Videofunktionen in Photoshop: einfache Videobearbeitung und Exportoptionen
- Bilder für mobile Endgeräte: Auflösung, Exportvorgaben und Asset-Generierung
- Weboptimierung: Exportformate, Kompression und Metadaten für Web-Assets
- 3D-Grundlagen in Photoshop: Erstellung einfacher 3D-Visualisierungen
- Praxisprojekt: komplette Produktionsarbeit von der Rohdatei bis zum druckfertigen PDF
- Praxisprojekt: Web-Asset-Set aus einem Motiv für verschiedene Gerätegrößen erstellen
- Abschlussreflexion: persönliche Workflow-Optimierung auf Basis des Kurses
Der Kurs vermittelt nicht nur Werkzeugwissen, sondern auch das methodische Verständnis für professionelle Bildproduktionsprozesse — von der Asset-Verwaltung über die Bearbeitung bis zur medienspezifischen Ausgabe.
Lernziele:
- Fortgeschrittene Freistell-Techniken anwenden: Auswahlverfeinerung, Haare freistellen, komplexe Bildmotive sauber isolieren
- Ebenen und Maskenarten sicher einsetzen: Pixel-, Vektormasken, Einstellungsebenen und Schnittmasken gezielt nutzen
- Technische Farbkorrekturen durchführen: Tonwert- und Gradationskurven, Lab-Farbraum, CMYK-Umwandlung für den Druck
- Bilder für den professionellen Druck aufbereiten: Farbprofile, Auflösung, Beschnittzeichen, Druck-PDF-Export
- Pfade und Vektorformen zeichnen, bearbeiten und für Freisteller sowie Druckvorlagen nutzen
- Perspektivkorrekturen und perspektivische Transformationen professionell durchführen
- Portraitretusche mit Werkzeugen wie Reparaturpinsel, Bereichsreparatur, Frequenztrennung und Abwedeln/Nachbelichten
- Filter gezielt einsetzen: Weichzeichner, Schärfungsfilter, Korrekturfilter und Galeriefilter
- Adobe Bridge für Asset-Management, Batch-Umbenennung und Metadatenpflege nutzen
- Aktionen aufzeichnen, bearbeiten und zur Automatisierung von Workflows einsetzen
- Bilder für Web, mobile Endgeräte und verschiedene Ausgabemedien vorbereiten und optimieren
- KI-Funktionen in Photoshop (Generative Fill, Neural Filters) kennen und in den Workflow integrieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die bereits grundlegende Photoshop-Kenntnisse mitbringen und diese auf ein professionelles Produktionsniveau heben möchten. Die folgenden Berufsgruppen und Tätigkeitsfelder sind besonders angesprochen.
- Marketingfachleute und Mitarbeitende in Werbeabteilungen, die Bildmaterial eigenständig aufbereiten
- Grafikdesignerinnen und -designer, die für Print und Web produzieren
- Profifotografinnen und -fotografen mit eigenem Studio oder Auftragsfotografie
- Mitarbeitende in Druckereien, Werbeagenturen oder Medienproduktionstellen
- Architekten, Mode-, Textil-, Industrie- und Verpackungsdesignerinnen mit Photoshop-Einsatz in der Visualisierung
Ein sicherer Umgang mit dem PC und grundlegende Photoshop-Kenntnisse werden vorausgesetzt, da der Kurs als Aufbaukurs konzipiert ist und keine Einführung in die Programmoberfläche gibt. Räumliches Denken und ein kreatives Grundverständnis für Bildgestaltung sind hilfreich. Deutschkenntnisse auf B2-Niveau sind erforderlich. Wer noch keine Photoshop-Grundlagen mitbringt, sollte zunächst einen Grundkurs absolvieren.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im kombinierten Lernformat angeboten und verbindet Lehrdemonstrationen mit unmittelbaren Praxisübungen am eigenen Bildschirm. Jedes Thema wird zunächst demonstriert und dann eigenständig nachvollzogen. Realistische Produktionsaufgaben stellen sicher, dass das Gelernte direkt auf berufliche Anforderungen übertragbar ist. Die Nutzung eigener Bildmaterialien wird empfohlen, soweit möglich.
Die Weiterbildung dauert mehr als eine Woche und bis zu einem Monat. Sie wird überwiegend in Vollzeit, teils auch in Teilzeit angeboten. Der genaue Umfang variiert je nach Anbieter und gewähltem Lernformat.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Diese dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in der professionellen Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop und kann gegenüber Arbeitgebern und Auftraggebern im Kreativbereich als Qualifikationsnachweis vorgelegt werden.
Nutzen & Perspektiven
Adobe Photoshop ist die Standardsoftware für professionelle Bildbearbeitung und bleibt in nahezu allen medienproduzierenden Branchen unverzichtbar. Wer die Profi-Funktionen — insbesondere Druckvorbereitung, technische Farbkorrektur und professionelles Freistellen — sicher beherrscht, ist als Fachkraft in Agenturen, Druckereien und Mediabteilungen direkt einsetzbar und schafft messbar bessere Ergebnisse als reine Grundkenntnisträger. Die Integration moderner KI-Funktionen wie Generative Fill in den erlernten Workflow steigert zusätzlich die Produktivität. Kreativprofis, die sowohl klassische Bildbearbeitungskompetenzen als auch neue KI-gestützte Werkzeuge beherrschen, sind am Markt klar gefragt — weil sie Projekte schneller und mit höherer Qualität abschließen können. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Darüber hinaus kommen das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr sowie Leistungen der Deutschen Rentenversicherung als Förderinstrumente in Betracht. Die individuelle Fördersituation klärt der Anbieter gern im persönlichen Beratungsgespräch.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Grundkenntnisse in Photoshop für diesen Kurs?
Ja, der Kurs ist als Aufbaukurs konzipiert und setzt voraus, dass Sie die Photoshop-Oberfläche kennen und grundlegende Funktionen wie Ebenen, einfache Auswahlwerkzeuge und grundlegende Bildkorrekturen bereits anwenden können. Wer noch keine Grundkenntnisse mitbringt, sollte zunächst einen Photoshop-Grundkurs absolvieren.
Wird KI in Photoshop im Kurs behandelt?
Ja, der Kurs umfasst die aktuellen KI-Funktionen in Adobe Photoshop, insbesondere Generative Fill für das Ergänzen und Ersetzen von Bildbereichen sowie Neural Filters für Portrait-Bearbeitungen und Stilübertragungen. Diese werden gezielt in den professionellen Workflow eingebettet.
Für welche Berufe ist dieser Kurs besonders geeignet?
Der Kurs ist besonders geeignet für Grafikdesignerinnen und -designer, Mediengestaltende, Profifotografen und Mitarbeitende in Werbeagenturen, Druckereien oder Marketingabteilungen. Auch Architekten und Industriedesigner, die Photoshop für Visualisierungen einsetzen, profitieren von den vermittelten Profi-Techniken.
Kann ich den Kurs mit einem Bildungsgutschein finanzieren?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist die Förderung über einen Bildungsgutschein in der Regel möglich. Darüber hinaus kommen das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr und Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Klären Sie Ihre persönlichen Möglichkeiten vorab mit dem Anbieter.
Umfasst der Kurs auch Druckvorbereitung?
Ja, Druckvorbereitung ist ein zentraler Kursinhalt. Sie lernen, Bilder im CMYK-Farbraum aufzubereiten, Farbprofile korrekt zuzuweisen, Beschnittrände einzuplanen und druckfertige PDF/X-Dateien zu exportieren, die den Anforderungen professioneller Druckereien entsprechen.
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Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Mediengestalter/in2.062 Stellen
- Webdesigner/Webdesignerin704 Stellen
- Fotograf/in518 Stellen
- Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin Fachrichtung Handwerk/Bachelor Professional in Gestaltung13 Stellen
- Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin Fachrichtung Produktdesign/Bachelor Professional in Gestaltung13 Stellen
- Bildbearbeiter/in4 Stellen