Überblick
AutoCAD gehört zu den meistgenutzten CAD-Programmen im technischen Zeichnen und in der Konstruktion. Wer bislang von Hand oder mit einem anderen System gezeichnet hat, steht beim Umstieg vor einer neuen Programmlogik: Koordinatensysteme, Layerstruktur, Objektfang und die Vielzahl an Zeichen- und Bearbeitungsbefehlen wollen erst einmal verstanden und geübt sein. Dieser Grundlagenkurs führt systematisch in AutoCAD ein, beginnend bei der Programmoberfläche bis hin zur eigenständigen Konstruktion einfacher Bauteile. Im Mittelpunkt steht nicht das Abarbeiten einzelner Befehle, sondern der Aufbau eines belastbaren Verständnisses dafür, wie technische Zeichnungen in AutoCAD strukturiert, sauber gelayert und wiederverwendbar angelegt werden.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Programmstart und Arbeitsumgebung Der Einstieg gilt der Programmoberfläche selbst: Menüband, Befehlszeile, Koordinatensystem und die verschiedenen Arbeitsbereiche von AutoCAD. Wer hier ein klares mentales Modell aufbaut, tut sich bei allen späteren Konstruktionsschritten leichter.
- Aufbau der Benutzeroberfläche und Anpassung der Arbeitsumgebung
- Navigation in der Zeichenfläche: Zoomen, Schwenken, Ansichtssteuerung
- Koordinateneingabe absolut, relativ und polar
- Einheiten, Zeichnungsgrenzen und Rastereinstellungen festlegen
- Erste einfache Linienzüge zur Eingewöhnung zeichnen
Modul 2 — Objekte erstellen Dieser Block widmet sich den zentralen Zeichenbefehlen. Von der einfachen Linie bis zur komplexeren Polylinie lernen Teilnehmende, wie geometrische Grundformen in AutoCAD entstehen und wie sie sich exakt positionieren lassen.
- Linien, Kreise, Bögen und Rechtecke konstruieren
- Polylinien für zusammenhängende Konturen anlegen
- Objektfangfunktionen für exakte Anschlusspunkte nutzen
- Hilfslinien und Konstruktionslinien für komplexere Skizzen einsetzen
- Erste geschlossene Konturen als Basis für Bauteile zeichnen
Modul 3 — Objekte bearbeiten und Objekteigenschaften steuern Eine Zeichnung entsteht selten in einem Zug. Dieser Abschnitt behandelt die Werkzeuge, mit denen bestehende Objekte verändert, angepasst und in die richtige Beziehung zueinander gebracht werden.
- Objekte verschieben, kopieren, drehen und spiegeln
- Konturen trimmen, verlängern und versetzen
- Skalierung und Ausrichtung von Objektgruppen
- Linientyp, Farbe und Linienstärke über Objekteigenschaften anpassen
- Auswahlmethoden für einzelne Objekte und größere Objektmengen
Modul 4 — Layer, Text und Tabellen Eine saubere Layerstruktur entscheidet darüber, ob eine Zeichnung später les- und wartbar bleibt. Ergänzend behandelt dieser Block, wie Beschriftungen und tabellarische Angaben in die Zeichnung integriert werden.
- Layer anlegen, benennen und farblich sowie nach Linientyp strukturieren
- Layer ein- und ausblenden, sperren und einfrieren
- Textstile definieren und Beschriftungen in die Zeichnung einfügen
- Tabellen für Stücklisten und technische Kennwerte erstellen
- Bemaßungen normgerecht anlegen und anpassen
Praxisblock — Von der Skizze zur Teilekonstruktion Im Praxisteil führen die Teilnehmenden das Gelernte in einer zusammenhängenden Übung zusammen: ein einfaches technisches Bauteil wird von der ersten Linie bis zur fertigen, korrekt gelayerten Zeichnung konstruiert.
- Bauteilskizze anhand einer technischen Vorgabe anlegen
- Grundkontur mit exaktem Objektfang konstruieren
- Bohrungen, Rundungen und Fasen einfügen
- Layerstruktur für das Bauteil sauber anlegen und anwenden
- Bemaßung des Bauteils nach technischen Konventionen
- Textfelder für Titel, Maßstab und Bearbeiterangaben ergänzen
- Stückliste als Tabelle in die Zeichnung integrieren
- Objekteigenschaften für unterschiedliche Bauteilkomponenten festlegen
- Kontrolle der Zeichnung auf Vollständigkeit und Layerkonsistenz
- Export- und Speicherformate für die Weitergabe der Zeichnung
- Korrektur typischer Anfängerfehler an der eigenen Übungszeichnung
- Abschließende Überarbeitung der Teilekonstruktion anhand von Rückmeldungen
Der Kurs ist bewusst so aufgebaut, dass jeder Baustein unmittelbar an konkreten Zeichenübungen erprobt wird, statt Befehle isoliert vorzuführen. Wiederholte kleine Konstruktionsaufgaben sorgen dafür, dass sich Handgriffe wie Objektfang, Layerwechsel oder Bemaßung so weit einschleifen, dass sie im späteren Berufsalltag nicht mehr bewusst nachgedacht werden müssen. Am Ende des Grundlagenkurses steht eine vollständige, sauber strukturierte Teilekonstruktion, die als eigenes Referenzbeispiel für künftige Zeichenprojekte dienen kann. Damit ist die Basis gelegt, um mit AutoCAD im beruflichen Kontext produktiv zu arbeiten oder auf aufbauende Inhalte wie komplexere Baugruppen und Flächenmodellierung aufzusetzen.
Lernziele:
- Die AutoCAD-Programmoberfläche sicher bedienen und zwischen Arbeitsbereichen wechseln
- Zeichnungen in einer sinnvollen Layerstruktur anlegen und Layer gezielt steuern
- Grundlegende Zeichenobjekte wie Linien, Kreise, Bögen und Polylinien erstellen
- Objekte präzise über Koordinateneingabe und Objektfang positionieren
- Bestehende Objekte bearbeiten: verschieben, kopieren, spiegeln, trimmen, verlängern
- Objekte gezielt auswählen und Auswahlmengen effizient zusammenstellen
- Objekteigenschaften wie Linientyp, Farbe und Linienstärke anpassen
- Texte und Bemaßungen in Zeichnungen einfügen und formatieren
- Tabellen für Stücklisten und technische Angaben anlegen und pflegen
- Eine einfache Teilekonstruktion von der ersten Skizze bis zur fertigen Zeichnung durchführen
- Zeichnungen strukturiert speichern und für die Weiterverarbeitung vorbereiten
- Typische Anfängerfehler bei Layerchaos und Objektüberlagerung vermeiden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit technischem Hintergrund, die AutoCAD von Grund auf erlernen oder ihre bisherigen Kenntnisse systematisch auffrischen möchten.
- Diplomingenieure und Ingenieurinnen, die AutoCAD im Berufsalltag einsetzen wollen
- Konstrukteure und Konstrukteurinnen ohne bisherige AutoCAD-Erfahrung
- Technische Zeichner und Zeichnerinnen im Umstieg auf AutoCAD
- Produktdesigner und Produktdesignerinnen mit Interesse an technischer CAD-Konstruktion
- Werkzeugmacher, Industriemechaniker und vergleichbare Fachkräfte mit Konstruktionsbezug
Der Kurs setzt ein Studium oder eine technische Berufsausbildung sowie mehrjährige Erfahrung im Bereich Konstruktion und Entwicklung voraus. Gute allgemeine PC-Kenntnisse werden ebenfalls erwartet, spezifische Vorkenntnisse in AutoCAD oder einem anderen CAD-Programm sind hingegen nicht erforderlich. Wer bereits mit technischen Zeichnungen auf Papier oder in einem anderen System gearbeitet hat, profitiert von einem schnelleren Einstieg in die AutoCAD-spezifische Programmlogik.
Ablauf & Abschluss
Die Vermittlung erfolgt praxisnah direkt am Programm: Jeder neue Befehl wird unmittelbar an einer eigenen Zeichenübung angewendet, bevor der nächste Schritt folgt. So entsteht schrittweise ein wachsendes Repertoire an sicher beherrschten Werkzeugen, das in der abschließenden Teilekonstruktion zusammengeführt wird. Kurze fachliche Einführungen wechseln sich mit angeleiteten Übungsphasen ab, in denen die Teilnehmenden das Gezeigte selbst am Bildschirm nachvollziehen und vertiefen.
Der Umfang des Kurses richtet sich nach den zu vermittelnden Grundlagen von der Programmoberfläche bis zur eigenständigen Teilekonstruktion und ist entsprechend kompakt gehalten. Die genaue zeitliche Taktung kann je nach Kursanbieter variieren; die inhaltliche Progression von einfachen Zeichenbefehlen bis zur komplexeren Bauteilübung bleibt dabei konstant.
Der Kurs schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die die vermittelten AutoCAD-Grundlagen dokumentiert. Eine externe Herstellerprüfung ist nicht Bestandteil dieses Grundlagenkurses; wer eine formale Zertifizierung anstrebt, findet diese in weiterführenden Angeboten.
Nutzen & Perspektiven
Wer AutoCAD sicher beherrscht, gewinnt ein Werkzeug, das in nahezu jedem technischen Beruf mit Konstruktionsbezug zum Alltag gehört. Statt sich Befehl für Befehl mühsam selbst anzueignen, vermittelt dieser Kurs eine strukturierte, aufeinander aufbauende Herangehensweise, die typische Anfängerfehler von vornherein vermeidet und stattdessen saubere Arbeitsgewohnheiten etabliert. Besonders wertvoll ist der direkte Bezug zur Praxis: Am Ende steht keine Sammlung isolierter Übungen, sondern eine vollständige eigene Teilekonstruktion, die zeigt, dass die Grundlagen tatsächlich sitzen. Diese Konstruktion lässt sich als Referenz für spätere eigene Projekte heranziehen und erleichtert den Übergang in den beruflichen Arbeitsalltag mit AutoCAD erheblich. Langfristig eröffnet eine solide AutoCAD-Basis auch den Weg zu anspruchsvolleren CAD-Themen wie komplexen Baugruppen, Flächenmodellierung oder dem Umstieg auf weitere Konstruktionssoftware. Wer das Programm von Grund auf richtig lernt, spart sich später mühsames Umlernen und kann direkt auf einem tragfähigen Fundament weiterbauen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorkenntnisse in AutoCAD für diesen Kurs?
Nein, spezifische AutoCAD-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Erwartet werden ein technischer Hintergrund durch Studium oder Berufsausbildung sowie gute allgemeine PC-Kenntnisse.
Was lerne ich in AutoCAD Basic konkret?
Von der Programmoberfläche über Objekterstellung und -bearbeitung bis zur Layerverwaltung, Text und Tabellen. Am Ende steht eine eigenständige Teilekonstruktion als Übungsprojekt.
Ist der Kurs für den Einstieg oder für Fortgeschrittene gedacht?
Der Kurs ist ein reiner Grundlagenkurs für den Einstieg in AutoCAD. Wer bereits sicher mit dem Programm arbeitet, ist in weiterführenden Angeboten besser aufgehoben.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Der Kurs schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die die vermittelten Grundlagen dokumentiert. Eine externe Herstellerprüfung ist nicht Bestandteil dieses Kurses.
Für welche Berufe ist AutoCAD Basic relevant?
Der Kurs richtet sich an Konstrukteure, technische Zeichner, Produktdesigner sowie Werkzeugmacher und Industriemechaniker mit Konstruktionsbezug.
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