Pädagogik & Soziales
sozialarbeit sozialpaedagogik

Fallmanagement § 16 SGB II Aufbaukurs Sozialberatung

Aufbaukurs Sozialberatung mit Schwerpunkt Krisenintervention und Supervision für Fachkräfte im Fallmanagement nach § 16 SGB II.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

DauerMehrere WochenOrientierung; Angebot prüfen
FormatBeim Anbieter erfragenje nach Angebot
KostenFörderung möglichBildungsgutschein · AVGS · QCG
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs wird in Vollzeit als Combined Learning durchgeführt. Die genaue Kursdauer wird vom jeweiligen Anbieter ausgewiesen und variiert je nach Stundenumfang und Träger. Für den Aufbaukurs Sozialberatung ist eine kompakte, aber inhaltlich dichte Qualifizierung charakteristisch, die in der Regel… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Kursanbieters. Dieses Dokument bestätigt die erworbenen Kompetenzen in der Sozialberatung, der Krisenintervention und der Supervision und kann bei… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Grundlagenmodul Berater:in im Fallmanagement nach § 16 SGB II (Pflicht); mittlerer Bildungsabschluss; Deutsch B2; Computerkenntnisse; Mindestalter 23 Jahre empfohlen. Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Dieser Aufbaukurs vertieft die Kompetenzen von Fachkräften im Fallmanagement nach § 16 SGB II und in der Sozialberatung. Aufbauend auf dem Grundlagenmodul werden zentrale Methoden der Sozialberatung, Grundlagen der Notfall- und Krisenintervention sowie Selbstschutz und Psychohygiene systematisch vermittelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Supervision als wichtigem Instrument der professionellen Standortbestimmung und Qualitätssicherung in der Beratungsarbeit. Die Teilnehmenden erwerben nicht nur theoretisches Wissen, sondern stärken auch ihre persönlichen Kompetenzen — denn nur wer selbst stabil und belastbar ist, kann Menschen in schwierigen Lebenslagen dauerhaft professionell unterstützen. Der Kurs ist als Aufbaumodul konzipiert und setzt das Grundlagenmodul Berater:in im Fallmanagement nach § 16 SGB II voraus.

Was lernst du in diesem Kurs?

Das erste Themengebiet umfasst die Grundlagen und Methoden der Sozialberatung, die systematisch und praxisnah erarbeitet werden. Die Teilnehmenden lernen, welche Beratungsansätze in welchen Situationen geeignet sind und wie eine professionelle Beratungsbeziehung aufgebaut und aufrechterhalten wird.

  • Einführung in die Sozialberatung und deren gesellschaftliche Funktion
  • Grundlagen der Sozialberatung: Haltung, Rolle und Beziehungsgestaltung
  • Methoden der Sozialberatung im Überblick (klientenzentriert, systemisch, lösungsorientiert)
  • Gesprächsführungstechniken für herausfordernde Beratungssituationen
  • Ressourcenorientiertes Arbeiten im Fallmanagement
  • Dokumentation und Fallführung im SGB-II-Kontext

Das zweite Themengebiet behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen, die für die Beratungsarbeit nach § 16 SGB II relevant sind. Kenntnisse des einschlägigen Sozialrechts sind unverzichtbar, um Leistungsberechtigte korrekt zu informieren und ihre Rechte zu wahren.

  • Rechtsgrundlagen des SGB II: Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach § 16
  • Rechte und Pflichten der Leistungsberechtigten
  • Schnittstellen zu SGB III, SGB XII und weiteren Sozialgesetzbüchern
  • Datenschutz und Schweigepflicht in der Sozialberatung
  • Kooperationspflichten und Netzwerke im Beratungsfeld
  • Umgang mit Widersprüchen und Beschwerden

Das dritte Themengebiet widmet sich der Notfall- und Krisenintervention — einem zentralen Kompetenzfeld für alle, die Menschen in akuten Krisen begleiten. Hier werden sowohl theoretische Grundlagen als auch konkrete Handlungsstrategien vermittelt.

  • Grundlagen der Notfall- und Krisenintervention
  • Erkennen von Krisenanzeichen und psychischen Belastungssituationen
  • Erstschritte in akuten Krisensituationen
  • Umgang mit suizidalen Gedanken und eskalierenden Konflikten
  • Weitervermittlung an Fachstellen und Krisentelefone
  • Nachbereitung kritischer Situationen für Berater:in und Klient:in

Das vierte Themengebiet behandelt Selbstschutz, Psychohygiene und Supervision als tragende Säulen nachhaltiger Beratungsarbeit. Fachkräfte, die dauerhaft mit belasteten Menschen arbeiten, müssen ihre eigene psychische Gesundheit aktiv schützen.

  • Psychohygiene und Selbstfürsorge im Sozialberuf
  • Erkennen und Vorbeugen von Burnout und sekundärer Traumatisierung
  • Selbstschutzstrategien im beruflichen Alltag
  • Supervision als Instrument der professionellen Rückschau und Qualitätssicherung
  • Formen der Supervision (Einzel-, Gruppen-, Teamsupervision)
  • Nutzen und Grenzen von Supervision in der Sozialberatung

Im Praxisblock stehen Fallarbeit, Rollenspiele und kollegiale Beratung im Vordergrund

  • Analyse von Fallbeispielen aus dem SGB-II-Beratungsalltag
  • Rollenspiele zu schwierigen Vorgesprächen
  • Kollegiale Fallberatung und Peer-Feedback
  • Übungen zur Krisenintervention in simulierten Situationen
  • Rückschau eigener Beratungshaltungen und -reaktionen
  • Umgang mit Aggression und Grenzsetzung in der Beratung
  • Erarbeitung eines persönlichen Psychohygiene-Plans
  • Vorbereitung und Durchführung einer Supervisionssitzung (Simulation)
  • Auswertung von Fallverläufen in der Gruppe
  • Kommunikationsübungen für besonders belastende Gesprächssituationen
  • Fallbezogene Rechtsfragen und deren Lösung im Team
  • Entwicklung eines eigenen Beratungskonzepts für das Fallmanagement

Die Teilnehmenden arbeiten im gesamten Kurs mit konkreten Fallbeispielen und Rollenspielen, die den Praxisbezug sicherstellen. Gruppenauswertungen, kollegiale Beratung und Plenumsdiskussionen ergänzen die Lehreinheiten. Dieser handlungsorientierte Ansatz stellt sicher, dass das erworbene Wissen unmittelbar in der Beratungspraxis angewendet werden kann.

Lernziele:

Nach dem Abschluss dieses Aufbaukurses können die Teilnehmenden Menschen in komplexen Lebenssituationen im Rahmen des Fallmanagements und der Sozialberatung kompetent begleiten.

  • Sie kennen die wesentlichen Methoden der Sozialberatung und können diese situationsgerecht einsetzen.
  • Sie verstehen die rechtlichen Grundlagen der Sozialberatung nach SGB II und können diese in der Beratungspraxis anwenden.
  • Sie sind in der Lage, Kriseninterventionen zu erkennen, einzuleiten und professionell durchzuführen.
  • Sie kennen die Grundlagen der Notfallintervention und können in akuten Belastungssituationen angemessen reagieren.
  • Sie wenden Methoden des Selbstschutzes und der Psychohygiene an, um ihre eigene Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten.
  • Sie können Supervisionssitzungen vorbereiten, aktiv nutzen und deren Ergebnisse in die Beratungspraxis integrieren.
  • Sie einordnen ihre eigene Beratungsrolle kritisch und entwickeln ein professionelles Selbstbild als Berater:in.
  • Sie kennen Grenzen der eigenen Beratungskompetenz und können an geeignete Fachstellen weitervermitteln.
  • Sie können Fallverläufe dokumentieren und systematisch auswerten.
  • Sie sind sensibel für Machtgefälle in der Beratungsbeziehung und handeln ressourcenorientiert.
  • Sie stärken ihre kommunikativen Fähigkeiten im Umgang mit Menschen in belastenden Lebenssituationen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Aufbaukurs richtet sich an Personen, die bereits das Grundlagenmodul Berater:in im Fallmanagement nach § 16 SGB II absolviert haben und ihre Kompetenzen in der Sozialberatung systematisch vertiefen möchten. Darüber hinaus wird mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet. Computerkenntnisse sowie Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sind erforderlich. Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und ein Mindestalter von 23 Jahren sind übliche Richtwerte für dieses Berufsfeld; geistige und psychische Reife sind unbedingt erforderlich. Quereinsteiger können unter Beachtung der genannten Anforderungen zugelassen werden.

Voraussetzungen:

Grundlagenmodul Berater:in im Fallmanagement nach § 16 SGB II (Pflicht); mittlerer Bildungsabschluss; Deutsch B2; Computerkenntnisse; Mindestalter 23 Jahre empfohlen.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs wird als Combined Learning angeboten und in Vollzeit durchgeführt. Die Methodik verbindet theoretische Wissensvermittlung mit handlungsorientierten Elementen wie Fallarbeit, Rollenspielen, Gruppenauswertungen und kollegialer Beratung. Besonderer Wert wird auf die Stärkung persönlicher Kompetenzen gelegt, da professionelle Sozialberatung eine hohe emotionale Reife und Standortbestimmungsfähigkeit erfordert. Die Kombination aus Präsenz- und Onlinephasen ermöglicht flexibles Lernen bei gleichzeitiger Intensität.

Der Kurs wird in Vollzeit als Combined Learning durchgeführt. Die genaue Kursdauer wird vom jeweiligen Anbieter ausgewiesen und variiert je nach Stundenumfang und Träger. Für den Aufbaukurs Sozialberatung ist eine kompakte, aber inhaltlich dichte Qualifizierung charakteristisch, die in der Regel innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden kann.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Kursanbieters. Dieses Dokument bestätigt die erworbenen Kompetenzen in der Sozialberatung, der Krisenintervention und der Supervision und kann bei der beruflichen Weiterentwicklung im Fallmanagement und in verwandten Beratungsberufen eingesetzt werden.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die Beratung von Menschen in schwierigen Lebenslagen — Arbeitslosigkeit, Schulden, psychische Belastung, familiäre Krisen — ist eine der anspruchsvollsten Tätigkeiten im sozialen Berufsfeld. Mit diesem Aufbaukurs erwerben die Teilnehmenden ein breites methodisches Repertoire, das ihnen ermöglicht, auch in belastenden Situationen professionell und handlungsfähig zu bleiben. Die Kombination aus rechtlichem Wissen, Beratungsmethodik und Selbstfürsorge macht diesen Kurs zu einer umfassenden Qualifizierung für die Sozialberatungspraxis. Besonders wertvoll ist die Auseinandersetzung mit Krisenintervention und Supervision, die in vielen Weiterbildungsprogrammen zu kurz kommt. Wer weiß, wie er auf akute Krisensituationen reagiert und wie er eigene Belastungen verarbeitet, arbeitet langfristig professioneller und gesünder. Der Kurs schafft damit eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Berufslaufbahn im sozialen Bereich. Beratungsstellen können in der Regel den passenden Weg aufzeigen.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Berater:in im Fallmanagement
  • Sozialberater:in
  • Fallmanager:in nach SGB II
  • Case Manager:in
  • Sozialarbeiter:in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Voraussetzungen muss ich für diesen Aufbaukurs mitbringen?

Inhaltlich ist das Grundlagenmodul Berater:in im Fallmanagement nach § 16 SGB II Mindestvoraussetzung. Formal wird mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss, Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sowie grundlegende Computerkenntnisse erwartet. Ein Mindestalter von 23 Jahren und geistige wie psychische Reife sind übliche Richtwerte für dieses Berufsfeld.

Was unterscheidet diesen Aufbaukurs vom Grundlagenmodul?

Während das Grundlagenmodul die Einführung in das Fallmanagement und die Grundprinzipien der Sozialberatung abdeckt, vertieft dieser Aufbaukurs spezifische Themenbereiche: Krisenintervention, Notfallhandeln, Supervision als professionelles Reflexionsinstrument sowie Methoden des Selbstschutzes und der Psychohygiene. Er setzt das Grundlagenmodul voraus.

Kann ich diesen Kurs mit einem Bildungsgutschein finanzieren?

Ja, bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Förderung über den Bildungsgutschein möglich. Darüber hinaus kommen je nach persönlicher Situation das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Rehabilitationsleistungen oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung infrage.

Welche Berufsfelder erschließt dieser Kurs?

Der Kurs qualifiziert für Tätigkeiten in der Sozialberatung, im Fallmanagement nach SGB II sowie in verwandten Beratungsberufen. Typische Einsatzfelder sind Jobcenter, Beratungsstellen freier Träger, soziale Einrichtungen und Rehabilitationsdienste. Mit den erworbenen Kompetenzen können die Absolventen auch in Case-Management-Rollen und als Coaches tätig werden.