Überblick
Wer Webinhalte professionell managt, braucht mehr als ein gutes Gespür für Texte. Dieser Kurs kombiniert vier Kompetenzfelder, die im modernen Content-Management zusammenwirken: Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop, Webgestaltung mit HTML und CSS, digitale Marketingstrategien und die technische Verwaltung von WordPress-Sites. Das Ergebnis ist ein breites, sofort anwendbares Profil — von der Bildoptimierung über die Strukturierung von Webseiten bis zur Planung und Umsetzung von Online-Kampagnen.
Kursinhalte & Lernziele
Adobe Photoshop — Bildbearbeitung für digitale Inhalte (ca. 4 Wochen) Im Content-Management-Alltag landen Rohmaterialien auf dem Schreibtisch: unscharfe Fotos, falsche Ausschnitte, fehlende Freistellungen oder Bilder in einer Auflösung, die für das Web zu groß und für Druck zu klein ist. Das Photoshop-Modul vermittelt, wie man mit diesen Materialien professionell umgeht — systematisch, nachvollziehbar und mit reproduzierbaren Ergebnissen.
- Arbeitsbereich einrichten: Ebenen, Kanäle, Histogramm, Werkzeugoptionen
- Freistellen mit verschiedenen Techniken: Schnelle Maske, Stift-Werkzeug, Auswahl verfeinern
- Auflösung anpassen und scharfzeichnen: Unterschied zwischen Bildgröße und Leinwandgröße, Unschärfemaske
- Farb- und Tonwertkorrekturen: Helligkeit/Kontrast, Gradationskurven, Weißabgleich
- Formate und Exportoptionen: JPEG, PNG, WebP — Kompression und Qualität abwägen
- Batch-Verarbeitung: mehrere Bilder gleichzeitig auf Webmaße bringen
HTML / CSS — Webseiten strukturieren und gestalten (ca. 4 Wochen) HTML und CSS sind die Sprachen des Webs. Wer Content in einer WordPress-Umgebung oder einem anderen CMS pflegt, stößt früher oder später auf HTML-Code — in Blocks, in Widgets, im Quellcode einer Seite. Dieses Modul gibt das Handwerkszeug, um nicht ratlos vor Code zu stehen, sondern gezielt einzugreifen und Strukturen zu verstehen. Der CSS-Teil erweitert das Bild um die visuelle Gestaltungsebene.
- HTML-Grundstruktur: Doctype, Head, Body, Zeichenkodierung
- Text- und Strukturelemente: Überschriften, Absätze, Listen, Blockquotes
- Grafiken und Links als Hyperlink: img-Tag, a-Tag, relative und absolute Pfade
- HTML-Tabellen: Zeilen, Spalten, Zusammenfassung von Zellen
- CSS-Selektoren: Element-, Klassen- und ID-Selektoren, Kaskade und Spezifität
- CSS-Formate für Schriften, Farben, Abstände und Box-Modell
Online Marketing — Digitale Sichtbarkeit und Kampagnenplanung (ca. 4 Wochen) Content ohne Reichweite verpufft. Das Marketing-Modul vermittelt, wie digitale Inhalte gezielt geplant, platziert und ausgewertet werden. SEO, Social Media und E-Mail-Marketing werden nicht als isolierte Instrumente behandelt, sondern als aufeinander abgestimmte Bestandteile einer Gesamtstrategie. Besonderes Gewicht liegt auf dem Verständnis von Zielgruppen und Kennzahlen — ohne Messbarkeit kein Lernen aus Kampagnenergebnissen.
- Grundverständnis für Ziele im Online-Marketing: Reichweite, Konversion, Bindung
- Digitale Marketingstrategien entwickeln: Zielgruppen definieren, Kanäle wählen, Botschaften formulieren
- SEO: On-Page-Optimierung, Keyword-Recherche, technische Grundlagen der Suchmaschinenindexierung
- Social-Media-Marketing: Content-Formate, Redaktionspläne, Community-Management
- E-Mail-Marketing: Newsletter-Struktur, Segmentierung, A/B-Tests und Zustellbarkeit
- Web-Analyse: Google Analytics-Grundbegriffe, wichtige Metriken und Ableitungen
WordPress — Content-Management-System in der Praxis (ca. 4 Wochen) WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt — und damit in fast jeder Content-Manager-Position relevant. Das Modul führt vom technischen Setup über die tägliche Arbeit im Dashboard bis zur strategischen Plugin-Auswahl und Performance-Pflege. Dabei wird WordPress nicht nur als Veröffentlichungswerkzeug behandelt, sondern als System, das verstanden und gepflegt werden muss, um langfristig zuverlässig und sicher zu laufen.
- WordPress-Installation: Hosting-Umgebung, Datenbankanbindung, Grundkonfiguration
- Dashboard-Struktur: Beiträge, Seiten, Mediathek, Menüs und Widgets
- Benutzerverwaltung: Rollen und Rechte in redaktionellen Teams
- Themes und Templates: Auswahl, Anpassung und Grenzen von WordPress-Designs
- Plugin-Ökosystem: nützliche Plugins für SEO, Sicherheit, Formulare und Performance
- Regelmäßige Wartung: Updates einspielen, Backups einrichten, Fehlerquellen erkennen
- Sichtbarkeitsstrategien mit WordPress: SEO-Plugins einrichten, Sitemap generieren, Ladezeiten optimieren
Praxis — Content-Management-Prozesse von A bis Z Der Praxisteil verbindet alle Module in einem realitätsnahen Redaktionsszenario. Teilnehmende durchlaufen den vollständigen Prozess: Bildmaterial in Photoshop optimieren, HTML-Strukturen in WordPress-Blöcken anpassen, einen redaktionellen Zeitplan erstellen und eine einfache Online-Marketing-Kampagne planen.
- Bildoptimierungs-Workflow: Rohmaterial aufnehmen, bearbeiten, exportieren, hochladen
- HTML-Korrekturen in WordPress-Blöcken und Widgets direkt vornehmen
- Redaktionsplan erstellen: Themenauswahl, Deadlines, Verantwortlichkeiten
- Landing Page in WordPress aufbauen: Struktur, Bild, Call-to-Action, SEO-Meta
- E-Mail-Kampagne planen: Zielgruppe, Betreffzeile, Inhalt, Abmeldelink
- Analyse auswerten: Seitenaufrufe, Absprungrate, Kampagnenergebnisse interpretieren
- Qualitätssicherung: Checkliste für Veröffentlichungen entwickeln
- Plugin-Test: neues Plugin installieren, konfigurieren, auswerten und ggf. deaktivieren
- Content-Dokumentation: Redaktionsleitfaden als Referenz aufbauen
- Backup-Routine einrichten und Wiederherstellbarkeit prüfen
- Social-Media-Post planen, erstellen und veröffentlichen
- Feedback-Schleife simulieren: Inhalt nach Kommentaren und Metriken überarbeiten
Lernziele:
- Bilder mit Adobe Photoshop professionell bearbeiten und für digitale Ausgaben optimieren
- HTML-Elemente und -Strukturen korrekt anwenden und Webseiten semantisch aufbauen
- CSS-Selektoren und -Formate nutzen, um Seiten visuell zu gestalten
- Tabellen, Links und interaktive Elemente in HTML korrekt umsetzen
- Online-Marketing-Ziele definieren und digitale Marketingstrategien planen
- SEO-Prinzipien verstehen und auf WordPress-Inhalte anwenden
- Social-Media- und E-Mail-Marketing-Kampagnen konzipieren und auswerten
- WordPress von der Installation bis zur laufenden Verwaltung beherrschen
- Inhalte mit WordPress-Dashboard, Mediathek und Plugins publizieren
- Plugin-Auswahl, -Installation und Sicherheitsupdates strukturiert verwalten
- Content-Redaktionsprozesse organisieren und Inhalte qualitativ sichern
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die beruflich in die digitale Content-Arbeit einsteigen oder ihre bestehenden Kenntnisse strukturiert ausbauen wollen. Angesprochen werden Quereinsteigende aus kaufmännischen, verwaltenden und kommunikationsnahen Berufen sowie Office-Fachleute und Assistenzen, die digitale Inhaltsaufgaben übernehmen sollen. Marketing-Mitarbeitende ohne technische Ausbildung und Wiedereinsteiger, die ein zeitgemäßes digitales Profil aufbauen möchten, sind ebenfalls willkommen.
- Quereinsteigende aus kaufmännischen, verwaltenden und kommunikationsnahen Berufen
- Office-Fachleute und Assistenzen, die digitale Inhaltsaufgaben übernehmen sollen
- Personen, die eine eigene Website oder einen Blog professioneller betreuen wollen
- Marketing-Mitarbeitende ohne technische Ausbildung, die Inhalte selbstständig umsetzen wollen
- Wiedereinsteiger, die ein zeitgemäßes digitales Kompetenzprofil aufbauen möchten
Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind notwendig. Solid PC-Kenntnisse — sicherer Umgang mit Betriebssystem, Browser und Dateiverwaltung — werden vorausgesetzt. Programmiervorkenntnisse sind nicht erforderlich; das HTML/CSS-Modul startet bei null. Erste Erfahrungen mit sozialen Medien oder einfachen Website-Baukästen sind hilfreich, aber nicht Bedingung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format in Vollzeit statt. Live-Unterrichtseinheiten im virtuellen Klassenzimmer wechseln mit strukturierten Praxisphasen ab. In den Übungsphasen arbeiten Teilnehmende direkt in Photoshop, im Code-Editor und im WordPress-Dashboard — nicht an abstrakten Beispielen, sondern an aufeinander aufbauenden Aufgaben, die zusammen ein vollständiges Lernportfolio ergeben. Lehrende bringen praxisnahe Erfahrungen aus redaktionellen und digitalen Marketingkontexten mit.
Die Weiterbildung umfasst vier Module à rund vier Wochen — bei Vollzeitdurchführung insgesamt etwa 16 Wochen. Detaillierte Starttermine und Zeitpläne sind über den Anbieter erhältlich.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat als Content Manager inkl. HTML ab. Zusätzlich wird ein Adobe-Zertifikat für das Photoshop-Modul ausgestellt. Das Abschlusszeugnis dokumentiert alle absolvierten Themenblöcke und den Gesamtlernumfang; eine staatlich anerkannte Prüfung ist nicht Teil des Programms.
Nutzen & Perspektiven
Content Manager mit technischem Grundverständnis sind deutlich vielseitiger einsetzbar als reine Texterstellende. Wer HTML lesen und einfache CSS-Korrekturen vornehmen kann, ist in der Lage, Darstellungsprobleme auf einer Website selbst zu identifizieren und häufig auch zu beheben — ohne auf Entwicklerinnen oder Entwickler warten zu müssen. Dieser Zeitgewinn ist in Redaktionen und kleinen Marketing-Teams täglich spürbar. Die Kombination aus Photoshop-Kompetenz und Online-Marketing-Wissen bringt einen weiteren Vorteil: Content Manager können Bild-, Text- und Kanalentscheidungen aus einem Guss treffen. Wer weiß, welche Bildgröße für welchen Kanal passt, welche SEO-relevanten Metadaten in eine WordPress-Seite gehören und wie sich eine E-Mail-Kampagne messen lässt, arbeitet ohne inhaltliche Lücken und ohne Schnittstellenverluste zwischen Technik, Gestaltung und Strategie. Langfristig ist dieses Profil auch für Selbstständige und Freiberufliche interessant: Wer eigene Projekte oder Kundenprojekte über WordPress betreut, braucht genau diese Mischung aus Redaktion, Technik und Marketing. Der Kurs legt dafür eine solide, breite Grundlage — nicht zu spezialisiert für Einsteigende, aber substanziell genug, um danach unmittelbar produktiv zu sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich programmieren können, um den HTML-Teil zu verstehen?
Nein. Das HTML/CSS-Modul beginnt von Null — ohne Vorkenntnisse in Programmierung oder Webentwicklung. Ziel ist nicht das Entwickeln komplexer Webanwendungen, sondern das sichere Lesen und Anpassen von HTML-Strukturen im Content-Management-Alltag.
Welche Zertifikate bekomme ich am Ende?
Du erhältst ein trägerinternes Zertifikat als Content Manager inkl. HTML sowie ein Adobe-Zertifikat für das Photoshop-Modul. Eine staatlich anerkannte Prüfung ist nicht Teil des Kurses; die Zertifikate dokumentieren den Lernumfang und die bearbeiteten Themenblöcke.
Was unterscheidet diesen Kurs vom Content Designer Digital / Print auf Kursweg?
Der Content Designer-Kurs fokussiert auf Adobe Creative Suite (Illustrator, InDesign, Photoshop) und professionelles Drucklayout — mit Adobe Certified Professional Prüfung für InDesign. Dieser Kurs hier ersetzt Illustrator und InDesign durch HTML/CSS und Online Marketing und richtet sich stärker an digitale Inhaltsarbeit und CMS-Verwaltung ohne Drucklayout-Schwerpunkt.
Ist WordPress nach diesem Kurs auch für professionelle Kundenprojekte nutzbar?
Nach dem Kurs bist du in der Lage, WordPress-Seiten eigenständig aufzubauen, zu pflegen und mit Plugins zu erweitern. Für sehr komplexe Anpassungen (Custom Theme-Entwicklung, PHP-Programmierung) sind weiterführende Kenntnisse nötig; für redaktionelle und inhaltliche Verwaltungsaufgaben bietet der Kurs eine vollständige Grundlage.
Wie viele Anbieter führen diesen Kurs durch?
Laut aktuellen Marktdaten bietet ein Anbieter diesen Kurs mit rund 32 Terminen an. Details zu Startterminen, Zeitplänen und regionaler Verfügbarkeit sind direkt beim Anbieter zu erfragen.
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