Überblick
Wer Werbemittel für digitale Kanäle gestaltet, braucht mehr als ein Gespür für Ästhetik: Es braucht Kenntnisse in Grafikdesign, Webtechnologien und digitalen Marketingstrategien. Dieser Kurs bündelt genau diese drei Disziplinen zu einem mehrmonatigen Qualifizierungsprogramm. Die Teilnehmenden erlernen den Umgang mit Adobe-Design-Werkzeugen, grundlegendes HTML/CSS für Webinhalte sowie Konzeption und Umsetzung von Online-Marketing-Kampagnen. Am Ende steht ein breites Kompetenzprofil, das für Stellen als Mediengestalter/in, Media Designer oder Social Media Manager/in qualifiziert.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen des Grafikdesigns und visuelle Kommunikation stehen am Anfang des Programms. Hier lernen die Teilnehmenden, wie Farbe, Typografie, Komposition und Bildsprache in der digitalen Werbung zusammenwirken. Designentscheidungen werden nicht intuitiv getroffen, sondern auf Basis gestalterischer Prinzipien begründet.
- Gestaltgesetze und Kompositionsregeln für digitale Werbemittel
- Farbtheorie: Farbkreis, Kontraste, Farbwirkung in der Markengestaltung
- Typografie am Bildschirm: Schriftklassen, Hierarchien und Lesbarkeit
- Bildsprache und Iconografie: Symbole, Piktogramme und Illustrationsstile
- Corporate Design verstehen und in eigene Arbeiten übertragen
- Briefing lesen, Entwurf entwickeln und Designentscheidungen begründen
Adobe Creative Suite mit den Schwerpunkten Photoshop und Illustrator bildet das zweite umfangreiche Modul. Digitale Werbemittel entstehen fast ausschließlich mit diesen Werkzeugen, und ihre sichere Beherrschung ist für den Berufseinstieg unverzichtbar.
- Photoshop: Bildkorrektur, Retusche, Montage und Freistelltechniken
- Illustrator: Vektorgrafiken, Logos, Icons und Infografiken erstellen
- InDesign: Werbematerial wie Flyer, Banner-Templates und Anzeigenformate layouten
- Ausgabe für unterschiedliche Medien: Screen (72 dpi, RGB) und Print (300 dpi, CMYK)
- Dateiformate und Exportoptionen für Web und digitale Werbeplattformen
- Arbeit mit Vorlagen, Bibliotheken und Assets über Creative Cloud Libraries
Webtechnologien – HTML und CSS bilden das dritte Modul. Mediengestalter/innen, die im Online-Marketing arbeiten, müssen grundlegende Webstruktur verstehen, um mit Entwickler/innen und CMS-Systemen sinnvoll zusammenzuarbeiten.
- HTML-Grundstruktur: Tags, Attribute, semantisches Markup
- CSS: Selektoren, Box-Modell, Schriften und Farben im Webkontext
- Responsive Design: Grundprinzipien für mobile und Desktop-Layouts
- Einfache Webseiten und Landing Pages strukturieren und gestalten
- Grafiken für Web optimieren (WebP, SVG, Retina-Auflösung)
- Barrierefreiheit bei Webinhalten: Alt-Texte, Kontrastverhältnisse
Digitales Marketing und Social-Media-Kampagnen stehen im abschließenden Modul. Gutes Design entfaltet nur dann Wirkung, wenn es strategisch eingesetzt wird. Die Teilnehmenden lernen, Kampagnen zu planen und für unterschiedliche Plattformen zu adaptieren.
- Grundlagen des Online-Marketings: SEO, SEA und Content-Marketing
- Social-Media-Formate: Instagram Stories, Feed-Posts, LinkedIn-Creatives, YouTube-Thumbnails
- Kampagnenplanung: Zielgruppenanalyse, Plattformauswahl und Botschaftsentwicklung
- Animierte Werbebanner und einfache Motion-Grafiken erstellen
- Performance-Kennzahlen: Click-Through-Rate, Reichweite, Engagement verstehen
- Designkonzepte für Kunden präsentieren und Feedback einarbeiten
- Projektarbeit: Vollständige Kampagnen-Visualisierung für ein fiktives Produkt oder eine Marke
- Portfolioaufbau: Auswahl und Aufbereitung eigener Arbeitsproben
- Pitch-Vorbereitung: Designentscheidungen verständlich und überzeugend darstellen
- Koordination zwischen Kreation und Marketing-Abteilung im Agenturalltag
- Zeitmanagement in kreativen Projekten mit engen Deadlines
- Abschlussprojekt: Komplette Kampagne für einen definierten Online-Kanal
Der Kurs vermittelt nicht nur isolierte Werkzeugkenntnisse, sondern trainiert den gesamten Arbeitsablauf von der Briefing-Analyse bis zur finalen Kampagnen-Auslieferung.
Lernziele:
- Grundlagen und Prinzipien des Grafikdesigns für digitale Medien anwenden
- Adobe-Programme (Photoshop, Illustrator, InDesign) für die Erstellung von Werbemitteln beherrschen
- HTML und CSS für die Gestaltung und Anpassung von Webinhalten einsetzen
- Digitale Werbemittel für unterschiedliche Online-Kanäle konzipieren und produzieren
- Grundlagen des Online-Marketings, Suchmaschinenoptimierung und Social-Media-Strategien verstehen
- Zielgruppengerechte visuelle Kommunikation entwickeln und umsetzen
- Kampagnen in sozialen Netzwerken planen, gestalten und auswerten
- Content für unterschiedliche Plattformen (Instagram, LinkedIn, YouTube) formatgerecht aufbereiten
- Brand Guidelines lesen und im eigenen Designprozess einhalten
- Animierte Banner und einfache Bewegtbild-Elemente für digitale Werbung erstellen
- Bildbearbeitung, Retusche und Freistellen für den Online-Einsatz beherrschen
- Designkonzepte präsentieren und Feedbackprozesse konstruktiv durchlaufen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die im Schnittfeld aus Grafikdesign und digitaler Kommunikation tätig werden wollen. Typische Teilnehmende sind folgende Gruppen.
- Kreativschaffende mit gestalterischem Hintergrund, die in den digitalen Marketingbereich wechseln wollen
- Marketing-Fachleute, die ihre visuellen Gestaltungskompetenzen ausbauen möchten
- Social-Media-affine Personen, die von der Content-Erstellung zur professionellen Werbemittel-Produktion aufsteigen wollen
- Fachfremde Personen mit starker gestalterischer Affinität und Interesse an digitalem Marketing
- Berufswechsler/innen, die eine breit aufgestellte Multimedia-Qualifikation für den Arbeitsmarkt suchen
Grundlegende PC-Kenntnisse und ein zuverlässiger Internetzugang werden vorausgesetzt. Eigene Vorerfahrung mit Grafikprogrammen oder HTML ist hilfreich, aber nicht zwingend – der Kurs beginnt bei den Grundlagen. Interesse an Gestaltung, digitaler Kommunikation und kreativem Arbeiten ist die entscheidende Voraussetzung. Englischkenntnisse sind von Vorteil, da Software-Menüs und Fachbegriffe überwiegend auf Englisch aufgebaut sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs folgt einem Combined-Learning-Ansatz in Vollzeit über mehrere Monate. Geführte Lehreinheiten, Software-Übungen und eigenständige Projektarbeit wechseln sich regelmäßig ab. Die Kombination aus synchronen Unterrichtsblöcken und begleitetem Selbststudium ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit jedem Themengebiet. Projekte nehmen reale Agentur- und Marketing-Szenarien zum Vorbild, damit die erlernten Fähigkeiten direkt auf Berufsanforderungen abgestimmt sind.
Das Programm ist auf drei bis sechs Monate Vollzeit ausgelegt. Der vergleichsweise lange Zeitrahmen trägt der Breite der Inhalte Rechnung: Grafikdesign, Webtechnologien und digitales Marketing sind drei eigenständige Kompetenzfelder, deren Zusammenspiel Zeit braucht. Kürzere Varianten mit einer bis drei Monaten sind möglich, decken dann aber nicht alle Themen in gleicher Tiefe ab.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat sowie – je nach Anbieter – ein Adobe-Teilnahmezertifikat für die Adobe-spezifischen Kursanteile. Beide Dokumente belegen den Kursbesuch und die erworbenen Kompetenzen gegenüber Arbeitgebern. Eine staatlich anerkannte Prüfung ist nicht Bestandteil dieses Programms.
Nutzen & Perspektiven
Mediengestalter/innen mit Online-Marketing-Kompetenz sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht, weil viele Unternehmen keine getrennten Teams für Design und digitales Marketing finanzieren wollen. Wer beides kann, besetzt eine Schlüsselposition: die Person, die visuelle Inhalte nicht nur produziert, sondern auch versteht, wie sie auf verschiedenen Plattformen wirken und gemessen werden. Das breite Kompetenzprofil dieses Kurses – Adobe-Werkzeuge, Webtechnologien, Kampagnenstrategie – eröffnet ein weites Einsatzspektrum: Werbeagentur, In-House-Marketing, Selbstständigkeit oder spezialisierter Social-Media-Dienstleistungsbetrieb. Damit ist der Kurs sowohl für den Direkteinstieg als auch als Grundlage für weitere Spezialisierungen geeignet. Das Themenfeld wächst schnell: Neue Social-Media-Plattformen, veränderte Algorithmen und neue Werbeformate verlangen kontinuierliche Anpassung. Wer die gestalterischen und technischen Grundlagen solide beherrscht, kann sich auf diese Veränderungen einstellen, anstatt von ihnen überrollt zu werden. Besonders in kleineren Unternehmen, Start-ups und im Mittelstand wird das Profil des Media Designers gesucht, der keine engen Abteilungsgrenzen kennt: jemand, der morgens einen Social-Media-Post gestaltet, nachmittags eine Landing Page anpasst und zwischendurch ein Banner für eine Display-Kampagne liefert. Diese Vielseitigkeit macht diesen Kurs zu einer lohnenden Investition für alle, die auf dem Bewerbermarkt nicht mit einem engen Spezialisten-Profil antreten wollen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Adobe-Programme werden in diesem Kurs behandelt?
Im Mittelpunkt stehen Photoshop für Bildbearbeitung und Fotomontage, Illustrator für Vektorgrafiken und Logodesign sowie InDesign für mehrseitige Marketingmaterialien und Banner-Templates. Damit deckt der Kurs die drei zentralen Programme ab, die in Agenturen und Marketing-Abteilungen täglich genutzt werden.
Reicht der Kurs für einen direkten Berufseinstieg als Mediengestalter/in aus?
Der Kurs vermittelt ein breites Grundlagenprofil, das für einen Berufseinstieg geeignet ist – insbesondere in kleinen Agenturen, Start-ups und In-House-Marketing-Teams. Für spezialisierte Positionen (z.B. Motion-Design, UX/UI-Design) sind Aufbaukurse empfehlenswert. Das erstellte Portfolio ist die entscheidende Bewerbungsgrundlage.
Wie viel HTML und CSS wird konkret gelernt?
Der Kurs vermittelt Grundlagenkenntnisse: HTML-Struktur, semantisches Markup, CSS-Styling für Farben, Schriften, Layout. Ziel ist es, als Mediengestalter/in mit Entwickler/innen kommunizieren, einfache Landing Pages anpassen und Web-Exportvorgaben verstehen zu können. Fortgeschrittenes JavaScript oder Backend-Entwicklung sind kein Teil des Programms.
Kann ich den Kurs mit einem Bildungsgutschein finanzieren?
Ja, bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Die konkrete Förderfähigkeit hängt vom jeweiligen Anbieter und Ihrer persönlichen Situation ab. Sprechen Sie Ihre zuständige Stelle an, bevor Sie sich anmelden.
Was ist das Ergebnis des Kurses – gibt es ein Portfolio?
Ja. Im Verlauf des Kurses entstehen mehrere Gestaltungsprojekte – von Werbemitteln über Social-Media-Kampagnen bis zu einem Abschlussprojekt. Diese Arbeiten bilden das Bewerbungsportfolio, mit dem Sie sich bei Arbeitgebern vorstellen können. Ein aussagekräftiges Portfolio ist in kreativen Berufen oft wichtiger als das Zertifikat selbst.
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