Überblick
Performance Marketing und E-Commerce stehen für eine Spielart des digitalen Marketings, die auf messbaren Ergebnissen basiert. Jeder investierte Euro wird auf seine Wirkung geprüft, jede Kampagne auf Klicks, Conversions und Umsatz hin ausgewertet. Diese Weiterbildung vermittelt das methodische und analytische Rüstzeug, um Online-Kampagnen datensicher zu planen, zu steuern und kontinuierlich zu verbessern — und legt dabei auch die Grundlagen für das strategische Management von E-Commerce-Präsenzen.
Kursinhalte & Lernziele
Performance Marketing: Grundlagen und Strategie Performance Marketing setzt dort an, wo klassische Werbung aufhört: Wirkung wird nicht geschätzt, sondern gemessen. Dieser Block vermittelt die konzeptionellen Grundlagen und erklärt, wie Performance-Kampagnen in eine übergreifende Marketingstrategie eingebettet werden.
- Abgrenzung von Brand-, Content- und Performance-Marketing
- Kampagnenziele und KPI-Systeme: CPC, CPA, ROAS, CAC, CLV
- Budgetallokation nach Kanal und Zielgruppe
- Datenschutzkonforme Zielgruppenbildung und Behavioral Targeting
- Retargeting-Strategien und Anwendungsfälle
- Attributionsmodelle: First-Click, Last-Click, datengetrieben
Suchmaschinenwerbung (SEA) und Display-Advertising Bezahlte Werbung in Suchmaschinen und im Display-Netzwerk bildet das Herzstück vieler Performance-Strategien. Dieser Block behandelt Kampagnenstruktur, Gebotslogiken und die kreative wie technische Optimierung von Anzeigen.
- Kampagnenstruktur in Google Ads und Microsoft Ads
- Keyword-Recherche, Match-Types und negatives Keyword-Management
- Anzeigentexte und Erweiterungen gezielt einsetzen
- Display-Kampagnen: Placements, Zielgruppen, Bannerformate
- Smart Bidding und automatisierte Gebotsstrategien
- Qualitätsfaktor und Anzeigenrang verstehen
Conversion-Optimierung und A/B-Testing Werbung bringt Besucher:innen auf die Seite — ob diese auch konvertieren, entscheidet sich auf der Landingpage und im Checkout-Prozess. Dieser Block zeigt, wie Optimierungspotenziale identifiziert und durch strukturierte Tests belegt werden.
- Heatmaps und Session-Recordings als diagnostisches Werkzeug
- Landingpage-Optimierung: Aufbau, Sprache, CTA-Platzierung
- A/B-Tests und multivariate Tests planen, auswerten und dokumentieren
- Statistische Signifikanz und Testvarianten korrekt interpretieren
- Conversion-Funnel-Analyse und Absprungpunkte identifizieren
- Personalisierung und dynamische Inhalte als Optimierungshebel
E-Commerce-Management und Kampagnen-Analytics E-Commerce ist das Ziel vieler Performance-Maßnahmen. Dieser Block verknüpft das Wissen über Kampagnenführung mit dem Verständnis für Shopleistung, automatisierte E-Mail-Kommunikation und übergreifendes Daten-Reporting.
- Shop-Konzepte: Produktdarstellung, Kategoriestruktur, Checkout-Optimierung
- E-Mail-Marketing-Automationen: Willkommens-Flows, Warenkorb-Abbrecher, Re-Engagement
- Segmentierung und dynamische Inhalte in E-Mail-Kampagnen
- Kampagnen-Dashboards aufbauen und für verschiedene Stakeholder aufbereiten
- Google Analytics 4 und E-Commerce-Tracking einrichten
- Datenschutz und Cookieless Tracking: First-Party-Daten-Strategien
Praxisanwendungen im Kursalltag
- Aufbau einer strukturierten Google-Ads-Kampagne mit Zielgruppendefinition und Anzeigengruppen
- Keyword-Analyse und Ableitung einer Buchungsstrategie für ein fiktives Produkt
- Erstellung einer Landingpage-Bewertung mit konkreten Optimierungsvorschlägen
- Planung und Dokumentation eines A/B-Tests nach wissenschaftlichem Vorgehen
- Interpretation von Conversion-Daten aus GA4-Exporten
- Entwicklung eines E-Mail-Automations-Flows für einen Online-Shop
- Berechnung von ROAS und CAC auf Basis vorgegebener Kampagnendaten
- Erstellung eines Performance-Dashboards für Kampagnen-Reporting
- Fallstudie: Attributionsmodell-Vergleich bei einem Multi-Channel-Funnel
- Analyse von A/B-Testergebnissen auf statistische Belastbarkeit
- Optimierung eines Checkout-Flows anhand identifizierter Abbruchpunkte
- Diskussion und Bewertung verschiedener First-Party-Datenstrategien
Die praxisnahen Übungen bauen aufeinander auf: Wer eine Kampagne von der Konzeption bis zum Reporting durchgearbeitet hat, versteht die Wirkzusammenhänge zwischen Kampagnenstruktur, Landingpage und Conversion-Messung als Gesamtprozess. Performance Marketing lebt von kontinuierlichem Lernen aus Daten. Der Kurs vermittelt deshalb nicht nur Werkzeuge, sondern auch das analytische Denkmuster, das für erfolgreiche Optimierungsarbeit in der Praxis unverzichtbar ist.
Lernziele:
- Grundprinzipien des Performance Marketings verstehen und von anderen Marketingansätzen abgrenzen
- Suchmaschinenwerbung (SEA) und Display-Kampagnen professionell aufsetzen und steuern
- Zielgruppen durch Behavioral Targeting und Retargeting präzise ansprechen
- Conversion-Funnels analysieren und strukturierte Maßnahmen zur Optimierung entwickeln
- A/B-Tests und multivariate Tests methodisch korrekt planen, durchführen und interpretieren
- Kampagnendaten in Dashboards und Reporting-Tools aufbereiten und für Entscheidungen nutzen
- E-Mail-Marketing-Automationen aufsetzen, segmentieren und nach Metriken optimieren
- Grundlegende E-Commerce-Konzepte verstehen: Shop-Aufbau, Warenkorboptimierung, Checkout-Flow
- Kanalübergreifende Performance-Messmodelle (Attribution) vergleichen und anwenden
- KPI-Systeme für Performance-Kampagnen definieren und gegenüber internen Stakeholdern kommunizieren
- E-Commerce-Kennzahlen (CAC, CLV, ROAS, Conversion Rate) berechnen und bewerten
- Marktveränderungen durch Datenschutzanpassungen (Cookieless Tracking) einordnen und alternative Messansätze kennen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die im digitalen Marketing arbeiten oder einsteigen und ihre Tätigkeit auf eine datengestützte Basis stellen wollen. Im Fokus stehen
- Online-Marketing-Fachleute, die ihre analytischen Kompetenzen ausbauen möchten
- Mitarbeitende in E-Commerce-Teams, die Kampagnenverantwortung übernehmen wollen
- Marketingmanager:innen, die bisher vor allem strategisch tätig waren und operative Kampagnenkompetenz aufbauen
- Berufseinsteiger:innen mit kaufmännischem oder kommunikativem Hintergrund
- Selbstständige, die eigene Shops oder Dienstleistungen digital vermarkten
Grundkenntnisse im Bereich Marketing sind hilfreich, werden aber nicht vorausgesetzt. Teilnehmende sollten sicher mit dem Internet und gängigen Büroanwendungen umgehen können sowie Deutschkenntnisse auf beruflichem Niveau mitbringen. Da Performance Marketing stark datengetrieben ist, erleichtern Affinität zu Zahlen und ein analytisches Grundinteresse den Einstieg. Ein abgeschlossenes Studium, eine kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Berufserfahrung sind typische Zugangswege.
Ablauf & Abschluss
Der Lehrgang verbindet strukturierte Wissensvermittlung mit unmittelbarer Praxisanwendung. Übungsszenarien, Fallstudien und Tool-Demos greifen direkt auf das Unterrichtsmaterial zurück, sodass Gelerntes direkt angewendet und gefestigt wird. Die Mischung aus Einzelarbeit und gemeinsamen Besprechungen fördert sowohl eigenständiges Analysevermögen als auch die Kommunikation von Kampagnenergebnissen — eine Schlüsselkompetenz im Berufsalltag.
Der Kurs ist als Vollzeitlehrgang konzipiert. Die konkrete Laufzeit entnehmen Interessierte dem aktuellen Kursangebot des Anbieters.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die erworbenen Kompetenzen im Bereich Performance Marketing und E-Commerce bescheinigt. Staatlich anerkannte oder herstellerseitig vergebene Prüfungsabschlüsse sind nicht Teil des Programms.
Nutzen & Perspektiven
Performance Marketing ist eine der meistgefragten digitalen Qualifikationen am Arbeitsmarkt. Unternehmen brauchen Fachkräfte, die Werbebudgets nicht nur ausgeben, sondern ihre Wirkung nachweisen und optimieren können. Mit den in diesem Kurs erworbenen Kompetenzen sind Absolvent:innen in der Lage, selbstständig Kampagnen zu betreuen, Reports zu interpretieren und konkrete Handlungsempfehlungen zu geben. Besonders wertvoll ist die Verbindung aus Kampagnenführung und E-Commerce-Verständnis. Wer weiß, wie eine Google-Ads-Kampagne mit dem Checkout-Flow und der E-Mail-Automatisierung zusammenspielt, denkt nicht in Silos — das ist genau das Profil, das in wachsenden digitalen Vertriebs- und Marketingteams gesucht wird. Darüber hinaus bereitet der Kurs auf die sich wandelnde Datenlage vor: Cookieless Tracking, First-Party-Daten und neue Attributionsmodelle sind keine Zukunftsszenarien mehr, sondern tagesaktuelle Herausforderungen. Wer diese Entwicklungen methodisch einordnen kann, bringt sich langfristig in eine gefragte Position. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus strategischem Planungswissen und technisch-analytischen Werkzeugen: Absolvent:innen können Kampagnenergebnisse nicht nur lesen, sondern auch gegenüber Geschäftsführung und Marketingleitung überzeugend kommunizieren — eine Kompetenz, die in datengetriebenen Teams regelmäßig fehlt und entsprechend hoch bewertet wird.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau ist Performance Marketing?
Performance Marketing bezeichnet alle Marketingmaßnahmen, deren Wirkung direkt und quantitativ messbar ist — etwa Klicks, Conversions oder Umsatz. Im Gegensatz zu klassischer Markenwerbung steht hier jeder Budgeteinsatz unter dem Anspruch der Messbarkeit und kontinuierlichen Optimierung.
Brauche ich technische Vorkenntnisse für diesen Kurs?
Keine tiefen technischen Kenntnisse sind notwendig. Wichtiger sind analytisches Denken und der sichere Umgang mit digitalen Tools. Der Kurs führt alle relevanten Werkzeuge und Systeme Schritt für Schritt ein.
Was unterscheidet diesen Kurs vom Geschwisterkurs zu Influencer und eWOM Marketing?
Dieser Kurs fokussiert auf bezahlte, datengetriebene Kampagnenformen: SEA, Display, Conversion-Optimierung, A/B-Tests und E-Commerce-Management. Der Geschwisterkurs behandelt dagegen personen- und empfehlungsbasierte Kommunikation über Influencer und digitale Mundpropaganda — ein grundlegend anderer Wirkmechanismus und Tätigkeitsbereich.
Welche Tools werden im Kurs konkret eingesetzt?
Der Kurs orientiert sich an marktüblichen Werkzeugen wie Google Ads, Google Analytics 4 sowie gängigen E-Mail-Marketing-Plattformen. Da sich Tool-Landschaften verändern, steht das konzeptionelle Verständnis im Vordergrund — damit Absolvent:innen sich auch in anderen Systemen schnell zurechtfinden.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Der Kurs endet mit einem trägerinternen Zertifikat, das die erworbenen Kompetenzen bescheinigt. Es handelt sich um keinen staatlich anerkannten Abschluss oder ein Herstellerzertifikat, sondern um einen anerkannten Nachweis beruflicher Weiterbildung.
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