Überblick
Python ist nicht nur eine einsteigerfreundliche, sondern auch eine professionelle Programmiersprache, die imperative, funktionale, objektorientierte und aspektorientierte Programmierung unterstützt und plattformübergreifend auf Windows, Linux und macOS läuft. Dieser Aufbaukurs setzt auf den Grundlagen auf und führt Sie in die objektorientierte Programmierung mit Python ein. Sie definieren Klassen, erzeugen Objekte, nutzen die Vererbung und erstellen Datenklassen. Außerdem lernen Sie, mit Dateien und mit Daten aus Datenbanken zu arbeiten und erste grafische Oberflächen für Ihre Anwendungen zu gestalten. Damit machen Sie den Schritt von einzelnen Skripten zu strukturierten, datengetriebenen Programmen mit Benutzeroberfläche.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs vertieft die Programmierung mit Python und verbindet die objektorientierte Denkweise mit dem praktischen Zugriff auf Dateien und Datenbanken. Jede Technik wird an Beispielen geübt, sodass die Konzepte unmittelbar greifbar werden. Den Einstieg bildet die objektorientierte Programmierung als zentrales Paradigma.
- Klassen definieren
- Objekte und Methoden erstellen
- Vererbung und der Aufbau von Klassenhierarchien
- Datenklassen für strukturierte Daten
Den Kern bildet der Umgang mit dauerhaften Daten.
- Dateien lesen und schreiben
- Daten aus Datenbanken auslesen und verarbeiten
- Strukturierung des Datenzugriffs im Programm
Einen eigenen Schwerpunkt bildet die Verbindung von Logik und Oberfläche.
- Einstieg in grafische Benutzeroberflächen
- Verbindung von Programmlogik und Oberfläche
- Aufbau einfacher, bedienbarer Anwendungen
Den Abschluss bildet die saubere Strukturierung größerer Programme.
- Gliederung des Codes in Klassen und Module
- Wiederverwendbarkeit durch objektorientierten Aufbau
- Einordnung der Konzepte in den professionellen Einsatz
Im praktischen Teil entwickeln Sie ein kleines, zusammenhängendes Programm, das objektorientierte Struktur, Datenzugriff und eine einfache Oberfläche verbindet. So erleben Sie, wie aus einzelnen Konzepten eine funktionierende Anwendung entsteht. Ein wichtiger Lerneffekt ist das objektorientierte Denken: Sie lernen, ein Problem in Objekte mit Eigenschaften und Verhalten zu zerlegen und dadurch auch größere Programme übersichtlich und wartbar zu halten. Diese Denkweise ist die Grundlage professioneller Softwareentwicklung. Damit die Konzepte praktisch erfahrbar werden, setzen Sie sie an einer kleinen, datengetriebenen Beispielanwendung um und durchlaufen dabei die typischen Schritte einer objektorientierten Lösung.
- Entwurf passender Klassen mit Eigenschaften und Methoden
- Aufbau von Vererbungsbeziehungen zur Vermeidung von Wiederholungen
- Nutzung von Datenklassen für klar strukturierte Daten
- Lesen und Schreiben von Dateien zur dauerhaften Speicherung
- Verbindung zu einer Datenbank und Auslesen von Datensätzen
- Verarbeiten und Aufbereiten der ausgelesenen Daten im Programm
- Gestalten einer einfachen grafischen Oberfläche zur Bedienung
- Verbinden von Oberfläche, Logik und Datenzugriff
- Aufteilen des Programms in nachvollziehbare Module
- Erkennen und Behandeln typischer Fehlerquellen beim Datenzugriff
So fügen sich die einzelnen Techniken zu einer funktionierenden Anwendung zusammen, statt isoliert zu bleiben. Sie erleben den Unterschied zwischen einem einzelnen Skript und einem strukturierten Programm und verstehen, warum dieser Unterschied in der Praxis so wichtig ist.
Lernziele:
- Die Prinzipien der objektorientierten Programmierung in Python anwenden
- Klassen definieren sowie Objekte und Methoden erstellen
- Vererbung sinnvoll einsetzen und Klassenhierarchien aufbauen
- Datenklassen für strukturierte Daten nutzen
- Dateien lesen und schreiben
- Daten aus Datenbanken auslesen und verarbeiten
- Erste grafische Benutzeroberflächen gestalten
- Programme sinnvoll in Klassen und Module gliedern
- Datenzugriffe sauber strukturieren
- Fehlerquellen im Umgang mit Dateien und Datenbanken erkennen
- Objektorientierte Konzepte auf eigene Aufgaben übertragen
- Die Grundlage für komplexere Python-Anwendungen legen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Das Bildungsangebot richtet sich an alle, die bereits Python-Grundkenntnisse haben und diese erweitern möchten.
- Anwender mit Python-Grundlagen, die die Objektorientierung erlernen wollen
- Einsteiger in die Arbeit mit Dateien und Datenbanken in Python
- Quereinsteiger, die nach dem Grundkurs den nächsten Schritt gehen
- Berufstätige, die strukturierte, datengetriebene Programme schreiben möchten
Vorausgesetzt werden gute Deutschkenntnisse und Übung im Umgang mit Windows, sodass Sie sich in der Ordnerstruktur zurechtfinden und mit Dateien arbeiten können. Außerdem sind grundlegende Kenntnisse der Python-Syntax, erste Erfahrung mit der objektorientierten Programmierung sowie Grundkenntnisse in SQL erforderlich, da der Kurs auf diesen Grundlagen aufbaut.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist praxisorientiert: Jedes Konzept wird erklärt und sofort an Programmieraufgaben angewendet, die schrittweise zu einer kleinen Anwendung zusammenwachsen. Laut den vorliegenden Angebotsdaten wird der Kurs überwiegend als Combined Learning angeboten, also als Mischung aus angeleitetem Unterricht und betreuten Übungsphasen, in der Regel in Vollzeit.
Als Aufbaukurs ist das Angebot klar umrissen. Die ausgewerteten Termindaten zeigen überwiegend eine Dauer von mehr als einer Woche bis zu einem Monat. Der Kurs schließt an den Python-Grundkurs an und bildet die Grundlage für weiterführende Anwendungen und Spezialisierungen. Wer die Grundlagen sicher beherrscht, kann unmittelbar einsteigen und sich ganz auf die objektorientierte Denkweise und den Datenzugriff konzentrieren.
Zum Abschluss erhalten Sie in der Regel ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die behandelten Inhalte ausweist. Eine staatliche Prüfung ist nicht Teil des Aufbaukurses; die konkrete Bezeichnung des Nachweises unterscheidet sich je nach Bildungsträger.
Nutzen & Perspektiven
Die objektorientierte Programmierung und der sichere Umgang mit Dateien und Datenbanken sind der Punkt, an dem aus einzelnen Skripten echte Anwendungen werden. Wer diese Konzepte beherrscht, kann strukturierte, wartbare und datengetriebene Programme schreiben, wie sie in der Praxis tatsächlich gebraucht werden. Damit hebt sich der Aufbaukurs deutlich vom reinen Grundlagenwissen ab und bringt Sie näher an die Anforderungen realer Entwicklungsaufgaben. Besonders wertvoll ist die Verbindung von Logik, Datenzugriff und Oberfläche, weil reale Anwendungen genau dieses Zusammenspiel verlangen. Sie lernen nicht nur einzelne Techniken, sondern wie sie zu einem funktionierenden Ganzen zusammenwirken. Als Aufbaustufe eines klaren Entwicklungspfads eröffnet der Kurs den Weg zu komplexeren Python-Anwendungen, etwa in der Datenverarbeitung oder Automatisierung. Hinzu kommt, dass gerade die Verbindung von Python mit Datenbanken in vielen Berufsfeldern gefragt ist, weil Daten heute den Kern fast jeder Anwendung bilden. Wer Daten strukturiert auslesen, verarbeiten und in einer Anwendung nutzbar machen kann, verfügt über eine Fähigkeit, die weit über die reine Programmierung hinaus Wert hat. In Kombination mit den objektorientierten Grundlagen entsteht so ein Profil, das den Übergang in Entwicklung, Datenverarbeitung oder Automatisierung ermöglicht. Damit ist der Aufbaukurs ein entscheidender Schritt vom interessierten Einsteiger zum einsetzbaren Anwendungsentwickler. Für Arbeitsuchende ist der Kurs bei AZAV-zertifizierten Trägern in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar; je nach persönlicher Situation kommen außerdem das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Grundlegende Kenntnisse der Python-Syntax, erste Erfahrung mit objektorientierter Programmierung sowie Grundkenntnisse in SQL. Außerdem gute Deutschkenntnisse und Übung im Umgang mit Windows. Der Kurs baut auf dem Python-Grundkurs auf.
Was lerne ich im Aufbaukurs?
Die objektorientierte Programmierung mit Klassen, Objekten, Methoden, Vererbung und Datenklassen, das Lesen und Schreiben von Dateien, den Zugriff auf Datenbanken sowie den Einstieg in grafische Benutzeroberflächen.
Worin liegt der Mehrwert gegenüber dem Grundkurs?
Hier werden aus einzelnen Skripten strukturierte, datengetriebene Anwendungen mit Oberfläche. Sie lernen objektorientiertes Denken und das Zusammenspiel von Logik, Datenzugriff und Oberfläche, wie es reale Anwendungen verlangen.
Wie geht es danach weiter?
Der Aufbaukurs bildet die Grundlage für komplexere Python-Anwendungen, etwa in der Datenverarbeitung oder Automatisierung. Die genaue Struktur weiterführender Module richtet sich nach dem Bildungsträger.
Ist der Kurs förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Je nach Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht.
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