Überblick
Gute Geschichten zu erzählen war schon immer eine Kernkompetenz im Marketing, im Journalismus und in der Unternehmenskommunikation. KI-Werkzeuge verändern, wie schnell und in welchem Umfang Texte entstehen können — aber sie ersetzen nicht das Gespür dafür, welche Geschichte erzählenswert ist, welche Emotion sie transportieren soll und welche Struktur sie trägt. Dieser Kurs vermittelt beides: die klassischen Prinzipien starken Storytellings und die praktische Arbeit mit KI-Textgenerierung, Prompt-Engineering und KI-gestützter Content-Planung. Zielgruppe sind Fachkräfte aus Kommunikation, PR, Online-Marketing und redaktionellen Bereichen, die KI als produktives Werkzeug in ihren Content-Workflow integrieren möchten.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen des digitalen Storytellings Bevor KI-Tools eingesetzt werden, schärfen Teilnehmende ihr Verständnis für das, was einen guten Text ausmacht. Klassische Narrationsprinzipien werden auf digitale Formate übertragen: Was hält Menschen beim Lesen? Wie beginnt man einen Post, der nicht weggescrollt wird? Welche Emotion soll ein Text auslösen?
- Narrationsstrukturen: Heldenreise, Drei-Akt-Dramaturgie, Problem-Solution-Benefit
- Digitale Textformate im Vergleich: Post, Pressemitteilung, Blogartikel, E-Mail-Newsletter
- Zielgruppenanalyse: Personas, Bedürfnisse, Sprach- und Kanalerwartungen
- Tone of Voice und Brand Storytelling: Markenpersönlichkeit in Sprache übersetzen
- Spannungsbögen und emotionale Trigger in kurzen Texten
- Häufige Schwächen in Marketing-Texten und wie man sie erkennt
Modul 2 — Prompt-Engineering für Texte und Content-Produktion KI-Werkzeuge produzieren nur dann brauchbare Texte, wenn die Prompts präzise und durchdacht sind. Dieses Modul vermittelt die Logik effektiver Prompts für unterschiedliche Schreibaufgaben — von Social-Media-Teaser bis Pressemitteilung. Teilnehmende entwickeln eigene Prompt-Vorlagen für wiederkehrende Content-Typen.
- Prompt-Anatomie: Kontext, Aufgabe, Format, Ton, Einschränkungen
- Chain-of-Thought-Prompting und iterative Verfeinerung von Textentwürfen
- Plattformspezifische Prompts: LinkedIn-Artikel vs. Instagram-Caption vs. X-Thread
- Persona-Prompting: KI als Redakteur, als Kritiker, als Zielgruppe sprechen lassen
- Prompts für SEO-Texte — Keyword-Integration ohne Lesbarkeitseinbußen
- Eigene Prompt-Bibliothek aufbauen und pflegen
Modul 3 — Redaktion und Qualitätskontrolle KI-generierter Texte KI-generierte Texte sind Rohware, kein Endprodukt. Dieses Modul behandelt die redaktionelle Nachbearbeitung: Wie erkennt man KI-typische Schwächen? Wie überprüft man Fakten, die KI selbstsicher behauptet? Wie bringt man einen flachen Entwurf auf journalistische Qualität?
- Typische KI-Textprobleme: Halluzinationen, Monotonie, fehlende Konkretheit
- Redigieren ohne die Struktur zu zerstören — Texthandwerk im Nachschärfen
- Faktenprüfung von KI-Texten: Quellen recherchieren, Behauptungen verifizieren
- Lesbarkeits-Scores, Satzlänge, Aktiv vs. Passiv im Content-Kontext
- Markenkonformitätsprüfung: Entspricht der Text den Style-Guide-Vorgaben?
- Urheberrechtliche Fragen: Wer ist Urheber KI-generierter Texte?
Modul 4 — Content-Planung und Workflow-Integration KI spart Zeit vor allem dort, wo Content regelmäßig und in hohem Volumen produziert wird. Dieses Modul zeigt, wie KI-Werkzeuge in einen professionellen Redaktionsworkflow integriert werden — von der Themenplanung über die Content-Kalender-Pflege bis zum Veröffentlichungsprozess.
- Redaktionskalender mit KI-Unterstützung planen und strukturieren
- Themenrecherche und Content-Ideation mit KI-Werkzeugen
- Wiederverwendungsstrategien: einen Kernartikel in mehrere Formate übersetzen
- KI-Tools im Vergleich — ChatGPT, Claude, Gemini, Jasper und spezialisierte Schreibassistenten
- Kennzeichnungspflicht für KI-Content: rechtliche und kommunikative Transparenz
- Qualitätssicherung im Team: Review-Prozesse und Freigabe-Workflows mit KI-Unterstützung
Praxisübungen — Storytelling mit KI vom Entwurf bis zum veröffentlichungsreifen Text
- Heldenreisen-Struktur auf eine Erfolgsgeschichte aus dem eigenen Branchenkontext anwenden
- LinkedIn-Artikel zum Thema Transformation oder Branchentrend mit Prompt-Chain entwickeln
- Instagram-Caption-Serie (5 Posts, konsistente Tonalität) mit KI-Unterstützung erstellen
- Online-Pressemitteilung zu einem fiktiven Produkt-Launch verfassen und redigieren
- Faktencheck-Übung: KI-generierten Text systematisch auf Fehler durchsuchen
- Prompt-Bibliothek für drei verschiedene Content-Typen aufbauen
- Redaktionskalender für einen Monat mit Themenvorschlägen durch KI befüllen lassen
- X-Thread aus einem Blogartikel kondensieren — Anpassung von Tonalität und Länge
- Brand-Voice-Dokument als Prompt-Grundlage formulieren
- SEO-optimierten Einleitungsabsatz mit KI schreiben und auf Keyword-Dichte prüfen
- KI-Tool-Vergleich: dieselbe Aufgabe in drei verschiedenen Tools ausführen und auswerten
- Kennzeichnungskonzept für KI-Content im eigenen Berufskontext entwickeln
Der Kurs ist auf unmittelbare Berufspraxis ausgerichtet: Alle Übungen produzieren verwendbare Textentwürfe, keine Schulaufgaben. Die redaktionelle Perspektive — kritisches Lesen, journalistische Qualität, Faktenprüfung — bleibt dabei durchgängig im Vordergrund.
Lernziele:
- Narrationsstrukturen (Heldenreise, Problem-Lösungs-Bogen, Drei-Akt-Struktur) für digitalen Content anwenden
- KI-Textgenerierung zielgerichtet einsetzen — Prompt-Engineering für verschiedene Content-Formate beherrschen
- Social-Media-Texte für unterschiedliche Plattformen (LinkedIn, Instagram, X) konzipieren und mit KI verfassen
- Online-Pressemitteilungen aufbauen, redigieren und KI-Entwürfe journalistisch überarbeiten
- Content-Strategien für Redaktionskalender entwickeln und mit KI-Tools strukturieren
- Marken- und Tonalitätsrichtlinien in KI-Prompts integrieren — konsistente Brand Voice sicherstellen
- KI-generierte Texte kritisch redigieren, faktenprüfen und auf journalistische Qualität bringen
- SEO-Grundlagen für Webtexte anwenden — Keywords, Lesbarkeit und suchintentionsorientiertes Schreiben
- Verschiedene KI-Schreibwerkzeuge (ChatGPT, Gemini, Claude, spezialisierte Tools) vergleichend einschätzen
- Ethische und rechtliche Fragen zu KI-Content klären — Urheberrecht, Kennzeichnungspflicht, Transparenz
- Content-Ideen systematisch entwickeln und Themenplanung mit KI-Unterstützung skalieren
- Eigene Stärken als Redakteur oder Kommunikationsprofi mit KI-Kompetenz verbinden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Kommunikations- und Marketing-Fachkräfte mit Schreiberfahrung, die KI-Werkzeuge systematisch in ihre Arbeit integrieren möchten.
- PR-Redakteure und Kommunikationsfachleute mit Verantwortung für externe Texte
- Online-Marketing-Manager, die regelmäßig Content produzieren oder verantworten
- Social-Media-Verantwortliche, die Inhalte über mehrere Plattformen hinweg bespielen
- Texter und Content Creators, die ihre Produktivität mit KI-Unterstützung steigern möchten
- Pressesprecher und Unternehmenskommunikatoren, die KI-Tools sicher einsetzen wollen
Vorausgesetzt wird ein Hintergrund aus dem PR-, Medien- oder kaufmännischen Bereich — durch Studium oder Berufsausbildung. Erste praktische Erfahrungen in Social Media, Texterstellung oder Online-Marketing erleichtern den Kurs erheblich. Gute PC-Kenntnisse und eine ausgeprägte Affinität zu digitalen Medien werden erwartet. KI-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich — der Umgang mit den Tools wird im Kurs erlernt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wechselt zwischen Input-Einheiten zu Storytelling-Theorie, praktischen Tool-Demos und eigenem Texten. Jede Session schließt mit einem konkreten Schreibergebnis, das im Plenum diskutiert oder durch Peer-Feedback verbessert wird. Die Arbeit mit echten KI-Werkzeugen steht im Mittelpunkt — Teilnehmende bringen eigene Themen und Schreibaufgaben aus ihrem Berufskontext mit.
Der Kurs erstreckt sich über mehrere Wochen im Vollzeit- oder Teilzeitformat. Die genaue Stundenzahl variiert je Anbieter. Ergänzende Materialien — Prompt-Vorlagen, Style-Guide-Templates, Tool-Übersichten — sind im Kurspaket enthalten.
Teilnehmende erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung nach erfolgreichem Abschluss des Kurses.
Nutzen & Perspektiven
Wer KI-Werkzeuge für Texte produktiv einsetzen kann, ohne dabei journalistische Qualität und redaktionelle Eigenverantwortung aufzugeben, besitzt eine Kompetenz, die im Content-Bereich stark nachgefragt wird. Viele Arbeitgeber suchen explizit nach Fachkräften, die sowohl Texterfahrung mitbringen als auch KI-gestützte Produktionsprozesse kennen und kritisch steuern können. Die im Kurs entwickelten Prompt-Bibliotheken und Content-Workflows sind direkt im Berufsalltag einsetzbar. Ob Social-Media-Redaktion, Pressestelle oder Content-Marketing-Team — Teilnehmende verlassen den Kurs mit erprobten Schreibroutinen, die sich mit KI-Unterstützung skalieren lassen, ohne die eigene redaktionelle Handschrift aufzugeben. Storytelling bleibt eine zutiefst menschliche Kompetenz: Welche Geschichte erzählenswert ist, welche Emotion sie transportiert, ob ein Text stimmt — das entscheiden Menschen. KI beschleunigt und erweitert die Produktion, aber das redaktionelle Urteil bleibt beim Autor. Dieser Kurs macht beides stärker.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorkenntnisse in KI oder Programmierung?
Nein. Der Kurs setzt keine KI-Kenntnisse voraus. Der Umgang mit Werkzeugen wie ChatGPT, Claude oder spezialisierten Schreibassistenten wird im Kurs erlernt. Wichtiger als technisches Vorwissen ist Schreiberfahrung und Interesse an digitalem Content.
Was unterscheidet diesen Kurs von einem allgemeinen KI-Einführungskurs?
Dieser Kurs ist auf Storytelling und redaktionelle Textarbeit spezialisiert — nicht auf KI im Allgemeinen. Prompt-Engineering, Content-Workflows und redaktionelle Qualitätskontrolle werden spezifisch für Kommunikations- und Marketing-Formate behandelt. Wer bereits textet und schreibt, lernt hier, wie KI diese Arbeit konkret unterstützt.
Werden KI-generierte Texte als „fertig" betrachtet oder nur als Rohmaterial?
Als Rohmaterial. Ein zentrales Lernziel des Kurses ist die kritische Redaktion KI-generierter Texte: Halluzinationen erkennen, Faktizität prüfen, Ton und Struktur anpassen. KI liefert Entwürfe — der redaktionelle Abschluss liegt beim Autor.
Welche KI-Tools werden im Kurs eingesetzt?
Der Kurs arbeitet vergleichend mit mehreren Werkzeugen — darunter ChatGPT, Claude, Gemini und spezialisierte Schreibassistenten. Teilnehmende lernen, Tools aufgabenspezifisch einzusetzen und deren Stärken und Schwächen für verschiedene Content-Typen einzuschätzen.
Müssen KI-generierte Texte als solche gekennzeichnet werden?
Das hängt vom Kontext und Medium ab. Im Kurs werden die aktuellen rechtlichen und kommunikativen Anforderungen zur Kennzeichnung von KI-Content behandelt — insbesondere im Journalismus, in der Werbung und im Social-Media-Bereich. Teilnehmende entwickeln ein Kennzeichnungskonzept für ihren eigenen Berufskontext.
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