Überblick
KI-Werkzeuge haben die Videoproduktion in den letzten Jahren grundlegend verändert: Szenen lassen sich generieren, Reframes automatisieren, Transkripte in Minuten erstellen. Wer diese Werkzeuge aber nur oberflächlich kennt, verliert schnell den Anschluss — oder produziert Content, der unfertig wirkt. Dieser Kurs setzt dort an, wo Grundlagenwissen endet: Er vermittelt, wie KI-gestützte Videogenerierung professionell eingesetzt, mit klassischer Post-Production-Arbeit verknüpft und zu einem konsistenten, marktfähigen Output weiterentwickelt wird. Der Fokus liegt auf der Verbindung aus Kreativtechnik, Prompt Engineering und Schnitttechnik.
Kursinhalte & Lernziele
KI-Videogenerierung auf fortgeschrittenem Niveau KI-Videogeneratoren bieten weit mehr als das einfache Erzeugen kurzer Clips aus Textprompts. Dieser Block erschließt die tieferen Steuerungsmöglichkeiten: Wie hält man Figuren, Stile und Kamerawinkel über mehrere Generierungsschritte konsistent? Wie kombiniert man Text-, Bild- und Videoinputs zu komplexen Sequenzen? Teilnehmende arbeiten mit Runway, Pika und vergleichbaren Tools direkt an konkreten Produktionsaufgaben.
- Architektur moderner KI-Videogeneratoren verstehen
- Fixed Seeds: Konsistenz über generierte Clips hinweg erzwingen
- Stilsteuerung über Referenzbilder und kombinierte Prompts
- Text-to-Video, Image-to-Video und Video-to-Video im Vergleich
- Bewegungssteuerung: Kamerafahrten, Zoom, Übergänge prompt-basiert kontrollieren
- Generierte Clips qualitativ bewerten und iterativ verbessern
Prompt Engineering für Video Prompts für Videogenerierung unterscheiden sich grundlegend von Bild-Prompts: Zeitliche Dimension, Kamerabewegung und Stilkonsistenz müssen sprachlich präzise gefasst werden. Dieser Block entwickelt ein systematisches Vorgehen, das reproduzierbare Ergebnisse liefert.
- Anatomie eines Video-Prompts: Motiv, Stil, Bewegung, Atmosphäre
- Prompt-Templates für wiederkehrende Produktionssituationen entwickeln
- Negative Prompts und Qualitätsfilter einsetzen
- Iterationsstrategien: Wie man von einem ersten Clip zum finalen Ergebnis kommt
- Fehlermodi verstehen: typische Artefakte und wie man sie umgeht
- Prompt-Bibliotheken für Projekte und Teams aufbauen
Post-Production: DaVinci Resolve und Adobe Premiere Pro Generierter Content ist selten out-of-the-box fertig — er braucht professionelle Bearbeitung. Dieser Block behandelt fortgeschrittene Schnitttechniken in beiden führenden Schnittprogrammen, mit besonderem Fokus auf Workflows, die speziell für KI-generierten Material entwickelt sind.
- Projektstruktur für gemischte Produktionen (KI + klassisch)
- Nahtlose Integration von KI-generierten Clips in bestehende Produktionen
- Farbkorrektur und Color Grading mit LUTs professionell anwenden
- Audio-Workflow: Rauschen entfernen, Pegel normalisieren, Musik einbetten
- KI-gestützte Transkription: Tools, Workflow, Qualitätsprüfung
- Untertitel automatisiert erstellen und manuell finalisieren
- Auto-Reframe für Instagram, YouTube, TikTok und Broadcast-Formate
Distributionsformate und Batch-Export-Workflows Der letzte Produktionsschritt entscheidet, ob Content auf jeder Plattform optimal aussieht. Dieser Block strukturiert, wie Batch-Export-Workflows Mehrfachexporte automatisieren und Qualität auf verschiedenen Kanälen sicherstellen.
- Exportprofile für verschiedene Plattformen korrekt konfigurieren
- Batch-Export in DaVinci Resolve und Premiere Pro
- Qualitätskontrolle vor der Veröffentlichung: Checkliste und häufige Fehler
- Metadaten, Thumbnails und Begleitdateien effizient erstellen
- Versionierung und Archivierung von Produktionsmaterial
Praxisblock: Vollständige Produktionskette von der Idee bis zum Export In diesem Block arbeiten Teilnehmende an einer selbst gewählten Content-Idee — von der Prompt-Entwicklung über die Generierung und den Schnitt bis zum plattformspezifischen Export. Alle Elemente aus dem Kurs fließen zusammen.
- Konzept und Moodboard für ein KI-Video-Projekt entwickeln
- Prompt-Sequenz für eine mehrteilige generierte Produktion schreiben
- Stilreferenzen definieren und als Grundlage für Fixed-Seed-Generierung nutzen
- Iterationsschleife: generieren, bewerten, Prompt anpassen
- Rohmaterial aus verschiedenen Quellen in DaVinci Resolve oder Premiere Pro schneiden
- Farbwelt mit einer LUT definieren und konsistent durch das Projekt ziehen
- Transkription erstellen und als Untertitelspure einbetten
- Drei plattformspezifische Versionen (16:9, 9:16, 1:1) via Auto-Reframe und Batch-Export erstellen
- Audiomix finalisieren und normalisieren
- Qualitätskontrolle und finales Review
- Peer-Feedback zu Prompt-Strategie und Post-Production-Entscheidungen
- Abgabe und Besprechung der finalen Produktionen
Professionelle Video-Produktion mit KI-Werkzeugen ist ein Prozess, in dem Kreativität und technische Präzision eng zusammenspielen. Wer die im Kurs aufgebauten Workflows beherrscht, kann sowohl eigenständig als auch in Produktionsteams auf deutlich höherem Niveau arbeiten. Besonders in der Post-Production zeigt sich der Unterschied zwischen oberflächlichem Werkzeugwissen und echtem Handwerk. Color Grading, Audiomix und strukturierte Exportworkflows sind keine Formalitäten — sie entscheiden darüber, ob eine Produktion professionell wirkt oder nicht.
Lernziele:
- KI-Videogeneratoren wie Runway und Pika für komplexe Produktionsaufgaben einsetzen
- Fixed Seeds und konsistente Stile in KI-generierten Sequenzen gezielt steuern
- Prompt Engineering speziell für Videogenerierung systematisch entwickeln
- Auto-Reframe-Funktionen für verschiedene Distributionsformate nutzen
- Color Grading mit LUTs professionell durchführen
- KI-gestützte Transkription für Untertitel und Metadaten effizient einsetzen
- Schnitttechniken in DaVinci Resolve und Adobe Premiere Pro auf fortgeschrittenem Niveau anwenden
- Batch-Export-Workflows für verschiedene Plattformen aufsetzen
- KI-generierte und klassisch gefilmte Elemente nahtlos kombinieren
- Stilkonsistenz über mehrere generierte Clips hinweg sicherstellen
- Post-Production-Workflows für KI-Content effizient strukturieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Personen, die bereits im medialen Bereich tätig sind oder konkrete Medienprojekte umsetzen möchten. Voraussetzung sind Grundkenntnisse im Bereich Videoschnitt oder Content Creation — dieser Kurs ist ausdrücklich keine Einführung, sondern eine Vertiefung.
- Content Creator:innen, die ihre Produktionsqualität und Effizienz erhöhen möchten
- Videoeditor:innen, die KI-Werkzeuge professionell in ihre Workflows integrieren wollen
- Mediengestalter:innen mit Interesse an KI-gestützter Produktion
- Social-Media-Manager:innen, die eigenständig produzierten Content auf mehreren Plattformen ausspielen
- Personen mit einem Studium oder einer Berufsausbildung im medialen oder kaufmännischen Bereich
Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium im medialen oder kaufmännischen Bereich wird empfohlen. Gute PC-Kenntnisse und eine ausgeprägte Affinität zum Medium Internet sind Grundvoraussetzung. Erste praktische Erfahrungen mit Videoschnitt-Software oder im Bereich Social Media und Content Creation erleichtern den Einstieg erheblich. Kommunikationsstärke und die Bereitschaft, neue Software-Werkzeuge aktiv zu erproben, sind für diesen praxisintensiven Kurs wichtig.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist als intensiver Praxiskurs angelegt: Jede neue Technik wird unmittelbar in einer eigenen Produktionsaufgabe angewendet. Theorieinput und Übungszeit wechseln sich in kurzen Zyklen ab, sodass das Gelernte sich sofort festigt. Peer-Reviews der erstellten Produktionen gehören zum festen Bestandteil — gegenseitiges Feedback schärft den Blick für Qualitätsunterschiede und alternative Herangehensweisen. Die genutzten Tools — Runway, Pika, DaVinci Resolve, Adobe Premiere Pro — werden im echten Produktionskontext eingesetzt, nicht in isolierten Demo-Umgebungen.
Der Kurs wird von mehreren Anbietern angeboten, die unterschiedliche zeitliche Formate ermöglichen. Die Kombination aus KI-Generierungs- und Post-Production-Inhalten erfordert ausreichend Zeit für praktische Übungen. Der genaue Umfang richtet sich nach dem gewählten Anbieter.
Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die erworbenen Kompetenzen in KI-Videogenerierung und professioneller Post-Production dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
KI-Werkzeuge haben die Produktionskapazitäten für Video enorm erweitert — gleichzeitig ist die Schere zwischen professionellem und amateurhaftem Output gewachsen. Wer weiß, wie man KI-generierte Clips nicht nur erstellt, sondern auch durch gezielte Post-Production auf professionelles Niveau bringt, unterscheidet sich klar vom Durchschnitt. Dieser Kurs schließt diese Lücke: Teilnehmende verlassen ihn mit einem vollständig durchgearbeiteten Produktions-Workflow, der direkt in berufliche Projekte übertragen werden kann. Für Personen, die in Content-nahen Berufen tätig sind oder sein möchten, ist KI-gestützte Videoproduktion eine der relevantesten Zusatzqualifikationen des aktuellen Medienmarkts. Die Fähigkeit, schnell marktfähige Produktionen zu erstellen und für verschiedene Plattformen zu optimieren, ist ein echter Wettbewerbsvorteil. Über das unmittelbare Berufsprofil hinaus fördert dieser Kurs eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Logik generativer Medien: Was lässt sich sinnvoll automatisieren? Wo braucht es menschliche kreative Entscheidungen? Wer diese Fragen beantworten kann, ist nicht nur als Anwender:in gut aufgestellt, sondern auch als kritische Stimme in Produktionsteams, die KI-Werkzeuge einführen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von einem allgemeinen Videoschnitt-Kurs?
Der Fokus liegt auf der Verbindung zwischen KI-Videogenerierung und professioneller Post-Production. Statt klassischer Schnitttechniken von Grund auf zu vermitteln, behandelt der Kurs, wie KI-generiertes Material in professionelle Produktions-Workflows integriert und durch Color Grading, Transkription und Batch-Export veredelt wird.
Welche KI-Tools werden eingesetzt?
Im Mittelpunkt stehen Runway und Pika als führende KI-Videogeneratoren. Ergänzend kommen KI-gestützte Transkriptionstools und Auto-Reframe-Funktionen in DaVinci Resolve und Adobe Premiere Pro zum Einsatz. Alle Tools werden im realen Produktionskontext erprobt.
Brauche ich Vorkenntnisse in KI oder Videoschnitt?
Ja — dieser Kurs ist eine Vertiefung, keine Einführung. Erste praktische Erfahrungen mit Videoschnitt-Software oder Content Creation werden vorausgesetzt. Wer KI-Tools bereits oberflächlich kennt und verstehen möchte, wie man sie professionell einsetzt, ist hier richtig.
Für welche Plattformen und Formate ist der Kurs relevant?
Der Kurs deckt alle gängigen Distributionsformate ab: 16:9 für YouTube, 9:16 für Instagram Reels und TikTok sowie 1:1 für Feeds. Auto-Reframe und Batch-Export-Workflows sind explizite Kursinhalte.
Welche Software benötige ich?
DaVinci Resolve ist kostenlos erhältlich und wird im Kurs intensiv genutzt. Adobe Premiere Pro ist ebenfalls Kursbestandteil — hierfür ist eine Adobe-Lizenz erforderlich. Runway und Pika bieten kostenlose Einstiegspläne; für intensive Produktionsarbeit empfehlen sich kostenpflichtige Tarife.
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