Überblick
Bewegte Bilder prägen die digitale Kommunikation wie kaum ein anderes Medium: Unternehmen, Medienhäuser, Content-Creator und Agenturen suchen gleichermaßen nach Fachkräften, die professionell schneiden, animieren und visuelle Geschichten erzählen können. Diese Weiterbildung zum Video Editor vermittelt die gesamte Prozesskette der modernen Videobearbeitung — von der Aufnahmetechnik über den Schnitt bis zur Nachbearbeitung mit Effekten und Animationen. Sie schließen die Qualifizierung mit einer eigenständigen Projektarbeit ab, in der Sie das Gelernte in einem realen Medienprodukt zusammenführen.
Kursinhalte & Lernziele
Adobe Photoshop — Bildbearbeitung für den Videokontext Photoshop ist im Videoworkflow unverzichtbar: Grafiken, Thumbnails, Titelkarten und Compositing-Ebenen entstehen hier, bevor sie in Premiere oder After Effects eingebettet werden. Sie lernen die zentralen Funktionen kennen, die im Videoalltag regelmäßig gebraucht werden.
- Arbeitsbereich, Ebenen und Ebenenstile strukturieren
- Freistellen mit Ebenenmasken und Pfaden — für saubere Compositing-Vorlagen
- Auflösung anpassen, Bilder scharfzeichnen und für Videoauflösungen (HD, 4K) optimieren
- Farbkorrektur und Tonwertanpassungen für konsistentes Look-and-Feel
- Export in PNG, PSD und anderen Formaten für die Weiterverwendung in Premiere und After Effects
Adobe Premiere Pro und After Effects — Videoschnitt und visuelle Nachbearbeitung Das Herzstück der Weiterbildung: Hier erlernen Sie die vollständige Nachbearbeitungskette von der Sichtung des Rohmaterials bis zum fertigen Exportformat. Premiere und After Effects bilden im professionellen Einsatz ein eng verzahntes Tandem.
- Filmsprache und Bildgestaltung: Einstellungsgrößen, Perspektiven, Schnittrhythmus
- Videotechnik: Codecs, Formate, Auflösungen, Framerate und Aufnahmetechnik
- Rohmaterial importieren, sichten, strukturieren und in der Timeline arrangieren
- Schnitt logischer Sequenzen, Schnittbilder, Voice-Over und Tonmischung
- Videoschnitt in Adobe Premiere: Farbkorrektur, Audioanpassung, Titles und Captions
- Export und Dateikodierung für Web, Social Media und Broadcast
- Einführung in After Effects: Projektaufbau, Compositings, Ebenenstruktur
- Animationen mit Keyframes, Masken, Trackingfunktionen und Effektlayern
- Erstellung von Intros, Überblendungen, Titelanimationen und Motion-Graphics-Elementen
HTML und CSS — Digitale Grundlage für Videopräsentation Im heutigen Workflow landen Videos auf Webseiten, in Portfolios und auf Plattformen. Grundkenntnisse in HTML und CSS helfen dabei, eigene Showreels einzubetten, Landing Pages für Projekte zu gestalten und mit Webentwicklern auf Augenhöhe zu kommunizieren.
- Grundstruktur von HTML-Dokumenten: Elemente, Verlinkungen, Tabellen, Grafiken
- Text und Grafiken als Hyperlink einsetzen; Seitennavigation gestalten
- CSS-Formate und Selektoren: Schriften, Farben, Abstände, Box-Modell
- Responsive Layout-Grundlagen für unterschiedliche Bildschirmgrößen
Projektarbeit — Mediengestütztes Projekt für die Praxis Am Ende der Weiterbildung realisieren Sie ein eigenständiges Medienprojekt, in dem alle erlernten Kompetenzen zusammenfließen: Sie planen, produzieren, schneiden und präsentieren ein professionelles Videoprodukt von Anfang bis Ende.
- Projekte systematisch planen: Ziele, Zielgruppe, Format und Ablaufstruktur festlegen
- Aufgaben sinnvoll aufteilen und termingerecht koordinieren
- Digitale Medien und Werkzeuge effektiv im Projektverlauf einsetzen
- Videoprodukt professionell schneiden, nachbearbeiten und exportieren
- Ergebnisse strukturiert dokumentieren und verständlich präsentieren
Lernziele:
- Professionell mit Adobe Premiere Pro schneiden: Rohmaterial aufbereiten, Sequenzen strukturieren, Ton mischen und exportieren
- Adobe After Effects für visuelle Effekte, Überblendungen, Animationen und Intros einsetzen
- Filmsprache verstehen: Bildgestaltung, Schnittrhythmus, Einstellungsgrößen und dramaturgischer Aufbau
- Adobe Photoshop für die Bildbearbeitung und Grafikproduktion im Videokontext nutzen
- HTML- und CSS-Grundlagen kennen und einfache webgestützte Präsentation von Videoinhalten verstehen
- Projektarbeit methodisch planen, strukturieren und mit digitalen Medien professionell umsetzen
- Aufgaben in einem medialen Projekt sinnvoll aufteilen und zeitlich koordinieren
- Videotechnik einschätzen: Formate, Codecs, Auflösungen und Exportparameter für verschiedene Plattformen
- Nachbearbeitung mit After Effects: Compositing, Masken, Keyframe-Animation und Effektlayer
- Ton- und Musikproduktion im Schnitt: Voice-Over-Integration, Pegel, Synchronisation
- Eigene Videoprodukte als belastbares Portfolio zusammenstellen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Qualifizierung richtet sich an Personen, die einen beruflichen Einstieg oder Aufstieg in der Videoproduktion und im digitalen Medienbereich anstreben.
- Berufseinsteiger, die sich gezielt für Video-Editing und Content-Produktion qualifizieren möchten
- Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern mit Interesse an audiovisuellen Medien
- Mediaschaffende, die ihre Premiere- und After-Effects-Kenntnisse systematisch vertiefen wollen
- Social-Media-Manager und Content-Creator, die professionellere Videoinhalte produzieren möchten
- Selbstständige und Freelancer, die ihr Leistungsspektrum um professionelle Videobearbeitung erweitern
Für die Teilnahme sind gute PC-Kenntnisse und gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich. Vorkenntnisse in Videobearbeitung oder Grafikprogrammen sind hilfreich, aber nicht Voraussetzung — der Kurs führt systematisch von den Grundlagen zu fortgeschrittenen Techniken. Eine stabile Internetverbindung und die technischen Mindestvoraussetzungen für Adobe Creative Cloud-Anwendungen sollten vorhanden sein.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung findet im Combined-Learning-Format statt, in dem Live-Unterricht mit einem erfahrenen Trainer mit eigenständigen Übungsphasen kombiniert wird. Praxisaufgaben begleiten jeden Themenblock: Bereits während der Schulungsphase entstehen erste eigene Schnittsequenzen, Animationsprojekte und Grafikprodukte, die als Arbeitsproben genutzt werden können. Die Vollzeitorientierung ermöglicht ein intensives, zügiges Lernfortschreiten ohne lange Pausen zwischen den Inhaltsblöcken. Die abschließende Projektarbeit ist das didaktische Herzstück: Hier werden alle Module zu einem zusammenhängenden Medienprojekt integriert.
Die Weiterbildung umfasst einen Zeitraum von mehr als drei bis zu sechs Monaten und findet in Vollzeit statt. Die thematischen Module sind jeweils auf rund vier Wochen ausgelegt, sodass ausreichend Übungszeit für die Software-Vertiefung zur Verfügung steht. Die abschließende Projektarbeit rundet den Lehrgang ab und nimmt ebenfalls etwa vier Wochen in Anspruch.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Adobe-Zertifikat sowie ein trägerinternes Abschlusszertifikat, das Ihre Kompetenzen in der professionellen Videobearbeitung mit Premiere und After Effects dokumentiert. Die Kombination aus Herstellernachweis und Kursnachweis bietet Arbeitgebern im Medienbereich eine klare Orientierung über Ihre erworbenen Fähigkeiten.
Nutzen & Perspektiven
Videoinhalte dominieren die digitale Kommunikation, und der Bedarf an qualifizierten Video Editoren übersteigt in vielen Segmenten das verfügbare Fachkräfteangebot. Wer Adobe Premiere und After Effects professionell beherrscht und zusätzlich mit Photoshop und grundlegenden Webkenntnissen umgehen kann, ist in der Lage, den vollständigen Produktionszyklus von der Rohaufnahme bis zur Veröffentlichung selbst zu begleiten — ein Profil, das Medienhäuser, Produktionsfirmen und Marketingabteilungen gleichermaßen schätzen. Die Projektarbeit am Ende des Lehrgangs ist kein bloßes Übungsstück: Sie ist ein echtes Arbeitsbeispiel, das Sie in Bewerbungsgesprächen und beim Aufbau eines Portfolios einsetzen können. In einer Branche, in der Können stärker zählt als formale Abschlüsse, ist dieser konkrete Arbeitsnachweis oft das entscheidende Argument. Durch die Kombination von handwerklicher Präzision (Schnitt, Farbkorrektur, Tonmischung), kreativer Gestaltungskompetenz (Motion Graphics, Animationen) und methodischer Projektführung erwerben Sie in dieser Weiterbildung ein rundes Profil, das Sie für eine breite Palette an Aufgaben in der Medienproduktion qualifiziert — vom festen Anstellungsverhältnis im Unternehmen bis zur freiberuflichen Projektarbeit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Adobe Premiere Pro und After Effects?
Adobe Premiere Pro ist das primäre Schnittprogramm: Hier werden Rohmaterial gesichtet, Sequenzen aufgebaut, Ton gemischt und der finale Export erstellt. After Effects spezialisiert sich auf visuelle Nachbearbeitung: Animationen, Compositing, Titelanimationen, Motion Graphics und komplexe Effektlayer. Im professionellen Workflow arbeiten beide Programme als Tandem zusammen.
Welche technischen Voraussetzungen brauche ich für die Teilnahme?
Sie benötigen gute PC-Kenntnisse, eine stabile Internetverbindung sowie einen Rechner, der die Mindestanforderungen für Adobe Creative Cloud-Anwendungen erfüllt. Adobe Premiere und After Effects sind rechenintensiv; eine dedizierte Grafikkarte und ausreichend RAM (mindestens 16 GB empfohlen) sind vorteilhaft.
Wofür dient die Projektarbeit am Ende des Kurses?
Die abschließende Projektarbeit ist ein eigenständig produziertes Medienprojekt, das alle Kursinhalte zusammenführt. Sie planen, drehen (sofern möglich), schneiden und nachbearbeiten ein vollständiges Videoprodukt — und erhalten damit ein konkretes Portfoliostück, das Sie in Bewerbungen und gegenüber Auftraggebern einsetzen können.
Welche Berufsfelder stehen nach der Weiterbildung offen?
Typische Berufsbilder sind Video Editor, Mediengestalter Bild und Ton, Motion Designer, Video Producer sowie Content Creator für Agenturen, Unternehmen oder als Freelancer. Das Profil ist besonders gefragt in Produktionsfirmen, Marketingabteilungen und Medienhäusern.
Brauche ich eigene Videokamera und -equipment?
Für die Postproduktion (Schnitt, Effekte, Animation) wird kein eigenes Aufnahmegerät benötigt — hier arbeiten Sie mit bereitgestelltem oder heruntergeladenem Rohmaterial. Für die Aufnahmetechnik-Inhalte ist der Zugang zu einer Kamera hilfreich. Ihr Anbieter informiert über die konkreten Anforderungen.
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- Medienproduktion (grundständig)64 Stellen
- Medienwissenschaft (grundständig)9 Stellen
- Film-, Fernsehproduktion (grundständig)8 Stellen
- Medieninformatik (grundständig)5 Stellen