Überblick
Videobearbeitung ist eines der gefragtesten Kreativberufsfelder geworden – ob für Unternehmenskommunikation, Social-Media-Kanäle, Filmproduktion oder Streaming. Dieser Kurs trainiert die professionelle Arbeit mit den beiden zentralen Adobe-Werkzeugen in der Branche: Premiere Pro für den Videoschnitt und After Effects für Animation, Compositing und Motion Graphics. Beide Programme werden nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel vermittelt – inklusive des Dynamic-Link-Workflows, der die Stärken beider Werkzeuge verbindet.
Kursinhalte & Lernziele
Videoschnitt mit Adobe Premiere Pro Premiere Pro ist der Industriestandard für professionellen Videoschnitt. Dieses Modul führt von der Projektstrukturierung und dem Import über den eigentlichen Schnitt bis hin zu Farbgebung und Tonbearbeitung.
- Projektstruktur, Media-Import und Bin-Organisation
- Schnitt-Grundlagen: Schnittarten, Trimmen, J-Cut und L-Cut
- Multitrack-Montage und verschachtelte Sequenzen
- Farbkorrektur mit Lumetri: Belichtung, Kontrast, Weißabgleich
- Color Grading: Look-Entwicklung mit HSL-Kurven und Farbrädern
- Grundlegende Titel- und Texterstellung in Premiere Pro
- Proxy-Workflows für effiziente Arbeit mit hochauflösendem Material
Nachbearbeitung und Audiobearbeitung in Premiere Videobearbeitung ohne Ton-Arbeit ist unvollständig. Dieses Modul vermittelt, wie Audio in Premiere bearbeitet wird und welche Verbindungen zu After Effects die Produktion beschleunigen.
- Audio-Bearbeitung: EQ, Kompression und Rauschreduzierung in Premiere
- Sounddesign-Grundprinzipien für Erklärvideo- und Kurzfilm-Produktionen
- Übergangs- und Effekt-Anwendung: eingebaute Video- und Audioeffekte
- Rendering und Ausgabe: Media Encoder, Formate und Plattform-Presets (YouTube, Instagram, Broadcast)
- Teamarbeit in Premiere: gemeinsame Projekte, Kommentare und Versionsmanagement
Motion Graphics und Compositing mit Adobe After Effects After Effects ist das Werkzeug für alles, was über den reinen Videoschnitt hinausgeht: animierte Grafiken, Titelsequenzen, visuelle Effekte und Compositing. Dieses Modul baut systematisch auf den Premiere-Kenntnissen auf.
- After Effects Oberfläche: Komposition, Ebenen, Zeitachse und Render-Queue
- Keyframe-Animation: Position, Skalierung, Rotation und Deckkraft
- Easing und Geschwindigkeitskurven für flüssige, natürlich wirkende Animationen
- Masken, Formen und Pfad-Animationen
- Expressions: Grundlagen und häufige Anwendungsfälle (loopOut, wiggle, time)
- 3D-Ebenen: Tiefe, Kamera-Animation und Lichtquellen in After Effects
- Audioeffekte und Frequenz-Reaktionen für Sound-reaktive Animationen
- Text-Animationen mit Animator-Gruppen
Dynamic Link und integrierter Produktions-Workflow Das Zusammenspiel der beiden Programme ist in der professionellen Videobearbeitung entscheidend. Dynamic Link verbindet Premiere und After Effects ohne Zwischen-Rendering.
- Dynamic Link einrichten und Komposition in Premiere einbetten
- Bidirektionale Aktualisierungen: Änderungen in After Effects live in Premiere sehen
- Effizienter Renderablauf: wann After Effects, wann Premiere, wann Media Encoder
- Projektorganisation für längere Produktionen mit mehreren Motion-Graphics-Elementen
- Typische Kompatibilitätsprobleme und deren Lösungen im Workflow
Praxis und Projekte Die Praxis-Einheit verbindet alle Programm-Module in eigenständigen Videoprojekten.
- Erstellung eines vollständig geschnittenen Kurzvideos in Premiere Pro
- Produktion einer animierten Titelsequenz in After Effects mit Dynamic-Link-Integration
- Color-Grading-Übung: Angleichung verschiedener Kamera-Looks in einer Sequenz
- Audio-Mixing-Aufgabe: Sprache, Musik und Soundeffekte in einer Kurz-Produktion
- Expression-Aufgabe: animierter Counter mit dynamischen Werten
- 3D-Kamerafahrt durch eine Compositing-Szene mit Lichtquellen
- Social-Media-Format-Übung: optimierter Export für YouTube Shorts und Instagram Reels
- Green-Screen-Compositing in After Effects mit Keying-Korrekturen
- Erstellen einer wiederverwendbaren Motion-Graphics-Vorlage
- Planung und Produktion eines vollständigen Videoprojekts von Roh-Footage bis Fertigstellung
- Qualitätskontrolle: Rendering-Fehler und Exportprobleme diagnostizieren und beheben
- Aufbau eines persönlichen Referenzordners mit abgeschlossenen Arbeitsproben
Wer am Ende dieser Weiterbildung einen Satz abgeschlossener Videoproduktionen vorweisen kann – geschnittene Sequenzen, animierte Titelsequenzen, Color-graded Kurzfilme – hat den Einstieg in professionelle Videobearbeitung auf praktischer Basis absolviert.
Lernziele:
- Videomaterial in Adobe Premiere Pro professionell schneiden und montieren
- Farbkorrektur und Color Grading in Premiere für konsistenten Look einsetzen
- Audio in Präsentations- und Kurzfilm-Produktionen bearbeiten und abmischen
- Exporte für verschiedene Ausgabeformate und Plattformen optimieren
- Animationen und Motion Graphics in After Effects mit Keyframes steuern
- Expressions in After Effects für automatisierte und dynamische Animationsabläufe nutzen
- Compositing-Grundlagen: Ebenen, Masken und Blending-Modi in After Effects anwenden
- 3D-Ebenen und Kamera-Animation in After Effects einsetzen
- Audioeffekte in After Effects für Video-Sound-Design verstehen
- Dynamic Link zwischen Premiere Pro und After Effects im Produktionsalltag nutzen
- Typische Fehler und Workarounds bei Export, Rendering und Projektorganisation kennen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die beruflich in der Videobearbeitung, Mediengestaltung oder Content-Produktion tätig werden wollen.
- Kreativschaffende und Quereinsteiger, die in die digitale Medienproduktion einsteigen
- Fotografen und Bildbearbeiter, die ihr Kompetenzspektrum auf Video erweitern
- Social-Media-Manager und Content Creator, die eigene Videos professionell produzieren wollen
- Personen aus Marketing und Unternehmenskommunikation, die Videocontent selbst erstellen möchten
- Berufswechsler, die auf eine Tätigkeit als Video-Editor oder Motion-Designer hinarbeiten
Gute PC-Kenntnisse und Deutschkenntnisse in Wort und Schrift werden vorausgesetzt. Vorerfahrung mit Adobe-Produkten oder in der Videobearbeitung ist hilfreich, aber nicht zwingend – der Kurs baut die Grundlagen beider Programme systematisch auf. Interesse an visuellem Storytelling und Grundgefühl für Bewegtbild erleichtern den Einstieg erheblich.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt – Präsenz- oder Live-Online-Unterricht wird mit eigenständiger Projektarbeit kombiniert. Beide Software-Programme werden direkt in der Anwendung geübt: schrittweise in Lehreinheiten, dann eigenständig in Praxisprojekten. Der Unterricht ist überwiegend in Vollzeit organisiert; Teilzeitvarianten sind bei verschiedenen Anbietern buchbar.
Der Kurs deckt Premiere Pro und After Effects im Tandem ab. Mit einem spezialisierten Anbieter und 72 Angeboten ist das Programm in verschiedenen Laufzeitvarianten verfügbar. Die Gesamtdauer variiert typischerweise zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten – abhängig vom Vollzeit- oder Teilzeit-Modell.
Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat mit der Bezeichnung „Videobearbeitung und Videoschnitt mit Adobe Premiere und After Effects". Es handelt sich um ein Trägerzertifikat, keine offizielle Adobe-Zertifizierung und keinen staatlich anerkannten Abschluss. Das Zertifikat dokumentiert die absolvierten Kurs- und Praxisblöcke und kann gemeinsam mit Video-Arbeitsproben aus dem Kurs als nachweisbare Qualifikation eingesetzt werden – Portfolio und Zertifikat zusammen belegen die erworbene Praxiskompetenz wirkungsvoller als jedes Dokument allein.
Nutzen & Perspektiven
Videobearbeitung ist kein Nischenthema mehr – sie ist eine Kernkompetenz in Marketing-Abteilungen, Medienunternehmen, Agenturen und in der Creator Economy. Wer sowohl Premiere Pro als auch After Effects beherrscht, kann nicht nur schneiden, sondern auch animieren, compositen und Produktionen von Anfang bis Ende selbst durchführen. Diese doppelte Programm-Kompetenz ist der entscheidende Unterschied zu einem reinen Schnitt-Kurs. Der Dynamic-Link-Workflow – die nahtlose Verbindung beider Programme – ist in der Praxis der Schlüssel zu effizienter Produktion. Wer versteht, wann man in Premiere bleibt und wann man nach After Effects wechselt, produziert schneller und mit besseren Ergebnissen. Dieses Prozessverständnis wird im Kurs explizit trainiert, nicht nur implizit vorausgesetzt. Absolventen dieses Kurses können mit echten Video-Arbeitsproben in den Beruf einsteigen: geschnittene Sequenzen, animierte Titelsequenzen, Color-graded Kurzfilme und Motion-Graphics-Projekte. Diese Sammlung sichtbarer Arbeit – kein abstraktes Zertifikat, sondern greifbare Produktionen – ist der überzeugendste Nachweis für Arbeitgeber und Auftraggeber in der Kreativbranche. Das Trägerzertifikat ergänzt diesen Nachweis formal.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum wird Premiere Pro und After Effects zusammen in einem Kurs gelehrt?
In der professionellen Videobearbeitung arbeiten beide Programme Hand in Hand. Premiere Pro ist das Schnitt-Werkzeug, After Effects das Animations- und Compositing-Programm. Der Dynamic-Link-Workflow verbindet beide ohne Zwischen-Rendering. Wer nur eines kennt, arbeitet ineffizient; wer beide beherrscht und das Zusammenspiel versteht, kann Produktionen von Anfang bis Ende selbst durchführen.
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Solide PC-Kenntnisse und Grundinteresse an Videoproduktion sind die wichtigsten Voraussetzungen. Adobe-Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend – der Kurs baut beide Programme von Grund auf. Wer schon mit Photoshop oder Illustrator gearbeitet hat, findet die Adobe-Benutzeroberfläche schnell vertraut.
Kann ich nach dem Kurs direkt als Video-Editor arbeiten?
Der Kurs vermittelt die technischen Grundlagen und trainiert anwendungsorientierte Praxis. Für den Berufseinstieg ist ein überzeugendes Portfolio entscheidend – das lässt sich mit den im Kurs erstellten Arbeitsproben aufbauen. Zertifikat und Arbeitsproben zusammen sind der typische Einstiegsnachweis in der Kreativbranche.
Was ist Dynamic Link und warum ist es wichtig?
Dynamic Link ist Adobes Technologie, um Premiere-Pro-Projekte direkt mit After-Effects-Kompositionen zu verbinden – ohne Zwischen-Export und ohne Qualitätsverlust. Änderungen in After Effects erscheinen sofort in Premiere. Das spart in der Produktion erheblich Zeit und ermöglicht flexiblere Nachbearbeitung bis kurz vor dem finalen Export.
Welche Abschlüsse und Nachweise bekomme ich?
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat, das die absolvierten Kursblöcke dokumentiert. Es ist kein staatlicher Abschluss und keine offizielle Adobe-Zertifizierung. In der Videobranche sind Arbeitsproben – geschnittene Videos, animierte Sequenzen, Color-graded Kurzfilme – der überzeugendste Nachweis gegenüber Arbeitgebern und Auftraggebern.
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Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Mediengestalter/Mediengestalterin Digital und Print Fachrichtung Digitalmedien361 Stellen
- Medienproduktion (grundständig)90 Stellen
- Film-, Fernsehproduktion (grundständig)19 Stellen
- Mediengestalter/Mediengestalterin - Bild und Ton19 Stellen
- Medienwissenschaft (grundständig)9 Stellen