Überblick
Bewegtbild ist zum Leitmedium der digitalen Kommunikation geworden, und wer Inhalte professionell produzieren kann, hat auf dem Arbeitsmarkt klare Vorteile. Diese Weiterbildung vermittelt den vollständigen Workflow der modernen Videoproduktion: von der Bildgestaltung in Adobe Photoshop über den Videoschnitt in Adobe Premiere Pro CC bis hin zu Animation, Compositing und visuellen Effekten in Adobe After Effects CC. Creative Cloud steht dabei für das aktuelle Abo-Modell von Adobe, das alle Programme miteinander vernetzt und stets auf dem neuesten Stand hält.
Kursinhalte & Lernziele
Adobe Photoshop — Grundlagen für den Videoworkflow Premiere Pro und After Effects greifen regelmäßig auf statische Grafiken, Logos und Texturen zurück. Dieser Einstiegsblock legt die Basis: korrekte Arbeitsflächen einrichten, Freistellungsmethoden anwenden und Bildmaterial in der richtigen Auflösung für Video-Export vorbereiten. Das sind keine Photoshop-Grundlagen als Selbstzweck, sondern gezielte Kompetenzen für die Medienproduktion.
- Photoshop-Arbeitsbereich und Benutzeroberfläche im Videokontext
- Freistellungstechniken: Zauberstab, Schnelle Auswahl, Masken und Pfade
- Auflösung, Pixel Aspect Ratio und Scharfzeichnen für Videoanwendungen
- Exportformate und Farbprofile für die Weiterverarbeitung in Premiere und After Effects
Videobearbeitung und Videoschnitt mit Premiere Pro CC Der Hauptblock zur Schnitttechnik führt systematisch durch den professionellen Schnittworkflow. Ausgangspunkt ist das Verständnis von Filmsprache — Schnittrhythmus, Montageregeln und erzählerische Logik. Darauf aufbauend werden alle wichtigen Funktionen von Premiere Pro erarbeitet, von der ersten Sichtung des Rohmaterials bis zum fertigen Export.
- Filmsprache und Montageregeln: Kontinuitätsschnitt, J- und L-Cut, Match Cut
- Projektstruktur und Medienverwaltung in Premiere Pro
- Videoschnitt in der Timeline: Werkzeuge, Marker, Sequenzeinstellungen
- Farbkorrektur und Color Grading mit Lumetri Color und Scopes
- Audiomischung: Spurlayout, Keyframes und Dynamikbearbeitung
- Nachbearbeitung und Export: Codec-Auswahl, Media Encoder, H.264/H.265
Visualisierung und Motion Graphics mit After Effects CC After Effects ist das Standardwerkzeug für Compositing, Titelgrafiken und Motion Graphics. In diesem Block wird die Grundarchitektur des Programms erarbeitet und bis zu komplexen, mehrschichtigen Kompositionen gesteigert. Der Schwerpunkt liegt auf realen Produktionssituationen: Titelsequenzen, Imagefilme und Erklärvideos.
- After-Effects-Interface, Kompositionen und Layers
- Keyframe-Animationen und das Prinzip der Interpolation (Linear, Ease, Bezier)
- Masking, Track Mattes und Alpha-Kanäle für Compositing
- Effekte und Presets: Glühen, Unschärfen, Verzerrungen und Partikeleffekte
- Videobearbeitung mit After Effects: Einsatz als Effektprogramm neben Premiere
- Animation von Text, Formen und Vektorgrafiken für Motion-Graphics-Projekte
Praxisprojekte und Portfolioaufbau Der gesamte Kurs ist auf den Aufbau eines vorzeigbaren Portfolios ausgerichtet. In begleiteten Praxiseinheiten und eigenständigen Aufgaben entstehen Arbeiten, die die technische und gestalterische Kompetenz nachweisen.
- Bearbeitung und Export eines kurzen Nachrichtenclips in Premiere Pro
- Erstellung einer dreiteiligen Titelsequenz mit animierten Schriften in After Effects
- Farbkorrektur-Übung mit Log-Material und Emulation eines Kinocolorlooks
- Compositing-Übung: Integration eines animierten Logos in reales Videomaterial
- Motion-Graphics-Kurzvideo mit Infografik-Elementen und Daten-Visualisierung
- Schnitt eines 90-sekündigen Imagevideos mit Musik, Titles-On und Voice-Over
- Anpassung von Motion-Graphics-Templates aus Adobe Stock für eigene Projekte
- Audiomix-Übung: Sprachaufnahme, Atmosphäre und Musikbett balancieren
- Exportkonfiguration für YouTube, Instagram Reels und Broadcast-Format
- Zusammenstellen eines Demoreels aus den Kursarbeiten zur Dokumentation der erworbenen Kompetenzen
- Abschlusspräsentation einer vollständigen Videoproduktion aus dem Kurs
Das Adobe-Zertifikat, das Teilnehmende nach Kursabschluss erhalten können, bestätigt die erworbenen Kompetenzen im Umgang mit Premiere Pro und After Effects gegenüber Arbeitgebern in der Medienbranche.
Lernziele:
- Professionelle Videoschnitt-Projekte in Adobe Premiere Pro CC von der Rohschnitt-Phase bis zur finalen Exportdatei eigenständig umsetzen
- Videomaterial farblich korrigieren und graden mit Lumetri Color in Premiere Pro
- Bewegungsgrafiken und animierte Texte mit dem Motion Graphics Template-System erstellen
- Compositing-Projekte in After Effects CC mit mehrschichtigen Kompositionen und Masking-Techniken realisieren
- Keyframe-Animationen für Position, Rotation, Skalierung und Deckkraft präzise steuern
- Expressions in After Effects nutzen, um repetitive Animationsaufgaben zu automatisieren
- Videotechnische Grundbegriffe wie Frame Rate, Codec, Bitrate und Exportformat souverän einsetzen
- Bildbearbeitungsgrundlagen in Adobe Photoshop für den Einsatz im Videoworkflow anwenden
- Audio-Grundbearbeitung: Pegelkorrektur, Rauschreduzierung und Synchronisierung in Premiere Pro
- Einen professionellen Export-Workflow für verschiedene Ausgabeziele (Web, Social Media, Broadcast) einrichten
- Effekte, Übergänge und Plugins gezielt einsetzen, ohne den Schnittrhythmus zu verwässern
- Eigene Kurzfilme oder Imagevideos als Portfolioarbeiten entwickeln und vorstellen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die beruflich in der Videoproduktion, im Marketing oder in der Mediengestaltung tätig werden oder sich weiterentwickeln möchten. Angesprochen sind
- Quereinsteiger aus kreativ-technischen Berufsfeldern, die den Einstieg in die Videoproduktion suchen
- Mediengestalterinnen und -gestalter, die bisher primär mit Printmedien gearbeitet haben
- Social-Media-Manager und Content-Creator, die von der Smartphone-Produktion zur professionellen Postproduktion wechseln möchten
- Marketingfachleute, die Videoinhalte künftig selbst schneiden und animieren wollen
- Berufswechsler, die eine Stelle als Videoeditor oder Motion Designer anstreben
Solide PC-Kenntnisse und die Bereitschaft, sich in komplexe Software einzuarbeiten, sind Grundvoraussetzung. Deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift werden benötigt, da Unterricht und Materialien auf Deutsch gehalten sind. Vorkenntnisse in Videobearbeitung sind keine Pflicht, erleichtern aber den Einstieg ins Schnitttempo. Kreatives Interesse und die Bereitschaft, eigene Projekte einzubringen, machen den Kurs ertragreicher.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht folgt dem Combined-Learning-Ansatz mit Live-Phasen im virtuellen Klassenzimmer, in denen Trainerinnen und Trainer die Software direkt am Bildschirm demonstrieren, und begleiteten Übungsphasen, in denen das Gezeigte an eigenen Projekten nachvollzogen wird. Theorie-Einheiten zu Filmsprache, Farbtheorie und Compositing-Grundlagen wechseln mit handlungsorientierten Übungsblöcken ab. Rückmeldungen zu eigenen Schnittprojekten sind integraler Bestandteil des Unterrichts.
Die Weiterbildung findet in Vollzeit statt und dauert mehr als einen Monat bis zu drei Monaten. Der Photoshop-Block umfasst rund vier Wochen, der Videoschnitt- und After-Effects-Block ebenfalls etwa vier Wochen, sodass die Gesamtdauer bei etwa zwei Monaten liegt.
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein Adobe-Zertifikat, das die Kompetenzen in Premiere Pro CC und After Effects CC bestätigt, sowie ein Trägerzertifikat über die Weiterbildungsmaßnahme. Das Adobe-Zertifikat ist in der Medien- und Kreativbranche ein anerkannter Kompetenznachweis und zeigt, dass mit der Produktionssuite der Adobe Creative Cloud produktiv gearbeitet werden kann.
Nutzen & Perspektiven
Videoproduktion ist in nahezu jeder Branche ein gefragtes Handwerk geworden. Unternehmen produzieren Imagefilme, Erklärvideos und Social-Media-Content — und suchen Fachleute, die nicht nur einen Clip schneiden, sondern den gesamten Postproduktions-Workflow beherrschen. Wer sowohl Premiere Pro als auch After Effects sicher anwendet, deckt diesen Bedarf vollständig ab und ist damit als Einzelperson in der Lage, Projekte von der Rohschnitt-Phase bis zum fertigen Export eigenständig zu steuern. Die Kombination aus Schnittkompetenz (Premiere Pro) und Animationskompetenz (After Effects) ist auf dem Stellenmarkt besonders wertvoll, weil viele Unternehmen keine getrennten Spezialisten suchen, sondern einen Videoexperten, der beides kann. Die in diesem Kurs aufgebauten Fähigkeiten öffnen Türen zu Stellen als Videoeditor, Motion Designer oder Content-Producer — in Agenturen, bei Produktionsfirmen, in der Unternehmenskommunikation oder im Rundfunk. Das während der Weiterbildung entstehende Portfolio aus echten Schnittprojekten und Animationsarbeiten ist ein greifbarer Kompetenznachweis. Es zeigt nicht nur technisches Können, sondern auch gestalterisches Urteilsvermögen und die Fähigkeit, eigenständig ein kreatives Projekt von der Idee bis zur fertigen Produktion durchzuführen — eine Qualität, die in der Branche mehr zählt als Zeugnisse allein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Adobe-Programme werden in diesem Kurs behandelt?
Der Kurs umfasst drei Adobe-Programme: Photoshop (Grundlagen für den Videoworkflow), Premiere Pro CC (Videoschnitt, Color Grading, Export) und After Effects CC (Animation, Compositing, Motion Graphics). Alle Programme sind Teil der Adobe Creative Cloud.
Brauche ich Vorerfahrung in der Videobearbeitung?
Vorkenntnisse sind keine formale Voraussetzung. Der Kurs beginnt mit den Grundlagen und steigert sich systematisch. Wer bereits erste Erfahrungen mit Schnittsoftware hat, kann schneller in die fortgeschrittenen Techniken einsteigen.
Was ist der Unterschied zwischen Premiere Pro und After Effects?
Premiere Pro ist das primäre Schnittprogramm für linearen Videoschnitt, Farbkorrektur und Audio-Mischung. After Effects ist auf Compositing, Motion Graphics und visuelle Effekte spezialisiert. In der professionellen Videoproduktion werden beide Programme im Zusammenspiel eingesetzt.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Teilnehmende erhalten ein Adobe-Zertifikat als Kompetenznachweis für Premiere Pro CC und After Effects CC sowie ein Trägerzertifikat über die gesamte Weiterbildungsmaßnahme.
Für welche Branchen qualifiziert dieser Kurs?
Die erworbenen Kompetenzen sind breit einsetzbar: Videoproduktionsfirmen, Werbeagenturen, Unternehmenskommunikation, Rundfunk, Online-Medien und Social-Media-Abteilungen suchen regelmäßig Fachleute, die Premiere Pro und After Effects sicher beherrschen.
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- Medienwissenschaft (grundständig)74 Stellen
- Medienproduktion (grundständig)59 Stellen
- Mediengestalter/Mediengestalterin - Bild und Ton13 Stellen