Überblick
Visuelles Storytelling ist die Kunst, Botschaften so aufzubereiten, dass sie sofort verstanden, erlebt und erinnert werden. In einer Welt, in der täglich Milliarden von Bildern, Grafiken und Animationen konsumiert werden, entscheidet die visuelle Qualität darüber, ob Inhalte wahrgenommen werden oder im digitalen Rauschen untergehen. Diese Weiterbildung vermittelt das handwerkliche und konzeptionelle Rüstzeug, um professionelle visuelle Kommunikation zu gestalten — von der ersten Idee über das Moodboard bis zur fertigen Veröffentlichung auf digitalen Kanälen. Sie lernen den sicheren Umgang mit Branchenwerkzeugen wie Adobe Photoshop, Figma und Canva und entwickeln gleichzeitig ein tiefes Verständnis für Farbpsychologie, Typografie und Bildkomposition.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen des visuellen Designs und Farbpsychologie Jedes überzeugende Design beginnt mit einem stabilen Fundament aus gestalterischen Prinzipien. In diesem Modul lernen Sie, warum das menschliche Auge bestimmte Kompositionen als harmonisch empfindet und wie Designerinnen und Designer diese Gesetzmäßigkeiten gezielt einsetzen. Dabei stehen nicht nur ästhetische Regeln im Vordergrund, sondern auch die psychologische Wirkung von Farben und Formen auf Betrachter.
- Gestaltprinzipien: Nähe, Ähnlichkeit, Kontinuität und Abgeschlossenheit
- Farbkreis, Komplementärfarben und analoge Farbharmonien
- Emotionale Wirkung von Farben in unterschiedlichen Kulturkontexten
- Typografische Grundbegriffe: Serifen, Laufweite, Zeilenabstand und Schriftschnitte
- Rasterbasiertes Layout: Spalten, Ränder und Orientierungslinien
- Visuelle Hierarchie aufbauen: Größe, Gewicht und Position als Steuerungsinstrument
Modul 2 — Visuelles Storytelling und Moodboard-Konzeption Storytelling im visuellen Kontext bedeutet, eine Geschichte durch Bilder, Farben und Formen zu erzählen — ohne ein einziges Wort zu benötigen. In diesem Modul erarbeiten Sie narrative Konzepte für digitale Medien und erlernen, wie Moodboards als strategisches Werkzeug in professionellen Projekten eingesetzt werden. Sie lernen, Bildwelten zu recherchieren, kuratorisch zu verdichten und daraus eine kohärente visuelle Sprache zu entwickeln.
- Dramaturgische Grundstrukturen auf visuelle Medien übertragen
- Referenzrecherche und strukturiertes Sammeln von visuellen Quellen
- Digitales Moodboard mit Figma oder Canva erstellen und präsentieren
- Bildsprache für spezifische Zielgruppen und Kanäle definieren
- Atmosphären und Stimmungen über Farbtemperatur und Bildstil steuern
- Moodboards als Kommunikationsmittel gegenüber Auftraggebenden einsetzen
Modul 3 — Toolset: Photoshop, Figma und Canva im praktischen Einsatz Professionelle Designarbeit erfordert den souveränen Umgang mit spezialisierten Werkzeugen. Dieses Modul führt Sie praxisnah in die drei zentralen Plattformen ein, die in der Branche Standard sind. Sie lernen jedes Tool mit seinen spezifischen Stärken kennen und entwickeln ein Verständnis dafür, wann welches Werkzeug am besten geeignet ist.
- Adobe Photoshop: Ebenenstruktur, Masken, Retuschetechniken und Freistellen
- Photoshop: Compositing — mehrere Bildquellen zu einer stimmigen Szene zusammenführen
- Figma: Frames, Komponenten, Auto-Layout und kollaborative Arbeitsabläufe
- Figma: Prototyping und interaktive Verknüpfungen zwischen Designseiten
- Canva: Template-Bibliotheken, Marken-Kits und skalierbare Publikationsformate
- Dateimanagement, Exportformate und plattformgerechte Bildauflösungen
Praxis-Block — Eigenes Designprojekt von der Idee zur Veröffentlichung Anhand eines durchgehenden Praxisprojekts werden alle erlernten Techniken zusammengeführt. Sie konzipieren, gestalten und verfeinern ein vollständiges Designprodukt — zum Beispiel einen Social-Media-Auftritt, eine Kampagnengrafik oder ein interaktives UI-Konzept. Dabei durchlaufen Sie alle Phasen eines echten Designprozesses.
- Briefing interpretieren und Designziele ableiten
- Skizzen und Wireframes als erste Ideensammlung erstellen
- Moodboard als Grundlage für den Designentwurf nutzen
- Typografisches System und Farbpalette für das Projekt festlegen
- Erste Entwürfe in Figma oder Photoshop ausarbeiten
- Feedback strukturiert aufnehmen und Designs iterativ verbessern
- Animierte Elemente und interaktive Komponenten hinzufügen
- Responsive Versionen für unterschiedliche Bildschirmgrößen anpassen
- Exportieren und für digitale Kanäle optimieren
- Abschlusspräsentation des fertigen Designs mit Konzeptbegründung
- Reflexion des eigenen Designprozesses und Identifikation von Weiterentwicklungsfeldern
- Portfolio-Eintrag aus dem Projektergebnis aufbereiten
Die Kurseinheiten sind so aufgebaut, dass Sie zwischen konzeptioneller Arbeit und praktischen Übungen wechseln. Jede Aufgabe baut auf dem Vorherigen auf, sodass am Ende ein vollständiges Portfolio-Projekt steht, das Sie in Bewerbungsunterlagen oder als Arbeitsbeleg einsetzen können. Lehrende begleiten den Entstehungsprozess und geben gezielte Rückmeldungen zu technischer Ausführung und gestalterischen Entscheidungen.
Lernziele:
- Grundprinzipien des visuellen Designs sicher anwenden: Kontrast, Hierarchie, Rasteraufbau und Weißraum gezielt einsetzen
- Farbpaletten psychologisch fundiert auswählen und konsistente Farbschemata für Marken und Projekte entwickeln
- Typografische Systeme verstehen und Schriftpaare wirkungsvoll kombinieren
- Professionelle Moodboards erstellen, die als Kommunikationsbasis für Projekte und Kunden dienen
- Adobe Photoshop für Bildretusche, Compositing und digitale Illustration anwenden
- Figma für UI-Prototypen, interaktive Designs und kollaborative Designprozesse nutzen
- Canva für schnelle, skalierbare Social-Media-Formate und Templates einsetzen
- Narrative Strukturen im Bild entwickeln — visuelle Dramaturgie für Posts, Stories und Präsentationen
- Animationen und interaktive Designelemente konzipieren und umsetzen
- Einen persönlichen kreativen Workflow aufbauen, der Kreativarbeit mit Deadlines vereinbart
- Zielgruppengerechte Designs für unterschiedliche Plattformen (Instagram, LinkedIn, Web) entwickeln
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an alle, die professionell oder nebenberuflich visuelle Inhalte für digitale Medien gestalten wollen und ihr gestalterisches Niveau deutlich steigern möchten. Auch Quereinsteiger mit kreativer Affinität sind willkommen, sofern sie grundlegende PC-Kenntnisse mitbringen.
- Grafikerinnen und Grafiker, die ihr digitales Toolset erweitern möchten
- Marketing- und Kommunikationsfachkräfte, die Designaufgaben selbst übernehmen wollen
- Content-Creator und Social-Media-Manager auf der Suche nach fundierter Designkompetenz
- Freiberuflerinnen und Freiberufler, die Kunden professionelle Designleistungen anbieten möchten
- Quereinsteiger aus kreativen Berufen, die in den Bereich digitales Design wechseln wollen
Teilnehmende benötigen grundlegende Kenntnisse im Umgang mit PC-Systemen, dem Betriebssystem Windows sowie den gängigen Office-Anwendungen. Kenntnisse in der Navigation im Internet und im Umgang mit Dateisystemen werden vorausgesetzt. Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sind erforderlich, da Unterrichtsmaterialien und Kommunikation auf Deutsch stattfinden. Darüber hinaus ist ein grundlegendes grafisches Verständnis hilfreich — wer schon einmal bewusst über Bildkomposition, Farben oder Schriften nachgedacht hat, bringt eine gute Ausgangsbasis mit. Vorkenntnisse in Photoshop, Figma oder Canva sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined Learning statt, das heißt, er verbindet Präsenzunterricht oder synchrone Online-Lernphasen mit begleitetem Selbststudium. Lehrinhalte werden in kompakten Einheiten vermittelt, gefolgt von praktischen Übungen, in denen das Erlernte direkt angewendet wird. Lehrende stehen für Fragen und Feedback zur Verfügung, und Teilnehmende arbeiten an eigenen Projekten, die den gesamten Kurs begleiten. Gruppenübungen fördern den Austausch, gemeinsames Feedback stärkt die Reflexionskompetenz. Die Vollzeitstruktur sorgt für intensive Lerndichte und einen zügigen Kompetenzaufbau.
Die Weiterbildung dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat in Vollzeit. Der genaue Umfang hängt vom gewählten Bildungsträger ab. Während des Kurses sind täglich mehrere Stunden Lern- und Übungszeit eingeplant, sodass ein intensives und fokussiertes Arbeiten an den eigenen Designkompetenzen möglich ist. Durch die Vollzeitstruktur ist ein konzentrierter Einstieg in die professionelle Designarbeit innerhalb kurzer Zeit möglich.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Bildungsträgers. Dieses Dokument bestätigt die erworbenen Kenntnisse und kann in Bewerbungsunterlagen eingesetzt werden. Da es sich um ein trägerinternes Zertifikat handelt und keine externe Prüfungsstelle eingebunden ist, entfaltet es seine volle Wirkung in Kombination mit den tatsächlich erstellten Arbeitsproben aus dem Kursprojekt.
Nutzen & Perspektiven
Wer diese Weiterbildung abschließt, verfügt über ein fundiertes Designhandwerk, das unmittelbar in der beruflichen Praxis einsetzbar ist. Designentscheidungen werden nicht mehr aus dem Bauch heraus getroffen, sondern auf Basis von Gestaltprinzipien, Farbpsychologie und Zielgruppenverständnis begründet. Das schafft nicht nur bessere Ergebnisse, sondern auch mehr Sicherheit im Umgang mit Designbriefings und Kundengesprächen. Der Kurs öffnet Türen zu Berufsfeldern, in denen visuelle Kommunikationskompetenz gefragt ist — von der Marketingabteilung über Kreativagenturen bis hin zur freiberuflichen Designarbeit. Gerade Freelancer profitieren davon, Designaufgaben eigenständig zu übernehmen, ohne externe Dienstleister beauftragen zu müssen. Das spart Kosten und ermöglicht schnellere Lieferzeiten für Kunden. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach persönlicher Situation kommen auch Förderungen im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes, der Berufsförderung der Bundeswehr (BFD), von Rehabilitationsleistungen oder der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Eine individuelle Förderberatung klärt, welcher Finanzierungsweg am besten passt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich vorher Erfahrung mit Designsoftware?
Nein, Vorkenntnisse in Photoshop, Figma oder Canva sind hilfreich, aber keine Bedingung. Der Kurs führt schrittweise in alle Tools ein. Grundlegende PC-Kenntnisse und ein grafisches Grundverständnis reichen als Startpunkt aus.
Welche Tools werden im Kurs eingesetzt?
Im Mittelpunkt stehen Adobe Photoshop, Figma und Canva — die drei am weitesten verbreiteten Werkzeuge im professionellen Designalltag. Je nach Anbieter können ergänzend auch Adobe Illustrator oder weitere Tools behandelt werden.
Kann ich den Kurs mit einem Bildungsgutschein finanzieren?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Sprechen Sie Ihre zuständige Agentur für Arbeit oder Ihr Jobcenter an, um Ihre persönliche Fördersituation zu klären.
Welche Berufsfelder erschließt der Kurs?
Der Kurs qualifiziert für Tätigkeiten in Grafikdesign, UI/UX-Design, Social-Media-Management, Mediengestaltung und Webdesign. Auch freiberufliche Designarbeit oder kreative Tätigkeiten in Marketingabteilungen werden durch die erworbenen Kompetenzen unterstützt.
Erhalte ich ein anerkanntes Zertifikat?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Da keine externe Prüfungsstelle eingebunden ist, empfehlen wir, Ihre im Kurs erstellten Arbeitsproben als Portfolio in Bewerbungen einzusetzen.
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Digitale Mediengestaltung, UX/UI, Social-Media-Content und Webdesign bleiben gefragt — aber AI-Tools verändern die Arbeit grundlegend. Wer Adobe/Figma mit AI-Workflows (Midjourney, ChatGPT, Runway) kombiniert, sichert sich überdurchschnittliche Position.
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Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Mediengestalter1.566 Stellen
- Webdesigner/Webdesignerin704 Stellen
- Mediengestalter/Mediengestalterin Digital und Print Fachrichtung Digitalmedien240 Stellen
- Grafikdesigner231 Stellen
- Medienproduktion (grundständig)59 Stellen
- Medienwissenschaft (grundständig)6 Stellen