Überblick
Dieser Kurs konzentriert sich auf das Wesentliche: die beiden fundamentalen Bausteine von Scrum — Foundation und Master — ohne weitere Methoden oder Programme. Wer verstehen möchte, wie Scrum als agiles Rahmenwerk funktioniert, und wer sich gezielt auf die Übernahme der Scrum-Master-Rolle vorbereiten will, findet hier einen klar strukturierten, kompakten Einstieg. Die Dauer von einer bis vier Wochen macht deutlich, dass dieser Kurs keine überfrachtete Kombinationsmaßnahme ist, sondern ein fokussiertes, gut abgegrenztes Lernpaket. Im Mittelpunkt stehen die EXIN Agile Scrum-Zertifizierungsprüfung sowie die praktische Vorbereitung auf Aufgaben als Scrum Master in realen Teams.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Scrum Foundation Das Foundation-Modul schafft das konzeptionelle Fundament, auf dem alle weiteren Scrum-Kenntnisse aufbauen. Scrum ist kein Prozess und kein Vorgehensplan im klassischen Sinn — es ist ein leichtgewichtiges Rahmenwerk mit wenigen, aber verbindlichen Regeln. Wer diese Regeln versteht, kann Scrum sinnvoll einsetzen und weiterentwickeln. Das Modul beginnt mit der Geschichte und Motivation hinter Scrum: Warum ist ein iteratives Vorgehen in komplexen Projekten klassischer Planung überlegen? Welche Probleme löst Scrum, und welche bewusst nicht? Diese Grundsatzfragen werden anhand konkreter Beispiele aus Softwareprojekten, aber auch branchenübergreifenden Anwendungen beantwortet.
- Einführung in agile Projektmanagementmethoden: Das Agile Manifest und seine 12 Prinzipien
- Das Scrum-Rahmenwerk: Überblick, Werte und Grenzen
- Rollen im Scrum-Team: Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam — Verantwortlichkeiten und Abgrenzungen
- Rituale: Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospektive im Detail
- Artefakte: Product Backlog, Sprint Backlog, Increment — Zweck und Pflege
- Agile Praktiken: User Stories schreiben, Akzeptanzkriterien definieren, Definition of Done
- Planung und Schätzung: Story Points, Planning Poker, relative Schätzung
- Velocity messen und für die Sprintplanung nutzen
- Überwachung des Projektfortschritts mit Burn-Down-Charts
- Fortgeschrittene Scrum-Konzepte: Skalierung, Release Planning, Scrum of Scrums
Modul 2 — Scrum Master Der Scrum Master ist keine klassische Führungskraft und kein Projektleiter. Seine Stärke liegt in der Gestaltung eines Umfelds, in dem das Entwicklungsteam selbstorganisiert und hochleistungsfähig arbeiten kann. Dieses Modul vertieft die Scrum-Foundation-Kenntnisse um die konkrete Rollenperspektive des Scrum Masters — mit besonderem Blick auf schwierige Situationen, die in realen Teams regelmäßig auftreten. Im Mittelpunkt steht das Konzept des Servant Leadership: Der Scrum Master dient dem Team, schützt es vor äußeren Störungen und beseitigt Hindernisse, die den Sprint-Fortschritt blockieren. Gleichzeitig coacht er den Product Owner bei der Backlog-Arbeit und hilft der Organisation, Scrum-Prinzipien zu verstehen und zu verinnerlichen.
- Agiles Denken als Grundhaltung: Wie unterscheidet sich die Scrum-Master-Haltung von klassischer Führung?
- Die Rolle des Scrum Masters im laufenden Betrieb: tägliche Aufgaben und Verantwortlichkeiten
- Servant Leadership in der Praxis: Wie coacht der Scrum Master, ohne zu dirigieren?
- Agile Schätzung, Planung, Überwachung und Kontrolle aus Scrum-Master-Perspektive
- Impediment Removal: Hindernisse kategorisieren, priorisieren und strukturiert beseitigen
- Umgang mit komplexen Projekten: Was tun, wenn Abhängigkeiten, Scope-Änderungen oder Teamkonflikte den Sprint gefährden?
- Anwendung agiler Methoden in unterschiedlichen Teamkonstellationen und Unternehmenskulturen
- Retrospektiven wirksam moderieren und Verbesserungsimpulse im Team verankern
- Die Scrum-Master-Rolle gegenüber Product Owner und Management abgrenzen und kommunizieren
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Kurses verfügen Sie über die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten.
- Scrum als agiles Vorgehensmodell vollständig erklären und von anderen Frameworks abgrenzen
- die drei Rollen im Scrum-Team — Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam — klar definieren
- alle Scrum-Rituale sicher durchführen: Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospektive
- Sprint Backlog, Product Backlog und Increment als Scrum-Artefakte korrekt nutzen
- Schätz- und Planungstechniken wie Story Points und Planning Poker anwenden
- den Sprint-Fortschritt mit Burn-Down-Charts überwachen und kommunizieren
- die Scrum-Master-Rolle als Servant Leader im Team einnehmen
- Hindernisse im Projektverlauf strukturiert identifizieren und beseitigen
- agile Schätzung, Planung, Überwachung und Kontrolle in laufenden Sprints übernehmen
- komplexe Projektsituationen mit Scrum-Methodik analysieren und handlungsfähig bleiben
- die EXIN Agile Scrum-Prüfung auf Basis der gelernten Inhalte erfolgreich ablegen
- agiles Denken als Grundhaltung für die eigene Berufsrolle entwickeln
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an alle, die einen direkten, fokussierten Einstieg in Scrum suchen — ohne Begleitung durch weitere Methoden oder Programme. Angesprochen sind insbesondere die folgenden Zielgruppen.
- Berufseinsteiger ohne Vorkenntnisse in agilen Methoden, die Scrum von Grund auf verstehen möchten
- Berufswechsler, die in eine Scrum-Master-Rolle einsteigen wollen
- Entwickler, Designer und Fachkräfte aus nicht-technischen Bereichen, die in Scrum-Teams integriert werden
- Personen, die die EXIN Agile Scrum-Zertifizierung gezielt in kurzer Zeit vorbereiten möchten
- Mitarbeitende aus Organisationen, die Scrum einführen und Grundlagenwissen aufbauen wollen
Für diesen Kurs sind keine formalen Vorkenntnisse in Projektmanagement oder Softwareentwicklung erforderlich. Grundlegende Berufserfahrung und die Bereitschaft, sich auf neue Denkweisen einzulassen, sind hilfreich. Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das begleitete Lernphasen mit strukturiertem Selbststudium verbindet. Die kompakte Dauer von einer bis vier Wochen setzt voraus, dass Sie in dieser Zeit intensiv und konzentriert lernen können.
Ablauf & Abschluss
Foundation und Master bauen didaktisch direkt aufeinander auf: Wer Scrum nicht als abstraktes Framework, sondern als lebendige Praxis verstehen will, muss beide Module im Zusammenhang erleben. Der Kurs nutzt Fallbeispiele aus realen Projekten, um die Scrum-Konzepte zu erden. Im Scrum-Master-Modul werden typische Herausforderungen und Dilemmata aus der Praxis als Ausgangspunkt für die Vermittlung genutzt — was die Inhalte unmittelbar praxisrelevant macht. Betreute Phasen ermöglichen das Klären von Fragen in Echtzeit.
Dieser Kurs hat eine Dauer von mehr als einer Woche bis zu einem Monat und wird in Vollzeit absolviert. Im Vergleich zu den anderen adaptiv-agilen Kursen dieser Reihe ist er deutlich kompakter — was ihn für Personen geeignet macht, die gezielt die beiden Scrum-Kernmodule erwerben wollen, ohne weitere Methoden zu integrieren.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Bildungsträgers. Zusätzlich bereitet Sie der Kurs gezielt auf die EXIN Agile Scrum-Prüfung vor. Das EXIN-Zertifikat ist international anerkannt und wird von EXIN — einem der weltweit führenden IT-Prüfungsanbieter — ausgestellt. Die Prüfung wird separat abgelegt; Prüfungsgebühren und -modalitäten sind beim jeweiligen Anbieter zu erfragen.
Nutzen & Perspektiven
Die klare Fokussierung auf zwei Module — Foundation und Master — macht diesen Kurs besonders wertvoll für Personen, die schnell und ohne Umwege einsatzfähige Scrum-Kenntnisse aufbauen wollen. Wer nicht monatelang Zeit hat oder Scrum als ersten Methodenbaustein vor einer weiterführenden Qualifikation erwerben möchte, findet hier das richtige Format. Die EXIN Agile Scrum-Zertifizierung ist in der Branche gut etabliert und wird von Arbeitgebern als valider Beleg für Scrum-Grundkenntnisse akzeptiert. Schon die Foundation-Prüfung signalisiert, dass Kandidaten nicht nur vom Hörensagen wissen, was Scrum ist — sondern das Rahmenwerk verstanden und strukturiert gelernt haben. Der Scrum-Master-Anteil macht das Profil direkt für eine der am häufigsten gesuchten agilen Rollen auf dem Arbeitsmarkt relevant. Für Entwickler, Designer oder Fachkräfte, die bisher in Scrum-Teams mitgearbeitet haben ohne das Framework vollständig zu kennen, ist dieser Kurs ein effizienter Weg, Lücken zu schließen und das eigene Handeln in agilen Projekten methodisch zu begründen. Wer anschließend eine breitere Qualifikation anstrebt — etwa durch PRINCE2, ITIL 4 oder Product-Owner-Zertifizierung — hat mit diesem Kurs eine solide Basis gelegt, auf der alle weiteren Module aufbauen können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Scrum Foundation und Scrum Master?
Scrum Foundation vermittelt das konzeptionelle Rahmenwerk: Rollen, Rituale, Artefakte und Prinzipien. Scrum Master vertieft die spezifische Rolle des Scrum Masters — Servant Leadership, Impediment Removal, Team-Coaching und die Steuerung komplexer Projektsituationen. Beide Module bauen direkt aufeinander auf.
Welche Zertifizierungsprüfung ist in diesem Kurs vorbereitet?
Der Kurs bereitet gezielt auf die EXIN Agile Scrum-Prüfung vor. EXIN ist ein international anerkannter IT-Prüfungsanbieter; das Zertifikat bestätigt grundlegende Scrum-Kenntnisse auf Basis des EXIN-Lehrplans. Die Prüfung wird separat abgelegt.
Wie lang dauert dieser Kurs im Vergleich zu anderen Scrum-Weiterbildungen?
Dieser Kurs dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat — deutlich kürzer als die anderen adaptiv-agilen Kurse in dieser Reihe, die ein bis drei Monate umfassen. Das liegt daran, dass er sich ausschließlich auf Scrum Foundation und Scrum Master konzentriert, ohne weitere Methoden wie PRINCE2 oder ITIL.
Brauche ich Vorkenntnisse in Softwareentwicklung?
Nein. Scrum ist zwar in der Softwareentwicklung entstanden, wird aber heute branchenübergreifend eingesetzt. Der Kurs setzt keine technischen Vorkenntnisse voraus. Relevant sind die Bereitschaft, iteratives Denken zu lernen, und grundlegende Berufserfahrung in irgendeinem Arbeitskontext.
Kann ich nach diesem Kurs direkt als Scrum Master arbeiten?
Der Kurs gibt Ihnen das methodische Wissen und das Zertifikat, um für Scrum-Master-Positionen in Betracht zu kommen. Praktische Erfahrung in echten Scrum-Teams ist darüber hinaus wichtig — die entsteht durch die Anwendung im Berufsalltag. Viele Arbeitgeber schätzen Bewerber, die Zertifikat und erste praktische Erfahrungen kombinieren.
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