Überblick
KI-Coding-Assistenten haben die Art verändert, wie Software entsteht. Tools wie Cursor, GitHub Copilot und Claude schreiben nicht einfach Code auf Knopfdruck — sie unterstützen beim Denken, beim Debuggen und beim Verstehen fremden Codes. Wer diese Werkzeuge produktiv einsetzen kann, arbeitet in Entwicklungs-Teams deutlich effizienter und öffnet sich neue Berufswege, die bisher ein Jahrzehnt Programmiererfahrung voraussetzten. Dieser Kurs ist der erste Schritt auf diesem Weg. Er setzt keine Programmierkenntnisse voraus und erklärt von Grund auf, wie KI-Code-Assistenten funktionieren, warum sie manchmal falsch liegen, wie man ihre Outputs kritisch bewertet und wie man Prompt Engineering nutzt, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Der Kurs legt die Basis für alle weiteren Spezialisierungen in Vibe Coding, Prompt Engineering oder AI Engineering.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Was ist AI Coding? Grundkonzepte und Werkzeuge: Dieser erste Block schafft Klarheit über Begriffe und Mechanismen, die im Alltag mit KI-Coding-Assistenten auftauchen. Es geht nicht darum, Mathematik hinter neuronalen Netzen zu verstehen, sondern darum, warum diese Werkzeuge so funktionieren wie sie es tun — und warum man ihnen nicht blind vertrauen sollte.
- Wie Large Language Models (LLMs) Text — und Code — generieren
- Der Unterschied zwischen Code-Completion, Code-Generation und Pair-Programming mit KI
- Überblick: Cursor, GitHub Copilot, Claude, ChatGPT, Replit — Stärken und Anwendungsgebiete
- Was KI-Assistenten gut können und wo sie systematisch scheitern
- Grundbegriffe: Token, Kontext, Temperatur, Halluzination
- Warum derselbe Prompt unterschiedliche Code-Ergebnisse produzieren kann
Modul 2 — Prompt Engineering für Code: Wer weiß, wie man einen guten Prompt schreibt, bekommt besseren Code. Dieses Modul vermittelt die Grundtechniken, um Aufgaben so zu formulieren, dass der KI-Assistent nützliche, verständliche und sicherere Lösungen produziert.
- Aufbau eines guten Code-Prompts: Kontext, Anforderungen, Format
- Zero-Shot vs. Few-Shot-Prompting am Code-Beispiel
- Iteratives Prompting: wie man Schritt für Schritt zu einer besseren Lösung kommt
- Grenzen des Prompting: wann hilft mehr Kontext, wann hilft er nicht?
- Prompts für Debugging, Erklärung und Refactoring
- Übungen mit Cursor und Claude für typische Alltagsaufgaben
Modul 3 — KI-Code bewerten, anpassen und debuggen: Generierten Code ungeprüft zu übernehmen ist ein häufiger Fehler. Dieses Modul schult das kritische Lesen von KI-Output und zeigt, wie man Fehler erkennt, versteht und behebt — auch ohne tiefe Programmierkenntnisse.
- Lesestrategie für generierten Code: Was macht diese Funktion wirklich?
- Typische Fehlerklassen in KI-generiertem Code: Logikfehler, Sicherheitslücken, veraltete APIs
- Debugging mit KI-Assistenten: Fehlermeldungen als Prompt-Input nutzen
- Refactoring-Unterstützung: Code lesbarer und wartbarer machen lassen
- Grenzen der Eigenständigkeit: Wann muss ein Mensch eingreifen?
- Übungen: Fehlerhaften Code analysieren, Ursache identifizieren, Korrektur formulieren
Modul 4 — Sicherheit, Qualität und Berufsperspektive: Dieser abschließende Block beleuchtet, was beim Einsatz von KI-Tools in professionellen Umgebungen beachtet werden muss, und zeigt Wege auf, wie der Einstieg in KI-gestützte Entwicklung konkret weitergeführt werden kann.
- Sicherheitsrisiken bei KI-generiertem Code: SQL Injection, unsichere Bibliotheken, Datenpannen
- Datenschutz beim Einsatz von KI-Tools: Was darf man einfügen, was nicht?
- Qualitätssicherung: Testing-Grundlagen und Code-Review-Ansätze
- Einstiegspfade in AI Coding: Vibe Coding, Prompt Engineering, AI Engineering
- Ressourcen und Communities für eigenständiges Weiterlernen
- Eigener Entwicklungsplan: Nächste drei Monate strukturieren
Praxis-Block — Hands-on mit KI-Coding-Tools
- Cursor einrichten und erste Code-Completions im Praxisbetrieb testen
- Ein einfaches Python-Skript mit KI-Unterstützung schreiben und erklären lassen
- GitHub Copilot in VS Code aktivieren und Vorschläge bewerten
- Eine Funktion aus fremdem Code mit Claude erklären lassen
- Prompt für Debugging einer typischen Fehlermeldung schreiben und verfeinern
- KI-generierten Code auf Sicherheitsrisiken prüfen (SQL-Injection-Beispiel)
- Refactoring-Auftrag an Cursor formulieren und Ergebnis beurteilen
- Test für eine einfache Funktion durch KI erstellen und manuell überprüfen
- Zwei Prompts für dieselbe Aufgabe vergleichen und Unterschiede analysieren
- Replit für eine kleines Web-Tool nutzen — von Prompt bis lauffähiges Ergebnis
- Sicherheits-Checkliste für KI-generierten Code selbst formulieren
- Eigenen nächsten Lernschritt definieren und schriftlich begründen
Wer diesen Kurs abschließt, hat nicht nur eine Reihe von Tools kennengelernt — er oder sie hat ein Grundmodell dafür entwickelt, wie man mit KI-Assistenten zusammenarbeitet: kritisch, gezielt und produktiv.
Lernziele:
- Grundkonzepte von KI-Coding erklären und aktuelle Entwicklungen einordnen
- Verstehen, wie KI-Code-Assistenten auf Basis großer Sprachmodelle funktionieren
- Die wichtigsten KI-Coding-Tools (Cursor, GitHub Copilot, Claude, ChatGPT) kennen und unterscheiden
- Erste praktische Schritte mit KI-Coding-Assistenten eigenständig unternehmen
- Prompt Engineering für Code-Aufgaben grundlegend anwenden
- KI-generierten Code lesen, verstehen und in Bezug auf Qualität beurteilen
- KI-generierten Code zielgerichtet anpassen und verbessern
- Fehleranalyse und Debugging mit KI-Unterstützung durchführen
- Sicherheitsrisiken bei KI-generiertem Code einschätzen und einordnen
- Grenzen und Fehlerquellen von KI-Coding-Assistenten kennen und berücksichtigen
- Den eigenen Einstiegsweg in KI-gestützte Entwicklung planen und verfolgen
- KI-Coding als Berufsfeldperspektive einordnen und nächste Schritte formulieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich ausdrücklich an Personen, die noch nicht programmieren können oder kaum Erfahrung mit Softwareentwicklung haben, aber verstehen wollen, wie KI-Coding-Assistenten funktionieren und wie sie diese produktiv nutzen können.
- Arbeitssuchende und Quereinsteiger mit digitalem Interesse und ohne Programmierhintergrund
- Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrer, die den Anschluss an aktuelle KI-Entwicklungen suchen
- Fachkräfte aus nicht-technischen Bereichen, die KI-Tools als Arbeitsmittel verstehen wollen
- Studienabbrecherinnen und -abbrecher, die praxisorientiert in die digitale Arbeitswelt einsteigen
- Personen, die AI Coding als Einstieg in Vibe Coding oder Prompt Engineering nutzen möchten
Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Grundkenntnisse in der Arbeit mit digitalen Tools (Browser, Tastatur, Dateimanagement) sind ausreichend. Deutsch auf B2-Niveau wird vorausgesetzt. Interesse an Softwareentwicklung, KI oder digitalen Themen ist die wichtigste persönliche Voraussetzung. Der Kurs ist explizit für Einsteiger konzipiert und beginnt beim Nullpunkt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet überwiegend als virtuelles Klassenzimmer statt, ergänzt durch Combined-Learning-Elemente mit asynchronen Übungseinheiten. KI-Tools werden von der ersten Stunde an als selbstverständliche Arbeitsmittel eingesetzt — es gibt keine Theoriephasen ohne unmittelbare Praxis. Anleitungen sind so gestaltet, dass sie ohne Vorwissen verständlich sind, und bauen systematisch aufeinander auf. Betreute Übungszeiten ermöglichen gezielte Rückfragen und individuelle Unterstützung.
Die Kursdauer ist kompakt gehalten und richtet sich nach dem Einsteiger-Charakter des Programms. Vollzeit-Varianten ermöglichen einen intensiven Einstieg innerhalb weniger Tage bis Wochen. Teilzeit-Varianten verteilen die Inhalte auf mehrere Wochen. Als Grundlagenkurs ist er kürzerer als aufbauende Spezialisierungen und schafft bewusst Freiraum für eigenständiges Erkunden im Nachgang.
Absolventen erhalten ein trägerinternes Zertifikat mit dem Titel „AI Coding Grundlagen". Es dokumentiert die erworbenen Grundkompetenzen im kritischen und produktiven Umgang mit KI-Coding-Assistenten. Externe Herstellerprüfungen sind nicht Teil dieses Einstiegskurses.
Nutzen & Perspektiven
KI-Coding-Assistenten sind keine vorübergehende Mode — sie werden die Art, wie Software entwickelt wird, dauerhaft verändern. Wer heute versteht, wie diese Werkzeuge funktionieren und wie man mit ihnen produktiv arbeitet, hat einen messbaren Vorsprung gegenüber denen, die sie entweder ignorieren oder unkritisch einsetzen. Dieser Grundlagenkurs ist bewusst niedrigschwellig gehalten, weil KI-Coding nicht das Exklusivrecht von Entwicklern mit zehnjähriger Erfahrung sein sollte. Jeder, der versteht, wie man eine Aufgabe klar formuliert, KI-Output kritisch liest und Fehler erkennt, kann von diesen Werkzeugen profitieren — in der Softwareentwicklung, in der Datenanalyse, im Testing und in vielen anderen digitalen Berufsfeldern. Der Kurs ist außerdem ein gezielter Einstiegspunkt für Weiterqualifizierungen in Vibe Coding, Prompt Engineering oder AI Engineering. Wer den Grundlagen-Kurs absolviert hat, kennt die Werkzeuge, versteht die Konzepte und hat eine solide Basis, um in spezialisiertere Kurse einzusteigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich programmieren können, um diesen Kurs zu belegen?
Nein. Der Kurs ist ausdrücklich für Personen ohne Programmiervorkenntnisse konzipiert. Es reicht aus, grundlegend mit digitalen Geräten umgehen zu können. Der Kurs erklärt alle Konzepte von Grund auf.
Welche KI-Tools lernt man in diesem Kurs kennen?
Im Mittelpunkt stehen Cursor, GitHub Copilot, ChatGPT, Claude und Replit. Zusätzlich wird VS Code als Entwicklungsumgebung eingeführt. Alle Tools werden praktisch eingesetzt, nicht nur theoretisch vorgestellt.
Was ist Prompt Engineering und warum ist es wichtig?
Prompt Engineering bezeichnet die Kunst, Aufgaben so zu formulieren, dass ein KI-Assistent nützliche, präzise Ergebnisse produziert. Wer gute Prompts schreibt, bekommt besseren Code und kann KI-Assistenten gezielter steuern. Der Kurs vermittelt die Grundtechniken dafür.
Was kann ich nach diesem Kurs noch lernen?
Der Kurs ist als Einstiegspunkt für Weiterqualifizierungen in Vibe Coding, erweitertes Prompt Engineering oder AI Engineering konzipiert. Wer die Grundlagen kennt, kann gezielt in tiefere Spezialisierungen einsteigen.
Welches Zertifikat erhalte ich?
Absolventen erhalten ein trägerinternes Zertifikat mit dem Titel „AI Coding Grundlagen". Es dokumentiert die praktischen Grundkompetenzen im produktiven Einsatz von KI-Coding-Assistenten. Externe Herstellerprüfungen sind nicht Teil dieses Einstiegskurses.
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