Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei eigenständige Kompetenzfelder: die Befähigung zum KI-gesteuerten Automatisierungsspezialisten und die Vorbereitung auf das Certified Associate in Project Management (CAPM) des Project Management Institute (PMI). Wer Automatisierungsvorhaben nicht nur technisch umsetzen, sondern auch methodisch strukturiert planen und steuern will, findet hier ein aufeinander abgestimmtes Lehrprogramm. Im KI-Automatisierungsteil liegt der Fokus auf der Orchestrierung von Workflows in Enterprise-Umgebungen: wie lassen sich Routineprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch KI-Komponenten beschleunigen, welche Schnittstellen verbinden verschiedene Systemebenen, und wie werden Automatisierungslösungen in bestehende IT-Landschaften integriert. Der CAPM-Teil erschließt das PMI-Rahmenwerk mit dem PMBOK Guide als konzeptioneller Grundlage und bereitet auf die Prüfung des PMI vor. Das Format ist Combined Learning in Vollzeit über einen Zeitraum von mehr als einem Monat bis zu drei Monaten.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: KI-gesteuerte Workflow-Orchestrierung in Enterprise-Umgebungen Dieser Abschnitt führt in die Grundlagen der Prozessautomatisierung mit KI-Unterstützung ein. Im Vordergrund steht nicht die isolierte Betrachtung einzelner Algorithmen, sondern die Frage, wie Automatisierungslösungen als verbindende Schicht zwischen Fachabteilungen und IT-Systemen wirken. Behandelt werden typische Trigger-Response-Muster, die Rolle von APIs als Bindeglied zwischen Applikationen sowie die Orchestrierung mehrerer Teilprozesse zu einem kohärenten Workflow.
- Grundlagen intelligenter Prozessautomatisierung: Regeln, Schwellenwerte, Lernmodelle
- Workflow-Orchestrierungsplattformen und ihre Einsatzszenarien
- API-basierte Integration heterogener Systemlandschaften
- Automatisierung von Dateneingabe-, Prüf- und Weiterleitungsprozessen
- Fehlerbehandlung und Fallback-Strategien in automatisierten Abläufen
- Monitoring und Logging als Basis für kontinuierliche Verbesserung
Modul 2: Datenpipelines und Entscheidungslogik in Automatisierungssystemen KI-gestützte Automatisierung steht und fällt mit der Qualität der Eingangsdaten. In diesem Modul geht es um den Aufbau verlässlicher Datenpipelines, die Aufbereitung von Rohdaten für Entscheidungsmodelle sowie die Architektur von Systemen, die regelbasierte und lernende Komponenten kombinieren.
- Datenquellen, Datenformate und Vorverarbeitungsschritte
- Aufbau und Betrieb einfacher ETL-Pipelines für Automatisierungsanwendungen
- Unterschied zwischen deterministischen Regelwerken und ML-basierten Entscheidungsmodellen
- Qualitätssicherung von Trainingsdaten und Monitoring von Modell-Drift
- Sicherheitsanforderungen bei der Verarbeitung unternehmensinterner Daten
- Einführung in gängige Automatisierungsplattformen und deren Datenflusskonzepte
Modul 3: CAPM-Vorbereitung nach PMBOK CAPM ist die Einstiegszertifizierung des PMI und richtet sich an Projektbeteiligte, die ein fundiertes Verständnis des PMI-Rahmenwerks aufbauen möchten, ohne bereits mehrjährige Projektleitungserfahrung vorzuweisen. Dieser Kursabschnitt orientiert sich am jeweils geltenden PMBOK Guide und bereitet systematisch auf die CAPM-Prüfung des PMI vor.
- Projektmanagement-Grundbegriffe nach PMI: Projekt, Programm, Portfolio, PMO
- Fünf Prozessgruppen: Initiierung, Planung, Durchführung, Überwachung/Steuerung, Abschluss
- Zehn Wissensgebiete des PMBOK: Scope, Zeit, Kosten, Qualität, Ressourcen, Kommunikation, Risiko, Beschaffung, Stakeholder, Integration
- Work Breakdown Structure, Netzpläne und kritischer Pfad
- Earned-Value-Analyse als Steuerungsinstrument
- Risikoregister, Wahrscheinlichkeits-Auswirkungs-Matrix und Risikoantwortstrategien
- Stakeholder-Identifikation und Kommunikationsplanung
- Prüfungsformat der CAPM-Zertifizierung: Voraussetzungen, Anmeldeweg, Prüfungsaufbau
Modul 4: Automatisierungsprojekte mit PMI-Methodik steuern Dieser abschließende Block verbindet beide Kursteile. Es geht darum, wie PMI-Methoden konkret auf Automatisierungsvorhaben angewendet werden: wie man den Scope eines Automatisierungsprojekts schärft, wie man technische Abhängigkeiten in Projektpläne überführt und wie Stakeholder mit unterschiedlichem technischem Hintergrund in die Projektsteuerung einbezogen werden.
- Anforderungserhebung und Scope-Definition für Automatisierungsvorhaben
- Typische Risiken in Automatisierungsprojekten und ihre Behandlung im Risikoregister
- Change-Management bei der Einführung automatisierter Prozesse
- Kommunikation technischer Fortschritte an nicht-technische Stakeholder
- Qualitätskriterien für automatisierte Prozesse und deren Messung
- Abnahme und Übergabe automatisierter Systeme an den Betrieb
Lernziele:
- Grundprinzipien der KI-gesteuerten Prozessautomatisierung verstehen und auf betriebliche Abläufe anwenden
- Automatisierungsarchitekturen für Enterprise-Umgebungen konzipieren und dokumentieren
- Typische Integrationsmuster zwischen KI-Komponenten und bestehenden Systemlandschaften beschreiben
- Entscheidungslogik für den Einsatz von regelbasierten gegenüber lernenden Automatisierungsmodellen beurteilen
- Datenpipelines zur Versorgung von Automatisierungsmodulen strukturieren und absichern
- Kernkonzepte des PMBOK Guide und der PMI-Terminologie sicher beherrschen
- Projektlebenszyklus, Prozessgruppen und Wissensgebiete nach PMBOK beschreiben und unterscheiden
- Scope-, Zeit- und Kostenmanagement für Automatisierungsprojekte methodisch anwenden
- Stakeholder-Kommunikation und Risikomanagement in technisch geprägten Projekten gestalten
- Die CAPM-Prüfungsanforderungen des PMI kennen und die eigene Lernvorbereitung strukturieren
- Qualitätssicherungsmaßnahmen in iterativen Automatisierungsvorhaben einplanen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Fachleute, die an der Schnittstelle zwischen technischer Umsetzung und Projektmanagement arbeiten und beides methodisch untermauern möchten.
- IT-Fachleute, die Automatisierungsvorhaben künftig auch koordinierend begleiten wollen
- Projektmitarbeitende ohne formale PM-Zertifizierung, die den Einstieg ins PMI-Rahmenwerk suchen
- Personen aus Fachabteilungen, die in die Gestaltung automatisierter Geschäftsprozesse eingebunden sind
- Berufseinsteiger mit technischem Hintergrund, die eine breite Grundqualifikation aufbauen möchten
- Quereinsteiger, die in Richtung Automatisierung und Digitalisierung wechseln wollen
Technische Grundkenntnisse in einem der Bereiche IT, Programmierung oder Systemadministration sind hilfreich, aber keine harte Voraussetzung. Für das CAPM-Zertifikat des PMI verlangt das PMI selbst einen weiterführenden Schulabschluss und 23 Stunden dokumentierten Projektmanagement-Unterricht; diese Anforderungen können durch den Kurs abgedeckt werden. Ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt den individuellen Einstiegspunkt und ermöglicht eine modulare Anpassung des Lernplans an bestehende Vorkenntnisse.
Ablauf & Abschluss
Das Lehrformat kombiniert Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer mit Selbststudiumsanteilen. Die Dozenten sind in ihren jeweiligen Fachgebieten praxiserfahren und führen abwechslungsreich durch Theoriephasen, geführte Übungen und Fallstudienarbeit. Teilnehmende haben die Wahl zwischen dem Zugang von einem New-Horizons-Standort aus (moderner PC-Arbeitsplatz mit zwei Bildschirmen) und einer genehmigten Heimarbeitsoption. Der Unterricht entspricht in seiner Struktur und Interaktivität einem klassischen Präsenzformat, auch wenn er virtuell stattfindet.
Der Kurs läuft in Vollzeit über mehr als einen Monat bis maximal drei Monate. Die genaue Dauer hängt von den gewählten Modulkombinationen und dem individuell festgelegten Lernplan ab, der im Beratungsgespräch vor Kursbeginn erarbeitet wird. Flexible Einstiegstermine sind auf Anfrage möglich.
Nach Abschluss des Kursteils erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Der Kurs bereitet auf die CAPM-Prüfung des PMI vor; die Zertifizierung selbst wird durch eine externe PMI-Prüfung erworben und von PMI ausgestellt. New Horizons ist als Bildungsanbieter tätig, nicht als Zertifizierungsgeber.
Nutzen & Perspektiven
Die Verbindung von KI-Automatisierung und CAPM adressiert eine wachsende Lücke im Markt: viele Automatisierungsvorhaben scheitern nicht an technischen Unzulänglichkeiten, sondern an fehlender Strukturierung, unklaren Zuständigkeiten und mangelhafter Risikokontrolle. Wer beide Seiten beherrscht, kann Projekte von der Idee bis zur produktiven Inbetriebnahme verantwortungsvoll begleiten. Der CAPM-Abschluss ist international anerkannt und signalisiert Arbeitgebern weltweit, dass der Inhaber das PMI-Rahmenwerk kennt und strukturiert denkt. Kombiniert mit nachgewiesenen Automatisierungskenntnissen entsteht ein Kompetenzprofil, das auf dem Arbeitsmarkt Sichtbarkeit verschafft — besonders in Unternehmen, die digitale Transformation aktiv vorantreiben und nach Fachleuten suchen, die technische und organisatorische Anforderungen gleichermaßen verhandeln können. Für Personen im beruflichen Wandel bietet diese Kombination einen strukturierten Neustart: Wer einen technischen Hintergrund hat, aber bisher wenig mit formalen Projektmanagementmethoden in Berührung gekommen ist, kann beides in einem zusammenhängenden Lehrgang nachholen. Das gibt Selbstsicherheit für Bewerbungsgespräche und die ersten Wochen in einer neuen Rolle.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen CAPM und PMP?
CAPM (Certified Associate in Project Management) ist die Einstiegszertifizierung des PMI und richtet sich an Personen mit wenig oder keiner Projektleitungserfahrung. PMP (Project Management Professional) setzt dagegen nachgewiesene Berufserfahrung als Projektleiter voraus. Beide Zertifikate basieren auf dem PMBOK Guide, unterscheiden sich aber in Voraussetzungen und Tiefe.
Muss ich die CAPM-Prüfung im Kurs ablegen?
Nein. Der Kurs bereitet auf die externe CAPM-Prüfung des PMI vor; die Prüfung selbst wird separat beim PMI angemeldet und abgelegt. Der Anbieter begleitet die Vorbereitung, ist aber nicht Prüfungsstelle.
Welche technischen Vorkenntnisse sind für den Automatisierungsteil notwendig?
Grundkenntnisse in IT, Datenverarbeitung oder einem verwandten Bereich sind hilfreich. Ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt den individuellen Einstiegspunkt und ermöglicht eine Anpassung des Lernplans.
Kann der Kurs gefördert werden?
Sofern der Anbieter AZAV-zertifiziert ist, kann eine Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder das Qualifizierungschancengesetz möglich sein. Die konkrete Förderfähigkeit sollte individuell geprüft werden.
Ist der Kurs auch in Teilzeit möglich?
Individuelle Teilzeit-Einstiegstermine sind auf Anfrage beim Anbieter möglich. Sprechen Sie das Beratungsgespräch gezielt auf Teilzeitoptionen an.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Data Scientist2.243 Stellen
- Agiler Coach / Scrum Master318 Stellen
- Embedded-Systems-Entwickler/Embedded-Systems-Entwicklerin315 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)80 Stellen
- Werkpolier/Werkpolierin - Hochbau26 Stellen
- Cloud-Architekt2 Stellen