Überblick
Der Kurs Alleskönner im Projektmanagement inkl. Kanban vermittelt ein breites, methodenübergreifendes Fundament für die Leitung von Projekten jeder Art. Statt sich auf ein einzelnes Vorgehensmodell zu beschränken, deckt der Kurs die klassischen Grundlagen der Projektplanung ebenso ab wie Stakeholder- und Risikomanagement, den Einsatz gängiger Projektmanagement-Werkzeuge und ergänzend die Kanban-Methode für die Steuerung laufender Arbeitsprozesse. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu vielseitig einsetzbaren Projektverantwortlichen auszubilden, die je nach Projekttyp und Organisationskultur zwischen unterschiedlichen Methoden wählen und diese kombinieren können.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs gliedert sich in vier Themenblöcke, die von der klassischen Projektplanung über Stakeholder- und Risikomanagement bis zu Projekt-Tools und Kanban reichen. Modul 1 — Projektinitiierung und klassische Planung: Dieses Modul vermittelt das methodische Grundgerüst jedes Projekts, unabhängig davon, ob es später klassisch, agil oder hybrid gesteuert wird.
- Projektziele nach der SMART-Methode formulieren und mit Auftraggebern abstimmen
- Projektstrukturplan (PSP) als Basis für Planung und Steuerung erstellen
- Netzplantechnik und kritischer Pfad zur Terminplanung einsetzen
- Meilensteinplanung und Abhängigkeiten zwischen Arbeitspaketen abbilden
- Ressourcenplanung: Personal, Budget und Sachmittel realistisch einschätzen
- Abgrenzung von Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement
Modul 2 — Stakeholder- und Risikomanagement: Im Zentrum dieses Moduls steht der Umgang mit den Menschen und Unsicherheiten, die über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts mitentscheiden.
- Stakeholder-Analyse mittels Einfluss-Interesse-Matrix
- Kommunikationspläne für unterschiedliche Stakeholder-Gruppen entwickeln
- Risikoidentifikation mit strukturierten Methoden wie Checklisten und Brainstorming
- Risikobewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß
- Präventive und reaktive Risikostrategien planen und dokumentieren
- Umgang mit Widerständen und Konflikten im Projektumfeld
Modul 3 — Projektmanagement-Werkzeuge und Controlling: Dieses Modul macht die Teilnehmenden mit dem praktischen Handwerkszeug vertraut, das im Projektalltag zur Steuerung und Dokumentation eingesetzt wird.
- Einsatz von Projektmanagement-Software zur Termin- und Ressourcenplanung
- Office-Werkzeuge (Excel, PowerPoint) für Projektberichte und Präsentationen
- Earned-Value-Analyse zur Fortschritts- und Kostenkontrolle
- Statusberichte und Projekt-Dashboards für unterschiedliche Zielgruppen gestalten
- Änderungsmanagement bei Abweichungen vom ursprünglichen Plan
- Dokumentationspflichten und Projektakten strukturiert führen
Modul 4 — Kanban und hybride Steuerung: Der letzte Block ergänzt die klassischen Werkzeuge um Kanban als flussbasiertes Steuerungsinstrument und zeigt, wie klassische und agile Elemente kombiniert werden.
- Grundprinzipien von Kanban: Visualisierung, Pull-Prinzip, WIP-Limits
- Aufbau eines Kanban-Boards für operative Arbeitspakete innerhalb eines Projekts
- Durchlaufzeit und Engpassanalyse als ergänzende Steuerungsgrößen
- Hybride Projektmodelle: klassische Meilensteinplanung kombiniert mit Kanban-Flow für Teilaufgaben
- Auswahlkriterien: wann klassische Planung, wann Kanban die passendere Steuerung ist
- Integration von Kanban-Kennzahlen in klassische Statusberichte
Praxis-Block — Ein Projekt von der Planung bis zum Abschluss: Ergänzend zu den vier Modulen bearbeiten die Teilnehmenden ein durchgehendes Fallbeispiel, das alle Projektphasen und beide Steuerungsansätze abdeckt.
- Erstellung eines vollständigen Projektstrukturplans für ein Beispielprojekt
- Terminplanung mit Netzplantechnik und Bestimmung des kritischen Pfads
- Durchführung einer Stakeholder-Analyse mit Einfluss-Interesse-Matrix
- Erstellung eines Risikoregisters mit Bewertung und Gegenstrategien
- Kalkulation eines Projektbudgets und Aufbau eines Kostenverlaufsplans
- Erstellung eines Kanban-Boards für einen Teilbereich des Fallbeispiels
- Anwendung der Earned-Value-Analyse zur Fortschrittsbewertung
- Erstellung eines Statusberichts für die fiktive Auftraggeberseite
- Simulation einer Planänderung und Durchführung eines Änderungsmanagement-Prozesses
- Abschlusspräsentation des Projekts inklusive Lessons Learned
- Gruppendiskussion zur Wahl klassischer versus agiler Steuerung im Fallbeispiel
- Rückschau, an welchen Stellen eine hybride Steuerung Vorteile gebracht hätte
Der Kurs ist bewusst breit angelegt, damit die Teilnehmenden am Ende nicht nur eine einzelne Methode beherrschen, sondern ein Repertoire an Werkzeugen besitzen, aus dem sie je nach Projektart, Branche und Organisationskultur auswählen können. Klassische Planungssicherheit und agile Flexibilität werden dabei nicht als Gegensätze, sondern als sich ergänzende Perspektiven vermittelt. Am Ende der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, ein Projekt eigenständig von der ersten Zieldefinition bis zum formalen Abschluss zu begleiten und dabei situationsgerecht zwischen klassischen Planungsinstrumenten und der Kanban-Methode zu wechseln.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses können die Teilnehmenden Projekte von der Initiierung bis zum Abschluss eigenständig planen und steuern und dabei situativ zwischen klassischen und agilen Werkzeugen wählen. Die folgenden konkreten Fähigkeiten werden dabei aufgebaut.
- Projekte strukturiert initiieren, Ziele definieren und einen Projektauftrag formulieren
- Projektstrukturpläne und Meilensteinpläne für unterschiedliche Projektgrößen erstellen
- Ressourcen- und Terminplanung mit gängigen Planungstechniken durchführen
- Stakeholder identifizieren, analysieren und eine passende Kommunikationsstrategie entwickeln
- Risiken systematisch erfassen, bewerten und Gegenstrategien planen
- Projektbudgets kalkulieren und den Kostenverlauf während der Projektlaufzeit überwachen
- Gängige Projektmanagement-Software und Office-Werkzeuge zur Projektsteuerung einsetzen
- Ein Kanban-Board zur Visualisierung laufender Arbeitspakete aufbauen und pflegen
- Work-in-Progress-Limits zur Vermeidung von Teamüberlastung anwenden
- Projektfortschritt anhand geeigneter Kennzahlen messen und berichten
- Klassische und agile Vorgehensmodelle situativ kombinieren (hybrides Projektmanagement)
- Projekte formal abschließen und Lessons Learned für Folgeprojekte dokumentieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die eine vielseitige, methodenübergreifende Grundlage im Projektmanagement aufbauen möchten, statt sich auf ein einzelnes Vorgehensmodell zu spezialisieren. Er eignet sich besonders für alle, die in unterschiedlichen Projektumfeldern eingesetzt werden oder eine generalistische Projektverantwortung anstreben.
- Angehende Projektmanagerinnen und Projektmanager ohne bisherige formale PM-Ausbildung
- Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren, die ihre Methodenkenntnis verbreitern möchten
- Teamleitungen, die neben ihrer Fachaufgabe zusätzlich Projekte verantworten
- Fachkräfte aus Branchen mit wechselnden Projektanforderungen (klassisch und agil)
- Berufsrückkehrende und Quereinsteigende, die sich breit im Projektmanagement aufstellen wollen
Für die Teilnahme sind keine formalen Vorkenntnisse im Projektmanagement erforderlich. Vorausgesetzt werden gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie grundlegende Computerkenntnisse, insbesondere im Umgang mit Office-Anwendungen, da diese im Kurs aktiv eingesetzt werden. Erste Erfahrung in der Mitarbeit an Projekten ist hilfreich, aber nicht Bedingung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet strukturierte Theorieeinheiten zu den einzelnen Planungswerkzeugen mit einem durchgehenden Fallbeispiel, an dem alle Projektphasen praktisch durchlaufen werden. Dadurch erleben die Teilnehmenden den gesamten Projektzyklus von der Initiierung bis zum Abschluss an einem konkreten Szenario, statt einzelne Methoden isoliert zu üben. Gruppenarbeiten und Diskussionen zur Methodenwahl ergänzen die Einzelübungen.
Der Kurs ist als mehrwöchige Weiterbildung angelegt, in der die vier Themenblöcke aufeinander aufbauen, bevor sie im Praxis-Block anhand eines vollständigen Fallbeispiels zusammengeführt werden. Der modulare Aufbau ermöglicht eine Teilnahme neben der beruflichen Tätigkeit.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters, die die vermittelten Kompetenzen in klassischer Projektplanung, Stakeholder- und Risikomanagement, Projekt-Tools und Kanban dokumentiert. Eine externe Zertifizierungsprüfung ist mit diesem Kurs nicht verbunden.
Nutzen & Perspektiven
Projekte unterscheiden sich stark in Größe, Branche und Kultur der auftraggebenden Organisation — ein Werkzeugkasten, der sich auf eine einzige Methode beschränkt, stößt hier schnell an Grenzen. Der generalistische Zuschnitt dieses Kurses macht die Teilnehmenden in genau dieser Hinsicht vielseitig einsetzbar: Sie können klassische Meilensteinpläne ebenso souverän erstellen wie ein Kanban-Board für die operative Feinsteuerung nutzen. Diese Bandbreite ist besonders in kleineren und mittleren Organisationen gefragt, in denen eine einzelne Person häufig unterschiedliche Projekttypen gleichzeitig betreut und nicht auf ein spezialisiertes Methodenteam zurückgreifen kann. Wer sowohl klassische Planungssicherheit als auch agile Flexibilität mitbringt, wird in solchen Kontexten zu einer zentralen Ansprechperson für Projektarbeit. Langfristig eröffnet die generalistische Ausrichtung des Kurses Perspektiven als Projektmanagerin oder Projektmanager, Projektkoordinatorin oder in Teamleitungsfunktionen mit Projektverantwortung, in denen die Fähigkeit zählt, die jeweils passende Methode für die konkrete Aufgabe auszuwählen, statt ein einzelnes Vorgehen auf jedes Projekt zu übertragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worin unterscheidet sich dieser Kurs vom Agilen Projektmanagement Experten?
Dieser Kurs deckt bewusst ein breiteres Spektrum ab und legt einen deutlichen Schwerpunkt auf klassische Planungsinstrumente wie Projektstrukturplan, Netzplantechnik und Risikomanagement, ergänzt um Kanban. Der Agile-Experte-Kurs fokussiert sich dagegen primär auf das Scrum-Framework und agile Teamführung.
Werden auch klassische Projektmanagement-Methoden vermittelt?
Ja, der Kurs behandelt klassische Grundlagen wie Projektstrukturplan, Terminplanung mit Netzplantechnik, Stakeholder- und Risikomanagement ausführlich und ergänzt sie um die Kanban-Methode für die operative Steuerung.
Für wen eignet sich dieser generalistische Ansatz besonders?
Der Kurs eignet sich für Personen, die in unterschiedlichen Projektumfeldern eingesetzt werden und nicht auf eine einzelne Methode festgelegt sein möchten, etwa in kleineren Organisationen ohne spezialisiertes Projektteam.
Welche Werkzeuge kommen im Kurs zum Einsatz?
Der Kurs behandelt gängige Projektmanagement-Software zur Termin- und Ressourcenplanung sowie Office-Anwendungen für Berichte und Präsentationen. Ergänzend wird ein digitales Kanban-Board zur Visualisierung laufender Arbeitspakete eingesetzt.
Ist eine vorherige Projekterfahrung notwendig?
Nein, formale Vorkenntnisse im Projektmanagement sind nicht erforderlich. Erste Erfahrung in der Mitarbeit an Projekten ist hilfreich, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.
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