Überblick
Mobile Anwendungen sind heute ein zentraler Bestandteil digitaler Produkte – ob für Endverbraucher, Unternehmenskunden oder interne Betriebsprozesse. Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen der App-Entwicklung auf den beiden dominierenden Plattformen Android und iOS sowie die Cross-Platform-Technologie Xamarin. Die Teilnehmenden lernen, wie native und hybride Applikationen konzipiert, gebaut und getestet werden. Der Kurs bereitet auf reale Entwicklungsszenarien vor und legt das Fundament für eine Karriere als Mobile Developer.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste inhaltliche Block widmet sich den Grundlagen der Android-Entwicklung. Hier werden die Android-Architektur, Activity-Lifecycle, Layouts und das Ressourcensystem eingeführt. Die Teilnehmenden arbeiten mit Android Studio und lernen, einfache Apps schrittweise aufzubauen.
- Einrichten von Android Studio und SDK-Management
- Activities, Fragments und Navigation-Components
- XML-Layouts und ConstraintLayout-Grundlagen
- Datenpersistenz mit SharedPreferences und Room-Datenbank
- Hintergrundverarbeitung mit AsyncTask und WorkManager
- Integration von REST-APIs über Retrofit und OkHttp
Der zweite Block behandelt die Entwicklung von iOS-Applikationen. Die Teilnehmenden lernen die Apple-Entwicklungsumgebung Xcode kennen und nutzen Swift als primäre Programmiersprache.
- Einrichten von Xcode, iOS-Simulator und Provisioning Profiles
- Swift-Grundlagen: Optionals, Closures, Protokolle und Structs
- UIKit-Frameworks für Benutzeroberflächen
- Navigation mit UINavigationController und TabBarController
- Datenpersistenz mit CoreData und UserDefaults
- Netzwerkkommunikation mit URLSession und Codable
Der dritte Block führt in Xamarin als Cross-Platform-Lösung ein. Ziel ist es, gemeinsam nutzbaren Code zu schreiben, der auf Android und iOS lauffähig ist.
- Grundlagen der Xamarin.Forms-Architektur
- Gemeinsamer Business-Logic-Layer in C# und .NET
- Plattformspezifische Anpassungen über DependencyService
- MVVM-Muster in Xamarin-Projekten
- Datenbindung und ObservableCollections
- Nuget-Pakete für mobile Funktionalitäten
Der vierte Block beschäftigt sich mit praxisnahen Themen, die in beiden Plattformen relevant sind und im Berufsalltag eines Mobile Developers täglich anfallen.
- Versions- und Quellcodeverwaltung mit Git und GitHub
- Testen von Mobile Apps: Unit-Tests, UI-Tests und Testautomatisierung
- Performance-Optimierung und Memory-Management
- Zugriff auf Gerätehardware: Kamera, GPS, Push-Benachrichtigungen
- App-Store-Prozesse: Google Play und Apple App Store Einreichung
- Barrierefreiheit und Accessibility-Standards in mobilen Apps
Praxisorientierter Projektteil
- Entwicklung einer vollständigen To-Do-Applikation auf Android
- Umsetzung eines einfachen iOS-Newsreaders mit API-Anbindung
- Cross-Platform-Rechner mit Xamarin.Forms
- Implementierung einer Kamera-Funktion in einer nativen App
- Einbindung von Google Maps in eine Android-App
- Verwendung von CoreLocation in iOS zur Standortabfrage
- Fehlersuche und Debugging in laufenden Apps mit Profiling-Werkzeugen
- Versionierung eines gemeinsamen Projekts mit mehreren Branches
- Schreiben von Unit-Tests für ViewModels und Datenbankschichten
- App-Signierung und Vorbereitung für den Store-Upload
- Integration von Firebase für Push-Benachrichtigungen
- Dokumentation und Code-Reviews im Teamumfeld
Die Teilnehmenden schließen den Praxisteil mit einem eigenen Mini-Projekt ab, das alle drei behandelten Plattformen und Technologien berücksichtigt. Dieses Projekt dient gleichzeitig als Portfoliostück für Bewerbungsprozesse. Abschließend werden die wichtigsten Themen konsolidiert und offene Fragen im Plenum besprochen. Ein individueller Lernplan, der zu Kursbeginn gemeinsam erarbeitet wurde, wird zum Abschluss reflektiert und für die weitere Karriereentwicklung aktualisiert.
Lernziele:
Nach dem Abschluss dieses Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage, die jeweiligen Entwicklungsumgebungen für Android und iOS eigenständig einzurichten und zu nutzen. Sie verstehen die Grundarchitekturen beider Plattformen und können Benutzeroberflächen nach den gängigen Design-Patterns gestalten. Sie entwickeln einfache bis mittlere native Apps für Android mit Java oder Kotlin sowie für iOS mit Swift. Mit Xamarin können sie Code plattformübergreifend wiederverwenden und Projekte effizienter strukturieren. Sie sind in der Lage, Daten lokal zu speichern und APIs anzubinden. Debugging und Fehlerbehebung in mobilen Projekten gehören ebenso zu ihren erlernten Kompetenzen. Die Teilnehmenden kennen die Anforderungen der jeweiligen App-Stores und verstehen den Einreichungsprozess. Sie können mit Versionskontrollsystemen wie Git in Team-Projekten arbeiten. Sie unterscheiden zwischen nativen, hybriden und plattformübergreifenden Entwicklungsansätzen und wählen situationsgerecht den passenden Ansatz. Sie sind in der Lage, einfache Sensorik- und Hardware-Schnittstellen (z. B. Kamera, GPS) in ihre Apps zu integrieren. Nach dem Kurs sind die Grundlagen für anerkannte Herstellerzertifizierungen im Bereich Mobile Development gelegt.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger in die Softwareentwicklung, die sich auf Mobile Development spezialisieren möchten, sowie an Entwicklerinnen und Entwickler mit Web- oder Backend-Hintergrund, die in die App-Entwicklung wechseln wollen.
- Berufseinsteiger mit ersten Programmierkenntnissen, die eine Spezialisierung anstreben
- Web-Entwickler, die ihre Kenntnisse auf native mobile Plattformen ausweiten möchten
- IT-Fachkräfte im Umschulung oder Weiterqualifizierung
- Personen, die nach einer Umschulung als App-Entwickler tätig sein möchten
- Quereinsteiger mit technischem Grundverständnis und Interesse an mobilen Anwendungen
Grundlegende Programmierkenntnisse in einer beliebigen objektorientierten Sprache werden empfohlen, sind aber nicht zwingend erforderlich. Kenntnisse in Java, C# oder Swift sind von Vorteil. Vor Seminarbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, bei dem ein individueller Lernplan entsprechend den Vorkenntnissen und beruflichen Zielen erstellt wird. Für die iOS-Entwicklung ist ein Mac-Rechner mit aktuellem macOS erforderlich. Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Computern und Entwicklungsumgebungen erleichtern den Einstieg.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend im Combined-Learning-Format durchgeführt, das heißt, Präsenz- und Online-Phasen wechseln sich planvoll ab. Dies ermöglicht hohe Flexibilität ohne Verlust an Interaktivität. Lernvideos, schriftliche Materialien und praktische Übungen werden über eine Lernplattform bereitgestellt. Dozentinnen und Dozenten begleiten die Teilnehmenden durch regelmäßige Live-Sessions, Frage-und-Antwort-Runden und individuelle Coachings. Der Praxisanteil ist hoch: Theorie wird stets unmittelbar in echten Entwicklungsaufgaben angewendet. Darüber hinaus unterstützt der Anbieter die Teilnehmenden bei der Jobsuche und der Überarbeitung von Bewerbungsunterlagen.
Die typische Kursdauer beträgt mehr als eine Woche bis hin zu einem Monat bei Vollzeitdurchführung; Teilzeitvarianten können sich über bis zu drei Monate erstrecken. Individuelle Start- und Lernzeitpunkte sind auf Anfrage möglich, um den Kurs optimal in den persönlichen oder beruflichen Alltag zu integrieren. Der genaue Umfang richtet sich nach dem individuell erstellten Lernplan und den Vorkenntnissen der Teilnehmenden.
Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Anbieters New Horizons. Diese Zertifikate dokumentieren die erworbenen Kompetenzen und sind für Bewerbungen in der IT-Branche anerkannt. Zusätzlich bereitet der Kurs auf weiterführende Herstellerzertifizierungen vor, etwa im Bereich Android-Entwicklung oder Microsoft-Technologien mit Xamarin.
Nutzen & Perspektiven
Mobile-Entwicklerinnen und -Entwickler gehören zu den gefragtesten IT-Fachkräften auf dem deutschen und internationalen Arbeitsmarkt. Unternehmen aller Branchen investieren in mobile Applikationen zur Kundenbindung, Prozessautomatisierung und Kommunikation. Mit den Kenntnissen aus diesem Kurs können die Teilnehmenden direkt an realen Projekten mitarbeiten – sei es in Agenturen, Softwarerhäusern oder im internen IT-Team großer Unternehmen. Das breite Kompetenzprofil, das sowohl Android als auch iOS und Xamarin umfasst, macht Absolventinnen und Absolventen besonders vielseitig einsetzbar. Der Kurs beinhaltet nicht nur technische Inhalte, sondern bereitet auch auf den Berufseinstieg vor: Die begleitende Unterstützung bei Bewerbungsunterlagen und Jobsuche ist ein konkreter Mehrwert, der über den reinen Wissenserwerb hinausgeht. Ein individueller Lernplan stellt sicher, dass sowohl Einsteiger als auch Personen mit Vorwissen optimal gefördert werden. Die flexible Gestaltung als Combined Learning ermöglicht es, den Kurs auch berufsbegleitend oder in Übergangszeiten zu absolvieren. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist dieser Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach persönlicher Situation kommen auch Leistungen nach dem Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD), Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Eine Beratung durch die zuständige Agentur oder das Jobcenter klärt die individuellen Möglichkeiten vor Kursbeginn.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich einen Mac für den Kurs?
Für die iOS-Entwicklung mit Xcode ist ein Mac mit aktuellem macOS erforderlich. Der Android- und Xamarin-Teil lässt sich auch unter Windows durchführen. Das wird im individuellen Beratungsgespräch vor Kursbeginn geklärt.
Welche Programmiersprachen werden im Kurs verwendet?
Im Android-Bereich werden Java und Kotlin eingesetzt, für iOS wird Swift genutzt, und für die Cross-Platform-Entwicklung mit Xamarin kommt C# zum Einsatz. Grundkenntnisse in einer dieser Sprachen sind hilfreich, aber kein Muss.
Ist der Kurs über einen Bildungsgutschein förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Weitere Förderungen durch das Qualifizierungschancengesetz oder die Deutsche Rentenversicherung sind je nach persönlicher Situation möglich.
Was für ein Zertifikat erhalte ich am Ende?
Absolventinnen und Absolventen erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Anbieters New Horizons. Diese Nachweise sind in der IT-Branche anerkannt und können in Bewerbungsunterlagen nachgewiesen werden.
Wie flexibel ist die Kursdurchführung?
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning angeboten, also mit kombinierten Präsenz- und Online-Phasen. Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind verfügbar. Individuelle Starttermine sind auf Anfrage möglich.
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