Überblick
Die digitale Welt spricht eine eigene Sprache, nutzt eigene Technologien und verändert Arbeitsprozesse in atemberaubendem Tempo. Wer den Einstieg in die Digitalisierung verpasst, sieht sich in der Arbeitswelt 4.0 zunehmend isoliert und unterqualifiziert — egal in welcher Branche oder Funktion. Dieser Kurs vermittelt kaufmännischen Fachkräften und Beschäftigten in Büroberufen die digitalen Kompetenzen, die für eine erfolgreiche und zukunftssichere Berufstätigkeit notwendig sind. Grundlage ist der europäische Kompetenzrahmen DigComp, der digitale Fähigkeiten strukturiert beschreibt und bewertet. Die Weiterbildung hilft, das eigene digitale Kompetenzprofil zu kennen, gezielt auszubauen und für den kontinuierlichen Wandel gerüstet zu bleiben. Der Kurs ist branchenunabhängig und richtet sich an alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Digitalkompetenz systematisch weiterentwickeln möchten.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Themengebiet umfasst die Grundlagen der Digitalisierung und führt in die Sprache und Konzepte der digitalen Welt ein. Hier lernen die Teilnehmenden die fundamentalen Begriffe und Entwicklungen kennen, die die Arbeitswelt 4.0 prägen.
- Sprache der digitalen Welt: Grundbegriffe und Konzepte verständlich erklärt
- Digitale Megatrends: Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Cloud Computing, Plattformökonomie
- Digitale Transformation in Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung
- Wie Digitalisierung kaufmännische Arbeitsprozesse verändert
- Chancen der Digitalisierung für Mitarbeitende und Unternehmen
- Risiken und Herausforderungen des digitalen Wandels
Das zweite Themengebiet behandelt die Digitalisierung aus der Perspektive verschiedener Wirtschaftsbereiche und zeigt, wie unterschiedlich die Herausforderungen je nach Branche und Unternehmensgröße aussehen können.
- Digitalisierung im Industriesektor: Industrie 4.0 und vernetzte Produktion
- Digitalisierung im Handwerk: Chancen für kleinere Betriebe
- Digitalisierung im Handel: E-Commerce, Omnichannel und digitale Kundenerfahrung
- Digitalisierung in Dienstleistung und Verwaltung: Prozessautomatisierung und Datennutzung
- Anforderungen an Mitarbeitende im digitalen Wandel
- Betriebliche Digitalisierungsstrategien und deren Auswirkungen auf Beschäftigte
Das dritte Themengebiet stellt den europäischen Kompetenzrahmen DigComp vor und zeigt, wie er als Instrument zur Selbsteinschätzung und Lernzielplanung genutzt werden kann.
- Was ist DigComp? Hintergrund und Aufbau des europäischen Kompetenzrahmens
- Die fünf Kompetenzbereiche des DigComp im Überblick
- Kompetenzstufen und Kompetenzniveaus: von Grundkenntnissen bis zur Expertenstufe
- Die DCC-Methodik (Digital Competence Check) als Instrument zur Selbstbewertung
- Selbsteinschätzung des eigenen digitalen Kompetenzprofils
- Ableitung von Lernzielen und Entwicklungsfeldern aus der DCC-Analyse
Das vierte Themengebiet gibt den Teilnehmenden konkrete Strategien und Werkzeuge an die Hand, um digitale Kompetenzen eigenständig auszubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
- Eigenverantwortliches Lernen in der digitalen Welt
- Nutzung von Online-Lernplattformen und digitalen Ressourcen
- Orientierung im Weiterbildungsangebot für digitale Kompetenzen
- Kritischer Umgang mit Informationen und digitalen Quellen
- Datenschutz und Datensicherheit im beruflichen Kontext
- Vorbereitung auf zukünftige digitale Herausforderungen im eigenen Berufsfeld
Im Praxisblock werden Selbstanalyse, Lernplanung und digitale Werkzeuge eingeübt
- Durchführung einer DCC-Selbstanalyse mit strukturiertem Feedback
- Erstellung eines persönlichen digitalen Kompetenzprofils
- Formulierung individueller Lernziele auf Basis der DigComp-Analyse
- Erarbeitung eines persönlichen Lernplans für die digitale Weiterentwicklung
- Übungen zum kritischen Umgang mit digitalen Informationen und Tools
- Analyse konkreter digitaler Veränderungen im eigenen Berufsumfeld
- Diskussion typischer digitaler Arbeitsszenarien in kaufmännischen Berufen
- Erprobung ausgewählter digitaler Werkzeuge für kaufmännische Aufgaben
- Gruppenarbeit zu branchenbezogenen Digitalisierungsbeispielen
- Reflexion von Chancen und Risiken der KI im eigenen Aufgabenfeld
- Peer-Feedback zu digitalen Kompetenzprofilen und Lernplänen
- Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse und Diskussion im Plenum
Die Teilnehmenden arbeiten im Kurs mit konkreten Selbstanalyse-Werkzeugen und realen Praxisbeispielen aus kaufmännischen Arbeitsbereichen. Gruppenarbeiten und Diskussionen fördern den Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmenden aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmen.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses können die Teilnehmenden ihre eigenen digitalen Kompetenzen einschätzen, benennen und gezielt weiterentwickeln.
- Sie verstehen die Grundbegriffe der digitalen Welt und können diese im beruflichen Kontext sicher anwenden.
- Sie kennen die wichtigsten digitalen Megatrends und deren Auswirkungen auf Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung.
- Sie wissen, wie Digitalisierung Arbeitsprozesse in kaufmännischen und büroorganisatorischen Tätigkeiten verändert.
- Sie kennen den europäischen Kompetenzrahmen DigComp und können ihre eigene Position in diesem Rahmen bestimmen.
- Sie haben ihre eigenen digitalen Kompetenzen mithilfe der Digital Competence Check (DCC)-Methodik systematisch analysiert.
- Sie kennen die verschiedenen Kompetenzbereiche und Kompetenzstufen des DigComp und können diese auf ihren Berufsalltag übertragen.
- Sie sind in der Lage, individuelle Lernziele für ihre digitale Weiterentwicklung zu formulieren und einen persönlichen Lernplan zu erstellen.
- Sie können Chancen und Risiken der Digitalisierung für ihren eigenen Arbeitsbereich realistisch einschätzen.
- Sie kennen Strategien, um digitale Fähigkeiten eigenständig und kontinuierlich auszubauen.
- Sie wissen, wie KI-Anwendungen und Automatisierung ihre beruflichen Tätigkeiten beeinflussen.
- Sie können digitale Werkzeuge und Plattformen für typische kaufmännische Aufgaben sicher und kritisch beurteilen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich branchenunabhängig an alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre digitalen Kompetenzen systematisch ausbauen möchten.
- Kaufmännische Fachkräfte in Industrie, Handel und Dienstleistung
- Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter in Büro- und Verwaltungsberufen
- Beschäftigte, die sich im Zuge von Digitalisierungsprojekten weiterqualifizieren möchten
- Fachkräfte mit Aufholbedarf bei digitalen Kompetenzen, die strukturiert aufholen möchten
- Berufstätige, die einen strukturierten Überblick über digitale Anforderungen in der Arbeitswelt 4.0 suchen
Vorausgesetzt werden grundlegende Erfahrungen in der einfachen PC-Bedienung sowie der Umgang mit Webbrowsern. Tiefergehende IT-Kenntnisse sind nicht erforderlich — der Kurs setzt bei den Grundlagen an und ist so konzipiert, dass er auch für digitale Einsteiger:innen zugänglich ist. Deutschkenntnisse auf Niveau B2 werden erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined Learning in Vollzeit durchgeführt, kombiniert also Präsenz- und Onlinephasen. Theoretische Inhalte werden in verständlicher und anschaulicher Form präsentiert, ergänzt durch praktische Übungen, Gruppenarbeiten und die Anwendung der DCC-Methodik zur Selbstanalyse. Der Kurs legt besonderen Wert auf die Aktivierung der Teilnehmenden: Sie analysieren ihr eigenes Kompetenzprofil, entwickeln individuelle Lernziele und erarbeiten konkrete Handlungspläne für ihre digitale Weiterentwicklung.
Der Kurs wird in Vollzeit als Combined Learning durchgeführt. Die genaue Kursdauer wird vom jeweiligen Anbieter ausgewiesen. Der Stoff ist so konzipiert, dass er kompakt und konzentriert vermittelt werden kann. Die Kombination aus Präsenz- und Onlinephasen ermöglicht eine flexible und dennoch intensive Qualifizierung.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Bildungsträgers. Dieses Dokument bestätigt die systematische Auseinandersetzung mit digitalen Kompetenzen auf Basis des DigComp-Rahmens und kann bei Arbeitgebern als Nachweis der Weiterqualifizierung im Bereich Digitalisierung vorgelegt werden.
Nutzen & Perspektiven
Digitale Kompetenzen sind in der Arbeitswelt 4.0 keine optionale Zusatzqualifikation mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für nahezu alle Berufe — auch im kaufmännischen Bereich. Wer seinen digitalen Kompetenzstand kennt und gezielt weiterentwickelt, ist am Arbeitsmarkt besser aufgestellt, kann Veränderungsprozesse im eigenen Unternehmen aktiv mitgestalten und bleibt langfristig beschäftigungsfähig. Dieser Kurs gibt nicht nur Wissen, sondern vor allem Orientierung: Die Teilnehmenden wissen nach dem Kurs genau, wo sie stehen und wohin sie sich entwickeln müssen. Ein besonderer Wert liegt in der Verbindung von Selbstreflexion und Handlungsorientierung. Die DCC-Methodik und der DigComp-Rahmen sind europäisch anerkannte Instrumente, deren Ergebnisse in vielen Unternehmen und Organisationen als valide Grundlage für Personalentwicklung und Weiterbildungsplanung gelten. Wer diesen Kurs erfolgreich abschließt, verfügt über ein fundiertes Selbstbild seiner digitalen Kompetenzen und einen konkreten Plan für die weitere Entwicklung. Für Teilnehmende, die die Fördervoraussetzungen erfüllen, ist der Kurs bei AZAV-zertifizierten Trägern über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Rehabilitationsleistungen oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach individueller Situation infrage. Damit steht dieser Kurs für viele Beschäftigte ohne eigene Kosten offen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich IT-Kenntnisse mitbringen, um an diesem Kurs teilzunehmen?
Nein. Der Kurs setzt lediglich grundlegende PC-Kenntnisse und den sicheren Umgang mit einem Webbrowser voraus. Spezialkenntnisse in der Informationstechnologie sind nicht erforderlich. Der Kurs ist so konzipiert, dass er auch für Personen mit wenig Vorerfahrung im digitalen Bereich zugänglich und gewinnbringend ist.
Was ist der DigComp-Rahmen und warum ist er relevant?
Der DigComp ist der europäische Referenzrahmen für digitale Kompetenz, der von der EU-Kommission entwickelt wurde. Er beschreibt digitale Fähigkeiten in fünf Kompetenzbereichen auf mehreren Stufen und wird von Unternehmen und Bildungseinrichtungen europaweit als Standard für die Bewertung digitaler Kompetenzen verwendet. Im Kurs wird er als Grundlage für die Selbsteinschätzung und die Lernzielplanung eingesetzt.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Rehabilitationsleistungen oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach persönlicher Situation infrage.
Für welche Branchen ist dieser Kurs geeignet?
Der Kurs ist ausdrücklich branchenunabhängig konzipiert und richtet sich an alle kaufmännischen Fachkräfte und Büroangestellten, unabhängig davon, ob sie in Industrie, Handel, Dienstleistung, Handwerk oder Verwaltung tätig sind. Die Inhalte sind so aufgebaut, dass sie auf verschiedene berufliche Kontexte übertragen werden können.
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