Überblick
Product Owner tragen im agilen Kontext Verantwortung für den Wert eines Produkts. Doch klassische Product-Owner-Ausbildungen enden dort, wo Business Development beginnt: bei Markteintrittsstrategien, Partnerschaften, Monetarisierungsmodellen und dem messbaren Wachstum eines Produkts jenseits der nächsten Sprint-Lieferung. Diese Weiterbildung schließt diese Lücke. Sie vermittelt Product Ownern das methodische Handwerkszeug des Business Developments und zeigt konkret, wie strategische Wachstumsarbeit und operative Produktentwicklung zusammenspielen. KI-gestützte Werkzeuge werden als produktivitätssteigerndes Mittel in Marktanalyse, Opportunity-Scouting und Partneridentifikation eingesetzt.
Kursinhalte & Lernziele
Business Development: Konzept, Aufgaben und Schnittstellen Bevor Methoden vermittelt werden, wird der Begriffsrahmen geklärt. Was unterscheidet Business Development von Vertrieb, Marketing oder klassischem Produktmanagement? Dieser Einstiegsblock schafft ein gemeinsames Verständnis und zeigt, warum Product Owner von BD-Kompetenz profitieren und nicht erst in einer eigenen BD-Funktion landen müssen.
- Definition und Aufgabenspektrum von Business Development in Produktunternehmen
- Schnittstellen zwischen Product Owner, BD, Vertrieb und Marketing klären
- BD als Wachstumsmotor in unterschiedlichen Unternehmensgrößen und Phasen verstehen
- Typische BD-Initiativen: Neue Märkte, neue Zielgruppen, neue Partnermodelle
- Erfolgsfaktoren für BD-Projekte und häufige Fehlerquellen
- Product Owner als strategischer Wachstumsverantwortlicher im agilen Kontext
Wachstumsstrategien und Marktanalyse Wachstum entsteht selten zufällig. Dieser Block vermittelt einen strukturierten Ansatz zur Entwicklung von Wachstumsstrategien und zur systematischen Marktanalyse, die fundierte Entscheidungen ermöglicht statt Bauchgefühl.
- Ansoff-Matrix und weitere Wachstumsrahmen auf Produktportfolios anwenden
- Marktgröße, Marktsegmente und Wettbewerb mit qualitativen und quantitativen Methoden einschätzen
- Opportunity-Scouting: Signale aus dem Markt frühzeitig erkennen und bewerten
- KI-Tools (z. B. ChatGPT, Claude) für schnelle Marktrecherche und Hypothesenentwicklung einsetzen
- Wettbewerbsanalyse und Positioning im Produktkontext
- Wachstumshypothesen formulieren und priorisieren
Partnerschaftsmodelle und Kooperationen Produktwachstum ist selten ein Soloprojekt. Partnerschaften mit anderen Unternehmen, Plattformen oder Ökosystemen können Zugang zu neuen Märkten und Zielgruppen erheblich beschleunigen. Dieser Block behandelt, wie Partnermodelle systematisch entwickelt, bewertet und verhandelt werden.
- Typen von Partnerschaftsmodellen: Distributionspartner, Technologiepartner, Co-Marketing, White-Label
- Kriterien für die Auswahl geeigneter Partner definieren
- Business Case für eine Partnerschaft aufbauen und kommunizieren
- LinkedIn und weitere Werkzeuge zur Partneridentifikation nutzen
- Term Sheet und Kooperationsvereinbarungen im Überblick
- Partnerschaftspiloten planen, durchführen und bewerten
Revenue-Modelle, Monetarisierung und Business Model Canvas Wer ein Produkt weiterentwickelt, muss verstehen, wie es Wert in Einnahmen umwandelt. Dieser Block behandelt verschiedene Erlösmodelle und das Business Model Canvas als ganzheitliches Werkzeug zur Strukturierung und Weiterentwicklung des Geschäftsmodells.
- Subscription, Freemium, Transaktionsmodelle, Lizenzmodelle und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile
- Preispsychologie und Pricing-Strategien für digitale Produkte
- Business Model Canvas vollständig ausfüllen und kritisch analysieren
- Hypothesen zu Erlöspotenzialen mit validierten Annahmen untermauern
- Monetarisierungsoptionen für bestehende Produkte identifizieren und bewerten
- Strategyzer und vergleichbare Werkzeuge für Geschäftsmodellarbeit einsetzen
Praxisanwendung: BD-Projekte und KPIs
- Vollständigen BD-Canvas für ein eigenes Produkt oder Fallbeispiel erarbeiten
- Marktanalyse mit KI-Unterstützung durchführen und Ergebnisse kritisch prüfen
- Partnerprofil für eine konkrete Wachstumsoption erstellen
- Revenue-Modell für eine Produkterweiterung entwerfen und mit Zahlen hinterlegen
- BD-KPI-Set definieren: Leading und Lagging Indicators auswählen und begründen
- OKR-Struktur für eine BD-Initiative formulieren
- Konfliktsituationen zwischen Produktstrategie und BD-Zielen analysieren und priorisieren
- Pitch für eine Partnerschaftsidee vorbereiten und in der Gruppe präsentieren
- Automatisierungspotenzial im BD-Prozess mit verfügbaren KI-Tools ausloten
- BD-Dashboard-Entwurf mit ausgewählten KPIs und Datenquellen skizzieren
- Retrograde Analyse eines BD-Beispiels aus der Praxis durchführen
- Transfer-Plan für die Integration von BD-Aufgaben in den eigenen Berufsalltag erstellen
Lernziele:
- Business Development als Funktion und strategischen Ansatz für Product Owner einordnen
- Wachstumsstrategien systematisch entwickeln und auf das eigene Produktfeld anwenden
- Marktanalysen und Opportunity-Scouting mit und ohne KI-Unterstützung durchführen
- Partnerschaftsmodelle und Kooperationsstrukturen für Produktwachstum konzipieren
- Revenue-Modelle und Monetarisierungsstrategien auswählen und bewerten
- Das Business Model Canvas als Analyse- und Entwurfswerkzeug produktnah nutzen
- KI-Werkzeuge gezielt für Business-Development-Aufgaben einsetzen
- Business-Development-KPIs definieren, messen und für Entscheidungen nutzen
- Produktstrategie und Geschäftsentwicklung in ein konsistentes Gesamtbild integrieren
- Business-Development-Kompetenz als dauerhafte strategische Fähigkeit in der Product-Owner-Rolle verankern
- Chancen und Grenzen von KI-Automatisierung im BD-Kontext kritisch beurteilen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Product Owner und Produktmanagende, die über die klassische Feature-Entwicklung hinausdenken und aktiv zur Wachstumsstrategie ihres Produkts beitragen möchten. Angesprochen sind außerdem
- Product Owner in wachstumsorientierten Start-ups und Scale-ups
- Digital Product Manager, die Geschäftsentwicklungsaufgaben übernehmen
- Agile Coaches und Scrum Master, die BD-Kompetenz in Produktteams aufbauen
- Mitarbeitende aus allen Bereichen, die in Product-Owner-Rollen mit BD-Verantwortung wechseln möchten
- Fach- und Führungskräfte, die Produktwachstum als strategisches Thema verantworten
Grundkenntnisse im Bereich digitaler Tools sowie Deutsch auf B2-Niveau sind erforderlich. Interesse an Product Management oder Product-Owner-Rollen wird vorausgesetzt; eigene Produkterfahrung ist von Vorteil, aber keine zwingende Bedingung. Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium sowie grundlegende Computerkenntnisse werden erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist als praxisnahes Seminar im Format des virtuellen Klassenzimmers konzipiert. Business-Development-Theorie wird unmittelbar mit Praxisanwendung verbunden: Fallstudien aus Produktunternehmen, Gruppenarbeiten an eigenen Produktbeispielen und der gezielte Einsatz von KI-Tools für BD-Aufgaben stehen im Mittelpunkt. Kollaborative Werkzeuge wie Miro, Notion und Confluence werden im Kurs eingesetzt und eingeführt. Der Kurs wird überwiegend im Teilzeitformat angeboten; Vollzeitvarianten sind ebenfalls verfügbar.
Der Kurs findet überwiegend in Teilzeit statt; einzelne Anbieter bieten auch Vollzeitvarianten an. Aktuelle Angaben zu Wochen- und Gesamtdauer sind beim jeweiligen Anbieter erhältlich.
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein Zertifikat des durchführenden Anbieters mit dem Titel „Business Development für Product Owner". Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat, das die vermittelten Inhalte und erworbenen Kompetenzen dokumentiert, keine externe Verbandszertifizierung.
Nutzen & Perspektiven
Product Owner, die Business-Development-Kompetenz erwerben, verändern ihre Position im Unternehmen grundlegend. Statt primär als Backlog-Verwalter zu agieren, werden sie zu strategischen Wachstumsverantwortlichen, die Marktentwicklungen frühzeitig einschätzen, Chancen priorisieren und Partnerschaften aktiv gestalten können. Das stärkt die eigene Stellung im Produktteam und gegenüber der Unternehmensführung. Der Einbezug von KI-Werkzeugen in Business-Development-Aufgaben ist kein Gimmick, sondern eine Reaktion auf veränderte Marktbedingungen: Marktanalysen, die früher Wochen dauerten, lassen sich mit gezieltem KI-Einsatz in Stunden auf Hypothesenebene durchführen. Der Kurs zeigt, wie diese Beschleunigung realistisch einzusetzen ist und wo menschliches Urteilsvermögen unersetzlich bleibt. Langfristig qualifiziert die Weiterbildung für Rollen, die Produktwachstum und Geschäftsentwicklung verbinden: Business Development Manager, Product Growth Lead oder Commercial Product Owner in Unternehmen, die ihre Produkte strategisch weiterentwickeln. Wer beides kann, ist in der Lage, von der Idee bis zur Marktdurchdringung den gesamten Wachstumszyklus zu gestalten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was lerne ich in diesem Kurs, was eine klassische Product-Owner-Ausbildung nicht vermittelt?
Der Kurs fokussiert sich auf Themen jenseits der Sprint-Planung: Marktanalyse, Wachstumsstrategien, Partnerschaftsmodelle und Monetarisierung. Damit füllt er die Lücke zwischen operativer Produktentwicklung und strategischer Geschäftsentwicklung, die in Standard-PO-Ausbildungen selten systematisch adressiert wird.
Welche Vorkenntnisse sind erforderlich?
Grundkenntnisse digitaler Tools und Deutschkenntnisse auf B2-Niveau werden vorausgesetzt. Eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium sowie grundlegende Computerkenntnisse sind erforderlich. Eigene Erfahrung im Product Management ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.
Wie werden KI-Tools im Kurs eingesetzt?
KI-Tools wie ChatGPT oder Claude werden für konkrete BD-Aufgaben eingesetzt: schnelle Marktrecherche, Hypothesenentwicklung und Partneridentifikation. Der Kurs zeigt sowohl den produktiven Einsatz als auch die Grenzen dieser Werkzeuge, damit Teilnehmende eine realistische Einschätzung entwickeln.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs findet als virtuelles Klassenzimmer statt und wird überwiegend im Teilzeitformat angeboten. Vollzeitvarianten sind ebenfalls verfügbar. Kollaborative Werkzeuge wie Miro und Confluence werden im Kurs eingesetzt.
Welcher Abschluss wird ausgestellt?
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat des durchführenden Anbieters mit dem Titel „Business Development für Product Owner". Es handelt sich nicht um eine Verbandszertifizierung, sondern um einen anerkannten Weiterbildungsnachweis, der die erworbenen Kompetenzen dokumentiert.
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