Überblick
Der Kurs Certified Blockchain for FinTech Professionals vermittelt Fachleuten im Finanztechnologie-Sektor ein fundiertes Verständnis der Blockchain-Technologie und ihrer konkreten Einsatzmöglichkeiten im Finanzwesen. Teilnehmende lernen die technologischen Grundlagen — Architektur, Konsensmechanismen, Kryptografie — und erarbeiten, wie Blockchain Zahlungsabwicklung, digitale Identitäten, Smart Contracts und dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) verändert. Darüber hinaus stehen die Integration von Blockchain in bestehende FinTech-Plattformen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Fokus. Der Kurs schließt mit einer international anerkannten Zertifizierungsprüfung ab.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen der Blockchain-Technologie Das erste Modul legt das technische Fundament für alle weiteren Kursabschnitte. Teilnehmende lernen, wie verteilte Datenbanken ohne zentrale Instanz funktionieren und warum kryptografische Verfahren die Integrität und Unveränderlichkeit von Transaktionsdaten sichern. Die unterschiedlichen Blockchain-Typen — öffentlich, privat und konsortiumbasiert — werden hinsichtlich ihrer Eigenschaften und typischen FinTech-Anwendungsfälle verglichen.
- Architektur verteilter Ledger: Nodes, Blöcke und Verkettung
- Hashfunktionen und Merkle Trees als Grundlage der Datenintegrität
- Public-Key-Infrastruktur und digitale Signaturen im Blockchain-Kontext
- Konsensmechanismen: Proof of Work, Proof of Stake, Proof of Authority
- Permissioned vs. Permissionless Blockchains — Anwendungsfälle im Finanzwesen
- Skalierbarkeit, Latenz und Durchsatz als Designparameter
Modul 2 — Smart Contracts und DeFi Dieses Modul befasst sich mit der programmierbaren Schicht über der Blockchain-Infrastruktur. Smart Contracts ermöglichen die automatisierte Ausführung von Verträgen ohne Intermediäre — ein Paradigmenwechsel für Finanzdienstleistungen. Dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) bauen auf dieser Grundlage auf und schaffen neue Formen von Lending, Trading und Versicherungen.
- Aufbau und Lebenszyklus eines Smart Contracts (am Beispiel Ethereum/Solidity-Konzepte)
- Anwendungsfälle: automatisierte Zahlungsabwicklung, Escrow und Derivate
- DeFi-Protokolle: AMMs, Liquidity Pools, Yield Farming und Risiken
- Token-Standards (ERC-20, ERC-721) und ihre Bedeutung für Finanzprodukte
- Sicherheitsaspekte: Reentrancy-Angriffe, Oracle-Manipulation und Auditing
- Regulatory Sandboxes und erste regulatorische Einordnungen für DeFi
Modul 3 — Blockchain in Finanzdienstleistungen Hier werden konkrete Anwendungsfelder im Bankwesen, Versicherungswesen und Kapitalmarktgeschäft untersucht. Zahlungssysteme auf Blockchain-Basis können grenzüberschreitende Transaktionen erheblich beschleunigen und verbilligen. Digitale Identitätslösungen adressieren KYC- und AML-Anforderungen auf neuartige Weise.
- Blockchain-basierte Zahlungssysteme: SWIFT-Alternativen und Stablecoins
- Tokenisierung von Vermögenswerten: Immobilien, Wertpapiere, Rohstoffe
- Digitale Identität und Self-Sovereign Identity (SSI) für KYC-Prozesse
- Trade Finance und Supply Chain Finance auf Distributed-Ledger-Basis
- Versicherungsanwendungen: parametrische Versicherungen und Schadenabwicklung
- Central Bank Digital Currencies (CBDCs) und ihre Auswirkungen auf das Bankwesen
Modul 4 — Integration, Geschäftsmodelle und Zertifizierungsvorbereitung Das abschließende Modul verbindet technisches Wissen mit unternehmerischer Perspektive. Teilnehmende erarbeiten Integrationspfade, um Blockchain-Komponenten in bestehende FinTech-Architekturen einzubetten, und entwickeln neue Geschäftsmodelle auf Basis programmier- barer Geldflüsse. Die Zertifizierungsvorbereitung rundet den Kurs ab.
- API-Integration: Blockchain-Nodes in Core-Banking-Systeme einbinden
- Hybrid-Architekturen: On-Chain und Off-Chain-Komponenten kombinieren
- Geschäftsmodell-Innovation durch Tokenisierung und Smart Contracts
- Regulatorische Rahmenbedingungen: MiCA, DSGVO, AML/KYC-Compliance
- Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfung mit Musteraufgaben
- Praxisfallstudien aus dem internationalen FinTech-Markt
Ergänzend umfasst der Kurs einen umfangreichen Praxisblock mit folgenden Übungen und Aufgaben.
- Konzeptionierung eines blockchain-basierten Zahlungssystems für ein fiktives Unternehmen
- Analyse von Smart-Contract-Code auf Sicherheitslücken (Beispielkontrakte)
- Vergleich von DeFi-Protokollen nach Risiko- und Renditeprofil
- Erstellung einer Token-Strategie für ein tokenisiertes Finanzprodukt
- Entwicklung einer KYC-Lösung auf Basis digitaler Identitäten
- Bewertung eines CBDC-Konzepts aus regulatorischer Perspektive
- Mapping von Blockchain-Integrationsarchitektur für ein Bankensystem
- Durcharbeitung von Zertifizierungs-Musterprüfungen mit Lösungsdiskussion
- Gruppenarbeit: Pitch eines Blockchain-FinTech-Geschäftsmodells
- Risikoanalyse einer DeFi-Anwendung nach gängigen Sicherheitsstandards
- Analyse eines realen Blockchain-Hacks und Ableitung von Gegenmassnahmen
- Abschlussdiskussion: Zukunft von Blockchain im regulierten Finanzmarkt
Die Praxisblöcke sind so konzipiert, dass Teilnehmende nicht nur theoretisches Prüfungswissen erwerben, sondern auch in der Lage sind, Blockchain-Konzepte in ihrem beruflichen Umfeld glaubwürdig zu bewerten und zu kommunizieren. Das Feedback durch erfahrene Dozierende sichert die Qualität der eigenen Ergebnisse.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses können Teilnehmende folgende Kompetenzen nachweisen.
- die technologischen Grundprinzipien einer Blockchain — verteilte Ledger, Hashfunktionen, Public-Key-Kryptografie — präzise erklären
- verschiedene Konsensmechanismen (Proof of Work, Proof of Stake, delegierte Varianten) hinsichtlich ihrer Eignung für FinTech-Anwendungen vergleichen und bewerten
- Smart Contracts konzeptuell verstehen und ihre Rolle bei der Automatisierung von Finanztransaktionen beurteilen
- die Funktionsweise dezentraler Finanzen (DeFi) einschließlich Lending, Liquidity Pools und dezentraler Börsen erläutern
- Blockchain-Ansätze zur Verbesserung von Sicherheit, Transparenz und Effizienz in Zahlungssystemen bewerten
- digitale Identitätslösungen auf Basis von Blockchain konzipieren und gegenüber traditionellen Ansätzen abgrenzen
- regulatorische Anforderungen an Blockchain-basierte Finanzanwendungen (AML, KYC, DSGVO) einordnen
- Integrationspfade für Blockchain in bestehende Core-Banking- und FinTech-Plattformen skizzieren
- neue Geschäftsmodelle auf Basis tokenisierter Vermögenswerte und programmierbarer Geldflüsse entwickeln
- Risiken und Limitierungen von Blockchain-Implementierungen im Finanzbereich kritisch analysieren
- die erworbene Zertifizierung in der Fachkommunikation gegenüber Stakeholdern und Regulatoren einsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Professionals im Finanzsektor, die Blockchain-Technologien verstehen, bewerten und in ihrer Arbeit einsetzen möchten.
- FinTech-Entwickler und Produktmanager, die Blockchain-Lösungen konzipieren oder evaluieren
- Bankangestellte, Analysten und Compliance-Mitarbeitende, die den technologischen Wandel aktiv gestalten wollen
- Investoren, Venture-Capital-Mitarbeitende und Corporate-Finance-Professionals mit Interesse an Krypto- und DeFi-Märkten
- Juristen und Regulierungsexperten, die Blockchain-Anwendungen rechtlich einordnen müssen
- IT-Professionals mit Finanzmarktbezug, die ihre Kenntnisse in Richtung Blockchain vertiefen möchten
Solide Kenntnisse in einem Finanzbereich (Banking, Versicherung, Kapitalmarkt) oder im IT-Bereich werden vorausgesetzt, da der Kurs direkt auf professionelle Anwendungsfälle eingeht. Programmierkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, jedoch hilfreich für das volle Verständnis der Smart-Contract-Abschnitte. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, in dem ein individueller Lernplan erstellt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Format Combined Learning durchgeführt, das Präsenzphasen mit strukturierten Online-Lerneinheiten kombiniert. Dozierende verbinden konzeptionelle Grundlagen mit Fallstudien aus realen FinTech-Projekten. Interaktive Übungen, Gruppenarbeiten und Musterprüfungen sichern den Lernerfolg. Teilnehmende erhalten Zugang zu Lernmaterialien und Prüfungsressourcen.
Der Kurs dauert typischerweise zwischen einer Woche und drei Monaten, abhängig von Lerntempo und gewähltem Format. Vollzeit-Intensivformate ermöglichen einen schnellen Abschluss, Teilzeit-Optionen bieten berufsbegleitende Flexibilität. Der individuelle Zeitplan wird im Vorgespräch festgelegt.
Nach bestandener Prüfung erhalten Teilnehmende das international anerkannte Herstellerzertifikat „Certified Blockchain for FinTech Professionals" sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Das Examen ist im Kurs enthalten und wird bei einer akkreditierten Prüfungsstelle abgelegt.
Nutzen & Perspektiven
Die Blockchain-Zertifizierung für FinTech-Professionals stärkt die fachliche Glaubwürdigkeit in einem der dynamischsten Bereiche des Finanzsektors. Wer Blockchain nicht nur aus der Perspektive von Kryptospekulation kennt, sondern Architektur, Regulatorik und Geschäftsmodellpotenziale fundiert beurteilen kann, wird von Arbeitgebern und Kunden als kompetenter Ansprechpartner wahrgenommen. In einem Markt, in dem Banken, Versicherungen und regulierte FinTechs aktiv nach Blockchain-Expertise suchen, verschafft die Zertifizierung einen messbaren Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus eröffnet die Verbindung von technologischem Grundlagenwissen und regulatorischer Einordnung neue Karrierepfade: von der Produktentwicklung über Compliance bis hin zur strategischen Beratung. Insbesondere die Bereiche tokenisierte Vermögenswerte, CBDCs und DeFi-Compliance werden in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen, sodass früh erworbene Kenntnisse langfristig wertvoll bleiben. Bei AZAV-zugelassenen Bildungsträgern ist dieser Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD) können je nach Situation als Finanzierungsquellen infrage kommen. Eine individuelle Förderberatung vor Kursbeginn ist empfehlenswert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Programmierkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Der Kurs richtet sich primär an FinTech-Professionals und Finanzfachleute. Grundkenntnisse in IT oder Programmierung erleichtern das Verständnis der Smart-Contract-Abschnitte, sind aber keine formale Voraussetzung.
Welche Zertifizierung erhalte ich nach dem Kurs?
Nach bestandenem Examen erhalten Sie das international anerkannte Herstellerzertifikat „Certified Blockchain for FinTech Professionals" sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Das Examen ist im Kurspreis enthalten.
Welche Themen deckt der Kurs konkret ab?
Der Kurs umfasst Blockchain-Grundlagen (Architektur, Konsensmechanismen, Kryptografie), Smart Contracts, DeFi-Protokolle, Zahlungssysteme, digitale Identitäten, Tokenisierung, regulatorische Rahmenbedingungen und die Integration in FinTech-Plattformen.
Ist der Kurs förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Rentenversicherung können greifen. Eine Förderberatung vor Kursbeginn ist empfehlenswert.
Kann ich den Kurs berufsbegleitend absolvieren?
Ja, es werden Vollzeit- und Teilzeitformate angeboten. Der individuelle Zeitplan wird im Beratungsgespräch vor Kursbeginn abgestimmt, sodass auch Berufstätige den Kurs flexibel absolvieren können.
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