Überblick
Dieser Kurs vereint zwei technisch unterschiedliche, beruflich jedoch gut kombinierbare Disziplinen: die Netzwerkgrundlagen und Routing-Technologien nach dem Cisco-CCNA-Standard (Prüfung 200-301) sowie die Entwicklung interaktiver Weboberflächen mit JavaScript. Wer beide Felder beherrscht, ist in der Lage, netzwerknahe Infrastruktur zu verstehen und gleichzeitig webbasierte Verwaltungsoberflächen oder Monitoring-Dashboards umzusetzen — eine Kombination, die besonders in mittelständischen IT-Abteilungen und DevOps-Umgebungen gefragt ist. Die Weiterbildung gliedert sich in zwei klar voneinander abgegrenzte Lernpfade, die aufeinander aufgebaut und didaktisch verzahnt werden.
Kursinhalte & Lernziele
CCNA-Modul — Netzwerkgrundlagen und Infrastruktur Dieser Abschnitt legt die technische Basis für das Verständnis von Computernetzwerken. Er umfasst das OSI- und TCP/IP-Schichtenmodell, die Struktur von Ethernet-LANs sowie die Konfiguration von Switches und Routern über die Cisco IOS-Kommandozeile. Besonderes Gewicht liegt auf Adressierungskonzepten und der Fehleranalyse in realen Netzwerkszenarien. Die Prüfung 200-301 schließt diesen Abschnitt ab; ihr Stoff ist vollständig in den Modulablauf integriert.
- Netzwerkgrundlagen: OSI-Modell, TCP/IP-Stack, Netzwerkkomponenten
- IP-Adressierung und Subnetting (IPv4 und IPv6)
- LAN-Switching: VLANs, Spanning Tree Protocol, Inter-VLAN-Routing
- Routing: statische Routen, OSPF-Grundkonfiguration und Troubleshooting
- WAN-Technologien und Remote-Access-Konzepte
- Netzwerksicherheit: ACLs, Gerätehärtung, AAA-Grundlagen
- Netzwerkautomatisierung: REST-APIs, JSON, Programmierbarkeit von Netzwerkgeräten
CCNA-Modul — Konfigurationsübungen und Laborarbeit Neben der theoretischen Durchdringung stehen ausgedehnte Konfigurationsübungen im Mittelpunkt. Typische Aufgaben reichen von der Einrichtung eines vollständigen Campus-Netzwerks bis zur Fehlersuche in komplexen Routing-Konfigurationen. Die Laborarbeit verwendet Cisco Packet Tracer und verwandte Simulationsumgebungen.
- Paketanalyse mit Netzwerk-Capture-Tools
- Komplexe Switching-Szenarien mit mehreren VLANs und Trunk-Ports
- OSPF-Troubleshooting in Multi-Router-Umgebungen
- Implementierung von Zugriffskontrolllisten für Netzwerksicherheit
- Campus-Netzwerk von Grund auf aufbauen und dokumentieren
- Diagnose und Behebung von Routing-Fehlern in simulierten Umgebungen
JavaScript-Frontend-Modul — Sprachgrundlagen und Web-APIs JavaScript ist die zentrale Sprache des Webs. In diesem Modul erlernen Teilnehmende die Sprache von Grund auf: von einfachen Variablen und Schleifen bis hin zu Funktionen höherer Ordnung und modernen ES6+-Features wie Arrow Functions, Destructuring und Template Literals. Parallel wird die Interaktion mit Webseiten über das DOM und Browser-Events eingeübt.
- Variablen, Datentypen, Operatoren und Kontrollfluss in JavaScript
- Funktionen, Closures und Scope-Konzepte
- Array-Methoden (map, filter, reduce) und Grundlagen der Objektorientierung
- DOM-Zugriff und dynamische HTML-Manipulation
- Event-Handling: Klicks, Formulare, Tastatureingaben
- Asynchrone Programmierung mit Callbacks, Promises und async/await
JavaScript-Frontend-Modul — Webapplikationen und Frameworks im Überblick Im abschließenden Abschnitt des Frontend-Teils werden praktische Webanwendungen entwickelt. Teilnehmende konsumieren externe Datenquellen über REST-APIs, gestalten responsive Layouts und erhalten einen strukturierten Einblick in komponentenbasierte Frameworks.
- Fetch API und AJAX: externe Daten laden und verarbeiten
- Formularvalidierung mit JavaScript
- Responsive Webgestaltung mit CSS und JavaScript
- Einblick in komponentenbasierte Entwicklung mit React
- Versionskontrolle mit Git im Frontend-Kontext
- Abschlussprojekt: netzwerkfähige Webanwendung mit JavaScript-Frontend
Lernziele:
- Aufbau und Adressierung von IP-Netzwerken nach IPv4 und IPv6 planen und umsetzen
- Switching-Konzepte wie VLANs, STP und EtherChannel in kontrollierten Laborumgebungen konfigurieren
- Routing-Protokolle (OSPF, statisches Routing) auf Cisco-Hardware verstehen und anwenden
- Netzwerkzugriff und WAN-Technologien anhand realer Szenarien einrichten
- Sicherheitskonzepte für Netzwerkgeräte — Zugriffssteuerung, ACLs — umsetzen
- Automatisierung und Programmierbarkeit von Netzwerken konzeptuell verstehen und einordnen
- JavaScript-Grundlagen (Variablen, Datentypen, Kontrollstrukturen, Funktionen) sicher anwenden
- Das Document Object Model (DOM) manipulieren und ereignisgesteuerte Interaktionen umsetzen
- Asynchrone Programmierung mit Fetch API und Promises für Webapplikationen nutzen
- Weboberflächen responsiv gestalten und grundlegende Frontend-Architekturen verstehen
- Werkzeuge des modernen Frontend-Workflows einsetzen (Browser-DevTools, Versionskontrolle)
- Beide Lernbereiche in einem abschließenden Projekt zusammenführen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung ist für Personen konzipiert, die in der IT-Branche Fuß fassen oder sich technisch breiter aufstellen möchten. Besonders angesprochen sind Quereinsteiger mit technischer Affinität, die sowohl die Infrastruktur- als auch die Applikationsseite von IT-Systemen verstehen wollen.
- Personen mit ersten IT-Grundkenntnissen, die eine anerkannte Zertifizierung anstreben
- Berufswechselnde aus technischen Berufen, die in die IT-Branche wechseln möchten
- Netzwerktechniker ohne Programmiererfahrung, die ihr Profil erweitern wollen
- Junior-Entwickler, die Netzwerkwissen als Ergänzung zu ihrer Software-Kompetenz aufbauen möchten
- Arbeitssuchende, die einen breit aufgestellten IT-Einstieg suchen
Grundlegende PC-Kenntnisse sind Voraussetzung. Für den CCNA-Teil sind Basisverständnisse dazu hilfreich, wie Computer in Netzwerken kommunizieren; tiefes Vorwissen ist jedoch nicht erforderlich, da der Kurs bei den Fundamenten beginnt. Für den JavaScript-Teil genügt der sichere Umgang mit dem Browser und einem Texteditor. Binäres Rechnen für das Subnetting wird im Kurs eingeführt. Deutschkenntnisse auf alltäglichem Kommunikationsniveau werden vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Die Veranstaltung findet im Combined-Learning-Format statt: Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer wird mit selbstgesteuerten Lernphasen kombiniert, sodass Teilnehmende flexibel auf Kursressourcen zugreifen können. Für CCNA-Konfigurationen wird mit Cisco Packet Tracer gearbeitet; für JavaScript-Aufgaben direkt im Browser oder in lokalen Entwicklungsumgebungen. Lehrende begleiten den Unterricht mit wechselnden Methoden: Lehrvortrag, geführte Demonstration, strukturierte Übungsaufgaben und Projektarbeit. Sowohl Teilnahme an einem Präsenz-PC-Arbeitsplatz als auch HomeOffice-Teilnahme sind möglich.
Der Kurs läuft im Vollzeitmodus über mehr als einen Monat bis zu drei Monaten, abhängig von der Modulwahl und den individuellen Vorkenntnissen. Da beide Themenbereiche — CCNA und JavaScript-Frontend — eigenständige Lernpfade darstellen, ist die Dauer individuell mit dem Anbieter abzustimmen. Der Unterricht folgt einem strukturierten Wochenplan mit planbaren Lern- und Übungsblöcken.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein Trägerzertifikat sowie Herstellerzertifikate. Der CCNA-Teil bereitet auf die Cisco-Zertifizierungsprüfung 200-301 vor, die bei Cisco selbst abgelegt wird und als einer der bekanntesten Einstiegsnachweise in der Netzwerktechnik gilt. Der JavaScript-Frontend-Developer-Teil schließt mit einem Nachweis über die erworbenen Webentwicklungskompetenzen ab. Die Prüfungsgebühr für die CCNA-Zertifizierung ist in der Regel separat zu organisieren.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus Netzwerkzertifizierung und Webentwicklungskompetenz öffnet Türen in Bereiche, in denen klassische Silogrenzen zunehmend aufbrechen. DevOps-Teams, Cloud-Infrastrukturen und netzwerknahe Webapplikationen benötigen Fachleute, die auf beiden Seiten der Infrastruktur-Applikations-Grenze kommunizieren können. Wer CCNA-Kenntnisse mit JavaScript-Können verbindet, kann Monitoring-Dashboards für Netzwerkgeräte bauen, API-Integrationen für Infrastrukturverwaltung umsetzen oder in Teams arbeiten, die Infrastructure-as-Code vorantreiben. Auf dem Arbeitsmarkt sind Kombinationsprofile — Netzwerkspezialist mit Programmierfähigkeiten — schwerer zu finden als reine Spezialisierungen. Das erhöht die Positionierungsstärke im Bewerbungsprozess. Network Engineers, die einfache Weboberflächen für interne Tools entwickeln können, sind in kleinen und mittelständischen IT-Abteilungen besonders wertvoll, weil sie Schnittstellen zwischen Infrastruktur- und Entwicklungsteams überbrücken. Das CCNA-Zertifikat ist international anerkannt und wird von Arbeitgebern weltweit als Qualitätssignal für Netzwerkkompetenz gewertet. Die JavaScript-Frontend-Kompetenz ergänzt dieses Profil um eine sofort einsetzbare Praxisfertigkeit, die in fast jedem modernen IT-Team direkten Mehrwert schafft. Zusammen bilden beide Qualifikationen ein Profil, das für die wachsende Nachfrage nach Fachkräften mit Querschnittskompetenzen in IT-Infrastruktur und Softwareentwicklung gut positioniert ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich beide Module — CCNA und JavaScript — belegen?
Die Module sind so konzipiert, dass sie zusammen absolviert werden und sich gegenseitig ergänzen. Einzelbuchungen können individuell mit dem Anbieter besprochen werden.
Was ist die Cisco CCNA-Prüfung 200-301?
Die Prüfung 200-301 ist der aktuelle CCNA-Prüfungscode und gilt als einer der bekanntesten Einstiegsnachweise in der Netzwerktechnik. Sie deckt Netzwerkgrundlagen, Switching, Routing, Sicherheit und Automatisierung ab.
Welche Arbeitsumgebung brauche ich für den JavaScript-Teil?
Ein moderner Browser und ein Texteditor reichen für den Einstieg. Im Kursverlauf werden Entwicklungswerkzeuge wie Browser-DevTools und Git eingeführt. Vorinstallierte Software wird vom Anbieter kommuniziert.
Welche Cisco-Geräte brauche ich für den Kurs?
Keine eigene Hardware notwendig. CCNA-Konfigurationen werden in Netzwerksimulationsumgebungen wie Cisco Packet Tracer durchgeführt, die über den Anbieter zugänglich sind.
Ist der Kurs für Quereinsteiger ohne IT-Vorkenntnisse geeignet?
Grundlegende PC-Kenntnisse werden vorausgesetzt, aber tiefes Vorwissen ist nicht nötig. Der Kurs beginnt bei den Fundamenten beider Themenbereiche. Mathematisches Basiswissen für Subnetting wird im Kurs selbst eingeführt.
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