Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei Zertifizierungswelten, die in modernen Rechenzentren eng zusammenspielen: das Cisco-CCNA-Modul vermittelt die grundlegende Konfiguration und den Betrieb physischer Netzwerke, während das VMware-Aufbaumodul auf der Ebene des VMware Certified Advanced Professional (VCAP) in die fortgeschrittene Planung, Konfiguration und den Betrieb virtualisierter Rechenzentrumsinfrastruktur einführt. Wer beide Bausteine durchläuft, versteht sowohl das physische Netzwerk, über das Daten transportiert werden, als auch die virtualisierte Serverebene, auf der heutige Unternehmensanwendungen überwiegend betrieben werden.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs gliedert sich in zwei fachlich unterschiedliche, aber technisch eng verzahnte Module sowie einen gemeinsamen Praxisteil, in dem physisches Netzwerk und virtuelle Infrastruktur zusammengeführt werden. Modul 1 — Cisco Certified Network Associate (CCNA): Dieses Modul orientiert sich an den Prüfungszielen des aktuellen CCNA-Examens 200-301 und vermittelt die Grundlagen, auf denen jede Rechenzentrumsverbindung aufbaut.
- Netzwerkgrundlagen, OSI-Modell und IP-Adressierung inklusive Subnetting
- Grundkonfiguration von Cisco-Routern und -Switches über Cisco IOS
- VLAN-Konzepte, Inter-VLAN-Routing und Trunking mit dem 802.1Q-Standard
- Statisches Routing sowie dynamisches Routing mit OSPF
- Zugriffssteuerung über Access Control Lists und grundlegende Sicherheitsmechanismen
- Netzwerkautomatisierung und Grundlagen programmierbarer Netzwerke
Modul 2 — VMware Certified Advanced Professional (VCAP), Rechenzentrumsvirtualisierung: Aufbauend auf soliden Virtualisierungsgrundlagen vertieft dieses Modul die Planung und den Betrieb komplexer vSphere-Umgebungen auf fortgeschrittenem, professionellem Niveau.
- Fortgeschrittenes Design und Deployment von vSphere-Clustern
- Konfiguration verteilter virtueller Switches und Advanced-Networking-Funktionen
- Storage-Konzepte für virtualisierte Umgebungen, unter anderem Datastores und Storage-Policies
- Ressourcenmanagement, Lastverteilung (DRS) und Hochverfügbarkeitskonfiguration (HA)
- Sicherheits- und Zugriffskonzepte innerhalb der Virtualisierungsplattform
- Fehlerdiagnose, Performance-Analyse und Optimierung komplexer vSphere-Umgebungen
Praxis-Block — Netzwerk und Virtualisierung im Zusammenspiel: Beide Module werden durch einen umfangreichen Praxisanteil ergänzt, der die physische und die virtuelle Ebene bewusst miteinander verzahnt
- Konfiguration eines kleinen physischen Netzwerksegments mit Cisco-Switches und -Routern
- Anbindung eines Virtualisierungshosts an ein VLAN-segmentiertes Netzwerk
- Einrichtung eines verteilten virtuellen Switches und Zuordnung virtueller Maschinen
- Konfiguration von OSPF-Routing zwischen mehreren Netzwerksegmenten
- Erstellung und Test von Access Control Lists zur Absicherung des Rechenzentrumsnetzwerks
- Planung und Umsetzung einer Hochverfügbarkeitskonfiguration für virtuelle Maschinen
- Einrichtung und Überwachung von Ressourcenpools und Lastverteilung
- Fehlersuche bei simulierten Ausfällen auf Netzwerk- und Virtualisierungsebene
- Analyse von Datenverkehr zwischen physischen und virtuellen Netzwerkkomponenten
- Dokumentation einer kombinierten Netzwerk- und Virtualisierungstopologie
- Performance-Analyse einer virtualisierten Umgebung unter simulierter Last
- Abschließendes Szenario, das Routing, VLANs und vSphere-Konfiguration zu einer durchgängigen Infrastruktur verbindet
Die Verzahnung beider Module ist kein Zufall: In realen Rechenzentren endet die Netzwerkkonfiguration nicht am Switch-Port, sondern setzt sich in der virtuellen Switching-Ebene der Virtualisierungsplattform fort. Der Kurs macht diesen Übergang bewusst sichtbar, statt Netzwerk und Virtualisierung als getrennte Themenwelten zu behandeln.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage, Netzwerke zu konfigurieren und gleichzeitig komplexe virtualisierte Infrastrukturen zu planen und zu betreiben. Die folgenden konkreten Fähigkeiten werden aufgebaut
- Konfiguration von Cisco-Routern und -Switches über die Kommandozeile (Cisco IOS)
- Planung und Umsetzung von IP-Adressplänen sowie Subnetting in IPv4 und IPv6
- Einrichtung von statischem und dynamischem Routing (OSPF) in mehrstufigen Netzwerktopologien
- Segmentierung von Netzwerken mittels VLANs und Konfiguration von Trunk-Verbindungen
- Absicherung von Netzwerkzugängen durch Access Control Lists und Port-Security
- Planung und Design komplexer vSphere-Umgebungen auf fortgeschrittenem Niveau
- Konfiguration von Advanced-Networking-Funktionen innerhalb der Virtualisierungsplattform, etwa verteilte virtuelle Switches
- Verwaltung von Storage-Ressourcen und Datastores in virtualisierten Rechenzentren
- Optimierung von Ressourcenzuteilung, Lastverteilung und Hochverfügbarkeit virtueller Maschinen
- Fehlerdiagnose in gemischten Umgebungen aus physischem Netzwerk und virtueller Infrastruktur
- Vorbereitung auf die Prüfungsinhalte der Cisco-CCNA-Zertifizierung (Prüfungscode 200-301)
- Vorbereitung auf die Prüfungsinhalte der VMware-VCAP-Aufbauzertifizierung im Bereich Rechenzentrumsvirtualisierung
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die sowohl die physische Netzwerkebene als auch die virtualisierte Serverinfrastruktur moderner Rechenzentren beherrschen möchten.
- Systemadministratoren, die ihre Kenntnisse von der Server- in Richtung Netzwerk- und Virtualisierungsebene erweitern wollen
- Netzwerktechniker, die zusätzlich Kompetenzen in der Virtualisierung aufbauen möchten
- IT-Fachkräfte, die in Rechenzentren oder bei Cloud-nahen Infrastrukturbetreibern tätig werden möchten
- Berufserfahrene mit Interesse an einer Spezialisierung auf Infrastruktur- und Virtualisierungsthemen
- Personen mit erster IT-Erfahrung, die einen strukturierten, doppelt zertifizierten Karriereweg suchen
Ein technisches Grundverständnis sowie grundlegende Computerkenntnisse werden vorausgesetzt. Da das VCAP-Modul auf fortgeschrittenem Niveau ansetzt, sind erste Erfahrungen mit Servern, Betriebssystemen oder grundlegenden Virtualisierungskonzepten hilfreich; sie werden im Kurs vertieft, aber nicht vollständig von Grund auf neu vermittelt. Kenntnisse in Zahlensystemen erleichtern zudem das Subnetting im CCNA-Modul, und für die Unterrichtsteilnahme sind gute Deutschkenntnisse erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung wird als virtuelles Klassenzimmer organisiert, in dem Mikrofon, Kamera und Chat den direkten Austausch mit Dozierenden und Gruppe ermöglichen. Auf theoretische Einheiten folgen praktische Übungen sowohl an Cisco-Router- und -Switch-Konfigurationen als auch in virtuellen vSphere-Laborumgebungen. Fallstudien aus dem Rechenzentrumsbetrieb verdeutlichen, wie Netzwerk- und Virtualisierungsentscheidungen zusammenhängen. Der Kurs kann in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit besucht werden.
Weil das VCAP-Modul auf fortgeschrittenem Niveau ansetzt, ist die Gesamtdauer tendenziell länger als bei reinen Einsteigerkombinationen und richtet sich stark nach dem gewählten Format. Vollzeit ermöglicht ein zügiges Durcharbeiten beider Module, Teilzeit verteilt vor allem die anspruchsvolleren VCAP-Inhalte auf einen längeren Zeitraum. Abgedeckt werden die vollständigen CCNA-Prüfungsziele sowie die fortgeschrittenen VCAP-Inhalte im Bereich Rechenzentrumsvirtualisierung.
Der Kurs bereitet auf zwei externe Herstellerprüfungen vor: die Cisco-CCNA-Zertifizierung (Prüfungscode 200-301) und die VMware-VCAP-Aufbauzertifizierung im Bereich Rechenzentrumsvirtualisierung. Beide Prüfungen werden bei den jeweiligen Zertifizierungsstellen getrennt abgelegt und führen bei erfolgreichem Bestehen zu eigenständigen, international anerkannten Zertifikaten. Da VCAP als Aufbauzertifizierung gilt, wird empfohlen, vorhandene Virtualisierungsgrundkenntnisse vor der Prüfung noch einmal zu festigen. Ergänzend stellt der Kursanbieter ein Lehrgangszertifikat aus.
Nutzen & Perspektiven
Moderne Rechenzentren bestehen selten aus reiner Hardware oder reiner Virtualisierung — sie sind ein Zusammenspiel aus beidem, und genau dieses Zusammenspiel bildet der Kurs ab. Die Kombination aus Cisco CCNA und einer VMware-Aufbauzertifizierung ist deshalb besonders für Infrastrukturrollen wertvoll, die nicht isoliert am Switch oder isoliert im Hypervisor arbeiten, sondern beide Ebenen im Blick behalten müssen. Für den beruflichen Werdegang öffnet diese Kombination Türen zu anspruchsvollen Positionen in der Rechenzentrumsadministration, etwa als Virtualisierungsspezialist mit Netzwerkverständnis oder als Netzwerktechniker mit vertieftem Infrastrukturwissen. Da VCAP als Aufbauzertifizierung gilt, signalisiert der erfolgreiche Abschluss zugleich ein Kompetenzniveau, das über reine Einsteigerqualifikationen hinausgeht. Weil beide Zertifizierungen unterschiedliche Ebenen desselben Systems abdecken, lässt sich der Lernaufwand direkt an konkreten Aufgaben im Rechenzentrumsalltag festmachen — von der Fehlersuche im physischen Netzwerk bis zur Optimierung einer vSphere-Umgebung unter Last, statt zwei völlig getrennte Kompetenzfelder parallel aufbauen zu müssen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hängen CCNA und VMware VCAP inhaltlich zusammen?
CCNA vermittelt die physische Netzwerkkonfiguration, VCAP die fortgeschrittene virtuelle Infrastrukturebene darauf. Der Kurs zeigt bewusst, wie beide Ebenen im Rechenzentrumsbetrieb zusammenspielen.
Ist das VMware-Modul für Einsteiger geeignet?
Das Modul orientiert sich am Advanced-Professional-Niveau (VCAP) und setzt daher erste Erfahrungen mit Servern oder Virtualisierung voraus. Diese werden im Kurs vertieft, nicht komplett neu aufgebaut.
Werden beide Prüfungen im Kurs abgelegt?
Der Kurs bereitet inhaltlich auf beide externen Prüfungen vor. Die CCNA- und die VCAP-Prüfung werden bei den jeweiligen Zertifizierungsstellen getrennt voneinander abgelegt.
Arbeite ich sowohl mit physischer Hardware als auch mit virtuellen Umgebungen?
Ja, der Praxisanteil kombiniert Konfigurationsübungen an Cisco-Netzwerkkomponenten mit Übungen in virtuellen vSphere-Laborumgebungen.
Für welche Positionen qualifiziert diese Kombination?
Sie eignet sich für Rollen an der Schnittstelle von Netzwerk und Virtualisierung, etwa Rechenzentrumsadministration, Virtualisierungsspezialisten mit Netzwerkverständnis oder Infrastructure-Engineer-Positionen.
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