Überblick
Copilot Microsoft Developer — Microsoft 365 Copilot Extensibility ist ein praxisorientierter Entwicklerkurs, der vermittelt, wie Microsoft 365 Copilot programmatisch erweitert, konfiguriert und in Unternehmensworkflows integriert wird. Statt den Assistenten nur passiv zu nutzen, lernen Teilnehmer, Copilot aktiv zu gestalten: durch eigene Plugins, API-Integrationen, benutzerdefinierte Connectors und angepasste Copilot-Agents. Der Kurs behandelt auch ethische Überlegungen, Datenschutz und Best Practices für den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Assistenten im Unternehmenskontext. Fünf Anbieter decken dieses Thema auf dem deutschen Markt mit insgesamt 96 Angeboten ab, was die wachsende Nachfrage nach Microsoft-Copilot-Expertise in deutschen Unternehmen widerspiegelt.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament für Microsoft 365 Copilot Extensibility. Teilnehmer lernen, wie Copilot intern aufgebaut ist, welche Extensibility-Kanäle existieren und wie die Architektur von Copilot-Plugins funktioniert. Dieses Grundlagenmodul ist entscheidend dafür, im weiteren Kursverlauf informierte Architekturentscheidungen treffen zu können.
- Microsoft 365 Copilot: Architektur und Kernkomponenten
- Übersicht Extensibility-Kanäle: Plugins, Connectors, Copilot Studio, Power Platform
- Technische Grundlagen: Large Language Models im Microsoft-Ökosystem
- Microsoft Graph als Datendrehscheibe für Copilot
- Entwicklerumgebung einrichten: Visual Studio Code, Teams Toolkit, Node.js
- Authentifizierung und Autorisierung mit Microsoft Entra ID (Azure AD)
Das zweite Modul behandelt die Plugin-Entwicklung als primären Extensibility-Kanal. Teilnehmer lernen, OpenAPI-basierte Plugins zu erstellen, die Copilot mit externen Systemen und Datenquellen verbinden. Der Fokus liegt auf praktischer Umsetzung mit realen API-Szenarien.
- OpenAPI-basierte Plugin-Architektur
- Erstellen und Registrieren von API-Plugins in Microsoft 365 Copilot
- Manifest-Struktur und Plugin-Konfiguration
- Authentifizierungsflows für externe APIs
- Testing und Debugging von Copilot-Plugins
- Deployment und Verwaltung von Plugins im Microsoft 365 Admin Center
Das dritte Modul widmet sich der Teams-Integration und adaptiven Darstellung von Copilot-Antworten. Teams ist die primäre Oberfläche, über die viele Nutzer mit Copilot interagieren. Entwickler lernen, wie Copilot-Antworten visuell angereichert und interaktiv gestaltet werden können.
- Teams-Applikationen als Copilot-Erweiterungen
- Adaptive Cards: Design und Implementierung
- Message Extensions und deren Integration in Copilot
- Bots und Proactive Messaging im Copilot-Kontext
- Copilot Studio: Low-Code-Erstellung von benutzerdefinierten Agents
- Testing von Teams-Erweiterungen in Copilot-Szenarien
Das vierte Modul befasst sich mit Datenschutz, Sicherheit, ethischer KI-Nutzung und Best Practices für den produktiven Einsatz. Gerade im Unternehmenskontext sind diese Aspekte nicht optional, sondern Grundvoraussetzung für jeden produktiven Copilot-Einsatz.
- DSGVO-konforme Gestaltung von Copilot-Extensibility-Projekten
- Datenminimieurng und Zugriffsrechte bei API-Integrationen
- Responsible AI: Microsoft AI Principles und ihre Umsetzung
- Bias-Erkennung und Mitigation in Copilot-Workflows
- Auditierbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Copilot-Aktionen
- Performance-Optimierung und Ratenlimitierung bei API-Calls
Ergänzend zu den Modulen umfasst das Kursprogramm einen umfangreichen Übungsblock mit folgenden Einheiten.
- Einrichtung einer vollständigen Entwicklungsumgebung für Copilot Extensibility
- Erstellen eines OpenAPI-Manifests für eine externe Unternehmens-API
- Entwicklung und Registrierung eines funktionalen Copilot-Plugins mit Authentifizierung
- Aufbau einer Adaptive Card zur Darstellung von Plugin-Antworten in Teams
- Integration von Microsoft Graph in ein Copilot-Plugin (E-Mail, Kalender, SharePoint)
- Erstellung eines benutzerdefinierten Copilot Agents in Copilot Studio
- Konfiguration einer Power Automate-Erweiterung für Copilot
- Testing eines Plugins in einer Entwicklungs-M365-Umgebung
- Debugging häufiger Fehlerszenarien (Authentifizierungsfehler, API-Timeouts, Manifest-Fehler)
- Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung für ein Copilot-Extensibility-Szenario
- Präsentation eines selbst entwickelten Copilot-Plugins vor der Gruppe
- Bearbeitung von prüfungsnahen Szenarien aus dem Microsoft-Zertifizierungskatalog
Die Praxiseinheiten bauen aufeinander auf: Teilnehmer entwickeln im Verlauf des Kurses ein vollständiges Copilot-Plugin, das alle relevanten Aspekte — API-Integration, Authentifizierung, Teams-Oberfläche und Datenschutz — abdeckt. Dieses Praxisprojekt dient nach dem Kurs als Portfolio-Beispiel. Die enge Verbindung von Theorie und praktischer Implementierung stellt sicher, dass Teilnehmer nach dem Kurs direkt in eigenen Projekten produktiv sein können.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses können Teilnehmer Microsoft 365 Copilot in Visual Studio Code effektiv einsetzen und die Entwicklungsumgebung für Copilot-Extensibility-Projekte konfigurieren. Sie verstehen die Architektur von Copilot-Erweiterungen und können eigenständig Plugins entwickeln, die Copilot mit externen Datenquellen und Diensten verbinden. Teilnehmer sind in der Lage, REST-APIs in Copilot-Workflows zu integrieren und eigene API-Connectors zu erstellen und zu registrieren. Sie kennen die Unterschiede zwischen verschiedenen Extensibility-Kanälen (Plugins, Connectors, Copilot Studio, Power Platform) und können je nach Anforderung den geeigneten Kanal auswählen. Teilnehmer können adaptive Cards und Teams-Integrationen entwickeln, die Copilot-Antworten visuell aufbereiten und interaktiv gestalten. Sie verstehen die Konzepte hinter Copilot Agents und können benutzerdefinierte Agents für spezifische Unternehmensszenarien konfigurieren. Teilnehmer kennen die wichtigsten Datenschutzanforderungen und Sicherheitsaspekte beim Einsatz von Copilot und können Extensibility-Projekte DSGVO-konform gestalten. Sie sind in der Lage, Responsible-AI-Prinzipien in der Copilot-Entwicklung umzusetzen und Bias-Risiken zu erkennen und zu mitigieren. Teilnehmer können Copilot-Erweiterungen testen, debuggen und produktiv deployen. Sie kennen die Möglichkeiten der Power Platform als Low-Code-Extensibility-Kanal und können einfache Copilot-Erweiterungen ohne tiefe Programmierkenntnisse erstellen. Teilnehmer sind vorbereitet auf weiterführende Microsoft-Zertifizierungen im Bereich KI-Entwicklung und Microsoft 365.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Softwareentwickler mit Erfahrung im Microsoft-Ökosystem, die Microsoft 365 Copilot nicht nur nutzen, sondern aktiv erweitern und anpassen wollen. Auch Power-Platform-Entwickler, die Copilot in ihre Low-Code-Lösungen integrieren möchten, profitieren von den Kursinhalten.
- Microsoft 365 Entwickler mit Interesse an KI-Erweiterungen
- Teams-App-Entwickler, die Copilot in ihre Lösungen einbetten
- Power-Platform-Entwickler mit Copilot-Fokus
- Enterprise-Software-Engineers in Microsoft-First-Unternehmen
- IT-Architekten, die Copilot-Extensibility-Strategien entwickeln
- Consultants, die Microsoft-Kunden bei Copilot-Projekten begleiten
Grundkenntnisse in JavaScript oder TypeScript werden empfohlen. Erfahrungen mit Microsoft 365, der Power Platform oder Azure sind hilfreich. Kenntnisse in REST-APIs und ein grundlegendes Verständnis von KI-Assistenten erleichtern den Einstieg. Der Kurs eignet sich nicht für absolute Programmiereinsteiger — eine gewisse Entwicklererfahrung ist Voraussetzung, um den praxisorientierten Inhalten folgen zu können. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, in dem der individuelle Kenntnisstand erfasst und ein Lernplan erstellt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined Learning Format angeboten, das Präsenzseminare und Online-Lernmodule kombiniert. Rein online-basierte Formate sind ebenfalls verfügbar. Die Didaktik ist stark praxisorientiert: Hands-on-Coding-Sessions, Live-Demos und ein durchgängiges Praxisprojekt bilden den Kern des Kursprogramms. Kurze Theorieinputs bereiten auf die praktischen Übungen vor, die in einer bereitgestellten Microsoft 365-Entwicklerumgebung durchgeführt werden. Peer-Reviews und Gruppen-Debugging-Sessions fördern den kollegialen Wissensaustausch.
Die Kursdauer liegt typischerweise bei zwei bis vier Wochen. Vollzeitformate ermöglichen einen kompakten, intensiven Einstieg. Teilzeitoptionen verlängern die Lernphase entsprechend. Bei erweiterten Formaten mit tieferem Praxisanteil sind auch Programme von bis zu drei Monaten möglich. Die Gesamtdauer richtet sich nach dem gewählten Anbieterformat und wird im Beratungsgespräch abgestimmt.
Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten Teilnehmer ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Anbieters. Der Kurs bereitet zudem auf weiterführende Microsoft-Zertifizierungen im Bereich Microsoft 365 und KI-Entwicklung vor. Das Herstellerzertifikat belegt nachgewiesene Entwicklerkompetenz im Bereich Microsoft 365 Copilot Extensibility und ist als Karrierenachweis in Microsoft-orientierten Unternehmen anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
Microsoft 365 Copilot ist eines der am schnellsten wachsenden Unternehmensprodukte im KI-Bereich. Organisationen, die Copilot einsetzen, stehen vor der Herausforderung, den Assistenten nicht nur generisch zu nutzen, sondern ihn an ihre spezifischen Prozesse, Datenquellen und Workflows anzupassen. Genau hier setzt dieser Kurs an: Teilnehmer erwerben die Fähigkeit, Copilot von einem allgemeinen KI-Assistenten in ein unternehmensinternes, maßgeschneidertes Werkzeug zu verwandeln. Der Markt für Copilot-Extensibility-Expertise ist derzeit noch dünn besetzt. Entwickler, die Copilot-Plugins und benutzerdefinierte Agents erstellen können, sind in allen Microsoft-Kundensegmenten gefragt — vom mittelständischen Unternehmen bis zum Großkonzern. Dieser Kurs öffnet eine Spezialisierungsnische mit hoher Nachfrage und vergleichsweise geringem Angebot an qualifizierten Fachkräften. Bei AZAV-zertifizierten Anbietern kann der Kurs über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Förderungen der Deutschen Rentenversicherung oder andere Förderprogramme in Betracht. Förderanträge sollten frühzeitig mit dem zuständigen Berater abgestimmt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Programmierkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Grundkenntnisse in JavaScript oder TypeScript werden empfohlen. Wer bereits Erfahrung mit Microsoft 365-Entwicklung oder der Power Platform mitbringt, wird besonders schnell Fortschritte machen. Grundlagen in REST-APIs und Webentwicklung sind hilfreich, aber der Kurs schließt auch konzeptionelle Einführungen ein.
Was versteht man unter Copilot Extensibility?
Copilot Extensibility bezeichnet die Fähigkeit, Microsoft 365 Copilot durch eigene Plugins, Connectors und API-Integrationen zu erweitern. Entwickler können so Copilot mit unternehmensspezifischen Datenquellen, Workflows und Anwendungen verbinden, sodass der Assistent auf firmeninternes Wissen zugreifen und spezifische Aktionen ausführen kann.
Welche Entwicklungstools werden im Kurs verwendet?
Der Kurs fokussiert auf Visual Studio Code als primäre Entwicklungsumgebung, ergänzt durch das Microsoft Teams Toolkit und relevante Azure-Dienste. Auch die Power Platform als no-code/low-code Erweiterungskanal für Copilot wird behandelt.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Nach Kursabschluss erhalten Sie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Anbieters. Der Kurs bereitet zudem auf weiterführende Microsoft-Zertifizierungen im Bereich Microsoft 365 und KI-Entwicklung vor.
Ist der Kurs förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern kann der Kurs über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Zusätzlich kommen je nach Situation das Qualifizierungschancengesetz oder andere Förderprogramme in Betracht.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin der Softwareentwicklung195.785 Stellen
- Softwareentwickler14.177 Stellen
- Anwendungsentwickler1.290 Stellen
- Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie205 Stellen
- Informationsmanagement (weiterführend)57 Stellen
- Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin30 Stellen