Überblick
Core Java Fundamentals ist der systematische Einstieg in die Java-Programmiersprache. Der Kurs führt Schritt für Schritt durch alle grundlegenden Konzepte der objektorientierten Entwicklung mit Java und legt damit das Fundament für jede weiterführende Java-Spezialisierung. Ob künftige Backend-Entwicklung, Unternehmensanwendungen oder Android-Entwicklung — wer diese Grundlagen solide beherrscht, kann sich danach ohne Lücken in fortgeschrittene Themengebiete einarbeiten. Der Kurs deckt Java SE 7 ab, einschließlich verbesserter Nebenläufigkeits-Utilities und der modernen Datei-E/A-API, und schließt mit interaktiven Übungen zu fortgeschrittenen Programmiertechniken ab.
Kursinhalte & Lernziele
Einführung in Java und die Entwicklungsumgebung Java ist eine plattformunabhängige, objektorientierte Sprache, die seit ihrer Einführung in den 1990er-Jahren zur meistverbreiteten Unternehmenssprache weltweit aufgestiegen ist. Dieses erste Modul legt den Grundstein: Von der Installation des JDK über die Einrichtung einer Entwicklungsumgebung bis zur Kompilierung und Ausführung des ersten Programms.
- Aufbau der Java-Laufzeitumgebung (JVM, JDK, JRE)
- Schreiben, Kompilieren und Ausführen eines Java-Programms
- Grundlegende Programmierstrukturen: Variablen, Datentypen, Operatoren
- Kontrollfluss mit if-else, switch, for, while, do-while
- Methoden definieren, aufrufen und Rückgabewerte verarbeiten
- Arbeiten mit Arrays und mehrdimensionalen Datenstrukturen
Objektorientierte Programmierung mit Java Das Herzstück von Java ist das objektorientierte Paradigma. Dieses Modul behandelt alle zentralen OOP-Konzepte: von der Definition einfacher Klassen über Kapselung und Sichtbarkeitsmodifikatoren bis hin zur Vererbungshierarchie und polymorphem Verhalten. Interfaces ermöglichen es, Verhalten klar zu trennen und flexibel zu implementieren.
- Klassen und Objekte: Felder, Konstruktoren, Methoden
- Kapselung und Zugriffsmodifikatoren (public, private, protected)
- Vererbung mit extends, Methoden-Überschreibung und super
- Abstrakte Klassen und Interfaces definieren und implementieren
- Polymorphismus und dynamische Methodenbindung
- Das Schlüsselwort this, Konstruktorketten und Initialisierungsblöcke
Ausnahmebehandlung, Assertions und Logging Robuste Software erfordert einen strukturierten Umgang mit Fehlerzuständen. Dieses Modul widmet sich der Java-Ausnahmebehandlung: Wann wird eine Exception geworfen, wie fängt man sie sicher ab, und wie definiert man eigene Fehlerklassen? Ergänzend behandelt das Modul Assertions als Werkzeug zur Laufzeitüberprüfung von Invarianten sowie das Java-Logging-Framework für nachvollziehbare Diagnosemeldungen.
- Checked und Unchecked Exceptions verstehen
- try-catch-finally und Multi-Catch (Java SE 7)
- Eigene Exception-Klassen erstellen und werfen
- Assertions mit assert aktivieren und gezielt einsetzen
- Java Logging API: Logger, Handler, Level und Formatter
Collections Framework und generische Programmierung Das Collections Framework stellt fertige Datenstrukturen bereit, die in nahezu jedem Java-Programm zum Einsatz kommen. Dieses Modul zeigt, welche Collection-Typen es gibt, wann welche eingesetzt wird und wie generische Typen Typsicherheit ohne Overhead ermöglichen.
- ArrayList, LinkedList, HashSet, TreeSet und ihre Anwendungsfälle
- Map-Implementierungen: HashMap, LinkedHashMap, TreeMap
- Iterator und for-each-Schleife über Collections
- Generische Klassen und Methoden schreiben
- Bounded Type Parameters und Wildcards
- Sortieren und Suchen mit Comparator und Comparable
Praxisorientierte Vertiefung Im letzten Abschnitt werden alle Konzepte in integrierten Übungsaufgaben zusammengeführt. Die Teilnehmenden entwickeln kleine Java-Programme, die reale Problemstellungen modellieren und lösen.
- Dateioperationen mit der NIO.2-API (Files, Paths, Streams)
- Verbesserte Concurrency-Utilities aus Java SE 7
- String-Verarbeitung mit StringBuilder und regulären Ausdrücken
- Enumerations (enum) und ihre Einsatzmöglichkeiten
- Grundlegende Ein- und Ausgabe über Scanner und System.out
- Arbeiten mit statischen Methoden und Utility-Klassen
- Debugging-Strategien in der Entwicklungsumgebung
- Schreiben wartbarer Code: Namenskonventionen und einfache Refactoring-Techniken
- Erste Unit-Tests mit JUnit als Qualitätssicherungsmaßnahme
- Typische Anfänger-Fehler erkennen und systematisch beheben
- Entwickeln einer kleinen Anwendung als Abschlussprojekt
- Code-Review und gegenseitige Begutachtung in der Gruppe
Nach Abschluss der Praxisphase haben die Teilnehmenden eine vollständige, eigenständige Java-Anwendung implementiert und dabei alle wesentlichen Grundlagentechnologien eingesetzt. Sie können den Schritt in die Entwicklung von Unternehmensanwendungen, Web-Backends oder Android-Apps selbstbewusst angehen. Das Beratungsgespräch vor Kursstart dient der Einschätzung der individuellen Vorkenntnisse und der Anpassung des Lernplans. Dieser individuelle Einstieg stellt sicher, dass Teilnehmende ohne Programmiervorerfahrung ebenso erfolgreich sind wie Quereinsteiger mit Kenntnissen in anderen Sprachen.
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Kurses können die Teilnehmenden folgende Fähigkeiten einsetzen.
- die Grundstruktur eines Java-Programms erklären und eigenständig einfache Programme schreiben
- primitive Datentypen, Operatoren und Kontrollstrukturen sicher einsetzen
- Klassen und Objekte nach objektorientierten Prinzipien entwerfen und instanzieren
- Vererbung, abstrakte Klassen und Interfaces sachgerecht anwenden
- Ausnahmen mit try-catch-finally abfangen und eigene Exception-Klassen definieren
- Assertions und Logging für die Fehlersuche und Qualitätssicherung nutzen
- die wichtigsten Klassen des Java Collections Framework (List, Set, Map) verwenden
- generische Klassen und Methoden erstellen und korrekt parametrisieren
- die neue Datei-E/A-API (NIO.2) von Java SE 7 für Dateioperationen einsetzen
- verbesserte Concurrency-Utilities aus Java SE 7 verstehen und anwenden
- einfache Programme mit der Java-Standardbibliothek effizient entwickeln
- typische Programmierfehler erkennen, debuggen und beheben
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an alle, die professionell mit Java-Entwicklung starten oder ihre bisherigen Ad-hoc-Kenntnisse systematisch fundieren möchten.
- Personen ohne Vorkenntnisse in der Java-Programmierung, die eine solide Basis aufbauen wollen
- Softwareentwickler anderer Sprachen (z. B. C, Python, JavaScript), die auf Java wechseln
- Studienanfänger und Absolventen technischer Ausbildungen im IT-Bereich
- IT-Professionals, die Java-Entwicklung als neue Kompetenz erwerben möchten
- Berufswechsler, die eine Qualifizierung zum Java-Entwickler anstreben
Grundlegende Computer-Kenntnisse und das Verständnis logischer Denkstrukturen sind hilfreich, aber kein Programmierwissen wird vorausgesetzt. Erfahrungen mit anderen Programmiersprachen erleichtern den Einstieg, sind aber keine Bedingung. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem ein angepasster Lernplan erarbeitet wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt und verbindet Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer mit eigenverantwortlichen Übungsphasen. Die Vollzeitform ermöglicht ein intensives, zügiges Lerntempo über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen. Theorie-Einheiten werden konsequent durch praktische Programmieraufgaben ergänzt, damit die gelernten Konzepte sofort angewendet werden. Praxiserfahrene Dozenten stehen für Fragen und Code-Reviews zur Verfügung.
Der Kurs ist auf Vollzeitteilnahme ausgelegt und dauert je nach gewählter Variante mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Der genaue Stundenumfang wird im Beratungsgespräch festgelegt und richtet sich nach den individuellen Vorkenntnissen sowie den angestrebten beruflichen Zielen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Lehrgangszertifikat von New Horizons sowie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat. Der Kurs bereitet auf weiterführende Java-Zertifizierungen vor, ohne selbst eine externe Prüfung abzunehmen. Das Zertifikat bescheinigt die vermittelten Kompetenzen in der Java-Grundlagenprogrammierung.
Nutzen & Perspektiven
Java gehört seit Jahren zu den gefragtesten Programmiersprachen auf dem deutschen und internationalen Arbeitsmarkt. Wer Java-Grundlagen solide beherrscht, hat Zugang zu einem breiten Spektrum an beruflichen Positionen: von der Unternehmensanwendungsentwicklung über Backend-Dienste in skalierbaren Microservice-Architekturen bis hin zu Android-Apps. Die systematische Struktur dieses Kurses stellt sicher, dass keine konzeptuellen Lücken bleiben, die sich in fortgeschrittenen Themen rächen würden. Für Berufswechsler bietet der Kurs einen nachweisbaren Qualifikationsnachweis, der in Bewerbungsgesprächen konkret benannt werden kann. Das Qualifizierungschancengesetz eröffnet förderfähigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zudem finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten — das Beratungsgespräch klärt, ob und in welcher Form eine Förderung in Frage kommt. Schließlich legt dieser Kurs den direkten Weg frei zu weiterführenden Java-Spezialisierungen: wer Core Java beherrscht, kann nahtlos in Jakarta-EE-Webentwicklung, Spring Framework, Microservices oder Testing-Technologien einsteigen. Das Investment in diese Grundlagen zahlt sich in jeder dieser Richtungen aus.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorkenntnisse in der Programmierung?
Nein, der Kurs setzt keine Programmierkenntnisse voraus. Logisches Denkvermögen und grundlegende Computerkompetenz reichen aus. In einem Beratungsgespräch vor Kursstart wird ein individueller Lernplan erstellt, der auf Ihr Vorwissen zugeschnitten ist.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Sie erhalten ein Lehrgangszertifikat von New Horizons sowie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat. Diese Zertifikate belegen die erlernten Java-Grundlagenkompetenzen und sind in Bewerbungsverfahren einsetzbar.
Kann ich danach in die Unternehmensanwendungsentwicklung einsteigen?
Core Java legt das Fundament für alle weiteren Java-Bereiche. Nach diesem Kurs können Sie direkt mit weiterführenden Kursen wie Jakarta EE Webentwicklung, Spring Boot oder Java-basierten Microservices starten. Viele Arbeitgeber suchen gezielt Kandidaten mit soliden Java-SE-Grundlagen.
Wird der Kurs gefördert?
Im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes können förderfähige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanzielle Unterstützung beantragen. Das individuelle Beratungsgespräch vor Kursstart klärt, welche Förderoptionen in Ihrer konkreten Situation infrage kommen.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten: Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer wird mit selbstgesteuerten Übungsphasen kombiniert. Die Vollzeitteilnahme ermöglicht ein intensives Lerntempo. Eine Teilzeitvariante kann im Beratungsgespräch besprochen werden.
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