Überblick
Dieser Kurs verbindet eine vollständige DevOps-Zertifizierungsreihe — von Foundation über Professional bis hin zu Master — mit einem eigenständigen Business-Skills-Modul, das sich auf interpersonelle Einflussnahme, Kommunikation und strategisches Netzwerken konzentriert. Wer DevOps nicht nur technisch beherrschen, sondern auch organisationsweit verankern will, braucht beides: solide methodische Grundlagen und die Fähigkeit, Menschen zu überzeugen, Widerstände abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Dieser Kurs verbindet beides in einem Lehrgang. Unterrichtssprache, Unterlagen und Prüfungen sind in englischer Sprache.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Business Skills: Den eigenen Wirkungskreis erweitern Das erste Modul behandelt Einflussnahme als eine erlernbare, ethisch fundierte Kompetenz. Ausgangspunkt ist die Frage, wie konstruktiver Dialog im Arbeitsumfeld systematisch ermöglicht wird — und wie sich Einfluss als mentale Gleichung verstehen lässt, die Ergebnisse, nicht Hierarchie in den Mittelpunkt stellt.
- Einfluss als Konzept: Abgrenzung von Manipulation, Grundlagen des konstruktiven Dialogs
- Fokussierung auf Ergebnisse statt auf Positionen oder Hierarchien
- Machtquellen erschließen: Expertise, Netzwerk, Information, Beziehungskapital
- Überredungskunst: Appelle an Integrität, Emotionen und rationale Argumente
- Fünf Arten von Vertrauen erkennen und gezielt aufbauen
- Fünf Prinzipien der Beeinflussung anwenden
Modul 2 — Netzwerk und Reputation Ein zielgerichtetes berufliches Netzwerk entsteht nicht von selbst — es wird aktiv gestaltet. Dieses Modul zeigt, wie man Beziehungen mit klarem Nutzen für beide Seiten aufbaut und die eigene Glaubwürdigkeit als dauerhaften Vermögenswert versteht.
- Aufbau eines zielgerichteten Einfluss-Netzwerks mit konkreten Verbindungsstrategien
- Strategisches Reputationsmanagement als kontinuierliche Führungsaufgabe
- Glaubwürdigkeit schützen: Umgang mit Fehlern und schwierigen Situationen
- Denkstile und Kommunikationspräferenzen anderer erkennen und berücksichtigen
- Strategien im Umgang mit Widerstand: Beharrlichkeit, Qualitätsdialog, Neuausrichtung
Modul 3 — DevOps Foundation Die Grundlagenstufe legt das konzeptionelle Fundament: Was ist DevOps, warum hat es sich aus klassischen IT-Modellen heraus entwickelt, und welche Missverständnisse begegnen Unternehmen bei der Einführung?
- Entstehung und Geschichte von DevOps
- Definitionen und Abgrenzungen zu verwandten Konzepten
- Gründe für die Nutzung von DevOps in modernen Softwareorganisationen
- Verbreitete Missverständnisse und wie man ihnen begegnet
- Wertstrom (Value Stream) und Deployment Pipeline als strukturgebende Konzepte
- Versionssteuerung, Konfigurationsmanagement und Definition of Done in der Praxis
Modul 4 — DevOps Professional Der Professional-Kurs vertieft die drei DevOps-Wege, die als intellektueller Kern der Bewegung gelten. Wer nach Foundation bereits Grundkenntnisse hat, lernt hier, Flow, Feedback und Lernzyklen operativ umzusetzen.
- Der erste Weg: Flow — schnelle und reibungslose Lieferketten in der Softwareentwicklung
- Der zweite Weg: Feedback — kurze Rückkopplungsschleifen als Qualitätsmechanismus
- Der dritte Weg: Kontinuierliches Lernen und Experimentieren als Kulturprinzip
- Informationssicherheit in DevOps-Umgebungen integrieren
- Change Management im DevOps-Kontext: Widerstände überbrücken, Stakeholder einbinden
Modul 5 — DevOps Master Das Master-Modul beschäftigt sich mit dem gesamten Software-Lebenszyklus aus DevOps-Perspektive — von der Planungsphase über Entwicklung und Betrieb bis hin zur Ablösung. Es richtet sich an erfahrene Praktiker, die DevOps in komplexen Organisationsstrukturen skalieren wollen.
- Planung, Anforderungserhebung und Design im DevOps-Kontext
- Entwicklungs- und Deployment-Phasen: Automatisierung, Pipelines, Qualitätssicherung
- Betrieb und Skalierung: Monitoring, Incident-Response, Kapazitätsplanung
- Ende des Lebenszyklus: Ablösung, Migration, Wissenstransfer
Praxismodul — Anwendung und Fallstudien Über alle Stufen hinweg sind praxisorientierte Aufgaben eingebettet, die das Gelernte in realistischen Szenarien verankern.
- Wertstrom-Analyse an einem konkreten IT-Prozess durchführen
- Deployment-Pipeline für ein fiktives Produkt skizzieren und bewerten
- DevOps-Reifegrad einer Organisation einschätzen und Verbesserungspfade vorschlagen
- Stakeholder-Analyse für eine DevOps-Transformation durchführen
- Einflussstrategien auf typische Widerstände (Budget, Kultur, Hierarchie) anwenden
- Reputations- und Netzwerkplan für das eigene berufliche Umfeld erstellen
- Kollaborations-Szenarien simulieren und Qualitätsdialog üben
- Architektur- und Organisationsmodelle bewerten und anpassen
- Handelsübliche Software (COTS) in DevOps-Prozesse einbetten
- Iterativen Entwicklungsverlauf am Beispiel eines DevOps-Projekts durchspielen
- Informationssicherheit in eine bestehende Pipeline integrieren
- Übergabe- und Ablösungsszenarien konzipieren
Quer durch alle Module wird der inhaltliche Bogen immer wieder geschlossen: Technische Kompetenz ohne die Fähigkeit, Menschen zu bewegen, bleibt in Organisationen ohne Wirkung. Umgekehrt helfen Überzeugungstechniken wenig, wenn das fachliche Fundament fehlt. Die Kombination beider Kompetenzfelder ist der strukturelle Kern dieses Lehrgangs.
Lernziele:
- Entstehung, Prinzipien und Kernkonzepte von DevOps erklären und im betrieblichen Kontext verorten
- Den Wertstrom (Value Stream) und die Deployment Pipeline als zentrale DevOps-Strukturen beschreiben
- Unterschiede zu klassischen IT-Betriebsmodellen benennen und Handlungsempfehlungen ableiten
- Konfigurationsmanagement, Versionssteuerung und die Definition of Done in der Praxis anwenden
- Die drei Wege (Flow, Feedback, kontinuierliches Lernen) als Handlungsrahmen nutzen
- Architektur- und Organisationsmodelle für DevOps-Einführungen entwickeln
- Das Konzept des Einflusses von Manipulation abgrenzen und ethisch sauber anwenden
- Machtquellen im beruflichen Umfeld identifizieren und gezielt einsetzen
- Konstruktive Dialoge moderieren und mit aktivem Widerstand produktiv umgehen
- Ein professionelles, glaubwürdiges Netzwerk strategisch aufbauen und pflegen
- Reputationsmanagement als kontinuierliche Führungsaufgabe verstehen
- Unterschiedliche Kommunikationsstile erkennen und den eigenen Ansatz situationsgerecht anpassen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an technische Fachkräfte und IT-Professionals, die DevOps-Methoden tiefgehend verstehen und in der eigenen Organisation verankern wollen — und die dabei auch die menschliche Dimension von Veränderungsprozessen im Blick behalten.
- DevOps Engineers und Systemadministratoren, die in die Zertifizierungsreihe einsteigen
- Softwareentwickler, die an DevOps-Transformationen mitarbeiten
- Cloud Engineers und IT-Operations-Manager, die Methodik und Kommunikation verbinden wollen
- Führungskräfte und Teamleiter in IT-Abteilungen mit Transformationsauftrag
- Alle, die Foundation-Vorkenntnisse haben und mit Professional und Master aufbauen möchten
Für das DevOps-Foundation-Modul sind keine spezifischen Vorkenntnisse erforderlich; ein allgemeines Verständnis von IT-Prozessen und Softwareentwicklung ist hilfreich. Die Professional- und Master-Stufe bauen inhaltlich auf Foundation auf. Da Unterrichtssprache, Lernmaterialien und Prüfungen in Englisch gehalten sind, werden solide Englischkenntnisse — insbesondere Leseverständnis — vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, das heißt Präsenzanteile und digitale Lernphasen wechseln sich ab. Das Soft-Skills-Modul nutzt Übungen, Rollenspiele und Szenarien, die aus der beruflichen Praxis der Teilnehmenden stammen. Die DevOps-Module sind stark konzeptgetrieben, werden aber durch Fallstudien und Anwendungsaufgaben immer wieder in den Alltag zurückgebunden. Der Unterricht findet als Vollzeitkurs statt.
Der Lehrgang umfasst mehrere aufeinander aufbauende Module und entspricht einem kompakten Vollzeitformat. Da Foundation, Professional und Master nacheinander absolviert werden und das Business-Skills-Modul integriert ist, richtet sich die Gesamtdauer nach dem Buchungsumfang und wird vor Kursbeginn verbindlich kommuniziert.
Nach Abschluss der einzelnen Stufen ist die Teilnahme an den entsprechenden Zertifizierungsprüfungen möglich — DevOps Foundation, DevOps Professional und DevOps Master sind international anerkannte Abschlüsse in der IT-Branche. Das Business-Skills-Modul wird mit einer Lehrgangs-Teilnahmebescheinigung abgeschlossen. Die Vorbereitung auf die englischsprachigen Prüfungen ist Bestandteil des Kurses.
Nutzen & Perspektiven
DevOps-Zertifizierungen öffnen Türen — in Deutschland wie international. Wer Foundation, Professional und Master in einem kompakten Lehrgang absolviert, legt damit einen vollständigen methodischen Qualifikationsnachweis vor, der in der IT-Branche breit akzeptiert ist. Besonders für Systemadministratoren und Cloud Engineers, die in DevOps-Teams wechseln oder dort stärker Verantwortung übernehmen wollen, schafft die Kombination der drei Stufen ein klares Kompetenzprofil. Der Mehrwert des integrierten Soft-Skills-Moduls liegt in der Praxisrelevanz: In der Realität scheitern DevOps-Transformationen selten an der Technik. Häufiger fehlt es an der Fähigkeit, interne Widerstände zu überwinden, Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen zu überzeugen oder Change-Prozesse glaubwürdig zu moderieren. Wer Einflussnahme als Kompetenz erlernt hat, kann DevOps nicht nur implementieren, sondern auch institutionell verankern. Die englischsprachige Kursführung ist bewusst gewählt: Die internationale DevOps-Community kommuniziert auf Englisch — Dokumentationen, Community-Ressourcen, Stellenanzeigen und Prüfungsunterlagen sind fast ausschließlich in dieser Sprache verfasst. Wer den Kurs absolviert, ist damit nicht nur fachlich, sondern auch sprachlich für internationale Einsatzfelder und remote-fähige Teams gerüstet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich alle drei DevOps-Stufen zusammen buchen?
Der Kurs ist als Gesamtpaket konzipiert, das Foundation, Professional und Master sowie das Business-Skills-Modul bündelt. Ob eine Einzelbuchung möglich ist, klärt der jeweilige Anbieter im Vorfeld.
In welcher Sprache findet der Unterricht statt?
Unterrichtssprache, Lernunterlagen und Prüfungen sind in englischer Sprache. Solide Englischkenntnisse — insbesondere im Leseverständnis — sind daher Voraussetzung.
Welche Zertifikate kann ich nach dem Kurs ablegen?
Nach den jeweiligen Modulen können die Prüfungen zu DevOps Foundation, DevOps Professional und DevOps Master abgelegt werden. Das Business-Skills-Modul schließt mit einer Lehrgangs-Teilnahmebescheinigung ab.
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Für das Foundation-Modul reichen allgemeine IT-Kenntnisse. Professional und Master bauen auf Foundation auf. Für alle Stufen werden gute Englischkenntnisse benötigt.
Warum ist das Soft-Skills-Modul Teil eines DevOps-Kurses?
DevOps-Transformationen scheitern in der Praxis häufig an kulturellen und kommunikativen Hürden, nicht an der Technik. Das Modul zur Einflussnahme und zum Netzwerkaufbau ergänzt die technische Ausbildung um die interpersonellen Kompetenzen, die für eine nachhaltige Verankerung von DevOps in Organisationen nötig sind.
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