Überblick
Wer bereits die Fahrerlaubnis der Klasse C für schwere Lkw besitzt, erweitert mit dieser Ausbildung gezielt auf die Klasse CE und darf damit auch Lkw-Anhängerzüge über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht führen. Die Ausbildung kombiniert klassenspezifischen Theorieunterricht mit intensiven Fahrstunden auf schweren Lkw mit Anhänger, einschließlich Sonderfahrten auf Autobahn, im Überlandverkehr und bei Dunkelheit. Am Ende steht die zuständige Prüforganisation-Prüfung in Theorie und Praxis, mit der die Fahrerlaubnis Klasse CE offiziell erworben wird.
Kursinhalte & Lernziele
Im Modul Grundstoff-Theorie werden die allgemeinen Grundlagen der Lkw-Fahrausbildung in sechs Doppelstunden zu je 90 Minuten wiederholt und für die Erweiterung auf CE aufbereitet. Auch wenn die Klasse C bereits vorliegt, sichert dieser Block das gemeinsame Fundament für den anschließenden klassenspezifischen Unterricht.
- Verkehrsvorschriften mit besonderer Bedeutung für schwere Nutzfahrzeuge
- Fahrzeugtechnik und Betriebssicherheit von Lkw und Anhängern
- Bremsweg- und Massenberechnung für schwere Fahrzeugkombinationen
- Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten im Güterverkehr
- Umweltbewusstes und vorausschauendes Fahrverhalten
- Rechtliche Rahmenbedingungen des gewerblichen Güterverkehrs
Das Modul Klassenspezifischer Unterricht CE umfasst vier Doppelstunden zu je 90 Minuten und konzentriert sich gezielt auf die Besonderheiten von Anhängerzügen mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
- Technische Anforderungen an Anhängerkupplungen bei schweren Lkw
- Bremssysteme und deren Zusammenspiel zwischen Zugfahrzeug und Anhänger
- Stützlast- und Achslastberechnung bei beladenen Anhängerzügen
- Vorschriften zur zulässigen Anhängelast der Klasse CE
- Besonderheiten der Ladungssicherung bei Sattel- und Anhängerzügen
- Verantwortlichkeiten des Fahrpersonals bei technischen Mängeln am Anhänger
Im Modul Praktische Fahrausbildung stehen die Fahrstunden auf schweren Lkw mit Anhänger im Zentrum. Die Teilnehmenden trainieren, wie sich ein Gespann über 3,5 Tonnen Anhängelast in unterschiedlichen Verkehrssituationen verhält und wie sicher darauf reagiert wird.
- Ankuppeln und Sichern des Anhängers in der vorgeschriebenen Reihenfolge
- Rangieren und Wenden eines langen Fahrzeuggespanns
- Kurvenfahrt und Spurverhalten mit schwerem Anhänger einschätzen
- Bremsverhalten eines beladenen Anhängerzugs berücksichtigen
- Fahrzeugtechnik-Übungen zu Kupplung, Bremsen und Beleuchtung
- Grundlegende Sicherungstechniken für die mitgeführte Ladung
Das Modul Sonderfahrten und Prüfungsvorbereitung bündelt die anspruchsvolleren Fahrsituationen, die auch in der zuständige Prüforganisation-Prüfung eine Rolle spielen. Autobahn-, Überland- und Nachtfahrten mit Anhänger verlangen eine erhöhte Konzentration und werden hier gezielt trainiert.
- Autobahnfahrten mit Lkw-Anhängerzug bei hoher Geschwindigkeit
- Überlandfahrten mit wechselnden Streckenverhältnissen
- Nachtfahrten mit eingeschränkter Sicht und Anhängerbetrieb
- Simulation typischer zuständige Prüforganisation-Prüfungsabläufe für Theorie und Praxis
- Individuelles Feedback zu Fahrfehlern aus vorangegangenen Übungsfahrten
- Klärung offener Fragen zur Theorie kurz vor der Prüfung
Der Praxisblock führt die Themenfelder Theorie, Fahrzeugtechnik und Fahrpraxis zu einem geschlossenen Ausbildungsweg zusammen, der konsequent auf die zuständige Prüforganisation-Prüfung hinarbeitet. Da die Klasse C bereits vorliegt, konzentriert sich der zeitliche Schwerpunkt auf die anhängerspezifischen Fähigkeiten.
- Erste Ankuppelübungen unter enger Anleitung des Fahrlehrpersonals
- Rangierübungen auf abgesperrtem Gelände vor dem Wechsel in den öffentlichen Verkehr
- Schrittweise Steigerung der Streckenlänge und Verkehrsdichte
- Kombination aus Stadtverkehr, Überlandstrecke und Autobahnfahrten
- Nachtfahrten zur Einschätzung der Sichtverhältnisse mit Anhänger
- Wiederholte Abfahrtkontrollen bis zur Routine
- Bremsübungen zur Einschätzung des veränderten Bremsverhaltens
- Rückwärtsrangieren an typischen Lade- und Betriebshofsituationen
- Fahrten mit unterschiedlicher Zuladung des Anhängers
- Vorbereitende Prüfungsfahrten mit Fahrlehrpersonal als Beifahrer
- Übungen zur Fahrzeugtechnik und -sicherung laut Ausbildungsinhalt
- Abschließende Kontrollfahrt vor der zuständige Prüforganisation-Prüfungsanmeldung
Die Ausbildung endet mit der zuständige Prüforganisation-Theorie- und Praxisprüfung, in der sowohl das technische Verständnis als auch die Fahrpraxis mit einem vollständigen Anhängerzug nachgewiesen werden müssen.
Lernziele:
- Die fahrerlaubnisrechtlichen Unterschiede zwischen Klasse C und Klasse CE einordnen
- Grundstoff-Themen der Lkw-Fahrausbildung sicher wiederholen und vertiefen
- Klassenspezifische Inhalte zu Anhängerzügen über 3,5 Tonnen anwenden
- Lkw-Anhängerzüge sicher ankuppeln, sichern und vor Fahrtantritt kontrollieren
- Das veränderte Fahrverhalten von Sattelzügen und Anhängerkombinationen einschätzen
- Fahrzeugtechnik und Sicherungssysteme von schweren Lkw-Anhängerzügen erläutern
- Sonderfahrten auf Autobahn und im Überlandverkehr mit Anhänger meistern
- Fahrten bei Dunkelheit mit einem langen Fahrzeuggespann sicher durchführen
- Ladungssicherung bei schweren Anhängerzügen fachgerecht umsetzen
- Rangier- und Wendemanöver mit Sattel- oder Anhängerzug beherrschen
- Sich gezielt auf die zuständige Prüforganisation-Theorie- und Praxisprüfung der Klasse CE vorbereiten
- Die eigene Fahrpraxis kontinuierlich anhand von Rückmeldungen verbessern
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Ausbildung richtet sich an Personen, die bereits die Fahrerlaubnis Klasse C besitzen und ihre Qualifikation um den Anhängerbetrieb im schweren Güterverkehr erweitern möchten.
- Lkw-Fahrer:innen mit Klasse-C-Besitz, die künftig auch Anhängerzüge führen sollen
- Arbeitsuchende und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen nach §217 SGB III und SGB II
- Berufskraftfahrer:innen, die ihr Einsatzspektrum im Güterverkehr erweitern wollen
- Personen mit Interesse an einer Tätigkeit als Fernfahrer:in mit Anhängerzug
Erforderlich ist der bereits bestehende Führerschein der Klasse C, da diese Ausbildung ausschließlich die Erweiterung um den Anhängerbetrieb umfasst. Teilnehmende benötigen einen ordentlichen Wohnsitz in Deutschland sowie eine ärztliche Eignungsbescheinigung. Das Mindestalter liegt bei 21 Jahren, bei einer Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb bereits ab 18 Jahren, wobei dann eine medizinisch-psychologische Untersuchung die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen nachweisen muss. Vorausgesetzt werden zudem Deutschkenntnisse auf Niveau B1 sowie eine grundsätzliche Motivation zur Teilnahme.
Ablauf & Abschluss
Die Ausbildung findet in Vollzeit als Präsenzunterricht statt und gliedert sich in klar getrennte Theorie- und Praxisblöcke: sechs Doppelstunden Grundstoff, vier Doppelstunden klassenspezifischer Unterricht sowie umfangreiche Fahrstunden auf schweren Lkw mit Anhänger. Sonderfahrten auf Autobahn, im Überlandverkehr und bei Dunkelheit sind fest in die praktische Ausbildung integriert, damit die Prüfungssituation möglichst realitätsnah trainiert wird.
Der theoretische Unterricht umfasst insgesamt zehn Doppelstunden zu je 90 Minuten, aufgeteilt in sechs Doppelstunden Grundstoff und vier Doppelstunden klassenspezifischen Unterricht. Die praktische Ausbildung besteht aus Fahrstunden auf schweren Lkw mit Anhänger über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, einschließlich Sonderfahrten auf Autobahn, im Überlandverkehr und bei Dunkelheit; der genaue zeitliche Gesamtumfang richtet sich nach dem individuellen Ausbildungsfortschritt.
Die Ausbildung schließt mit der zuständige Prüforganisation-Theorie- und Praxisprüfung ab, nach deren Bestehen die Fahrerlaubnis der Klasse CE erteilt wird. Damit ist die Berechtigung nachgewiesen, schwere Lkw-Anhängerzüge über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht im gewerblichen Güterverkehr zu führen.
Nutzen & Perspektiven
Mit der Klasse CE erweitert sich das berufliche Einsatzfeld im Güterverkehr erheblich: Statt ausschließlich Solo-Lkw zu fahren, kommen Einsätze mit Sattelzügen und Anhängerkombinationen infrage, die im Fernverkehr, bei Speditionen und im internationalen Gütertransport die Regel sind. Arbeitgeber im Transportgewerbe suchen gezielt Fahrpersonal, das schwere Anhängerzüge sicher beherrscht, da sich damit deutlich mehr Aufträge abdecken lassen als mit der reinen Klasse C. Da die Ausbildung direkt auf der bestehenden Klasse-C-Fahrerlaubnis aufbaut, bleibt der zeitliche Aufwand überschaubar und konzentriert sich vollständig auf die neuen, anhängerspezifischen Kompetenzen sowie die Sonderfahrten. Wer diese Erweiterung mit der zuständige Prüforganisation-Prüfung abschließt, verbessert damit gezielt die eigenen Chancen bei Speditionen und Fernverkehrsunternehmen, die zunehmend nach vielseitig einsetzbarem Fahrpersonal mit CE-Berechtigung suchen. Die Kombination aus vertiefter Theorie, klassenspezifischem Unterricht und intensiver Praxis mit Sonderfahrten stellt sicher, dass die erworbene Qualifikation nicht nur formal, sondern auch fahrpraktisch belastbar ist – gerade für den anspruchsvollen Fernverkehr mit langen Strecken und wechselnden Bedingungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet die Klasse CE von der Klasse C?
Die Klasse CE erlaubt zusätzlich zum Solo-Lkw das Führen von Anhängerzügen mit einem zulässigen Gesamtgewicht des Anhängers über 3,5 Tonnen. Die Ausbildung setzt den bereits vorhandenen Führerschein Klasse C voraus.
Wie ist der theoretische Unterricht aufgebaut?
Der Theorieteil umfasst sechs Doppelstunden zu je 90 Minuten Grundstoff sowie vier Doppelstunden klassenspezifischen Unterricht, der sich gezielt auf die Anforderungen der Klasse CE konzentriert.
Welche Sonderfahrten sind Teil der Ausbildung?
Zur praktischen Ausbildung gehören Sonderfahrten auf der Autobahn, im Überlandverkehr sowie bei Dunkelheit, damit die späteren Prüfungs- und Berufssituationen realistisch trainiert werden.
Wie läuft die Prüfung ab?
Die Ausbildung schließt mit der DEKRA-Theorie- und Praxisprüfung ab. Nach bestandener Prüfung wird die Fahrerlaubnis der Klasse CE erteilt.
Ist diese Ausbildung förderfähig?
Eine Förderung nach AZAV über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder der Jobcenter ist möglich. Details zur individuellen Förderfähigkeit zeigt die Kursseite separat an.
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