Überblick
Figma hat sich in den letzten Jahren als das dominante Design-Tool für UX/UI Designer durchgesetzt. Wer als Designer in einem digitalen Produkt-Team arbeitet, kommt an Figma kaum vorbei. Dieser Kurs vermittelt den vollständigen Figma-Workflow für UX Designer – vom ersten Drahtrahmen bis zur professionellen Übergabe an das Entwicklungsteam. Er ist als praxisnahe Weiterbildung im virtuellen Klassenzimmer konzipiert, bei der jede Funktion sofort in eigenen Projekten angewendet wird. Neben dem klassischen Figma-Repertoire integriert der Kurs aktuelle KI-Plugins, die Designarbeit beschleunigen und den kreativen Spielraum erweitern.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen und Orientierung in Figma Der erste Abschnitt schafft das nötige Fundament, um sich in Figma sicher zu bewegen. Teilnehmende lernen die Benutzeroberfläche, die Werkzeugpalette und die Projektstruktur kennen. Erste einfache Designobjekte entstehen dabei unmittelbar – Figma lernt man am besten durch Tun, nicht durch Zuschauen.
- Benutzeroberfläche: Panels, Menüs, Tastaturkürzel
- Grundlegende Formen, Pfade und Textebenen
- Frames vs. Groups: wann was einsetzen
- Ebenenstruktur und Benennung für saubere Dateien
- Farbpaletten und Textstile als lokale Styles anlegen
- Versionsverwaltung in Figma: Snapshots und Restore
Wireframing und Lo-Fi-Prototyping Wireframes sind die Sprache der frühen UX-Phase. Hier lernen Teilnehmende, schnell strukturierte, kommunikationsfähige Wireframes zu erstellen, die mit dem restlichen Team geteilt und kommentiert werden können. Der Fokus liegt auf Schnelligkeit und Klarheit, nicht auf visuellem Finish.
- Lo-Fi-Wireframe-Konventionen und gängige UI-Pattern
- Grid-Systeme und Layout-Grundraster aufsetzen
- Prototyp-Verlinkungen zwischen Screens anlegen
- Flows und User Journeys in FigJam skizzieren
- Wireframes mit Stakeholdern in Figma teilen und kommentieren
- Von Lo-Fi zu Mid-Fi: wann der Detailgrad steigt
Komponenten, Varianten und Design-Systeme Design-Systeme sind das Herzstück effizienter UI-Arbeit. In diesem Block entsteht eine strukturierte Komponentenbibliothek mit Varianten, States und Auto Layout. Teilnehmende verstehen, wie Figma-Libraries Teams synchron halten und Designinkonsistenzen verhindern.
- Haupt-Komponenten und Instanzen: Konzept und Praxis
- Varianten und Interactive Components anlegen
- Auto Layout: Padding, Spacing, Wrapping und Hug vs. Fill
- Responsives Verhalten mit Constraints steuern
- Figma-Library veröffentlichen und im Team einsetzen
- Token-ähnliche Stil-Variablen für Farben und Typografie
Interaktive Prototypen und KI-Tools Ein klickbarer Prototyp kommuniziert mehr als jedes statische Bild. In diesem Block entstehen vollständige Interaktionsflüsse mit Animationen, Overlays und Conditional Logic. Ergänzend werden KI-Plugins eingeführt, die Texterstellung, Bild-Platzhalter oder Variantenvorschläge automatisieren.
- Prototyp-Verbindungen: Overlays, Scroll-Behavior, Conditional
- Animations-Typen: Smart Animate, Dissolve, Slide
- Präsentation eines Prototyps vor Stakeholdern in Figma
- KI-Plugins für Dummy-Content, Layout-Vorschläge und Stil-Transfer
- Integration von ChatGPT/Claude-Prompting im Designprozess
- Grenzen von KI-Plugins: wo Designurteil unersetzbar bleibt
Praktische Übungen
- Eigenes UI-Projekt von Wireframe bis Hi-Fi-Design durchentwickeln
- Design-System mit mindestens drei Komponenten-Familien aufbauen
- Responsive Komponente mit Auto Layout für Mobile und Desktop erstellen
- Vollständigen Prototyp-Flow mit mindestens fünf Screens und Animationen erstellen
- KI-Plugin einsetzen und Zeitersparnis im eigenen Workflow einschätzen
- Figma-Datei für Entwickler mit Inspect-Mode-Annotationen vorbereiten
- Team-Review in Figma durchführen: kommentieren und Feedback einarbeiten
- Styles und Library-Komponenten in einer gemeinsamen Team-Datei nutzen
- Exporteinstellungen für Entwickler konfigurieren (PNG, SVG, @2x)
- Figma-Dev Mode und Handover-Flow im Detail durchlaufen
- A/B-Varianten einer Komponente als Variant-Set anlegen
- Fertiges Projekt in einer kurzen Präsentation vorstellen und begründen
Im Praxis-Block arbeiten Teilnehmende an einem durchgehenden Designprojekt, das alle Kursabschnitte verbindet. Betreuer geben regelmäßig Feedback auf Zwischenstände, sodass iteratives Arbeiten – wie in echten Produktteams – eingeübt wird. Die Kombination aus theoretischer Grundlage, direkter Übung und regelmäßigem Feedback bereitet auf den professionellen Designalltag vor, in dem Figma-Dateien ständig übergeben, kommentiert und weiterentwickelt werden.
Lernziele:
- Figma-Oberfläche, Werkzeuge und Navigation sicher bedienen
- Frames, Raster und Layout-Strukturen für skalierbare Designs anlegen
- Komponenten erstellen, pflegen und als wiederverwendbare Bausteine einsetzen
- Ein zusammenhängendes Design-System in Figma aufbauen und dokumentieren
- Lo-Fi-Wireframes für frühe UX-Konzeptphasen schnell erstellen
- Hi-Fi-Designs mit konsistenter Typografie, Farbpaletten und Stil-Variablen ausarbeiten
- Interaktive Prototypen mit Flows und Animationen entwickeln und präsentieren
- Auto Layout und Constraints für responsive UI-Verhalten verstehen und anwenden
- KI-Plugins in Figma produktiv einsetzen und Workflows beschleunigen
- Im Team kollaborativ in Figma arbeiten und Feedbackprozesse strukturieren
- Entwickler-Handover mit Inspect Mode und Specs professionell vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs spricht Einsteiger in UX/UI Design ebenso an wie Designerinnen und Designer mit anderem Tool-Hintergrund, die Figma strukturiert kennenlernen wollen.
- Quereinsteiger aus anderen Kreativberufen mit Interesse an digitalem Design
- UX Designer, die bisher mit Sketch oder Adobe XD gearbeitet haben
- Webdesigner, die in produktbasiertes UX-Design wechseln möchten
- Produktmanagerinnen und Produktmanager, die Figma für Wireframes und Konzeptskizzen einsetzen wollen
- Studierende in UX-nahen Studiengängen
Grundkenntnisse im Umgang mit digitalen Werkzeugen und ein Verständnis für Benutzeroberflächen werden vorausgesetzt. Eigene Design-Vorkenntnisse helfen, sind aber nicht zwingend. Interesse an UX-Grundlagen – wie Informationsarchitektur oder Nutzerführung – erleichtert den Einstieg. Deutschkenntnisse auf B2-Niveau und ein Rechner mit Internetzugang sind technisch notwendig.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet als virtuelles Klassenzimmer statt, in dem Live-Sessions mit dem Trainer und eigenständige Designphasen abwechseln. Hands-on bedeutet hier: Jede vorgestellte Funktion wird unmittelbar im eigenen Figma-Projekt nachgebaut. Kleine Übungsaufgaben zwischen den Sessions sorgen für Kontinuität. Gegenseitiges Feedback unter den Teilnehmenden ist ausdrücklich Teil der Methodik.
Der Kurs wird sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten. Die genauen Wochenstunden und Gesamtdauer hängen vom gewählten Format ab. Aufgrund des virtuellen Klassenzimmer-Formats ist der Kurs örtlich unabhängig – ein Laptop mit Figma-Zugang genügt.
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat über den erfolgreich absolvierten Kurs „Figma lernen für UX Designer". Das Zertifikat dokumentiert die erworbenen Figma-Kompetenzen und kann als Nachweis im Portfolio oder im Lebenslauf eingesetzt werden. Figma selbst bietet derzeit keine standardisierte externe Prüfung an.
Nutzen & Perspektiven
Figma-Kompetenz ist auf dem UX/UI-Arbeitsmarkt mittlerweile so grundlegend wie Textverarbeitung in Bürojobs. In Stellenanzeigen für Product und UX Designer ist Figma fast immer unter den geforderten Werkzeugen. Wer Figma sicher beherrscht, kann in Produktteams direkt produktiv werden und spart sich eine langwierige Einarbeitung im Job. Ein weiterer Mehrwert liegt in der Systemkompetenz: Wer nicht nur einzelne Figma-Features kennt, sondern versteht, wie ein Design-System aufgebaut und gepflegt wird, bringt sich in höherwertiger Designarbeit ein. Das unterscheidet Junioren mit Kurs-Abschluss von solchen, die Figma autodidaktisch durch Tutorial-Videos gelernt haben. Die Integration von KI-Plugins in den Kurs spiegelt den aktuellen Stand professioneller Designarbeit wider. Designerinnen und Designer, die KI-Werkzeuge sinnvoll einsetzen, ohne sich auf sie zu verlassen, arbeiten nachweislich effizienter – und das ist eine Kompetenz, die Arbeitgeber zunehmend suchen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich eine kostenpflichtige Figma-Lizenz?
Figma bietet einen kostenlosen Starter-Plan an, der für die meisten Kursaufgaben ausreicht. Für Team-Workflows und bestimmte Design-Bibliotheken kann ein Professional-Plan sinnvoll sein – die Details klärt der Anbieter im Kurs.
Welche KI-Tools werden im Kurs verwendet?
Laut Kursmaterial kommen Figma-native KI-Funktionen sowie externe KI-Plugins zum Einsatz, darunter ChatGPT und Claude. Außerdem werden ergänzende Tools wie FigJam und Miro für kollaborative Arbeitsphasen genutzt.
Was bekomme ich nach dem Kurs?
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die Figma-Kompetenzen nachweist. Offizielle Figma-Zertifizierungen werden derzeit nicht angeboten und sind kein Kursbestandteil.
Kann ich den Kurs im Teilzeitformat belegen?
Ja, der Kurs wird sowohl in Vollzeit- als auch in Teilzeitformaten angeboten. Da er als virtuelles Klassenzimmer konzipiert ist, ist er örtlich flexibel.
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