Überblick
Dieser Kurs widmet sich einem zentralen Baustein der Python-Programmierung: dem Aufbau eigener Funktionen und deren Organisation in Modulen. Statt Python von Grund auf komplett zu behandeln, konzentriert sich die Weiterbildung gezielt auf die Frage, wie Code strukturiert, wiederverwendbar und wartbar wird. Teilnehmende lernen, eigene Funktionen zu schreiben, eingebaute Funktionen sinnvoll einzusetzen, Parameterlisten flexibel zu handhaben und Programmcode in eigenständige Module aufzuteilen. Diese Fähigkeiten sind die Grundlage jeder größeren Softwareentwicklung, da sie den Übergang von einfachen Skripten zu strukturierten, professionellen Programmen markieren.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Grundlagen eigener Funktionen: Der Einstieg klärt, wie Funktionen in Python definiert und aufgerufen werden.
- Syntax der Funktionsdefinition mit „def"
- Aufruf von Funktionen und Übergabe von Argumenten
- Rückgabewerte mit „return" und deren Weiterverarbeitung
- Unterschied zwischen Funktionen mit und ohne Rückgabewert
- Dokumentation von Funktionen mit Docstrings
- Häufige Fehler beim Definieren und Aufrufen von Funktionen
Modul 2 – Parameter und Argumente im Detail: Aufbauend auf den Grundlagen geht es um die flexible Gestaltung von Funktionsschnittstellen.
- Positionale Argumente und deren Reihenfolge
- Benannte (keyword) Argumente für mehr Übersichtlichkeit
- Standardwerte für optionale Parameter definieren
- Entpacken von Parameterlisten mit *args und **kwargs
- Kombination unterschiedlicher Parametertypen in einer Funktion
- Typische Stolperfallen bei variabler Argumentanzahl
Modul 3 – Eingebaute Funktionen und Gültigkeitsbereiche: Dieser Block zeigt, wie Python-eigene Funktionen sinnvoll genutzt werden und wie Variablen innerhalb von Funktionen „leben".
- Überblick über häufig genutzte eingebaute Funktionen
- Kombination eigener und eingebauter Funktionen in einem Programm
- Lokale und globale Variablen unterscheiden
- Der Gültigkeitsbereich (Scope) von Variablen in verschachtelten Funktionen
- Vermeidung unerwünschter Seiteneffekte durch globale Variablen
- Grundprinzipien rekursiver Funktionsaufrufe
Modul 4 – Module aufbauen und wiederverwenden: Im letzten inhaltlichen Block wird der Schritt von der einzelnen Funktion zum strukturierten Programm vollzogen.
- Aufbau eigener Python-Module als separate Dateien
- Import von Modulen und einzelnen Funktionen daraus
- Organisation zusammengehöriger Funktionen in einem Modul
- Vermeidung von Namenskonflikten beim Import
- Aufbau eines Projekts aus mehreren zusammenspielenden Modulen
- Grundlagen zur Wiederverwendbarkeit von Code in unterschiedlichen Programmen
Praxis-Block – Funktionen und Module in eigenen Projekten: Die theoretischen Konzepte werden in praktischen Übungsaufgaben unmittelbar angewendet.
- Schreiben einer Funktion zur Berechnung einfacher mathematischer Werte
- Aufbau einer Funktion mit optionalen Parametern und Standardwerten
- Entwicklung einer Funktion, die eine variable Anzahl von Argumenten verarbeitet
- Umwandlung eines längeren Skripts in mehrere sinnvoll benannte Funktionen
- Schreiben einer einfachen rekursiven Funktion, etwa zur Fakultätsberechnung
- Aufbau eines eigenen Moduls mit mehreren zusammengehörigen Funktionen
- Import und Nutzung des selbst geschriebenen Moduls in einem neuen Skript
- Kombination eigener Funktionen mit eingebauten Python-Funktionen
- Test und schrittweise Fehlersuche in einer fehlerhaften Beispielfunktion
- Dokumentation eigener Funktionen mit aussagekräftigen Docstrings
- Refactoring eines unstrukturierten Beispielprogramms in ein modulares Projekt
- Abschließende Zusammenstellung eines kleinen Mehrmodul-Programms
Der Kurs setzt bewusst nicht bei den absoluten Grundlagen der Programmierung an, sondern bei dem Punkt, an dem einfache Skripte zu strukturierten Programmen werden. Diese Fokussierung erlaubt es, das Thema Funktionen und Module in der nötigen Tiefe zu behandeln, statt es nur oberflächlich innerhalb eines breiteren Einführungskurses zu streifen. Am Ende der Weiterbildung können die Teilnehmenden nicht nur einzelne Funktionen schreiben, sondern verstehen auch, wie sich mehrere Funktionen zu einem sauber organisierten, wiederverwendbaren Modul zusammenfügen lassen – eine Fähigkeit, die in jedem größeren Python-Projekt gebraucht wird.
Lernziele:
- Eigene Funktionen in Python definieren und mit sinnvollen Namen versehen
- Parameter und Rückgabewerte von Funktionen korrekt einsetzen
- Den Unterschied zwischen positionalen und benannten Argumenten verstehen und anwenden
- Standardwerte für Funktionsparameter festlegen
- Das Entpacken von Parameterlisten mit variabler Argumentanzahl beherrschen
- Eingebaute Python-Funktionen gezielt für typische Aufgaben nutzen
- Den Gültigkeitsbereich (Scope) von Variablen innerhalb und außerhalb von Funktionen verstehen
- Rekursive Funktionsaufrufe nachvollziehen und einfache rekursive Lösungen schreiben
- Eigene Module erstellen und Funktionen darin organisieren
- Module importieren und in anderen Programmen wiederverwenden
- Den Aufbau eines übersichtlichen, modularen Programmprojekts planen
- Lesbaren, dokumentierten Code nach gängigen Python-Konventionen schreiben
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit Interesse an Programmierung, die ihre Python-Kenntnisse gezielt im Bereich Funktionen und Modulaufbau vertiefen möchten.
- Einsteiger:innen ohne Vorkenntnisse in der Programmierung, die strukturiert in Python starten möchten
- Umsteiger:innen aus anderen Berufsfeldern mit Interesse an Softwareentwicklung
- Personen mit ersten Python-Grundkenntnissen, die den nächsten Schritt zu strukturiertem Code gehen wollen
- Angehende Fachinformatiker:innen und Webentwickler:innen, die ihre Programmierpraxis festigen möchten
- Selbstständige oder Angestellte, die kleinere Automatisierungs- oder Datenprojekte in Python umsetzen möchten
Für die Teilnahme wird ein Realschulabschluss, Abitur, eine abgeschlossene Ausbildung oder ein (auch abgebrochenes) Studium vorausgesetzt. Der Kurs eignet sich ausdrücklich auch für Einsteiger:innen und Umsteiger:innen ohne Vorkenntnisse in der Programmierung oder Softwareentwicklung, da die Inhalte systematisch aufgebaut sind. Grundlegendes technisches Verständnis und die Bereitschaft, sich in logische Denkstrukturen einzuarbeiten, erleichtern den Einstieg.
Ablauf & Abschluss
Die Vermittlung der Inhalte orientiert sich am schrittweisen Aufbau von Programmierkompetenz: Auf die Erklärung eines Konzepts folgt jeweils die unmittelbare praktische Umsetzung im eigenen Code. Dieser enge Wechsel zwischen Theorie und Anwendung soll sicherstellen, dass abstrakte Konzepte wie Parameterlisten oder Gültigkeitsbereiche nicht nur verstanden, sondern auch tatsächlich sicher angewendet werden können. Die Übungsaufgaben steigern sich dabei kontinuierlich im Schwierigkeitsgrad.
Der Kurs behandelt das Thema Funktionen und Module in Python als eigenständigen, fokussierten Themenblock innerhalb der Softwareentwicklung. Der zeitliche Umfang richtet sich nach der vereinbarten Kursorganisation und dem individuellen Lernfortschritt der Teilnehmenden.
Nach Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden eine Bescheinigung über die behandelten Inhalte zu Funktionen und Modulen in Python. Eine externe, herstellerunabhängige Zertifizierungsprüfung ist nicht Bestandteil dieses Kurses; im Mittelpunkt steht der praktische Nachweis der erworbenen Programmierfertigkeiten.
Nutzen & Perspektiven
Funktionen und Module sind das Rückgrat jeder strukturierten Python-Anwendung. Wer diese Konzepte sicher beherrscht, kann Code nicht nur schreiben, sondern auch so organisieren, dass er verständlich, wartbar und wiederverwendbar bleibt – eine Fähigkeit, die den Unterschied zwischen einem einfachen Skript und einem professionellen Softwareprojekt ausmacht. Für den beruflichen Einstieg in die Softwareentwicklung ist dieses Wissen besonders wertvoll, da nahezu jede Stellenanzeige im Python-Umfeld strukturierten, modularen Code voraussetzt. Wer bereits in der Ausbildung gelernt hat, Funktionen sauber zu kapseln und in Modulen zu organisieren, hat gegenüber rein skriptbasiert arbeitenden Einsteiger:innen einen klaren Vorsprung. Auch für Quereinsteiger:innen mit Interesse an eigenen Projekten – etwa zur Automatisierung wiederkehrender Aufgaben oder zur Datenauswertung – schafft der Kurs eine solide Grundlage. Die Fähigkeit, eigene Module zu bauen, ermöglicht es, einmal geschriebenen Code in immer neuen Projekten wiederzuverwenden, statt ihn jedes Mal neu zu schreiben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmiererfahrung für diesen Kurs?
Nein, der Kurs eignet sich ausdrücklich auch für Einsteiger:innen und Umsteiger:innen ohne Vorkenntnisse in der Programmierung. Vorausgesetzt wird ein Realschulabschluss, Abitur, eine Ausbildung oder ein Studium.
Was genau lerne ich zum Thema Funktionen?
Sie lernen, eigene Funktionen zu definieren, mit Parametern und Rückgabewerten zu arbeiten, Standardwerte und variable Argumentlisten zu nutzen sowie eingebaute Python-Funktionen sinnvoll einzusetzen.
Warum sind Module in Python wichtig?
Module erlauben es, zusammengehörige Funktionen zu bündeln und in verschiedenen Programmen wiederzuverwenden. Das macht Code übersichtlicher, wartbarer und vermeidet doppelt geschriebene Programmlogik.
Ist dieser Kurs eine vollständige Python-Einführung?
Der Kurs konzentriert sich gezielt auf Funktionen und Module als zentralen Baustein strukturierter Programmierung, statt Python vollständig von Grund auf zu behandeln.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Sie erhalten eine Bescheinigung über die behandelten Inhalte zu Funktionen und Modulen in Python. Eine externe Zertifizierungsprüfung ist nicht Bestandteil dieses Kurses.
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