Technik & Ingenieurwesen
softwareentwicklung

CNC-Programmierung Grundlagen Weiterbildung

Fundierte Einführung in die CNC-Programmierung für Metall: Koordinatensysteme, G-Code, Drehen und Fräsen — praxisnah für Einsteiger mit technischem Hintergrund.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

DauerMehrere WochenOrientierung; Angebot prüfen
FormatBeim Anbieter erfragenje nach Angebot
KostenFörderung möglichBildungsgutschein · AVGS · QCG
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Software- & Praxistraining

Wie lange dauert der Kurs?
Der genaue zeitliche Umfang variiert je nach Anbieter. Typischerweise ist die Grundlagenweiterbildung in einigen Wochen in Vollzeit zu absolvieren; Teilzeit-Varianten sind für Beschäftigte buchbar. Die Weiterbildung ist auf Einsteiger zugeschnitten und legt ein solides Fundament, auf dem… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Die Weiterbildung schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die vermittelten Inhalte und die erworbenen Kompetenzen dokumentiert. Ein staatlich anerkanntes Abschlusszertifikat oder Herstellerzertifikat ist mit diesem Grundlagenkurs nicht verbunden. Wer eine weitergehende… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Gute PC-Kenntnisse sind Pflicht, da wesentliche Teile der Weiterbildung softwaregestützt ablaufen. Grundlagenkenntnisse in der CNC-Programmierung — also ein grobes Verständnis des Aufbaus von NC-Programmen und maschinengebundener Koordinatensysteme — werden vorausgesetzt. Mathematisches… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen sind aus der modernen Metallbearbeitung nicht mehr wegzudenken. Diese Weiterbildung vermittelt das technische und rechnerische Fundament, um CNC-Programme zu verstehen, zu erstellen und zu optimieren. Der Schwerpunkt liegt auf spanenden Fertigungsverfahren — Drehen und Fräsen — im Metallbereich. Eingesetzt werden eine Einführung in die PAL-Programmierung sowie die MTS-Simulationssoftware, mit der Programmierschritte gefahrlos am Rechner erprobt werden können, bevor sie an der realen Maschine laufen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 — Mathematische und geometrische Grundlagen der CNC-Technik Ohne solide Rechenbasis lässt sich kein CNC-Programm schreiben. Dieses Modul vermittelt die notwendigen mathematischen und geometrischen Kenntnisse, die direkt auf die Programmieraufgaben übertragen werden. Dazu gehören Koordinatensysteme, Winkelberechnungen und Grundzüge der Trigonometrie, soweit sie für die Werkstückbeschreibung relevant sind.

  • Kartesisches Koordinatensystem: absolut vs. inkremental
  • Berechnung von Koordinaten an Werkstückkanten und -kreisen
  • Winkelberechnungen und trigonometrische Grundformeln für schräge Konturen
  • Geometrie von Bohrungen, Nuten, Absätzen und Rundungen
  • Werkzeuggeometrie und ihre Auswirkung auf das Programm
  • Übungsaufgaben zur koordinatenbezogenen Bemaßung

Modul 2 — Technologische Berechnungen und Schnittdaten Effiziente Bearbeitung hängt von den richtigen Schnittdaten ab. Dieses Modul behandelt, wie Schnittgeschwindigkeit, Drehzahl, Vorschub und Spantiefe in Abhängigkeit von Werkstoff, Werkzeug und Maschinenleistung berechnet werden. Die Teilnehmenden lernen, aus Herstellerangaben und Tabellen praxistaugliche Werte abzuleiten.

  • Schnittgeschwindigkeit und Drehzahlberechnung für Drehen und Fräsen
  • Vorschubberechnung: mm/U und mm/min
  • Span- und Zustelltiefe: Faustregeln und Berechnungsformeln
  • Werkstoffgruppen und ihre Zerspanungsparameter
  • Werkzeugstandzeiten und ihre Beeinflussung durch Schnittdaten
  • Anpassen von Tabellenwerten an konkrete Maschinenbedingungen

Modul 3 — CNC-Programmierung: G-Code, PAL und MTS-Software Den Kern der Weiterbildung bildet die eigentliche Programmierkompetenz. Die Teilnehmenden lernen zunächst den internationalen G-Code-Standard kennen und wenden ihn dann in der PAL-Programmierumgebung an. Die MTS-Simulationssoftware erlaubt es, geschriebene Programme am Bildschirm ablaufen zu lassen, Kollisionen zu erkennen und die Werkzeugbahn zu visualisieren.

  • Aufbau eines CNC-Programms: Satzstruktur, Adressen, Wortformate
  • Grundlegende G-Codes: G0/G1/G2/G3, Kreisinterpolation, Ebenenwahl
  • Hilfsfunktionen (M-Codes): Spindel, Kühlmittel, Werkzeugwechsel
  • Werkzeugkorrektur und Nullpunktverschiebung (G54–G59)
  • Einführung in die PAL-Programmierung: Syntax, Zyklusprogrammierung
  • Arbeit mit der MTS-Software: Programm laden, simulieren, Fehler auswerten

Modul 4 — Drehen und Fräsen: anwendungsbezogene Programmierübungen Abschließend werden Dreh- und Fräsprogramme für konkrete Werkstückgeometrien erstellt. Die Übungen steigern sich von einfachen Konturen bis zu mehrstufigen Bearbeitungsaufgaben mit Werkzeugwechsel und Zyklusprogrammierung. Ziel ist die sichere, eigenständige Programmerstellung für typische Serienteile der Metallverarbeitung.

  • Drehprogramm: Außenkontur mit Absätzen und Freistichen
  • Drehprogramm: Gewindeschneiden und Einstiche
  • Fräsprogramm: ebene Flächen, Taschen und Inseln
  • Fräsprogramm: Bohrzyklen (Bohren, Reiben, Gewindefräsen)
  • Simulation und Korrektur beider Programme in MTS
  • Erstellung von Fertigungsunterlagen zum abschließenden Werkstück

Praxisblock — Eigenständige Programmieraufgaben und Maschinenkontext In diesem Block bearbeiten die Teilnehmenden eigenständig realistische Programmieraufgaben, die von der Zeichnung bis zum lauffähigen Programm reichen. Dabei werden typische Herausforderungen aus dem Werkstattalltag in den Mittelpunkt gestellt.

  • Analyse einer technischen Zeichnung und Ableitung des Bearbeitungsplans
  • Eigenständiges Erstellen eines Drehlängs-Programms mit mehreren Werkzeugen
  • Erstellen eines Fräsprogramms für ein Werkstück mit Tasche und Kontur
  • Plausibilitätsprüfung des Programms: Syntax, Kollisionsgefahr, Schnittdaten
  • Simulation in MTS und Dokumentation der Ergebnisse
  • Typische Fehlerquellen und deren Behebung in der Praxis
  • Überblick über weitere Steuerungstypen (Siemens SINUMERIK, Heidenhain) im Vergleich zu PAL
  • Sicherheitsrichtlinien an CNC-Maschinen: Schutzausrüstung, Einrichtbetrieb
  • Umgang mit Maschinendokumentation und Bedienungshandbüchern
  • Werkzeugmanagement: Vermessen, Einstellen, Korrekturwerte eingeben
  • Qualitätskontrolle: Messen mit Messmitteln, Soll-Ist-Vergleich
  • Grundlagen der Maschineneinrichtung: Nullpunkt setzen, Werkstück aufspannen

Die Weiterbildung schließt mit einer zusammenfassenden Programmieraufgabe ab, die alle Inhalte aus Drehen, Fräsen, Simulation und Technologie verbindet.

Lernziele:

Am Ende der Weiterbildung haben die Teilnehmenden folgende Kompetenzen erworben.

  • das kartesische Koordinatensystem auf Werkzeugmaschinen anwenden
  • Geometrie von Werkstücken mathematisch beschreiben und in Programmbefehle übersetzen
  • technologische Kenngrößen wie Schnittgeschwindigkeit, Vorschub und Spantiefe berechnen
  • G-Code lesen, verstehen und selbstständig schreiben
  • CNC-Programme für Drehen-Operationen erstellen
  • CNC-Programme für Fräs-Operationen entwickeln
  • die PAL-Programmiersprache für einfache Bearbeitungsaufgaben einsetzen
  • Programme mit der MTS-Software simulieren und auf Kollisionsgefahr prüfen
  • Werkzeugkorrekturen und Nullpunktverschiebungen konfigurieren
  • Fehler in bestehenden CNC-Programmen erkennen und beheben
  • Maschinendokumentation und Zeichnungsangaben in Programmbefehle umsetzen
  • Sicherheitsanforderungen beim Umgang mit CNC-Maschinen kennen und einhalten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Kurs ist für Personen geeignet, die in der Metallbearbeitung tätig sind oder eine Tätigkeit als CNC-Programmierer anstreben.

  • Zerspanungsmechaniker und Fachkräfte aus der Metallverarbeitung ohne CNC-Programmiererfahrung
  • Maschineneinrichter und -bediener, die das Programmieren selbstständig übernehmen möchten
  • Techniker und Meister, die ihre Programmierkompetenz formal aufbauen wollen
  • Umschüler mit technischem Hintergrund, die in die CNC-Fertigung einsteigen
  • Industriemechaniker, Werkzeugmacher oder Schlosser mit Interesse an CNC-Aufgaben
Voraussetzungen:

Gute PC-Kenntnisse sind Pflicht, da wesentliche Teile der Weiterbildung softwaregestützt ablaufen. Grundlagenkenntnisse in der CNC-Programmierung — also ein grobes Verständnis des Aufbaus von NC-Programmen und maschinengebundener Koordinatensysteme — werden vorausgesetzt. Mathematisches Verständnis auf Hauptschulniveau (Grundrechenarten, Dreisatz, einfache Geometrie) ist für die Schnittdaten-Berechnungen erforderlich. Praktische Erfahrungen in der Metallbearbeitung sind hilfreich, aber nicht zwingend vorausgesetzt, wenn das technische Verständnis vorhanden ist.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Die Weiterbildung verbindet kurze Theoriephasen direkt mit rechnergestützten Übungen. Die MTS-Simulationssoftware erlaubt es, das Programmierte unmittelbar zu visualisieren und zu testen — so entsteht ein enger Lernkreislauf zwischen Planung, Programmierung und Überprüfung. Der Unterricht findet primär am Bildschirm statt; wo möglich, werden Programmieraufgaben an simulierten Maschinenszenarien durchgeführt. Lernplattformen stellen ergänzendes Material sowie Übungszeichnungen bereit. Gruppenübungen und Peerkorrektur ergänzen die Einzelarbeit.

Der genaue zeitliche Umfang variiert je nach Anbieter. Typischerweise ist die Grundlagenweiterbildung in einigen Wochen in Vollzeit zu absolvieren; Teilzeit-Varianten sind für Beschäftigte buchbar. Die Weiterbildung ist auf Einsteiger zugeschnitten und legt ein solides Fundament, auf dem spezialisierte CNC-Folgekurse aufgebaut werden können.

Die Weiterbildung schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die vermittelten Inhalte und die erworbenen Kompetenzen dokumentiert. Ein staatlich anerkanntes Abschlusszertifikat oder Herstellerzertifikat ist mit diesem Grundlagenkurs nicht verbunden. Wer eine weitergehende formale Zertifizierung anstrebt — etwa im Rahmen einer Umschulung oder Aufstiegsfortbildung — kann diesen Kurs als Vorbereitung für entsprechende Prüfungen bei der IHK oder anderen anerkannten Stellen nutzen.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

CNC-Programmierkompetenz ist in der deutschen Industrie ein gefragtes und messbares Qualitätsmerkmal. Wer eigenständig Programme schreiben und optimieren kann, ist für Fertigungsbetriebe deutlich wertvoller als eine reine Maschinenführkraft — und entsprechend besser positioniert bei Gehaltsverhandlungen und Stellensuche. Der Kurs schafft genau diese Eigenständigkeit. Die Kombination aus mathematisch-geometrischem Grundlagenwissen und praktischer Programmierkompetenz sorgt dafür, dass Absolventen nicht nur bekannte Muster abarbeiten, sondern neue Werkstückgeometrien selbst erschließen können. Das macht den Unterschied zwischen jemandem, der ein Programm ausführt, und jemandem, der es versteht und weiterentwickelt. Wer die Grundlagen souverän beherrscht, kann auf darauf aufbauenden Kursen zu spezialisierten Steuerungssystemen — etwa Siemens SINUMERIK oder Heidenhain — aufbauen und sich so schrittweise zum vollwertigen CNC-Programmierer qualifizieren.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • CNC-Programmierer/in
  • Zerspanungsmechaniker/in
  • Maschineneinrichter/in
  • Fachkraft CNC-Technik
  • Werkzeugmacher/in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für welche Maschinentypen wird die CNC-Programmierung in diesem Kurs vermittelt?

Der Kurs konzentriert sich auf Dreh- und Fräsmaschinen in der Metallbearbeitung. Die PAL-Programmierumgebung und die MTS-Simulationssoftware decken beide Bearbeitungsverfahren ab. Weiterführende Kurse können auf spezifische Steuerungen wie Siemens SINUMERIK oder Heidenhain spezialisieren.

Welche Vorkenntnisse brauche ich für den Kurs?

Grundlagenkenntnisse in der CNC-Programmierung und gute PC-Kenntnisse werden vorausgesetzt. Mathematisches Grundverständnis ist für die Schnittdatenberechnungen nötig. Eine abgeschlossene Ausbildung in der Metallbearbeitung ist von Vorteil, aber kein zwingendes Muss.

Welchen Abschluss erhalte ich nach der Weiterbildung?

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kompetenzen dokumentiert. Kein staatlich anerkannter Abschluss. Als Vorbereitung für weiterführende IHK-Prüfungen im CNC-Bereich eignet sich der Kurs gut.

Ist der Kurs auch für Umschüler geeignet?

Ja, sofern ein technisches Grundverständnis vorhanden ist. Umschüler aus technischen Berufen oder der Industrie finden in diesem Kurs einen strukturierten Einstieg in die CNC-Welt und können darauf aufbauend spezialisierte CNC-Qualifikationen erwerben.