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Java-Grundlagen & Modulsystem Java 9 – Kurs

Java-Grundlagenkurs mit Schwerpunkt auf der Java-9-Neuerung Jigsaw (Project Jigsaw / Modulsystem), ergänzt durch eine Einführung in Microsoft Teams als Kollaborationstool.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Software- & Praxistraining

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs hat eine moderate Laufzeit, die den kombinierten Inhalt aus Java-Grundlagen, Java-9-Modulsystem, Collections/Streams und Teams-Einführung abdeckt. Individuelle Teilzeitoptionen und Starttermine können vereinbart werden. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung. Für Java 9 als solches gibt es keine eigenständige offizielle Zertifizierungsprüfung bei Oracle — Oracle Java-Zertifizierungen beziehen sich auf Java SE allgemein (aktuell Java SE 21). Wer eine Oracle… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Für den Java-Teil sind logisches Denkvermögen und grundlegende PC-Kenntnisse ausreichend; Programmiervorkenntnisse in einer anderen Sprache sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Für den Teams-Teil genügen grundlegende Windows- und Microsoft-365-Kenntnisse. Wer Java bereits in einer älteren… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Dieser Kurs verbindet zwei thematisch unterschiedliche Module: eine Einführung in die Java-Programmierung mit besonderem Augenmerk auf die in Java 9 eingeführten Neuerungen — allen voran das Modulsystem Project Jigsaw — sowie eine separate Einführung in Microsoft Teams als Kommunikations- und Kollaborationsplattform. Der Java-Teil richtet sich an Einsteiger, die mit der objektorientierten Programmierung in Java beginnen möchten, und behandelt sowohl die Grundlagen der Sprache als auch das Java-9-Modulsystem als konzeptionell wichtige Neuerung. Ein ehrlicher Hinweis zur Version: Java 9 ist seit 2017 verfügbar und war zu diesem Zeitpunkt eine bedeutende Neuerung durch das Jigsaw-Modulsystem. Im Jahr 2026 ist Java 9 kein aktuelles oder empfohlenes Release mehr — die aktuell empfohlene LTS-Version ist Java 21 (veröffentlicht 2023), die nächste LTS-Version Java 25 steht bevor. Java 9 erhielt keinen Long-Term-Support. Das Modulsystem aus Java 9 ist jedoch dauerhafter Bestandteil aller nachfolgenden Java-Versionen — wer das Jigsaw-Modulsystem versteht, versteht einen fundamentalen Bestandteil moderner Java-Projekte auch in Java 17 oder Java 21. Die Grundlagenkonzepte dieses Kurses — Objektorientierung, Collections, Ausnahmebehandlung, Streams — sind versionsneutral gültig.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 — Java-Grundlagen: Sprache und objektorientierte Programmierung Der erste Block führt in die Java-Programmierung ein und legt das sprachliche Fundament, das für alle weiteren Java-Inhalte benötigt wird. Im Mittelpunkt stehen Syntax, Typsystem und das objektorientierte Programmiermodell von Java.

  • Java im Überblick: Geschichte, JVM, Bytecode, Plattformunabhängigkeit, Ökosystem
  • Variablen und primitive Datentypen: int, long, double, boolean, char
  • Kontrollstrukturen: if/else, switch, while, do-while, for-Schleife, enhanced for
  • Methoden definieren: Parameter, Rückgabewerte, Überladung
  • Klassen und Objekte: Attribute, Konstruktoren, Zugriffsmodifikatoren (public, private, protected)
  • Vererbung und Polymorphismus: extends, super, method overriding
  • Abstrakte Klassen und Schnittstellen (Interfaces): wann welche verwenden?
  • Interne Klassen und anonyme Klassen

Modul 2 — Das Java-9-Modulsystem (Project Jigsaw) Das Java-9-Modulsystem war die größte strukturelle Änderung in Java seit Jahren. Es führte ein neues, auf Deklarationen basierendes Abhängigkeitsmanagement ein, das Classpath-Konflikte reduziert und die Kapselung von Code auf Paketebene ermöglicht. Dieses Modul erklärt das Konzept und seine praktische Anwendung.

  • Motivation für das Modulsystem: Probleme des klassischen Classpaths (JAR Hell, unklare Abhängigkeiten)
  • Struktur einer module-info.java: Syntax, module-Deklaration, requires, exports, opens, uses, provides
  • Modulare JDK-Struktur: wie Java selbst in Module aufgeteilt wurde (java.base, java.se, java.xml etc.)
  • Erstellen einer modularen Anwendung von Grund auf: Verzeichnisstruktur, Kompilierung mit --module-path
  • Unnamed Module, Automatic Module und Named Module: Übergangsstrategien für bestehende Projekte
  • Rückwärtskompatibilität: wie ältere Bibliotheken und Classpath-Code mit dem Modulsystem koexistieren
  • Vergleich mit Build-Tool-Abhängigkeitsmanagement (Maven, Gradle): Ergänzung, kein Ersatz

Modul 3 — Java-Standardbibliothek: Collections, Exceptions und Streams Dieser Block vertieft die praktische Arbeit mit den am häufigsten genutzten Bibliotheken der Java-Standardlaufzeitumgebung. Collections, Ausnahmebehandlung und funktionale Programmierung mit Streams und Lambdas sind in jedem Java-Projekt täglich im Einsatz.

  • Collections-Framework: List (ArrayList, LinkedList), Set (HashSet, TreeSet), Map (HashMap, TreeMap)
  • Iteration, Suche und Sortierung in Collections; Comparator und Comparable
  • Ausnahmebehandlung: try/catch/finally, checked vs. unchecked Exceptions, eigene Exception-Klassen
  • Lambda-Ausdrücke und funktionale Interfaces: Function, Predicate, Consumer, Supplier
  • Streams-API: filter, map, reduce, collect; parallele Streams im Überblick
  • Neuerungen in Java 9: private Methoden in Interfaces, verbesserte Stream-Methoden (takeWhile, dropWhile, iterate)
  • Optional: sicherer Umgang mit potenziell null-Werten

Modul 4 — Microsoft Teams: Kommunikation und Kollaboration Das abschließende Teams-Modul ist thematisch unabhängig von den Java-Inhalten. Es führt in die Nutzung von Microsoft Teams als Unternehmenskommunikationswerkzeug ein — relevant für alle, die in Projekten oder remote in Teams arbeiten.

  • Teams-Architektur: Workspaces, Kanäle, Chats und deren Verwendungszwecke
  • Besprechungen erstellen, planen und durchführen: Audio, Video, Bildschirmfreigabe
  • Dateien teilen und gemeinsam bearbeiten via SharePoint-Integration
  • Teams mit Microsoft 365: Integration mit Outlook, OneNote, SharePoint
  • Apps und Connectors in Teams: externe Dienste einbinden
  • Gäste und externe Nutzer zu Teams einladen und Zugriffsrechte verwalten

Lernziele:

  • Java als plattformunabhängige, objektorientierte Programmiersprache einordnen und die JVM-Grundidee verstehen
  • Ein Java-Entwicklungsumfeld einrichten und erste Programme kompilieren und ausführen
  • Grundlegende Sprachkonstrukte verwenden: Variablen, Datentypen, Kontrollstrukturen, Schleifen
  • Klassen und Objekte erstellen und die vier Grundprinzipien der Objektorientierung anwenden
  • Vererbung, Polymorphismus und Schnittstellen in Java-Programmen umsetzen
  • Das Java-9-Modulsystem (Project Jigsaw) verstehen: module-info.java, requires, exports
  • Den Unterschied zwischen klassischen Classpath-basierten Anwendungen und modularen Anwendungen erkennen
  • Ausnahmen (Exceptions) abfangen und behandeln; eigene Exception-Klassen definieren
  • Collections-Framework nutzen: List, Map, Set und deren gängige Implementierungen
  • Streams und Lambda-Ausdrücke für funktionale Verarbeitungsmuster einsetzen (Java 8+, in Java 9 weiterentwickelt)
  • Microsoft Teams als Kollaborationsplattform bedienen: Chats, Kanäle, Meetings, Dateiablage

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Kurs richtet sich an Personen, die in die Java-Programmierung einsteigen möchten, und daneben eine praxisorientierte Einführung in Microsoft Teams suchen. Der Java-Teil setzt keinerlei Programmiererfahrung voraus; der Teams-Teil ist für alle geeignet, die Microsoft Teams noch nicht oder kaum kennen.

  • Berufseinsteiger und Quereinsteiger, die Java als erste Programmiersprache erlernen möchten
  • Softwareentwickler anderer Sprachen (Python, JavaScript), die eine strukturierte Java-Einführung suchen
  • IT-nahe Fachkräfte, die für Java-Projekte technisches Grundverständnis benötigen
  • Mitarbeitende, die gleichzeitig in die Kollaborationsplattform Teams eingeführt werden sollen
  • Personen, die Java-Grundlagen als Einstieg in Backend-Entwicklung oder Enterprise-Java (Spring) nutzen möchten
Voraussetzungen:

Für den Java-Teil sind logisches Denkvermögen und grundlegende PC-Kenntnisse ausreichend; Programmiervorkenntnisse in einer anderen Sprache sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Für den Teams-Teil genügen grundlegende Windows- und Microsoft-365-Kenntnisse. Wer Java bereits in einer älteren Version kennt, findet im Modul-Block neue, konzeptionell wichtige Inhalte.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Java-Teil wird durch praktische Programmieraufgaben begleitet, bei denen die Konzepte direkt in eigenen Java-Programmen angewendet werden. Die Übungsaufgaben steigen in Komplexität — von einfachen Syntaxaufgaben bis hin zu modularen Programmen mit mehreren Packages. Der Teams-Teil ist stärker demonstrationsbasiert mit praktischen Übungen in der Benutzeroberfläche. Der Kurs ist in Vollzeit konzipiert; individuelle Starttermine sind möglich.

Der Kurs hat eine moderate Laufzeit, die den kombinierten Inhalt aus Java-Grundlagen, Java-9-Modulsystem, Collections/Streams und Teams-Einführung abdeckt. Individuelle Teilzeitoptionen und Starttermine können vereinbart werden.

Nach Abschluss erhalten Teilnehmende eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung. Für Java 9 als solches gibt es keine eigenständige offizielle Zertifizierungsprüfung bei Oracle — Oracle Java-Zertifizierungen beziehen sich auf Java SE allgemein (aktuell Java SE 21). Wer eine Oracle Java-Zertifizierung anstrebt, kann die Inhalte dieses Kurses als Grundlage nutzen und anschließend auf Java 21 aktualisieren.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Java ist eine der meistgenutzten Programmiersprachen weltweit und in der Enterprise-Softwareentwicklung, Android-Entwicklung und Backend-Systemen allgegenwärtig. Ein solider Einstieg in die Java-Grundlagen — Objektorientierung, Collections, Streams — ist die Basis für viele Karrierewege in der Softwareentwicklung, unabhängig davon, ob man später mit Spring Boot, Jakarta EE oder Android-Entwicklung weiterarbeitet. Das Java-9-Modulsystem ist konzeptionell wichtig, weil es die Art verändert hat, wie Java-Anwendungen strukturiert und Abhängigkeiten deklariert werden. Auch wenn Java 9 selbst veraltet ist, ist das Jigsaw-Modulsystem in Java 11, 17 und 21 vollständig enthalten und in modernen Projekten präsent. Wer das Modulsystem grundlegend versteht, kann mit modernen Java-Projekten umgehen, die Module einsetzen. Die Teams-Einführung ist in der heutigen Arbeitswelt eine praktische Ergänzung: Remote-Arbeit, verteilte Entwicklungsteams und asynchrone Kommunikation sind Standard. Wer beides kann — Java programmieren und in Teams sicher kommunizieren und kollaborieren — ist von Anfang an produktiv in modernen Entwicklungsumgebungen.

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Java-Entwickler
  • Softwareentwickler
  • Backend-Entwickler
  • Junior Developer
  • Anwendungsentwickler

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Java 9 noch aktuell?

Java 9 erhielt keinen Long-Term-Support und ist als Version veraltet. Das in Java 9 eingeführte Modulsystem (Jigsaw) ist jedoch dauerhafter Bestandteil aller nachfolgenden Java-Versionen einschließlich der aktuellen LTS-Version Java 21. Wer das Modulsystem in diesem Kurs lernt, lernt etwas, das in modernen Java-Projekten bis heute relevant ist.

Welche Java-Version sollte ich heute produktiv einsetzen?

Für neue Projekte wird Java 21 als aktuelle LTS-Version empfohlen (veröffentlicht September 2023). Die Grundlagenkonzepte dieses Kurses — Objektorientierung, Collections, Streams, Modulsystem — gelten unverändert für Java 21. Ein Upgrade der Java-Version ist nach dem Kurs ohne weiteres möglich.

Was ist das Java-Modulsystem (Project Jigsaw)?

Das Modulsystem führte in Java 9 ein deklaratives Abhängigkeitssystem ein: Jedes Modul beschreibt in einer module-info.java, welche anderen Module es benötigt und welche Pakete es nach außen freigibt. Das löst das klassische "JAR Hell"-Problem, bei dem Abhängigkeitskonflikte im Classpath schwer zu debuggen waren.

Warum ist Microsoft Teams Teil dieses Java-Kurses?

Dieser Kurs ist als Kombinations-Lehrgang konzipiert, der technische Programmierkenntnisse mit der Nutzung einer Kollaborationsplattform verbindet. Teams ist in vielen Entwicklungsumgebungen das primäre Kommunikationswerkzeug; die Einführung ist praxisorientiert und unabhängig vom Java-Teil absolvierbar.

Gibt es eine Oracle Java-Zertifizierung, auf die dieser Kurs vorbereitet?

Dieser Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, nicht mit einer Oracle-Prüfung. Wer eine Oracle Java SE-Zertifizierung anstrebt, kann die in diesem Kurs gelegten Grundlagen nutzen und die Vorbereitung auf die aktuelle Oracle Java SE Programmer-Prüfung anschließen.